In den bisherigen Gestaltungen, die sich im allgemeinen als
_Bewußtsein, Selbstbewußtsein, Vernunft_ und _Geist_ unterscheiden,
ist zwar auch die _Religion_, als Bewußtsein des _absoluten Wesens_
überhaupt, vorgekommen; allein vom _Standpunkte des Bewußtseins_ aus,
das sich des absoluten Wesens bewußt ist; nicht aber ist das absolute
Wesen _an und für sich_ selbst, nicht das Selbstbewußtsein des
Geistes in jenen Formen erschienen.
Schon das _Bewußtsein_ wird, insofern es _Verstand_ ist, Bewußtsein
des _Übersinnlichen_ oder _Innern_ des gegenständlichen Daseins.
Aber das Übersinnliche, Ewige, oder wie man es sonst nennen mag, ist
_selbstlos_; es ist nur erst das _Allgemeine_, das noch weit entfernt
ist, der sich als Geist wissende Geist zu sein.--Alsdenn war das
_Selbstbewußtsein_, das in der Gestalt des _unglücklichen_
Bewußtseins seine Vollendung hat, nur der sich zur Gegenständlichkeit
wieder herausringende, aber sie nicht erreichende _Schmerz_ des
Geistes. Die Einheit des _einzelnen_ Selbstbewußtseins und seines
unwandelbaren _Wesens_, zu der jenes sich bringt, bleibt daher ein
_Jenseits_ desselben.--Das unmittelbare Dasein der _Vernunft_, die
für uns aus jenem Schmerz hervorging, und ihre eigentümlichen
Gestalten haben keine Religion, weil das Selbstbewußtsein derselben
_sich_ in der _unmittelbaren_ Gegenwart weiß oder sucht.
Hingegen in der sittlichen Welt sahen wir eine Religion, und zwar die
_Religion_ der _Unterwelt_; sie ist der Glauben an die furchtbare
unbekannte Nacht des _Schicksals_, und an die Eumenide des
_abgeschiednen Geistes_;--jene die reine Negativität in der Form der
Allgemeinheit, diese dieselbe in der Form der Einzelnheit. Das
absolute Wesen ist in der letztern Form also zwar das _Selbst_, und
_gegenwärtiges_, wie das Selbst nicht anders ist; allein das
_einzelne_ Selbst ist _dieser_ einzelne Schatten, der die
Allgemeinheit, welche das Schicksal ist, getrennt von sich hat. Er
ist zwar Schatten, _aufgehobner Dieser_, und somit allgemeines Selbst;
aber noch ist jene negative Bedeutung nicht in diese positive
umgeschlagen, und daher bedeutet zugleich das aufgehobne Selbst noch
unmittelbar diesen besondern und wesenlosen.--Das Schicksal aber ohne
das Selbst bleibt die bewußtlose Nacht, die nicht zur Unterscheidung
in ihr noch zur Klarheit des Sich-selbst-wissens kommt.
Dieser Glauben an das Nichts der Notwendigkeit und an die Unterwelt
wird zum _Glauben_ an den _Himmel_, weil das abgeschiedne Selbst mit
seiner Allgemeinheit sich vereinen, in ihr das, was es enthält,
auseinanderschlagen und so sich klar werden muß. Dieses _Reich_ des
Glaubens aber sahen wir nur im Elemente des Denkens seinen Inhalt
ohne den Begriff entfalten, und es darum in seinem Schicksale,
nämlich in der _Religion_ der _Aufklärung_, untergehen. In dieser
stellt sich das übersinnliche Jenseits des Verstandes wieder her,
aber so, daß das Selbstbewußtsein diesseits befriedigt steht, und das
übersinnliche, das _leere_ nicht zu erkennende noch zu fürchtende
jenseits weder als Selbst noch als Macht weiß.
In der Religion der Moralität ist endlich dies wiederhergestellt, daß
das absolute Wesen ein positiver Inhalt ist, aber er ist mit der
Negativität der Aufklärung vereinigt. Er ist ein _Sein_, das ebenso
ins Selbst zurückgenommen und darin eingeschlossen bleibt, und ein
_unterschiedner Inhalt_, dessen Teile ebenso unmittelbar negiert, als
sie aufgestellt sind. Das Schicksal aber, worin diese
widersprechende Bewegung versinkt, ist das seiner, als des Schicksals
der _Wesenheit_ und _Wirklichkeit_, bewußte Selbst.
