Das Vermittelnde hat sich nunmehr bestimmt 1) als _einfache_
bestimmte Allgemeinheit, wie die Besonderheit in dem Schlusse des
Daseyns ist; aber 2) als _objektive_ Allgemeinheit, das heißt, welche
die ganze Bestimmtheit der unterschiedenen Extreme enthält, wie die
Allheit des Schlusses der Reflexion; eine _erfüllte_, aber _einfache_
Allgemeinheit; die _allgemeine Natur_ der Sache, die _Gattung_.
Dieser Schluß ist _inhaltsvoll_, weil die _abstrakte_ Mitte des
Schlusses des Daseyns sich zum _bestimmten Unterschiede_ gesetzt, wie
sie als Mitte des Reflexions-Schlusses ist, aber dieser Unterschied
wieder in die einfache Identität sich reflektirt hat.--Dieser Schluß
ist daher Schluß der _Nothwendigkeit_, da seine Mitte kein sonstiger
unmittelbarer Inhalt, sondern die Reflexion der Bestimmtheit der
Extreme in sich ist. Diese haben an der Mitte ihre innere Identität,
deren Inhaltsbestimmungen die Formbestimmungen der Extreme sind.
--Damit ist das, wodurch sich die Termini unterscheiden, als
_äußerliche_ und _unwesentliche_ Form, und sie sind als Momente
_eines nothwendigen_ Daseyns.
Zunächst ist dieser Schluß der unmittelbare, und insofern so formale,
daß der _Zusammenhang_ der Terminorum die _wesentliche Natur_ ist als
_Inhalt_, und dieser an den unterschiedenen Terminis nur in
_verschiedener Form_, und die Extreme für sich nur als ein
_unwesentliches_ Bestehen sind.--Die Realisirung dieses Schlusses hat
ihn so zu bestimmen, daß die _Extreme_ gleichfalls als diese
_Totalität_, welche zunächst die Mitte ist, _gesetzt_ werden, und die
_Nothwendigkeit_ der Beziehung, welche zunächst nur der substantielle
_Inhalt_ ist, eine Beziehung der _gesetzten Form_ sey.
a. Der kategorische Schluß.
1. Der kategorische Schluß hat das kategorische Urtheil zu einer oder
zu seinen beiden Prämissen.--Es wird hier mit diesem Schlusse, wie
mit dem Urtheil, die bestimmtere Bedeutung verbunden, daß die Mitte
desselben die _objektive Allgemeinheit_ ist. Oberflächlicher Weise
wird auch der kategorische Schluß für nicht mehr genommen, als für
einen bloßen Schluß der Inhärenz.
Der kategorische Schluß ist nach seiner gehaltvollen Bedeutung der
_erste Schluß der Nothwendigkeit_, worin ein Subjekt mit einem
Prädikat durch _seine Substanz_ zusammen geschlossen ist. Die
Substanz aber in die Sphäre des Begriffs erhoben, ist das Allgemeine,
gesetzt so an und für sich zu seyn, daß sie nicht, wie in ihrem
eigenthümlichen Verhältnisse, die Accidentalität, sondern die
Begriffsbestimmung zur Form, zur Weise ihres Seyns hat. Ihre
Unterschiede sind daher die Extreme des Schlusses, und bestimmt die
Allgemeinheit und Einzelnheit. Jene ist gegen die _Gattung_, wie die
_Mitte_ näher bestimmt ist, abstrakte Allgemeinheit oder allgemeine
Bestimmtheit;--die Accidentalität der Substanz in die einfache
Bestimmtheit, die aber ihr wesentlicher Unterschied, die _specifische
Differenz_ ist, zusammengefaßt.--Die Einzelnheit aber ist das
Wirkliche, an sich die konkrete Einheit der Gattung und der
Bestimmtheit, hier aber als im unmittelbaren Schlusse zunächst
unmittelbare Einzelnheit, die in die Form _für sich seyenden_
Bestehens zusammengefaßte Accidentalität.--Die Beziehung dieses
Extrems auf die Mitte macht ein kategorisches Urtheil aus; insofern
aber auch das andere Extrem nach der angegebenen Bestimmung die
specifische Differenz der Gattung, oder ihr bestimmtes Princip
ausdrückt, so ist auch diese andere Prämisse kategorisch.
2. Dieser Schluß steht zunächst als erster, somit unmittelbarer
Schluß der Nothwendigkeit unter dem Schema des ersten formalen
Schlusses E-B-A.--Da aber die Mitte die wesentliche _Natur_ des
Einzelnen, nicht _irgend eine_ der Bestimmtheiten oder Eigenschaften
desselben ist, und ebenso das Extrem der Allgemeinheit nicht irgend
ein abstraktes Allgemeines, auch wieder nur eine einzelne Qualität,
sondern die allgemeine Bestimmtheit, das _Specifische des
Unterschiedes_ der Gattung ist, so fällt die Zufälligkeit weg, daß
das Subjekt nur durch _irgend einen_ Medius Terminus mit _irgend
einer Qualität_ zusammen geschlossen wäre.--Indem somit auch die
_Beziehungen_ der Extreme auf die Mitte nicht diejenige äußerliche
Unmittelbarkeit haben, wie im Schlusse des Daseyns; so tritt die
Forderung des Beweises nicht in dem Sinne ein, der dort Statt fand
und zum unendlichen Progresse führte.
Dieser Schluß setzt ferner nicht, wie ein Schluß der Reflexion, für
seine Prämissen seinen Schlußsatz voraus. Die Termini stehen nach
dem substantiellen Inhalt in identischer, als _an und für sich_
seyender Beziehung auf einander; es ist _ein_ die drei Terminos
durchlaufendes Wesen vorhanden, an welchem die Bestimmungen der
Einzelnheit, Besonderheit und Allgemeinheit nur _formelle_ Momente
sind.
Der kategorische Schluß ist daher insofern nicht mehr subjektiv; in
jener Identität fängt die Objektivität an; die Mitte ist die
inhaltsvolle Identität ihrer Extreme, welche in derselben nach ihrer
Selbstständigkeit enthalten sind, denn ihre Selbstständigkeit ist
jene substantielle Allgemeinheit, die Gattung. Das Subjektive des
Schlusses besteht in dem gleichgültigen Bestehen der Extreme gegen
den Begriffe, oder die Mitte.
3. Es ist aber noch an diesem Schlusse dieß subjektiv, daß jene
Identität noch als die substantielle oder als _Inhalt_, noch nicht
zugleich als _Identität der Form_ ist. Daher ist die Identität des
Begriffes noch _inneres_ Band, somit als Beziehung noch
_Nothwendigkeit_; die Allgemeinheit der Mitte ist gediegene,
_positive_ Identität, nicht ebenso sehr als _Negativität ihrer
Extreme_.
