daß der Vorhang wieder und wieder in die Höhe gehen mußte. „Wie sind
Sie zufrieden?“ fragte der Lehrer Furtner. „Ich wiederhole, was ich
schon immer sagte,“ antwortete Oberamtsrichter Trollmann, „es ist ein
Fehlgriff der Direktion. Dieses Stück ist für ein ganz anderes Publikum
geschrieben und erweckt hier nur gewisse Instinkte[263].“ -- „Aber als
klassisches Stück?“ -- „Klassisch hin, klassisch her. Ich sage, es ist
nicht für Dürnbuch. Diese Leute betrachten es nicht historisch, sondern
ziehen die Ereignisse in die Gegenwart. Haben Sie das einfältige Lachen
bemerkt, als der Hofmarschall auftrat?“ Furtner nickte zustimmend und
nahm sich vor, von diesen Gesichtspunkten einiges für seine Kritik zu
verwenden. Der zweite Akt begann, und Frau Weindl nahm im geblümten
Schlafrock reizende Stellungen ein und zeigte den Dürnbuchern, wie sich
die schönen Weiber gehaben, welche unsere Fürsten auf Abwege bringen,
und deren Launen wir Untertanen bezahlen müssen. Freilich, diese Lady
war gutherzig und wollte die Edelsteine nicht annehmen, welche mit dem
Glücke von siebentausend Landeskindern bezahlt waren. Niemand kann eine
dukatengespickte Börse vornehmer in den Hut eines Kammerdieners werfen,
als es Frau Weindl tat, aber ihre Freigebigkeit machte keine Wirkung.
Ein lautes Bravo, ein Bravo aus tiefem, gepreßtem Herzen ertönte,
wie der Kammerdiener die große Summe mit Verachtung zurückwies. Die
Spediteurswitwe Karoline Tretter war es, und als man sich nach ihr
umdrehte, nickte sie kräftig mit dem Kopfe, um zu zeigen, daß sie
auf ihrem Beifall bestehen bleibe, und einen Mann achte, der von
liederlichen Frauenzimmern nichts haben wolle. Sie kannte ja auch diese
Sorte, und sie mußte nur bitter lachen, als Frau Weindl den Fluch des
Landes nicht mehr in den Haaren tragen und den Erlös ihres Schmuckes
unter die Armen verteilen wollte. Schwindel!
Aus dem prächtigen Salon der fürstlichen Geliebten ging es wieder zum
Musiker Miller, und die Dürnbucher hielten den Atem an, als ein
finsteres Schicksal über die braven Leute kam.
[Illustration]
Der Lohgerber Weiß wischte sich dicke Schweißtropfen von der Stirne,
wie nun der Vorhang über die Szene der frechsten Unterdrückung gefallen
war, und alle anderen schwiegen erschüttert.
Nur der Apothekerprovisor mußte zeigen, daß er Spiel und Wirklichkeit
nicht verwechsle; er stand auf und ging zu Jungfer Babette hin und
brachte sie dazu, auch ihrerseits über das trauervolle Auditorium[264]
ein höchst frivoles[265] Lachen anzuheben.
Anton sah es und nahm einen fressenden Zorn in den dritten Akt hinein,
der wahrhaftig nicht dazu angetan war, einen ehrlichen Burschen
abzukühlen. Was gab es für schmerzverzerrte Gesichter! Wie fühlte sich
jeder in seinem Glücke bedroht, wenn solche Dinge in der Welt geschehen
konnten und sich alles gegen treue Liebe verschwor! Auch harte Männer,
welche ihre stürmischen Gefühle längst in die Ehe gebettet hatten,
mußten weinen, als Luise den verhängnisvollen Brief schrieb, den der
schuftige Sekretär diktierte. Der Lohgerber Weiß war völlig gebrochen
und preßte die riesigen Hände ineinander und ließ sein Wasser hilflos
rinnen, und wie die Seelenqual auf der Bühne immer ärger wurde, hielt
er keinen Seufzer mehr an und arbeitete so furchtbar von innen heraus,
daß es eine schauerliche Begleitung zu Luisens Vernichtung bildete.
Mit wuchtigen Schritten eilte die Tragödie vorwärts. Niemand hörte
mit so schmerzenden Ohren das Dröhnen des Schicksals wie Anton, der
immer mehr in Ferdinand von Waller sein Ebenbild sah, und der ganz in
der Lage und in den Umständen war, mitzuknirschen gegen den Verrat
an seiner Liebe. „Bube! Wenn sie nicht rein mehr ist! Bube! Wenn du
genossest, wo ich anbetete! schwelgtest, wo ich einen Gott mich fühlte!