Der sich selbst wissende Geist ist in der Religion unmittelbar sein
eignes reines _Selbstbewußtsein_. Diejenigen Gestalten desselben,
die betrachtet worden--der wahre, der sich entfremdete, und der
seiner selbst gewisse Geist--, machen zusammen ihn in seinem
_Bewußtsein_ aus, das seiner _Welt_ gegenübertretend in ihr sich
nicht erkennt. Aber im Gewissen unterwirft er sich wie seine
gegenständliche Welt überhaupt, so auch seine Vorstellung und seine
bestimmten Begriffe, und ist nun bei sich seiendes Selbstbewußtsein.
In diesem hat er für sich, als _Gegenstand vorgestellt_, die
Bedeutung, der allgemeine Geist zu sein, der alles Wesen und alle
Wirklichkeit in sich enthält; ist aber nicht in der Form freier
Wirklichkeit oder der selbstständig erscheinenden Natur. Er hat zwar
_Gestalt_ oder die Form des Seins, indem er _Gegenstand_ seines
Bewußtseins ist, aber weil dieses in der Religion in der wesentlichen
Bestimmung, _Selbst_bewußtsein zu sein, gesetzt ist, ist die Gestalt
sich vollkommen durchsichtig; und die Wirklichkeit, die er enthält,
ist in ihm eingeschlossen oder in ihm aufgehoben, gerade auf die
Weise, wie wenn wir _alle Wirklichkeit_ sprechen; sie ist die
_gedachte_, allgemeine Wirklichkeit.
Indem also in der Religion die Bestimmung des eigentlichen
Bewußtseins des Geistes nicht die Form des freien _Andersseins_ hat,
so ist sein _Dasein_ von seinem _Selbstbewußtsein_ unterschieden, und
seine eigentliche Wirklichkeit fällt außer der Religion; es ist wohl
_ein_ Geist beider, aber sein Bewußtsein umfaßt nicht beide zumal,
und die Religion erscheint als ein Teil des Daseins und Tuns und
Treibens, dessen anderer Teil das Leben in seiner wirklichen Welt ist.
Wie wir nun es wissen, daß der Geist in seiner Welt und der seiner
als Geist bewußte Geist oder der Geist in der Religion dasselbe sind,
so besteht die Vollendung der Religion darin, daß beides einander
gleich werde, nicht nur daß seine Wirklichkeit von der Religion
befaßt ist, sondern umgekehrt, daß er sich als seiner selbst bewußter
Geist wirklich und _Gegenstand seines Bewußtseins_ werde.--Insofern
der Geist in der Religion sich ihm selbst _vorstellt_, ist er zwar
Bewußtsein, und die in ihr eingeschloßne Wirklichkeit ist die Gestalt
und das Kleid seiner Vorstellung. Der Wirklichkeit widerfährt aber
in dieser Vorstellung nicht ihr vollkommnes Recht, nämlich nicht nur
Kleid zu sein, sondern selbstständiges freies Dasein; und umgekehrt
ist sie, weil ihr die Vollendung in ihr selbst mangelt, eine
_bestimmte_ Gestalt, die nicht dasjenige erreicht, was sie darstellen
soll, nämlich den seiner selbst bewußten Geist. Daß seine Gestalt
ihn selbst ausdrückte, müßte sie selbst nichts anderes sein als er,
und er sich so erschienen oder wirklich sein, wie er in seinem Wesen
ist. Dadurch allein würde auch das erreicht, was die Foderung des
Gegenteils zu sein scheinen kann, nämlich daß der _Gegenstand_ seines
Bewußtseins die Form freier Wirklichkeit zugleich hat; aber nur der
Geist, der sich als absoluter Geist Gegenstand ist, ist sich eine
ebenso freie Wirklichkeit, als er darin seiner selbst bewußt bleibt.