Näher ist die Unmittelbarkeit dieses Schlusses, welche noch nicht als
das, was sie _an sich ist, gesetzt ist_, so vorhanden. Das
eigentlich Unmittelbare des Schlusses ist das _Einzelne_. Dieß ist
unter seine Gattung als Mitte subsumirt; aber unter derselben stehen
noch andere, _unbestimmt viele_ Einzelne; es ist daher _zufällig_,
daß nur _dieses_ Einzelne darunter als subsumirt gesetzt ist.--Diese
Zufälligkeit gehört aber ferner nicht bloß der _äußeren Reflexion_ an,
die das im Schlusse gesetzte Einzelne, durch die _Vergleichung_ mit
andern, zufällig findet; vielmehr darin, daß es selbst auf die Mitte
als seine objektive Allgemeinheit bezogen ist, ist es als _zufällig_,
als eine subjektive Wirklichkeit gesetzt. Auf der andern Seite,
indem das Subjekt ein _unmittelbares_ Einzelnes ist, enthält es
Bestimmungen, welche nicht in der Mitte, als der allgemeinen Natur
enthalten sind; es hat somit auch eine dagegen gleichgültige, für
sich bestimmte Existenz, die von eigenthümlichen Inhalt ist. Damit
hat auch umgekehrt dieser andere Terminus eine gleichgültige
Unmittelbarkeit und verschiedenen Existenz von jenem.--Dasselbe
Verhältniß findet auch zwischen der Mitte und dem andern Extreme
Statt; denn dieß hat gleichfalls die Bestimmung der Unmittelbarkeit,
somit eines zufälligen Seyn gegen seine Mitte.
Was hiermit im kategorischen Schlusse gesetzt ist, sind _einer Seits_
Extreme in solchem Verhältniß zur Mitte, daß sie _an sich_ objektive
Allgemeinheit oder selbstständige Natur haben und zugleich als
Unmittelbare sind, also gegen einander _gleichgültige Wirklichkeiten.
Anderer Seits_ aber sind sie ebenso sehr als _zufällige_, oder ihre
Unmittelbarkeit als _aufgehoben_ in ihrer Identität bestimmt. Diese
aber ist um jener Selbstständigkeit und Totalität der Wirklichkeit
willen nur die formelle, innere; hierdurch hat der Schluß der
Nothwendigkeit sich zum _hypothetischen_ bestimmt.
b. Der hypothetische Schluß.
1. Das hypothetische Urtheil enthält nur die nothwendige _Beziehung_
ohne die Unmittelbarkeit der Bezogenen. _Wenn A ist, so ist B_, oder
das Seyn des A ist auch ebenso sehr das Seyn _eines Andern_, des B;
damit ist noch nicht gesagt, weder daß A ist, noch daß B ist. Der
hypothetische Schluß fügt diese _Unmittelbarkeit_ des Seyns hinzu:
Wenn A ist, so ist B,
Nun ist A,
Also ist B.
Der Untersatz für sich spricht das unmittelbare Seyn des A aus. Aber
es ist nicht bloß dieß zum Urtheil hinzugekommen. Der Schluß enthält
die Beziehung des Subjekts und Prädikats nicht als die abstrakte
Kopula, sondern als die erfüllte _vermittelnde_ Einheit. Das _Seyn_
des A ist daher _nicht als bloße Unmittelbarkeit_, sondern wesentlich
als _Mitte des Schlusses_ zu nehmen. Dieß ist näher zu betrachten.
2. Zunächst ist die Beziehung des hypothetischen Urtheils die
_Nothwendigkeit_, oder innere _substantielle Identität_ bei
äußerlicher Verschiedenheit der Existenz, oder der Gleichgültigkeit
des erscheinenden Seyns gegeneinander;--ein identischer _Inhalt_, der
innerlich zu Grunde liegt. Die beiden Seiten des Urtheils sind daher
nicht als ein unmittelbares, sondern in der Nothwendigkeit gehaltenes
Seyn, also zugleich _aufgehobenes_, oder nur erscheinendes Seyn. Sie
verhalten sich ferner als Seiten des Urtheils, als _Allgemeinheit_
und _Einzelnheit_; das eine ist daher jener Inhalt als _Totalität der
Bedingungen_, das andere als _Wirklichkeit_. Es ist jedoch
gleichgültig, welche Seite als Allgemeinheit, welche als Einzelnheit
genommen werde. Insofern nämlich die Bedingungen noch das _Innere,
Abstrakte_ einer Wirklichkeit sind, sind sie das _Allgemeine_, und es
ist das _Zusammengefaßtseyn_ derselben in eine _Einzelnheit_, wodurch
sie in _Wirklichkeit_ getreten sind. Umgekehrt sind die Bedingungen
eine _vereinzelnte zerstreute_ Erscheinung, welche erst in der
_Wirklichkeit Einheit_ und Bedeutung, und ein _allgemeingültiges
Daseyn_ gewinnt.
Das nähere Verhältniß, das hier zwischen den beiden Seiten als
Verhältniß von Bedingung zum Bedingten angenommen worden, kann jedoch
auch als Ursache und Wirkung, Grund und Folge genommen werden; dieß
ist hier gleichgültig; aber das Verhältniß der Bedingung entspricht
insofern der in dem hypothetischen Urtheile und Schlusse vorhandenen
Beziehung näher, als die Bedingung wesentlich als eine gleichgültige
Existenz, Grund und Ursache dagegen durch sich selbst übergehend ist;
auch ist die Bedingung eine allgemeinere Bestimmung, indem sie beide
Seiten jener Verhältnisse begreift, da die Wirkung, Folge u. s. f.
ebenso sehr Bedingung der Ursache, des Grundes ist, als diese von
jenen.-A ist nun das _vermittelnde_ Seyn, insofern es _erstens_ ein
unmittelbares Seyn, eine gleichgültige Wirklichkeit, aber zweitens
insofern es ebenso sehr als ein _an sich selbst zufälliges_, sich
aufhebendes Seyn ist. Was die Bedingungen in die Wirklichkeit der
neuen Gestalt, deren Bedingungen sie sind, übersetzt, ist, daß sie
nicht das Seyn als das abstrakte Unmittelbare sind, sondern das _Seyn
in seinem Begriffe, zunächst das Werden_; aber, da der Begriff nicht
mehr das Übergehen ist, bestimmter die _Einzelnheit_, als sich auf
sich beziehende _negative_ Einheit.--Die Bedingungen sind ein
zerstreutes, seine Verwendung erwartendes und forderndes Material;
diese _Negativität_ ist das Vermittelnde, die freie Einheit des
Begriffes. Sie bestimmt sich als _Thätigkeit_, da diese Mitte der
Widerspruch der _objektiven Allgemeinheit_, oder der Totalität des
identischen Inhalts, und der _gleichgültigen Unmittelbarkeit_ ist.