Dir wäre besser, Bube, du flöhest der Hölle zu, als daß dir mein Zorn
im Himmel begegnete! Wie weit kamst du mit dem Mädchen? Bekenne!“
Ha, du geschniegelter Hofmarschall, oder nein, du pomadisierter und
bisamduftiger Apothekerprovisor, jetzt geladene Pistolen und ein
Schnupftuch zwischen dir und Anton, und du solltest Gott danken, Memme,
daß du zum erstenmal etwas in deinen Hirnkasten kriegtest!
Fühlst du die brennenden Blicke, Babette Warmbüchler, welche aus dem
dunklen Parterre hervor nach dir schießen, und weißt du, was du aus
dem dort gemacht hast? Sie wußte es nicht und sie dachte an nichts
dergleichen, sondern hing während der zermalmenden Geschehnisse ihre
Gedanken an einen blauseidenen Gürtel, welchen ihr Herr Elfinger
heute geschenkt hatte. Die anderen Mädchen im Saale stellten sich mit
Luise vor Lady Milford hin und sagten ihr so gründlich die Meinung,
wie sie ein anständiges Bürgerkind einem solchen Frauenzimmer sagen
muß, wenn es um den Liebsten geht, aber Babette Warmbüchler dachte an
einen blauseidenen Gürtel; und als der Vorhang fiel und es wieder hell
im Saal wurde, rümpfte sie verächtlich die Nase über die weinenden
Menschen und lachte zu Herrn Elfinger hinüber.
Verloren, ja! Unglückselige, du bist es.
Und der Jammer häufte sich im Lammbräusaale und akkompagnierte[266] den
Musikus Miller, als er seiner Tochter die Schrecken des Selbstmordes
malte, und hundert Herzen drängte es, dem rasenden Major die Wahrheit
zu sagen über diesen unglückseligen Brief, und hundert Herzen baten
Luise, doch endlich den aufgedrungenen Eid zu brechen. Doch sie
schwieg. Und dann ging ein tiefer und langer Seufzer durch den Saal.
Luise war tot. Gestorben an der vergifteten Limonade.
Zu spät, daß Ferdinand seinem Vater Flüche ins Antlitz schrie, zu spät,
wie immer, daß die Polizei eingriff und den schurkischen Präsidenten
und den noch gemeineren Sekretär Wurm verhaftete. Der Vorhang fiel.
Die Dürnbucher standen auf und verließen den Saal; jedoch der Lohgerber
Weiß blieb noch sitzen, in Vernichtung, und rang nach Luft und
verwischte mit seinem blaukarierten Schnupftuch alle Spuren seines
Seelenkampfes und ging als der letzte hinaus. Die Zuschauer eilten
durch den dunkeln Hausgang auf den Stadtplatz, wo sie aufatmend inne
wurden, daß noch alles am rechten Platz stände, die Heimatstadt,
ihre Wohltätigkeit und ihr Familienglück. Niemand bemerkte den
Schlossergesellen Anton, der aus einer dunkeln Ecke das Tor überwachte
und sah, wie der Apothekerprovisor der Jungfer Babette folgte und in
eine Nebengasse bog.
Er schlich ihnen nach. Indessen schritt Furtner neben Trollmann und
sagte, daß ihn die Dichtung doch in einem gewissen Banne gehalten habe.
„Das schon,“ erwiderte Trollmann, „und ich verkenne durchaus nicht die
Vorzüge dieses Werkes, aber die Leute sind nicht gebildet genug, um
Wahrheit und Dichtung auseinanderzuhalten. Es sind doch sehr starke
Ausfälligkeiten darin.“
„Sie meinen den Hofmarschall Kalb?“
„Ich meine überhaupt die Prinzipien[267], und die Rolle, welche man den
Herzog spielen läßt.“
„Aber vielleicht waren die Zustände früher weniger geordnet?“
„Früher! Das ist es eben. Ich sehe den historischen Hintergrund, Sie
sehen ihn auch. Aber die anderen werden aufgehetzt.“
„Ja ja,“ sagte Furtner, „in dieser Beziehung muß ich Ihnen recht geben.“
„Heutzutage, wo ohnehin jede Autorität...“
Trollmann sperrte seine Haustüre auf.