Indem zunächst das Selbstbewußtsein und das eigentliche Bewußtsein,
die _Religion_ und der Geist in seiner Welt oder das _Dasein_ des
Geistes unterschieden wird, so besteht das letztere in dem Ganzen des
Geistes, insofern seine Momente als auseinandertretend und jedes für
sich sich darstellt. Die Momente aber sind das _Bewußtsein_, das
_Selbstbewußtsein_, die _Vernunft_ und der _Geist_;--der Geist
nämlich als unmittelbarer Geist, der noch nicht das Bewußtsein des
Geistes ist. Ihre _zusammengefaßte_ Totalität macht den Geist in
seinem weltlichen Dasein überhaupt aus; der Geist als solcher enthält
die bisherigen Gestaltungen in den allgemeinen Bestimmungen, den
soeben genannten Momenten. Die Religion setzt den ganzen Ablauf
derselben voraus und ist die _einfache_ Totalität oder das absolute
Selbst derselben.--Der Verlauf derselben ist übrigens im Verhältnisse
zur Religion nicht in der Zeit vorzustellen. Der ganze Geist nur ist
in der Zeit, und die Gestalten, welche Gestalten des ganzen _Geistes_
als solchen sind, stellen sich in einer Aufeinanderfolge dar; denn
nur das Ganze hat eigentliche Wirklichkeit, und daher die Form der
reinen Freiheit gegen anderes, die sich als Zeit ausdrückt. Aber die
_Momente_ desselben, Bewußtsein, Selbstbewußtsein, Vernunft und Geist
haben, weil sie Momente sind, kein voneinander verschiednes Dasein.
--Wie der Geist von seinen Momenten unterschieden wurde, so ist noch
drittens von diesen Momenten selbst ihre vereinzelnte Bestimmung zu
unterscheiden. Jedes jener Momente sahen wir nämlich wieder an ihm
selbst sich in einem eignen Verlaufe unterscheiden und verschieden
gestalten; wie z.B. am Bewußtsein die sinnliche Gewißheit,
Wahrnehmung sich unterschied. Diese letztern Seiten treten in der
Zeit auseinander und gehören einem _besondern Ganzen_ an.--Denn der
Geist steigt aus seiner _Allgemeinheit_ durch die _Bestimmung_ zur
_Einzelnheit_ herab. Die Bestimmung oder Mitte ist _Bewußtsein,
Selbstbewußtsein_ u.s.f. Die _Einzelnheit_ aber machen die Gestalten
dieser Momente aus. Diese stellen daher den Geist in seiner
Einzelnheit oder _Wirklichkeit_ dar und unterscheiden sich in der
Zeit, so jedoch, daß die folgende die vorhergehenden an ihr behält.
Wenn daher die Religion die Vollendung des Geistes ist, worin die
einzelnen Momente desselben, Bewußtsein, Selbstbewußtsein, Vernunft
und Geist, als in ihren _Grund zurückgehen_ und _zurückgegangen_ sind,
so machen sie zusammen die _daseiende Wirklichkeit_ des ganzen
Geistes aus, welcher nur _ist_ als die unterscheidende und in sich
zurückgehende Bewegung dieser seiner Seiten. Das Werden _der
Religion überhaupt_ ist in der Bewegung der allgemeinen Momente
enthalten. Indem aber jedes dieser Attribute, wie es nicht nur im
allgemeinen sich bestimmt, sondern wie es _an und für sich_ ist, d.h.
wie es in sich selbst sich als Ganzes verlauft, dargestellt wurde, so
ist damit auch nicht nur das Werden der Religion _überhaupt_
entstanden, sondern jene vollständigen Verläufe der _einzelnen_
Seiten enthalten zugleich die _Bestimmtheiten der Religion_ selbst.
