Herrn Fürsten zu Sayn und
Wittgenstein
in tiefster Verehrung gewidmet
+von dem+
weiland Verfasser.
Durchlauchtiger Fürst!
Es ist zwar nicht zu vermuthen, daß Hoch Sie, bei Ihrer hohen Stellung
und Ihrem weiten Wirkungskreise, vorliegende Allotrien zu lesen Sich
herablassen werden, gestatten Sie aber aus Nachsicht +mir+ die
Freude, dem Drange der Ehrfurcht, der mich für Euer Durchlaucht
beseelt, gleichsam eine Erleichterung durch diesen schwachen Ausdruck
meiner Gefühle zu verschaffen, welche wenigstens uneigennützig sind,
da ich, so unendlich fern und ohne alle Beziehung zu Hoch Ihnen
stehend, weder durch Dankbarkeit, die ich Ihnen ja nicht im Geringsten
schuldig bin, noch persönliches Interesse influencirt seyn kann. Nur
die Liberalität Ihrer Handlungsweise, die Unpartheilichkeit, die Sie
auszeichnet, der erhabne Charakter, den Sie, unter dem sanftesten und
liebenswürdigsten Aeußern, stets an den Tag gelegt, konnte mir die
Kühnheit einflößen, Ihnen diesen öffentlichen Beweis ungeheuchelter
Verehrung zu Füßen zu legen, mit welcher letztern ich, unter allen
Metamorphosen, denen wir Menschen unterworfen sind, stets bleiben werde