„Wo ohnehin jede Autorität... also gute Nacht, Herr Lehrer!“
„Gute Nacht, Herr Oberamtsrichter!“
Furtner ging tiefsinnig heim und überlegte, wie diese Bedenken in der
Einleitung zu verwerten waren.
Und indessen geschah etwas am Gartenzaune bei Warmbüchler, was die
Befürchtungen Trollmanns bestätigte.
Elfinger hatte Abschied von Babette genommen und schritt so leichtfüßig
heim, wie nur ein Jüngling schreiten kann, dem sein Mädchen unter
Küssen das Unerlaubte versprochen hat.
Er hüpfte und hielt die Nase siegesgewiß zum Sternenhimmel empor und
forderte den Mond auf, noch auf einen so verfluchten Kerl zu scheinen,
wenn er es fertig bringe.
Da tönte ein Halt.
Anton sprang vor und faßte den Provisor an der Lavalierekrawatte und
legte seine Finger um den Adamsapfel. Wie sie zittert, die Memme!
„Wie weit kamst du mit dem Mädchen?“
Und eine harte Schlosserfaust schlug drauflos und ruinierte[268]
eine Menge Schönheiten und raufte zierliche Locken aus und brachte
Backenzähne in Unordnung.
„An meine Blume soll mir das Ungeziefer nicht kriechen, oder ich
will es so, und so, und wieder so durcheinanderquetschen.“ Und in
die Haselnußstauden hineinschmeißen, daß es aus einem Provisor und
Ebenbild Gottes zur blau und grün überlaufenen Jammergestalt wird.
Und so war es klar, daß Friedrich von Schiller für das gegenwärtige
Dürnbuch zu leidenschaftlich wirkte.
[Illustration]
Kennen Sie die neue Sammlung
„Der Eichenkranz?“
[Illustration]
Band 1. =Fritz Müller: Fröhliches aus dem Krieg.= 11.-20. Tausend.
Geb. 1.50 M.
Band 2. =Weltkriegs-Geschichten=, herausgegeben und eingeleitet von
=Walter von Molo=. Mit 8 Bildern von +Ludwig Berwald+. Geb. 1.80 M.
Band 3. =Wilhelm Speck: Aushalten!= Geb. 1.50 M.
Band 4. =Flämische Erzähler=, verdeutscht u. herausgeg. v. +Dr.+
H. Brühl, zugeteilt dem Kais. Militär-Gouvernement von Brabant,
Brüssel. Mit Bildern. Geb. 1.80 M.
Band 5. =Kurt Küchler: Kriegsflagge am Heck!= Seekriegsgeschichten
mit Bildern von Franz Müller-Münster, einem Bildnis Küchlers und
einer Einleitung von Gustav Frenssen. Gebd. 2.-- M.
Der „Kunstwart“ schreibt über Band 2:
„Die Sammlung, die ausschließlich künstlerisch wertvolle Beiträge
enthält, besteht aus zwölf Erzählungen. Ihre Verfasser sind R.
Michel, F. Otto, W. v. Molo, E. Trebesius, Thea v. Hadou, O. König,
A. v. Trentini, B. Kellermann, F. A. Beyerlein. Unmittelbar in die
Kampfstimmung führen Michels drei Waffengeschichten, Trebesius’ „Am
Fernsprecher während der Schlacht“, Kellermanns auf eigener Anschauung
beruhende Schilderung aus dem Westen. Starke künstlerische Wirkungen
gehen von W. v. Molos und vor allem von A. v. Trentinis Beitrag aus.
Unter den vielen Sammlungen steht diese mit an erster Stelle. Das
schöne Wort des Herausgebers besteht zu Recht: das ein Hauch unserer
geeinigten Seelen darinnen ist.“
=Schmuckausgaben.= Von Band 1, 2, 4 u. 5 des „Eichenkranzes“ ist eine
Schmuckausgabe auf besonders schönem Papier in feinem Lederband mit
Goldprägung hergestellt (Preis je 5 M), die sich als Geschenkausgabe
vortrefflich eignet.
Deutsche Dichter-Gedächtnis-Stiftung
Hamburg-Großborstel.
Bücherei „Dichterehrung“
30 gute, spannende Bücher
(sämtlich neue Exemplare)
für 9.-- Mark
Teuerungszuschlag 20% bereits eingerechnet
Über 2600 Seiten besten Lesestoffes mit zahlreichen Bildern!