--Diese Mitte ist daher nicht mehr bloß innere, sondern _seyende
Nothwendigkeit_; die objektive Allgemeinheit enthält die Beziehung
auf sich selbst als _einfache Unmittelbarkeit_, als Seyn;--im
kategorischen Schlusse ist dieß Moment zunächst Bestimmung der
Extreme; aber gegen die objektive Allgemeinheit der Mitte bestimmt es
sich als _Zufälligkeit_, damit als ein nur _gesetztes_, auch
aufgehobenes, das ist, in den Begriff oder in die Mitte als Einheit
zurückgegangenes, welche selbst nun in ihrer Objektivität auch Seyn
ist.
Der Schlußsatz: _Also ist B_, drückt denselben Widerspruch aus, daß B
ein _unmittelbar_ Seyendes, aber ebenso durch ein Anderes oder
_vermittelt_ ist. Seiner Form nach ist er daher derselbe Begriff,
welcher die Mitte ist; nur als das _Nothwendige_ unterschieden von
der _Nothwendigkeit_,--in der ganz oberflächlichen Form der
Einzelnheit gegen die Allgemeinheit. Der absolute _Inhalt_ von A und
B ist derselbe; es sind nur zwei verschiedene Namen derselben
Grundlage für die _Vorstellung_, insofern sie die Erscheinung der
verschiedenen Gestalt des Daseyns festhält, und vom Nothwendigen
seiner Nothwendigkeit unterscheidet; insofern diese aber von B
getrennt seyn sollte, so wäre es nicht das Nothwendige. Es ist somit
die Identität des _Vermittelnden_ und des _Vermittelten_ darin
vorhanden.
3. Der hypothetische Schluß stellt zunächst _die nothwendige
Beziehung_ als Zusammenhang durch _die Form_ oder _negative Einheit_
dar, wie der kategorische durch die positive Einheit den gediegenen
_Inhalt_, die objektive Allgemeinheit. Aber die _Nothwendigkeit_
geht in _das Nothwendige_ zusammen; _die Formthätigkeit_ des
Übersetzens der bedingenden Wirklichkeit in die bedingte ist _an
sich_ die Einheit, in welcher die vorher zum gleichgültigen Daseyn
befreiten Bestimmtheiten des Gegensatzes _aufgehoben_ sind, und der
Unterschied des A und B ein leerer Name ist. Sie ist daher in sich
reflektirte Einheit,--somit ein _identischer_ Inhalte; und ist dieß
nicht nur _an sich_, sondern es ist durch diesen Schluß auch
_gesetzt_, indem das Seyn des A auch nicht sein eigenes, sondern des
B, und umgekehrt überhaupt das Seyn des Einen das Seyn des Andern ist,
und im Schlußsatze bestimmt das unmittelbare Seyn oder gleichgültige
Bestimmtheit als eine vermittelte ist,--also die Äußerlichkeit sich
aufgehoben, und deren _in sich gegangene Einheit gesetzt_ ist.
Die Vermittelung des Schlusses hat sich hierdurch bestimmt als
_Einzelnheit, Unmittelbarkeit_ und als _sich auf sich beziehende
Negativität_, oder unterscheidende und aus diesem Unterschiede sich
in sich zusammennehmende Identität,--als absolute Form, und eben
dadurch als objektive _Allgemeinheit_, mit sich identisch seyender
_Inhalt_. Der Schluß ist in dieser Bestimmung der _disjunktive
Schluß_.
c. Der disjunktive Schluß.
Wie der hypothetische Schluß im Allgemeinen unter dem Schema der
zweiten Figur A-E-B steht, so steht der disjunktive unter dem Schema
der dritten Figur des formalen Schlusses: E-A-B. Die Mitte ist aber
die _mit der Form erfüllte Allgemeinheit_; sie hat sich als die
_Totalität_, als _entwickelte_ objektive Allgemeinheit bestimmt. Der
Medius Terminus ist daher sowohl Allgemeinheit, als Besonderheit und
Einzelnheit. Als jene ist er erstlich die substantielle Identität
der Gattung, aber zweitens als eine solche, in welche die
_Besonderheit_, aber _als ihr gleich, aufgenommen_ ist, also als
allgemeine Sphäre, die ihre totale Besonderung enthält,--die in ihre
Arten zerlegte Gattung; A, welches _sowohl B als C als D_ ist. Die
Besonderung ist aber als Unterscheidung ebenso sehr das _Entweder
Oder_ des B, C und D, _negative_ Einheit, _das gegenseitige_
Ausschließen der Bestimmung.--Dieß Ausschließen ist nun ferner nicht
nur ein gegenseitiges und die Bestimmung bloß eine relative, sondern
ebenso sehr wesentlich sich _auf sich beziehende_ Bestimmung; das
Besondere als _Einzelnheit_ mit Ausschließung der _anderen_.
A ist entweder B oder C oder D,
A ist aber B;
also ist A nicht C noch D.
Oder auch:
A ist entweder B oder C oder D,
A ist aber nicht C noch D;
also ist es B.
A ist nicht nur in den beiden Prämissen Subjekt, sondern auch im
Schlußsatz. In der ersten ist es allgemeines und in seinem Prädikate
die in die Totalität ihrer Arten besonderte _allgemeine_ Sphäre; in
der zweiten ist es als _Bestimmtes_, oder als eine Art; im Schlußsatz
ist es als die ausschließende, _einzelne_ Bestimmtheit gesetzt.--Oder
auch ist es schon im Untersatze als ausschließende Einzelnheit, und
im Schlußsatze als das Bestimmte, was es ist, positiv gesetzt.
Was hiermit überhaupt als das _Vermittelte_ erscheint, ist die
_Allgemeinheit_ des A mit der _Einzelnheit_. Das _Vermittelnde_ aber
ist dieses A, welches die _allgemeine_ Sphäre seiner Besonderungen
und ein als _Einzelnes_ Bestimmtes ist. Was sie Wahrheit des
hypothetischen Schlusses ist, die Einheit des Vermittelnden und
Vermittelten, ist somit im disjunktiven Schlusse _gesetzt_, der aus
diesem Grunde ebenso sehr _kein Schluß_ mehr ist. Die Mitte, welche
in ihm als die Totalität des Begriffes gesetzt ist, enthält nämlich
selbst die beiden Extreme in ihrer vollständigen Bestimmtheit. Die
Extreme, im Unterschiede von dieser Mitte, sind nur als ein
Gesetztseyn, dem keine eigenthümliche Bestimmtheit gegen die Mitte
mehr zukommt.