Der ganze Geist, der Geist der Religion, ist wieder die Bewegung, aus
seiner Unmittelbarkeit zum _Wissen_ dessen zu gelangen, was er _an
sich_ oder unmittelbar ist, und es zu erreichen, daß die _Gestalt_,
in welcher er für sein Bewußtsein erscheint, seinem Wesen vollkommen
gleiche, und er sich anschaue, wie er ist.--In diesem Werden ist er
also selbst in _bestimmten_ Gestalten, welche die Unterschiede dieser
Bewegung ausmachen; zugleich hat damit die bestimmte Religion ebenso
einen _bestimmten wirklichen_ Geist. Wenn also dem sich wissenden
Geiste überhaupt Bewußtsein, Selbstbewußtsein, Vernunft und Geist
angehören, so gehören den _bestimmten_ Gestalten des sich wissenden
Geistes die _bestimmten_ Formen an, welche sich innerhalb des
Bewußtseins, Selbstbewußtseins, der Vernunft und des Geistes an jedem
besonders entwickelten. Die _bestimmte_ Gestalt der Religion greift
für ihren wirklichen Geist aus den Gestalten eines jeden seiner
Momente diejenige heraus, welche ihr entspricht. Die _eine_
Bestimmtheit der Religion greift durch alle Seiten ihres wirklichen
Daseins hindurch und drückt ihnen dies gemeinschaftliche Gepräge auf.
Auf diese Weise ordnen sich nun die Gestalten, die bis hieher
auftraten, anders, als sie in ihrer Reihe erschienen, worüber vorher
noch das Nötige kurz zu bemerken ist.--In der betrachteten Reihe
bildete sich jedes Moment, sich in sich vertiefend, zu einem Ganzen
in seinem eigentümlichen Prinzip aus; und das Erkennen war die Tiefe,
oder der Geist, worin sie, die für sich kein Bestehen haben, ihre
Substanz hatten. Diese Substanz ist aber nunmehr herausgetreten; sie
ist die Tiefe des seiner selbst gewissen Geistes, welche es dem
einzelnen Prinzip nicht gestattet, sich zu isolieren und in sich
selbst zum Ganzen zu machen, sondern diese Momente alle in sich
versammelnd und zusammenhaltend, schreitet sie in diesem gesamten
Reichtum ihres wirklichen Geistes fort, und alle seine besondern
Momente nehmen und empfangen gemeinschaftlich die gleiche
Bestimmtheit des Ganzen in sich.--Dieser seiner selbst gewisse Geist
und seine Bewegung ist ihre wahrhafte Wirklichkeit und das _An- und
Für-sich_-sein, das jedem einzelnen zukommt.--Wenn also die bisherige
_eine_ Reihe in ihrem Fortschreiten durch Knoten die Rückgänge in ihr
bezeichnete, aber aus ihnen sich wieder in _eine_ Länge fortsetzte,
so ist sie nunmehr gleichsam an diesen Knoten, den allgemeinen
Momenten, gebrochen und in viele Linien zerfallen, welche in _einen_
Bund zusammengefaßt, sich zugleich symmetrisch vereinen, so daß die
gleichen Unterschiede, in welche jede besondre innerhalb ihrer sich
gestaltete, zusammentreffen.--Es erhellt übrigens aus der ganzen
Darstellung von selbst, wie diese hier vorgestellte Beiordnung der
allgemeinen Richtungen zu verstehen ist, daß es überflüssig wird, die
Bemerkung zu machen, daß diese Unterschiede wesentlich nur als
Momente des Werdens, nicht als Teile zu fassen sind; an dem
wirklichen Geiste sind sie Attribute seiner Substanz; an der Religion
aber vielmehr nur Prädikate des Subjekts.--Ebenso sind _an sich_ oder
_für uns_ wohl alle Formen überhaupt im Geiste und in jedem enthalten;
aber es kommt bei seiner Wirklichkeit überhaupt allein darauf an,
welche Bestimmtheit für ihn in seinem _Bewußtsein_ ist, in welcher er
sein Selbst ausgedrückt oder in welcher Gestalt er sein Wesen weiß.