=Anzengruber, L.=: Der Erbonkel und andere Geschichten. Mit Bildern.
=Böhlau, Helene=: Kußwirkungen. Mit Bildern.
=Brentano, Cl.=: Die Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen
Annerl. Mit Bildern.
=Dehmel, Paula=: Märchenbüchlein. Mit 2 Voll- und 4 Halb-Bildern.
=Ebner-Eschenbach, M. von=: Die Freiherren von Gemperlein. Mit
Bildern.
=Eyth, Max=: Der blinde Passagier. Mit Bildern.
=Frapan, Ilse=: Die Last.
=Freytag, Gustav=: Karl der Große. Minnesang und Minnedienst.
=Goethe=: Fünfzig Gedichte.
=Gotthelf, J.=: Die schwarze Spinne. Mit Bildern.
=Grillparzer, Franz=: Weh dem, der lügt. Mit Bildern.
=Groth, Ernst Joh.=: Die Kuhhaut (Humoreske). Mit Bildern.
=Halm, Friedr.=: Die Marzipanliese. -- Die Freundinnen. Mit Bildern.
=Hoffmann, E. Th. A.=: Das Fräulein von Scuderi. Mit Bildern.
=Hesse, Herm.=: Der Lateinschüler. Mit Bildern.
=Hesse, Herm.=: Die Marmorsäge. Mit Bildern.
=Heyse, Paul=: Andrea Delfin.
=Keller, Gottfried=: Kleider machen Leute. Mit Bildern.
=Kleist, Heinrich von=: Die Verlobung in St. Domingo. Das Erdbeben
in Chile. Der Zweikampf. Mit Bildern.
=Kotze, Stefan von=: Geschichten aus Australien.
=Ludwig, Otto=: Aus dem Regen in die Traufe. Mit Bildern.
=Müller, Fritz=: Fröhliches aus dem Kaufmannsleben. Mit
Schattenrissen von W. Repsold.
=Reuter, Fritz=: Woans ick tau ’ne Fru kamm. 11.-20. Tausend.
=Rosegger, Peter=: Der Adlerwirt von Kirchbrunn. Mit Bildern.
=Schmitthenner, Adolf=: Die Frühglocke. Mit Bildern.
=Schücking, Levin=: Die drei Großmächte. Mit Bildern.
=Supper, Auguste=: Die Hexe von Steinbronn. Mit Bildern.
=Uxkull, W. von=: Das Kriegsgericht. Mit Bildern.
=Villinger, Hermine=: Leodegar der Hirtenschüler. Mit Bildern.
=Zahn, Ernst=: Die Mutter. Mit Bildern.
Jeder Band ist auch einzeln käuflich.
Deutsche Dichter-Gedächtnis-Stiftung
Hamburg-Großborstel.
☛ Jedem eine gute Bücherei. ☚
Vorzugspreis 11 Bände je 1 M., für 10 M.
„Hausbücherei“
Bisher erschienen 63 Bände gebunden nur je 1. M.
Die Sammlung bietet kurze packende Erzählungen zeitgenössischer
Schriftsteller (vielfach mit Bildern) z. B.:
Deutsche Humoristen
8 in sich abgeschlossene Bände gebunden je 1 M.
Helene Böhlau, Wilh. Busch, Felix Dahn, Otto Ernst, Max Eyth, Gustav
Falke, Gottfried Keller, Konrad Ferd. Meyer, W. Raabe, Fritz Reuter,
Albert Roderich, Peter Rosegger, Ludwig Thoma, Johann Trojan usw.
Novellen!
8 in sich abgeschlossene Bände gebunden je 1 M.
von Th. Fontane, Rud. Greinz, Wilh. Jensen, Hans Land, Detlev v.
Liliencron, Th. Mann, Ch. Niese, W. v. Polenz, Ad. Schmitthenner,
Heinrich Sohnrey, Friedrich Spielhagen, L. v. Strauß und Torney, Klara
Viebig, Ernst Wichert, E. v. Wolzogen, Karl Söhle, Emil Ertl, E. v.
Wildenbruch, Ernst Zahn usw.
Nachstehend ein kurzer Auszug aus unserem „Hausbücherei“-Verzeichnis.
=Eyth, Max=: Geld und Erfahrung. (Humor. Erzählung.)
=Finckh, Ludwig=: Rapunzel. 31.-50. Tsd.