Dieß noch in bestimmterer Rücksicht auf den hypothetischen Schluß
betrachtet, so war in ihm eine _substantielle Identität_, als das
_innere_ Band der Nothwendigkeit, und eine davon unterschiedene
_negative Einheit_--nämlich die Thätigkeit oder die Form, welche ein
Daseyn in ein anderes übersetzte,--vorhanden. Der disjunktive Schluß
ist überhaupt in der Bestimmung der _Allgemeinheit_, seine Mitte ist
das A als _Gattung_ und als vollkommen _Bestimmtes_; durch diese
Einheit ist jener vorher innere Inhalt auch _gesetzt_, und umgekehrt
das Gesetztseyn oder die Form ist nicht die äußerliche negative
Einheit dagegen ein gleichgültiges Daseyn, sondern identisch mit
jenem gediegenen Inhalte. Die ganze Formbestimmung des Begriffs ist
in ihrem bestimmten Unterschied und zugleich in der einfachen
Identität des Begriffes gesetzt.
Dadurch hat sich nun der _Formalismus des Schließens_, hiermit die
Subjektivität des Schlusses und des Begriffes überhaupt aufgehoben.
Dieß Formelle oder Subjektive bestand darin daß das Vermittelnde der
Extreme, der Begriff als _abstrakte_ Bestimmung, und dadurch von
ihnen, deren Einheit sie ist, _verschieden_ ist. In der Vollendung
des Schlusses dagegen, worin die objektive Allgemeinheit ebenso sehr
als Totalität der Formbestimmungen gesetzt ist, ist der Unterschied
des Vermittelnden und Vermittelten weggefallen. Das, was vermittelt
ist, ist selbst wesentliches Moment seines Vermittelnden, und jedes
Moment ist als die Totalität der Vermittelten. Die Figuren des
Schlusses stellen jede Bestimmtheit des Begriffs _einzeln_ als die
Mitte dar, welche zugleich der Begriff als _Sollen_ ist, als
Forderung, daß das Vermittelnde seine Totalität sey. Die
verschiedenen Gattungen der Schlüsse aber stellen die Stufen der
_Erfüllung_ oder Konkretion der Mitte dar. In dem formalen Schlusse
wird die Mitte nur dadurch als Totalität gesetzt, daß alle
Bestimmtheiten, aber jede _einzeln_, die Funktion der Vermittelung
durchlaufen. In den Schlüssen der Reflexion ist die Mitte als die,
die Bestimmungen der Extreme _äußerlich_ zusammenfassende Einheit.
Im Schlusse der Nothwendigkeit hat sie sich zur ebenso entwickelten
und totalen, als einfachen Einheit bestimmt, und die Form des
Schlusses, der in dem Unterschiede der Mitte gegen seine Extreme
bestand hat sich dadurch aufgehoben.
Damit ist der Begriff überhaupt realisirt worden; bestimmter hat er
eine solche Realität gewonnen, welche _Objektivität_ ist. Die
_nächste Realität_ war, daß der _Begriff_ als die in sich negative
Einheit sich dirimirt, und als _Urtheil_ seine Bestimmungen in
bestimmtem und gleichgültigem Unterschiede setzt, und im Schlusse
sich selbst ihnen entgegenstellt. Indem er so noch das Innerliche
dieser seiner Äußerlichkeit ist, so wird durch den Verlauf der
Schlüssse diese Aueßerlichkeit mit der innerlichen Einheit
ausgeglichen; die verschiedenen Bestimmungen kehren durch die
Vermittelung, in welcher sie zunächst nur in einem Dritten eins sind,
in diese Einheit zurück, und die Äußerlichkeit stellt dadurch den
Begriff an ihr selbst dar, der hiermit ebenso sehr nicht mehr als
innerliche Einheit von ihr unterschieden ist.
Jene Bestimmung des Begriffs aber, welche als _Realität_ betrachtet
worden, ist umgekehrt ebenso sehr ein _Gesetztseyn_. Denn nicht nur
in diesem Resultate hat sich als die Wahrheit des Begriffs die
Identität seiner Innerlichkeit und Äußerlichkeit dargestellt,
sondern schon die Momente des Begriffs im Urtheile bleiben auch in
ihrer Gleichgültigkeit gegen einander, Bestimmungen, die ihre
Bedeutung nur in ihrer Beziehung haben. Der Schluß ist
_Vermittelung_, der vollständige Begriff in seinem _Gesetztseyn_.
Seine Bewegung ist das Aufheben dieser Vermittelung, in welcher
nichts an und für sich, sondern jedes nur vermittelst eines Andern
ist. Das Resultat ist daher eine _Unmittelbarkeit_, die durch
_Aufheben der Vermittelung_ hervorgegangen, ein _Seyn_, das ebenso
sehr identisch mit der Vermittelung und der Begriff ist, der aus und
in seinem Andersseyn sich selbst hergestellt hat. Dieß _Seyn_ ist
daher eine _Sache_, die _an und für sich_ ist,--die _Objektivität_.
Zweiter Abschnitt. Die Objektivität.
Im ersten Buche der objektiven Logik wurde das abstrakte _Seyn_
dargestellt als übergehend in das _Daseyn_, aber ebenso zurückgehend
in das _Wesen_. Im zweiten zeigt sich das Wesen, daß es sich zum
_Grunde_ bestimmt, dadurch in die _Existenz_ tritt und sich zur
_Substanz_ realisirt, aber wieder in den _Begriff_ zurückgeht. Vom
Begriffe ist nun zunächst gezeigt worden, daß er sich zur
_Objektivität_ bestimmt. Es erhellt von selbst, daß dieser letztere
Übergang seiner Bestimmung nach dasselbe ist, was sonst in der
_Metaphysik_ als der _Schluß_ vom _Begriffe_, nämlich vom _Begriffe
Gottes_ auf _sein Daseyn_, oder als der sogenannte _ontologische
Beweis_ vom _Daseyn Gottes_ vorkam.--Es ist ebenso bekannt, daß der
erhabenste Gedanke Deskartes, daß der Gott das ist, _dessen Begriff
sein Seyn in sich schließt_, nachdem er in die schlechte Form des
formalen Schlusses, nämlich in die Form jenes Beweises herabgesunken,
endlich der Kritik der Vernunft, und dem Gedanken, daß sich _das
Daseyn nicht aus dem Begriffe herausklauben_ lasse, unterlegen ist.