Der Unterschied, der zwischen dem _wirklichen_ Geiste und ihm, der
sich als Geist weiß, oder zwischen sich selbst als Bewußtsein und als
Selbstbewußtsein gemacht wurde, ist in dem Geiste aufgehoben, der
sich nach seiner Wahrheit weiß; sein Bewußtsein und sein
Selbstbewußtsein sind ausgeglichen. Wie aber hier die Religion erst
_unmittelbar_ ist, ist dieser Unterschied noch nicht in den Geist
zurückgegangen. Es ist nur der _Begriff_ der Religion gesetzt; in
diesem ist das Wesen das _Selbstbewußtsein_, das sich alle Wahrheit
ist, und in dieser alle Wirklichkeit enthält. Dieses
Selbstbewußtsein hat als Bewußtsein sich zum Gegenstande; der erst
sich _unmittelbar_ wissende Geist ist sich also Geist in der _Form_
der _Unmittelbarkeit_, und die Bestimmtheit der Gestalt, worin er
sich erscheint, ist die des _Seins_. Dies Sein ist zwar weder mit
der Empfindung oder dem mannigfaltigen Stoffe, noch mit sonstigen
einseitigen Momenten, Zwecken und Bestimmungen _erfüllt_, sondern mit
dem Geiste, und wird von sich als alle Wahrheit und Wirklichkeit
gewußt. Diese _Erfüllung_ ist auf diese Weise ihrer _Gestalt_, er
als Wesen seinem Bewußtsein nicht gleich. Er ist erst als absoluter
Geist wirklich, indem er, wie er in der _Gewißheit seiner selbst_,
sich auch in seiner _Wahrheit_ ist, oder die Extreme, in die er sich
als Bewußtsein teilt, in Geistsgestalt füreinander sind. Die
Gestaltung, welche der Geist als Gegenstand seines Bewußtseins
annimmt, bleibt von der Gewißheit des Geistes als von der Substanz
erfüllt; durch diesen Inhalt verschwindet dies, daß der Gegenstand
zur reinen Gegenständlichkeit, zur Form der Negativität des
Selbstbewußtseins herabsänke. Die unmittelbare Einheit des Geistes
mit sich selbst ist die Grundlage oder reines Bewußtsein, _innerhalb_
dessen das Bewußtsein auseinandertritt. Auf diese Weise in sein
reines Selbstbewußtsein eingeschlossen, existiert er in der Religion
nicht als der Schöpfer einer _Natur_ überhaupt; sondern was er in
dieser Bewegung hervorbringt, sind seine Gestalten als Geister, die
zusammen die Vollständigkeit seiner Erscheinung ausmachen, und diese
Bewegung selbst ist das Werden seiner vollkommnen Wirklichkeit durch
die einzelnen Seiten derselben, oder seine unvollkommnen
Wirklichkeiten.
Die erste Wirklichkeit desselben ist der Begriff der Religion selbst,
oder sie als _unmittelbare_ und also _natürliche Religion_; in ihr
weiß der Geist sich als seinen Gegenstand in natürlicher oder
unmittelbarer Gestalt. Die _zweite_ aber ist notwendig diese, sich
in der Gestalt der _aufgehobnen Natürlichkeit_ oder des _Selbsts_ zu
wissen. Sie ist also die _künstliche Religion_; denn zur Form des
_Selbsts_ erhebt sich die Gestalt durch das _Hervorbringen_ des
Bewußtseins, wodurch dieses in seinem Gegenstande sein Tun oder das
Selbst anschaut. Die _dritte_ endlich hebt die Einseitigkeit der
beiden ersten auf; das _Selbst_ ist ebensowohl ein _unmittelbares_,
als die _Unmittelbarkeit Selbst_ ist. Wenn in der ersten der Geist
überhaupt in der Form des Bewußtseins, in der zweiten--des
Selbstbewußtseins ist, so ist er in der dritten in der Form der
Einheit beider; er hat die Gestalt des _An_und _Für-sich-seins_; und
indem er also vorgestellt ist, wie er an und für sich ist, so ist
dies die _offenbare Religion_. Ob er aber in ihr wohl zu seiner
wahren _Gestalt_ gelangt, so ist eben die _Gestalt_ selbst und die
_Vorstellung_ noch die unüberwundne Seite, von der er in den
_Begriff_ übergehen muß, um die Form der Gegenständlichkeit in ihm
ganz aufzulösen, in ihm, der ebenso dies sein Gegenteil in sich
schließt. Alsdann hat der Geist den Begriff seiner selbst erfaßt,
wie wir nur erst ihn erfaßt haben, und seine Gestalt oder das Element
seines Daseins, indem sie der Begriff ist, ist er selbst.