=Franzos, Karl Emil=: Geschichten aus Halbasien.
=Huggenberger, Alfred=: Bauernland. Mit Bildern.
=Jürgensen, Jürgen=: Kongo-Geschichten. Mit Bildern.
=Keller, Gottfried=: Ursula. Mit Bildern.
=Kriegsgeschichten=: Detlev v. Liliencron, Th. Fontane u. a.
=Lindau, Rudolf=: Morgenland und Abendland.
=Musikergeschichten=: K. Söhle, R. H. Bartsch, Schmidtbonn.
=Scheffels „Ekkehard“.= 3 Bände in 1 Band. Mit Bildern.
=Schmitthenner, Adolf=: Treuherzige Geschichten. 1.-10. Tsd.
=Weihnachtsbuch, Deutsches.= (Doppelband 2 M.) 21.-30. Tsd.
Dasselbe in elegantem Geschenkband mit Goldschnitt 4 M.
=Wichert, Ernst=: Die Schwestern. Mit Bildern.
=Zahn, Ernst=: Der Schatten. Mit Bildern.
Ausführliche Verzeichnisse versenden wir kostenlos!
Teuerungszuschlag 20%.
Deutsche Dichter-Gedächtnis-Stiftung
Hamburg-Großborstel.
Buchdruckerei Richard Hahn (H. Otto) in Leipzig.
Deutsche Dichter-Gedächtnis-Stiftung Hamburg-Großborstel. Oktober 1918
[Illustration: VA. 18. 11.]
Gute billige Bücher
(Für die Jugend geeignete Bücher sind mit * versehen.)
Hausbücherei
=Gebunden=, jeder Band in sich abgeschlossen 1 M., =Vorzugspreis
für 11 Bände, auch gemischt, nur 10 M.=
☛ Teuerungsaufschlag 100%. ☚
1. =Kleist, Heinr. von: Michael Kohlhaas.= Mit 7 Bildern.
_26.-40. T._
*2. =Goethe: Götz v. Berlichingen.= Mit Bild Goethes. _11.-15. T._
*3. =Deutsche Humoristen Band 1=: P. Rosegger, W. Raabe, Fr. Reuter
und A. Roderich. _71.-90. T._
4. =Deutsche Humoristen Band 2=: Cl. Brentano u. a. _56.-65. T._
*5. =Deutsche Humoristen Band 3=: Hans Hoffmann, Otto Ernst, Max
Eyth, Helene Böhlau. _56.-70. T._
6-7. =Balladenbuch Band 1=: Neuere Dichter. _31.-40. T._
8. =Kurz, Hermann: Der Weihnachtsfund.= _11.-15. T._
9. =Novellenbuch Band 1=: C. F. Meyer, E. v. Wildenbruch, Fr.
Spielhagen, Detl. v. Liliencron. _46.-60. T._
10. =Dorfgeschichten= (+Novellenbuch+ Band 2). Vergriffen!
11. =Schiller: Philosophische Gedichte.= Ausgew. u. eingel. von
Prof. E. Kühnemann. Mit Bild Schillers. _6.-10. T._
12-13. =Schiller: Briefe.= Ausgew. v. Prof. E. Kühnemann.
_6.-10. T._
14. =Geschichten aus deutscher Vorzeit= (+Novellenbuch+ Band 3): A.
Schmitthenner, J. J. David, W. Hauff. _26.-35. T._
*15. =Seegeschichten= (+Novellenbuch+ Bd. 4): J. Nettelbeck, W.
Jensen, Wilh. Poeck, Johs. Wilda u. a. _41.-50. T._
16. =Auswahl aus den Dichtungen Eduard Mörikes.= Vergriffen!
17. =Heine-Buch.= Vergriffen!
18-19. =Goethes ausgewählte Briefe.= Vergriffen!
*20-21. =Deutsches Weihnachtsbuch.= Eine Sammlung der schönsten u.
beliebtesten Weihnachtsdichtungen in Poesie u. Prosa. _41.-50. T._
22. =Frauennovellen= (+Novellenbuch+ Band 5). Vergriffen!
23. =Kindheitsgeschichten.= Vergriffen!