Einiges diesen Beweis Betreffende ist schon früher beleuchtet worden;
im ersten Theile S. 83 ff., indem das _Seyn_ in seinem nächsten
Gegensatze dem _Nichtseyn_ verschwunden und als die Wahrheit beider
sich das _Werden_ gezeigt hat, ist die Verwechslung bemerklich
gemacht worden, wenn bei einem bestimmten Daseyn nicht das _Seyn_
desselben, sondern sein _bestimmter Inhalt_ festgehalten und daher
gemeint wird, wenn _dieser bestimmte Inhalt_, z.B. hundert Thaler,
mit einem andern _bestimmten Inhalte_, z.B. dem Kontexte meiner
Wahrnehmung, meinem Vermögenszustand verglichen und dabei ein
Unterschied gefunden wird, ob jener Inhalt zu diesem hinzukomme oder
nicht,--als ob dann vom Unterschiede des Seyns und Nichtseyns, oder
gar vom Unterschiede des Seyns und des Begriffes gesprochen werde.
Ferner ist daselbst S. 116 und II. Th. S. 71 die in dem
ontologischen Beweise vorkommende Bestimmung _eines Inbegriffs aller
Realitäten_ beleuchtet worden.--Den wesentlichen Gegenstand jenes
Beweises, _den Zusammenhang des Begriffes und des Daseyns_, betrifft
aber die eben geschlossene Betrachtung des _Begriffs_ und des ganzen
Verlaufs, durch den er sich zu _Objektivität_ bestimmt. Der Begriff
ist als absolut mit sich identische Negativität das sich selbst
Bestimmende; es ist bemerkt worden, daß er schon, indem er sich in
der Einzelnheit zum _Urtheil_ entschließt, sich als _Reales,
Seyendes_ setzt; diese noch abstrakte Realität vollendet sich in der
_Objektivität_.
Wenn es nun scheinen möchte, als ob der Übergang des Begriffs in die
Objektivität etwas Anderes sey, als der Übergang vom Begriff Gottes
zu dessen Daseyn, so wäre einer Seits zu betrachten, daß der
bestimmte _Inhalt_, Gott, im logischen Gange keinen Unterschied
machte, und der ontologische Beweis nur eine Anwendung dieses
logischen Ganges auf jenen besondern Inhalt wäre. Auf der andern
Seite aber ist sich wesentlich an die oben gemachte Bemerkung zu
erinnern, daß das Subjekt erst in seinem Prädikate Bestimmtheit und
Inhalt erhält, vor demselben aber, er mag für das Gefühl, Anschauung
und Vorstellung so der Bestimmtheit aber zugleich die _Realisation_
überhaupt.--Die Prädikate müssen aber gefaßt werden, als selbst noch
in den Begriff eingeschlossen, somit als etwas Subjektives, mit dem
noch nicht zum Daseyn herausgekommen ist; insofern ist einer Seits
allerdings die _Realisation_ des Begriffs im Urtheil noch nicht
vollendet. Anderer Seits bleibt aber auch die bloße Bestimmung eines
Gegenstandes durch Prädikate, ohne daß sie zugleich die Realisation
und Objektivierung des Begriffes ist, etwas so Subjektives, daß sie
auch nicht einmal die wahrhafte Erkenntniß und _Bestimmung des
Begriffs_ des Gegenstandes ist;--ein Subjektives in dem Sinne von
abstrakter Reflexion und unbegriffenen Vorstellungen.--Gott als
lebendiger Gott, und noch mehr als absoluter Geist wird nur in seinem
_Thun_ erkannt. Früh ist der Mensch angewiesen worden, ihn in seinen
_Werken_ zu erkennen; aus diesen können erst die _Bestimmungen_
hervorgehen, welche seine _Eigenschaften_ genannt werden; so wie
darin auch sein _Seyn_ enthalten ist. So faßt das begreifende
Erkennen seines _Wirkens_, d. i. seiner selbst, den _Begriff_ Gottes
in seinem _Seyn_, und sein Seyn in seinem Begriffe. Das _Seyn_ für
sich oder gar das _Daseyn_ ist eine so arme und beschränkte
Bestimmung, daß die Schwierigkeit, sie im Begriffe zu finden, wohl
nur daher hat kommen können, daß nicht betrachtet worden ist, was
denn das _Seyn_ oder _Daseyn_ selbst ist.--Das _Seyn_, als die ganz
_abstrakte, unmittelbare Beziehung auf sich selbst_, ist nichts
Anderes als das abstrakte Moment des Begriffs, welches abstrakte
Allgemeinheit ist, die auch das, was man an das Seyn verlangt,
leistet, _außer_ dem Begriff zu seyn; denn so sehr sie Moment des
Begriffs ist, ebenso sehr ist sie der Unterschied, oder das abstrakte
Urtheil desselben, indem er sich selbst sich gegenüberstellt. Der
Begriff, auch als formaler, enthält schon unmittelbar das _Seyn_ in
einer _wahrern_ und _reichern_ Form, indem er als sich auf sich
beziehende Negativität, _Einzelnheit_ ist.
Unüberwindlich aber wird allerdings die Schwierigkeit, im Begriffe
überhaupt, und ebenso im Begriffe Gottes das _Seyn_ zu finden, wenn
es ein solches seyn soll, das im _Kontexte der äußern Erfahrung_ oder
_in der Form der sinnlichen Wahrnehmung_, wie _die hundert Thaler in
meinem Vermögenszustande_, nur als ein mit der Hand, nicht mit dem
Geiste Begriffenes, wesentlich dem äußern, nicht dem innern Auge
Sichtbares vorkommen soll--wenn dasjenige Seyn, Realität, Wahrheit
genannt wird, was die Dinge als sinnliche, zeitliche und vergängliche
haben.--Wenn ein Philosophiren sich beim Seyn nicht über die Sinne
erhebt, so gesellt sich dazu, daß es auch beim Begriffe nicht den
bloß abstrakten Gedanken verläßt; dieser steht dem Seyn gegenüber.
Die Gewöhnung, den Begriff nur als etwas so Einseitiges, wie der
abstrakte Gedanke ist, zu nehmen, wird schon Anstand finden, das, was
vorhin vorgeschlagen wurde, anzuerkennen, nämlich den Übergang vom
_Begriffe Gottes_ zu seinem _Seyn_, als eine _Anwendung_ von dem
dargestellten logischen Verlauf der Objektivirung des Begriffs,
anzusehen. Wenn jedoch wie gewöhnlich geschieht, zugegeben wird, daß
das Logische als das Formale die Form für das Erkennen jedes
bestimmten Inhalts ausmache, so müßte wenigstens jenes Verhältniß
zugestanden werden, wenn nicht überhaupt eben bei dem Gegensatze des
Begriffes gegen die Objektivität, bei dem unwahren Begriffe und einer
ebenso unwahren Realität, als einem Letzten stehen geblieben wird.
