Die erste Anregung zu der in dieser Schrift ausgeführten Idee, daß die
Geister der Gestorbenen als Individuen in den Lebenden fortexistieren,
ward mir durch eine Unterredung mit meinem, damals in Leipzig, jetzt in
Halle lebenden Freunde, Professor Billroth. Indem diese Idee in eine
Reihe verwandter Vorstellungen bei mir teils eingriff, teils solche
erweckte, hat sich dieselbe auf vorstehende Weise gestaltet und durch
eine Art notwendigen Fortschritts zur Idee eines höhern Lebens der
Geister in Gott erweitert. Inzwischen hat der Urheber derselben, wie in
der Religionsphilosophie überhaupt, so namentlich in der
Unsterblichkeitslehre, eine von der hier verfolgten ganz verschiedene
und sich direkter an das kirchliche Dogma anschließende Richtung
genommen, welche ihn sogar von jener Grundidee großenteils oder ganz
wieder abgeführt hat, daher ich, indem ich ihn als Schöpfer derselben
glaubte bezeichnen zu müssen, doch nicht mehr als ihren Vertreter zu
nennen wage. Die eigenen Ansichten dieses Philosophen über den
betreffenden Gegenstand wird man in einem, demnächst von demselben zu
erwartenden, Werke entwickelt finden.