*24. =Kriegsgeschichten=: H. v. Kleist, W. v. Conrady, M. v. La
Roche, D. v. Liliencron, Th. Fontane u. a. _31.-40. T._
*25-26. =Balladenbuch Band 2=: Ältere Dichter. _11.-20. T._
*27. =Immermann, Karl: Preußische Jugend zur Zeit Napoleons.=
28. =Luther, Martin als deutscher Klassiker.= _16.-25. T._
29-30. =Deutsche Humoristen Band 4/5.= Vergriffen!
31. =Deutsche Humoristen Band 6.= (Humor. Erzähl.) _31.-50. T._
*32. =Eyth, Max: Geld und Erfahrung= (humoristisch). _41.-50. T._
*33. =Uhland, Ludwig: Ausgewählte Balladen und Romanzen.=
34. =David, J. J.: Mährische Dorfgeschichten.= _11.-15. T._
*35. =Finckh, Ludwig: Rapunzel.= _71.-90. T._
36. =Auer, Grethe: Marraksch.= (6 Jahre in Marokko.) _16.-25. T._
37. =Wichert, Ernst: Die Schwestern.= Vergriffen!
38. =Musikergeschichten=: K. Söhle, R. H. Bartsch. Vergriffen!
39. =Ertl, Emil: Der Salto mortale.= Mit Bildern. _11.-20. T._
*40. =Jürgensen, Jürgen: Kongo-Geschichten.= (7 Jahre in Afrika.)
41. =Reuter, Christian: Schelmuffskys kuriöse Reisebeschreibung=
(humoristisch). Mit Bildern. _21.-30. T._
*42. =Die deutschen Lande in der Dichtung Band 1=: Deutschland. Mit
16 Zeichnungen von Walter Strich-Chapell. _21.-40. T._
43. =Zahn, Ernst: Der Schatten.= Mit Bildern. _31.-40. T._
*44. =Schmitthenner, Adolf: Treuherzige Geschichten.= _31.-50. T._
45. =Hoffmann, Hans: Die Teufelsmauer und andere Erzählungen.=
*46. =Streicher, Andreas: Schillers Flucht von Stuttgart.= Mit
Bildern. _1.-10. T._
*47. =Hebbel, Friedrich: Die Nibelungen 1=: Der gehörnte Siegfried.
Siegfrieds Tod. Mit Bildern. _1.-10. T._
*48. =Hebbel, Friedrich. Die Nibelungen 2=: Kriemhilds Rache. Mit
Bildern. _1.-10. T._
49. =Deutsche Humoristen Band 7=: Enking, Greinz, Thoma u. a. Mit
Bildern. _31.-40. T._
50. =Huggenberger, Alfred: Bauernland.= Vergriffen!
51-52. =Müller-Guttenbrunn, Ad.: Deutscher Kampf.= Vergriffen!
53. =Paquet, Alfons: Der Sendling.= Vergriffen!
54. =Franzos, Karl Emil: Geschichten aus Halbasien.= _1.-20. T._
*55. =Lessing, Gotthold Ephraim: Minna von Barnhelm.= _1.-20. T._
*56. =Müllenhoff: Schleswig-Holsteinische Sagen und Märchen.= Mit
Bildern. _1.-20. T._
*57. =Postl, Karl: Die Prärie am Jacinto.= Mit Bildern. _1.-20. T._
58. =Keller, Gottfried: Ursula.= Mit Bildern. _1.-30. T._
59. =Lindau, Rudolf: Morgenland und Abendland.= Mit Bildern.
60. =Deutsche Humoristen Band 8=: Bierbaum, Fock, Presber, Schäfer,
Schönherr, Thoma. Mit Bildern. _1.-20. T._
*61-63. =Scheffel, Josef Victor von: Ekkehard.= Mit 35 Bildern von
Ludwig Berwald. 6.-- M., in Lederband 40 M. _1.-40. T._
64. =Bock, Alfred: Schicksal und Schelme.= Mit Bildern.
Schmuckausgaben auf ausgewählt gutem Papier, in +prächtigem Einband+
(meist Leder) mit Goldschnitt sind zum +Preise von je+ 8 Mark
hergestellt von: Bd. 6-7, 12-13, 18-19, 20-21, 25-26, 29-30, 51-52. Bd.
38 = M. 6.--, Bd. 39 = M. 4.--, Bd. 61-63 in Lederband mit Goldschnitt
M. 40.--.
Kleinod-Romane
1. =Enking, Ottomar: Das Pünktlein auf der Welle.= Mit Einleitung
von Prof. Gregori und Bildern von Ludwig Berwald. Gebd. M. 6.--.