--Allein bei der Exposition _des reinen Begriffes_ ist noch weiter
angedeutet worden, daß derselbe der absolute, göttliche Begriff
selbst ist, so daß in Wahrheit nicht das Verhältniß einer _Anwendung_
Statt finden würde, sondern jener logische Verlauf die unmittelbare
Darstellung der Selbstbestimmung Gottes zum Seyn wäre. Es ist aber
hierüber zu bemerken, daß, indem der Begriff als der Begriff Gottes
dargestellt werden soll, er aufzufassen ist, wie er schon in die
_Idee_ aufgenommen ist. Jener reine Begriff durchläuft die endlichen
Formen des Urtheils und des Schlusses darum, weil er noch nicht als
an und für sich eins mit der Objektivität gesetzt, sondern erst im
Werden zu ihr begriffen ist. So ist auch diese Objektivität noch
nicht die göttliche Existenz, noch nicht die in der Idee scheinende
Realität. Doch ist die Objektivität gerade um so viel reicher und
höher als das _Seyn oder Daseyn_ des ontologischen Beweises, als der
reine Begriff reicher und höher ist, als jene metaphysische Leere des
_Inbegriffs_ aller _Realität_.--Ich erspare es jedoch auf eine andere
Gelegenheit, den vielfachen Mißverstand, der durch den logischen
Fomalismus in den ontologischen, so wie in die übrigen sogenannten
Beweise vom Daseyn Gottes gebracht worden ist, wie auch die kantische
Kritik derselben näher zu beleuchten, und durch Herstellen ihrer
wahren Bedeutung die dabei zu Grunde liegenden Gedanken in ihren
Werth und Würde zurückzuführen.
Es sind, wie bereits erinnert worden, schon mehrere Formen der
Unmittelbarkeit vorgekommen; aber in verschiedenen Bestimmungen. In
der Sphäre des Seyns ist sie das Seyn selbst und das Daseyn; in der
Sphäre des Wesens die Existenz und dann die Wirklichkeit und
Substantialität, in der Sphäre des Begriffs außer der Unmittelbarkeit,
als abstrakter Allgemeinheit, nunmehr die Objektivität.--Diese
Ausdrücke mögen, wenn es nicht um die Genauigkeit philosophischer
Begriffsunterschiede zu thun ist, als synonym gebraucht werden; jene
Bestimmungen sind aus der Nothwendigkeit des Begriffs hervorgegangen;
--_Seyn_ ist überhaupt die _erste_ Unmittelbarkeit, und _Daseyn_
dieselbe mit der ersten Bestimmtheit. Die _Existenz_ mit dem Dinge
ist die Unmittelbarkeit, welche aus dem _Grunde_ hervorgeht,--aus der
sich aufhebenden Vermittelung der einfachen Reflexion des Wesens.
Die _Wirklichkeit_ aber und die _Substantialität_ ist die aus dem
aufgehobenen Unterschiede der noch unwesentlichen Existenz als
Erscheinung und ihrer Wesentlichkeit hervorgegangene Unmittelbarkeit.
Die _Objektivität_ endlich ist die Unmittelbarkeit, zu der sich der
Begriff durch Aufhebung seiner Abstraktion und Vermittelung bestimmt.
--Die Philosophie hat das Recht aus der Sprache des gemeinen Lebens,
welche für die Welt der Vorstellungen gemacht ist, solche Ausdrücke
zu wählen, welche den Bestimmungen des Begriffs _nahe zu kommen
scheinen_. Es kann nicht darum zu thun seyn, für ein aus der Sprache
des gemeinen Lebens gewähltes Wort zu _erweisen_, daß man auch im
gemeinen Leben denselben Begriff damit verbinde, für welchen es die
Philosophie gebraucht, denn das gemeine Leben hat keine Begriffe,
sondern Vorstellungen, und es ist die Philosophie selbst, den Begriff
dessen zu erkennen, was sonst bloße Vorstellung ist. Es muß daher
genügen, wenn der Vorstellung bei ihren Ausdrücken, die für
philosophische Begriffen gebraucht werden, so etwas Ungefähres von
ihrem Unterschiede vorschwebt; wie es bei jenen Ausdrücken der Fall
seyn mag, daß man in ihnen Schattirungen der Vorstellung erkennt,
welche sich näher auf die entsprechenden Begriffe beziehen.--Man wird
vielleicht schwerer zugeben, daß Etwas _seyn_ könne, ohne zu
_existiren_: aber wenigstens wird man z.B. das _Seyn_ als Kopula
des Urtheils nicht wohl mit dem Ausdruck _existiren_ vertauschen, und
nicht sagen: diese Waare _existirt_ theuer, passend u. s. f., das
Geld _existirt_ Metall, oder metallisch, statt: diese Waare _ist_
theuer, passend u. s. f., das Geld _ist_ Metall; In einem
französischen Berichte, worin der Befehlshaber angiebt, daß er den
sich bei der Insel gewöhnlich gegen Morgen erhebenden Wind erwartete,
um ans Land zu steuern, kommt der Ausdruck vor: le vent _ayant été_
longtems sans _exister_; hier ist der Unterschied bloß aus der
sonstigen Redensart, z.B. il a été longtems sans m'écrire,
entstanden. _Seyn_ aber und _Erscheinen, Erscheinung_ und
_Wirklichkeit_, wie auch bloßes _Seyn_ gegen _Wirklichkeit_, werden
auch wohl sonst unterschieden, so wie alle diese Ausdrücke noch mehr
von der _Objektivität_.--Sollten sie aber auch synonym gebraucht
werden, so wird die Philosophie ohnehin die Freiheit haben, solchen
leeren Überfluß der Sprache für ihre Unterschiede zu benutzen.
Es ist beim apodiktischen Urtheil, wo, als in der Vollendung des
Urtheils, das Subjekt seine Bestimmtheit gegen das Prädikat verliert,
an die daher stammende gedoppelte Bedeutung der _Subjektivität_
erinnert worden, nämlich des Begriffs und ebenso der ihm sonst
gegenüberstehenden Äußerlichkeit und Zufälligkeit. So erscheint
auch für die Objektivität die gedoppelte Bedeutung, dem
selbstständigen _Begriffe gegenüber_ zu stehen, aber auch _das An-
und Fürsichseyende_ zu seyn. Indem das Objekt in jenem Sinne dem im
subjektiven Idealismus als das absolute Wahre ausgesprochenen Ich =
Ich gegenübersteht, ist es die mannigfaltige Welt in ihrem
unmittelbaren Daseyn, mit welcher Ich oder der Begriff sich nur in
den unendlichen Kampf setzt, um durch die Negation dieses _an sich
nichtigen_ Andern der ersten Gewißheit seiner selbst die _wirkliche
Wahrheit_ seiner Gleichheit mit sich zu geben.--In unbestimmterem
Sinne bedeutet es so einen Gegenstand überhaupt für irgend ein
Interesse und Thätigkeit des Subjekts.
In dem entgegengesetzten Sinne aber bedeutet das Objektive das _An-
und Fürsichseyende_, das ohne Beschränkung und Gegensatz ist.
Vernünftige Grundsätze, vollkommene Kunstwerke u. s. f. heißen
insofern _objektive_, als sie frei und über aller Zufälligkeit sind.
Obschon vernünftige, theoretische oder sittliche Grundsätze nur dem
Subjektiven, dem Bewußtseyn angehören, so wird das An- und
Fürsichseyende desselben doch objektiv genannt; die Erkenntniß der
Wahrheit wird darein gesetzt, das Objekt, wie es als Objekt frei von
Zuthat subjektiver Reflexion, zu erkennen, und das Rechtthun in
Befolgung von objektiven Gesetzen, die ohne subjektiven Ursprung und
keiner Willkür und ihre Nothwendigkeit verkehrenden Behandlung fähig
sind.
Auf dem gegenwärtigen Standpunkte unserer Abhandlung hat zunächst die
Objektivität die Bedeutung des _an- und fürsichseyenden Seyns des
Begriffes_, des Begriffes, der die in seiner Selbstbestimmung
gesetzte _Vermittelung_, zur _unmittelbaren_ Beziehung auf sich
selbst, aufgehoben hat. Diese Unmittelbarkeit ist dadurch selbst
unmittelbar und ganz vom Begriffe durchdrungen, so wie seine
Totalität unmittelbar mit seinem Seyn identisch ist. Aber indem
ferner der Begriff ebenso sehr das freie Fürsichseyn seiner
Subjektivität herzustellen hat, so tritt ein Verhältniß desselben als
_Zwecks_ zur Objektivität ein, worin deren Unmittelbarkeit das gegen
ihn Negative, und durch seine Thätigkeit zu Bestimmende wird, hiermit
die andere Bedeutung, das an und für sich Nichtige, insofern es dem
Begriff gegenübersteht, zu seyn, erhält.
_Vor's Erste_ nun ist die Objektivität in ihrer Unmittelbarkeit,
deren Momente, um der Totalität aller Momente willen, in
selbstständiger Gleichgültigkeit als _Objekte außereinander_ bestehen,
und in ihrem Verhältnisse die _subjektive Einheit_ des Begriffs nur
als _innere_ oder als _äußere_ haben; _der Mechanismus_.--Indem in
ihm aber
_Zweitens_ jene Einheit sich als _immanentes_ Gesetz der Objekte
selbst zeigt, so wird ihr Verhältniß ihre _eigenthümliche_ durch ihr
Gesetz begründete Differenz, und eine Beziehung, in welcher ihre
bestimmte Selbstständigkeit sich aufhebt; der _Chemismus_.
_Drittens_ diese wesentliche Einheit der Objekte ist eben damit als
unterschieden von ihrer Selbstständigkeit gesetzt, sie ist der
subjektive Begriff aber gesetzt als an und für sich selbst bezogen
auf die Objektivität, als _Zweck_; die _Teleologie_.
Indem der Zweck der Begriff ist, der gesetzt ist, als an ihm selbst
sich auf die Objektivität zu beziehen, und seinen Mangel, subjektiv
zu seyn, durch sich aufzuheben, so wird die zunächst _äußere_
Zweckmäßigkeit durch die Realisirung des Zwecks zur _innern_ und zur
_Idee_.
Erstes Kapitel. Der Mechanismus.
Da die Objektivität die in ihre Einheit zurückgegangene Totalität des
Begriffes ist, so ist damit ein Unmittelbares gesetzt, das an und für
sich jene Totalität und auch als solche _gesetzt_ ist, in der aber
die negative Einheit des Begriffs sich noch nicht von der
Unmittelbarkeit dieser Totalität abgeschieden hat;--oder die
Objektivität ist noch nicht als _Urtheil_ gesetzt. Insofern sie den
Begriff immanent in sich hat, so ist der Unterschied desselben an ihr
vorhanden; aber um der objektiven Totalität willen sind die
Unterschiedenen _vollständige_ und _selbstständige Objekte_, die sich
daher auch in ihrer Beziehung nur als _selbstständige_ zu einander
verhalten, und sich in jeder Verbindung _äußerlich_ bleiben.--Dieß
macht den Charakter des _Mechanismus_ aus, daß, welche Beziehung
zwischen den Verbunden Statt findet, diese Beziehung ihnen eine
_fremde_ ist, welche ihre Natur nichts angeht, und wenn sie auch mit
dem Schein eines Eins verknüpft ist, nichts weiter als
_Zusammensetzung, Vermischung, Haufen u. s. f._ bleibt. Wie der
_materielle_ Mechanismus, so besteht auch der _geistige_ darin, daß
die im Geiste bezogenen sich einander und ihm selbst äußerlich
bleiben. Eine _mechanisch Vorstellungsweise_, ein _mechanisches
Gedächtniß_, die _Gewohnheit, eine mechanische Handlungsweise_
bedeuten, daß die eigenthümliche Durchdringung und Gegenwart des
Geistes bei demjenigen fehlt, was er auffaßt oder thut. Ob zwar sein
theoretischer oder praktischer Mechanismus nicht ohne seine
Selbsthätigkeit, einen Trieb und Bewußtseyn Statt finden kann, so
fehlt darin doch die Freiheit der Individualität, und weil sie nicht
darin erscheint, erscheint solches Thun als ein bloß äußerliches.
A. Das mechanische Objekt.
1. Das Objekt ist, wie sich ergeben hat, der _Schluß_, dessen
Vermittelung ausgeglichen und daher unmittelbare Identität geworden
ist. Es ist daher an und für sich Allgemeines; die Allgemeinheit
nicht im Sinne einer Gemeinschaftlichkeit von Eigenschaften, sondern
welche die Besonderheit durchdringt, und in ihr unmittelbare
Einzelnheit ist.
1. Vor's Erste unterscheidet sich daher das Objekt nicht in _Materie_
und _Form_, deren jene selbstständige Allgemeine des Objekts, diese
aber das Besondere und Einzelne seyn würde; ein solcher abstrakter
Unterschied von Einzelnheit und Allgemeinheit ist nach seinem
Begriffe an ihm nicht vorhanden; wenn es als Materie betrachtet wird,
so muß es als an sich selbst geformte Materie genommen werden.