Der Eichenkranz.
[Illustration]
Teuerungsaufschlag 50%.
[Illustration]
*1. Müller, Fritz: +Fröhliches aus dem Krieg.+ Mit zahlreichen Bildern.
Geb. 1.50 M. Lederband 10 M. _1.-20. T._
*2. +Weltkriegs-Geschichten+, herausg. von Walter v. Molo. Mit Bildern.
Geb. 1.80. M. Lederband 10 M. _1.-20. T._
*3. Speck, Wilh.: +Aushalten!+ Geb. 1.50. M. _6.-10. T._
*4. +Flämische Erzähler+, verdeutscht und herausgegeben von +Dr.+
Brühl. Mit Bildern. Geb. 1.80 M. Lederband 10 M. _1.-20. T._
*5. Küchler, Kurt: Kriegsflagge am Heck! Seekriegs-Geschichten. Mit
Bildern. Einleitung von Gustav Frenssen. Geb. 2 M. Lederband 10 M.
_1.-20. T._
*=Schillerbuch.= 346 S. Geb. 2 M. _31.-40. T._
*=Märchenbuch.= Auswahl der schönsten Märchen. Mit zahlreichen
Bildern. Geb. 3.75 M. (ohne Aufschlag). _1.-20. T._
=Die Fundgrube.= Ein Führer zu den geschichtlichen Erzählungen und
Balladen der Stiftung. 1.50 M., geb. 2 M.
Neue Bände in Vorbereitung:
=Enking: Das Pünktlein auf der Welle.= Kleinod-Romane Bd. 1.
=Schücking: Die Marketenderin von Köln.= Eichenkranz 6-7.
=Tiergeschichten.= Hausbücherei-Band.
Volksbücher
zum größten Teil mit Text- und Umschlagbildern.
☛ Teuerungsaufschlag 100%. ☚
Heft Geh. Gbd.
Pfennige
1. =50 Gedichte von Goethe.= Vergriffen! 20 50
*2. =Schiller: Wilhelm Tell.= 190 Seiten. _21.-30. T._ 30 60
*3. =Schiller: Balladen.= Mit Bildern. 108 S.
_41.-60. T._ 40 80
*4. =Schiller: Wallensteins Lager.= Vergriffen! 50 90
*5. =Schiller: Wallensteins Tod.= _11.-20. T._ Vergriffen! 50 90
Heft 4 und 5 in einen Band gebunden 150
6. =Brentano. Die Geschichte vom braven Kasperl und
dem schönen Annerl.= Mit Bildern. Vergriffen! 20 50
7. =Hoffmann, E. Th. A.: Fräulein v. Scuderi.= Vergriffen! 30 60
8. =Halm, Fr.: Die Marzipanliese.= Vergriffen! 30 60
*9. =Reuter: Woans ick tau ’ne Fru kamm.= _31.-50. T._ 20 50
*10. =Eyth, Max: Der blinde Passagier.= _91.-110. T._ 20 50
11. =Ebner-Eschenbach, Marie von: Die Freiherren von
Gemperlein.= Mit Bildern. _71.-90. T._ 20 50
12. =Jensen, Wilhelm: Über der Heide.= _51.-70. T._ 35 70
*13. =Wichert, Ernst: Der Wilddieb.= Mit Bildern.
_61.-80. T._ 40 80
14. =Schücking, Levin: Die drei Großmächte.= _31.-50. T._ 30 60
15. =Anzengruber, Ludwig: Der Erbonkel und andere
Geschichten.= Mit Bildern. _51.-70. T._ 25 55
*16. =Böhlau, Helene: Kußwirkungen.= _51.-70. T._ 20 50
17. =Frapan, Ilse: Die Last.= _31.-50. T._ 25 55
18. =Kleist, Heinrich v.: Die Verlobung in St. Domingo.=
Das Erdbeben in Chile. Der Zweikampf. _31.-50. T._ 30 60
19. =Rosegger, Peter: Der Adlerwirt von Kirchbrunn.=
Mit Bildern. _61.-80. T._ 40 80
*20. =Zahn, Ernst: Die Mutter. Mit Bildern.= _41.-60. T._ 20 50
*21. =Groth, Ernst Joh.: Die Kuhhaut.= Mit Bildern.
_61.-100. T_. 20 50
*22. =Schmitthenner, Adolf: Die Frühglocke.= Mit Bildern.
_61.-80. T._ 20 50
*23. =Freytag, Gustav: Karl der Große.= Minnesang und
Minnedienst zur Hohenstaufenzeit. _31.-50. T._ 30 60
24. =Spielhagen, Friedrich: Hans und Grete= (Novelle).
Mit Bildern. _41.-60. T._ 40 75
25. =Kotze, Stefan v.: Geschichten aus Australien.=
_41.-60. T._ 25 55
26. =Heyse, Paul: Andrea Delfin.= Mit Bildern.
_51.-60. T._ 30 60
*27. =Villinger, Hermine: Leodegar, der Hirtenschüler.=
Mit Bildern. _51.-60. T._ 20 50
*28. =Ludwig, Otto: A. d. Regen in d. Traufe.= Vergriffen! 25 55
29. =Huldschiner, Richard: Fegefeuer.= Vergriffen! 70 100
30. =Grillparzer: Weh dem, der lügt!= Vergriffen! 25 55
*31. =Dehmel, Paula: Märchenbüchlein.= Mit 2 Voll- und
4 Halb-Bildern. _21.-40. T._ 30 70
32. =Supper, Auguste: Die Hexe von Steinbronn.= Mit
Bildern. _21.-40. T._ 10 40
33. =Wilbrandt, Adolf: Der Mitschuldige.= Mit Bildern.
_41.-60. T_. 40 80
*34. =Keller, Gottfried: Kleider machen Leute.= Mit Bildern.
_61.-80. T._ 30 70
*35. =Uxkull, Woldemar v.: Das Kriegsgericht.= Mit Bildern.
_21.-40. T._ 25 60
*36. =Schreckenbach, Paul: Volksbuch vaterländischer
Dichtung.= Mit Bildern. _21.-40. T._
+Lederband+ 2.50 M. 50 80
*37. =Müller, Fritz: Fröhliches aus dem Kaufmannsleben.=
Mit Bildern. _41.-60. T._ 30 70
38. =Hesse, Hermann: Der Lateinschüler.= Mit Bildern.
_41.-60. T._ 30 70
39. =Hesse, Hermann: Die Marmorsäge.= _21.-40. T._ 30 70
40. =Gotthelf, Jeremias: Die schwarze Spinne.= Mit Bildern.
_21.-40. T._ 30 70
41. =Clausen, Ernst: Der Heiligen Kind.= _21.-40. T._ 40 80
*42. =Franzos, Karl Emil: Der deutsche Teufel.=
_21.-40. T._ 40 80
*43. =Geibel, Emanuel: Meister Andrea.= Vergriffen! 40 80
44. =Wichert, Ernst: Ansas und Grita.= Mit Bildern
von Ludwig Berwald. _1.-20. T._ 40 80
45. =Günther, Konrad: „Unrein!“= Mit Bildern von
Ludwig Berwald. _1.-20. T._ 40 80
*46. =Müller, Fritz: Das Beil.= Mit Bildern 20 50
Man fordere auch unsere Sonder-Verzeichnisse, z. B. „Abenteuerliche
Bücher“ und „Vaterländische Bücher“, die kostenfrei geliefert werden.
IX 18: 200.000
Fußnoten:
[1] Musterauswahl
[2] für anständig Gehaltene
[3] federnden
[4] eingeübt
[5] liebenswürdiger
[6] Herrschers
[7] Treue gegen den Herrscher
[8] unangenehm
[9] beabsichtigte Erfolgsberechnung
[10] sich unterrichtenden
[11] schlüpfrigen
[12] Wortschatz
[13] Feinheiten
[14] Vornehmheit
[15] Vorsteher der Hoffestlichkeiten
[16] Persönlichkeit von Ansehen
[17] Sprachschatz
[18] Auftrag
[19] höfische
[20] von Amts wegen
[21] Abordnung
[22] aus der Fassung
[23] in Unordnung gebracht
[24] Lage
[25] Hier mußt du deine Geschicklichkeit auf der Stelle beweisen, wenn
man dir glauben soll.
[26] Aussicht
[27] Lage
[28] krampfhaften
[29] Empörung
[30] Amtsbereich
[31] vorsichtig
[32] zartem
[33] überspannter Gedanke
[34] Gebärdenspiel
[35] possenhaft
[36] verrückt
[37] kurzerhand in Ordnung bringen
[38] Hofwürdenträger
[39] feststellte
[40] Geist
[41] Inbegriff
[42] begrifflich