Ebenso kann es als Ding mit Eigenschaften, als Ganzes aus Theilen
bestehend, als Substanz mit Accidenzen und nach den anderen
Verhältnissen der Reflexion bestimmt werden; aber diese Verhältnisse
sind überhaupt schon im Begriffe untergegangen; das Objekt hat daher
nicht Eigenschaften noch Accidenzen, denn solche sind vom Dinge oder
der Substanz trennbar; im Objekt ist aber die Besonderheit
schlechthin in die Totalität reflektirt. In den Theilen eines Ganzen
ist zwar diejenige Selbstständigkeit vorhanden, welche den
Unterschieden des Objekts zukommt, aber diese Unterschiede sind
sogleich wesentlich selbst Objekte, Totalitäten, welche nicht, wie
die Theile, diese Bestimmtheit gegen das Ganze haben.
Das Objekt ist daher zunächst insofern _unbestimmt_, als es keinen
bestimmten Gegensatz an ihm hat; denn es ist die zur unmittelbaren
Identität zusammengegangene Vermittelung. Insofern der _Begriff
wesentlich bestimmt_ ist, hat es die Bestimmtheit als eine zwar
vollständige, übrigens aber _unbestimmte, d. i. verhältnißlose
Mannigfaltigkeit_ an ihm, welche eine ebenso zunächst nicht weiter
bestimmte Totalität ausmacht; _Seiten, Theile_, die an ihm
unterschieden werden können, gehören einer äußern Reflexion an.
Jener ganz unbestimmte Unterschied ist daher nur, daß es _mehrere_
Objekte giebt, deren jedes seine Bestimmtheit nur in seine
Allgemeinheit reflektirt enthält, und nicht _nach Außen_ scheint.
--Weil ihm diese unbestimmte Bestimmtheit wesentlich ist, ist es in
sich selbst eine solche _Mehrheit_, und muß daher als
_Zusammengesetztes_ als _Aggregat_ betrachtet werden.--Es besteht
jedoch nicht aus _Atomen_, denn diese sind keine Objekte, weil sie
keine Totalitäten sind. Die _leibnitzische Monade_ würde mehr ein
Objekt seyn, weil sie eine Totalität der Weltvorstellung ist, aber in
ihre _intensive Subjektivität_ eingeschlossen, soll sie wenigstens
wesentlich _Eins_ in sich seyn. Jedoch ist die Monade, als
_ausschließendes Eins_ bestimmt, nur ein von der _Reflexion
angenommenes_ Princip. Sie ist aber Theils insofern Objekt, als der
Grund ihrer mannigfaltigen Vorstellungen, der entwickelten, d. h. der
_gesetzten_ Bestimmungen ihrer bloß _an sich_ seyenden Totalität,
_außer ihr_ liegt, Theils insofern es der Monade ebenso gleichgültig
ist, _mit anderen zusammen_ ein ausschließendes, für sich selbst
bestimmtes.
2. Indem das Objekt nun Totalität des _Bestimmtseyns_ ist, aber um
seiner Unbestimmtheit und Unmittelbarkeit willen nicht die _negative
Einheit_ desselben, so ist es gegen die _Bestimmungen_ als _einzelne_,
an und für sich bestimmte, so wie diese selbst gegeneinander
_gleichgültig_. Diese sind daher nicht aus ihm, noch auseinander
begreiflich; seine Totalität ist die Form des allgemeinen
Reflektirtseyns seiner Mannigfaltigkeit in die an sich selbst nicht
bestimmte Einzelnheit überhaupt. Die Bestimmtheiten, die es an ihm
hat, kommen ihm also zwar zu; aber die _Form_, welche ihren
Unterschied ausmacht, und sie zu einer Einheit verbindet, ist eine
äußerliche gleichgültige; sie sey eine _Vermischung_, oder weiter
eine _Ordnung_, ein gewisses _Arrangement_ von Theilen und Seiten, so
sind dieß Verbindungen, die denen so bezogenen gleichgültig sind.
Das Objekt hat hiermit, wie ein Daseyn überhaupt, die Bestimmtheit
seiner Totalität _außer ihm_, in _anderen_ Objekten, diese ebenso
wieder _außer ihnen_, und sofort ins Unendliche. Die Rückkehr dieses
Hinausgehens ins Unendliche in sich muß zwar gleichfalls angenommen
und als eine _Totalität_ vorgestellt werden, als eine _Welt_, die
aber nichts als die durch die unbestimmte Einzelnheit in sich
abgeschlossene Allgemeinheit, ein _Universum_ ist.
Indem also das Objekt in seiner Bestimmtheit ebenso gleichgültig
gegen sie ist, weist es durch sich selbst für sein Bestimmtseyn
_außer sich hinaus_, wieder zu Objekten, denen es aber auf gleiche
Weise _gleichgültig_ ist, _bestimmend zu seyn_. Es ist daher nirgend
ein Princip der Selbstbestimmung vorhanden;--_der Determinismus_,
--der Standpunkt, auf dem das Erkennen steht, insofern ihm das Objekt,
wie es sich hier zunächst ergeben hat, das Wahre ist,--giebt für
jede Bestimmung desselben die eines andern Objekts an, aber dieses
Andere ist gleichfalls indifferent, sowohl gegen sein Bestimmtseyn,
als gegen sein aktives Verhalten.--Der Determinismus ist darum selbst
auch so unbestimmt, ins Unendliche fortzugehen; er kann beliebig
allenthalben stehen bleiben, und befriedigt seyn, weil das Objekt, zu
welchem er übergegangen, als eine formale Totalität in sich
beschlossen und gleichgültig gegen das Bestimmtseyn durch ein anderes
ist. Darum ist das _Erklären_ der Bestimmung eines Objekts, und das
zu diesem Behufe gemachte Fortgehen dieser Vorstellung nur ein
_leeres Wort_, weil in dem andern Objekt, zu dem sie fortgeht, keine
Selbstbestimmung liegt.
3. Indem nun die _Bestimmtheit_ eines Objekts _in einem andern liegt_,
so ist keine bestimmte Verschiedenheit zwischen ihnen vorhanden; die
Bestimmtheit ist nur _doppelt_, einmal an dem einen, dann an dem
andern Objekt, ein schlechthin nur _Identisches_, und die Erklärung
oder das Begreifen insofern _tautologisch_. Diese Tautologie ist das
äußerliche, leere Hinund Hergehen; da die Bestimmtheit von den
dagegen gleichgültigen Objekten keine eigenthümliche
Unterschiedenheit erhält, und deswegen nur identisch ist, ist nur
_Eine_ Bestimmtheit vorhanden; und daß sie doppelt sey, drückt eben
diese Äußerlichkeit und Nichtigkeit eines Unterschiedes aus. Aber
zugleich sind die Objekte _selbstständig_ gegeneinander; sie bleiben
sich darum in jener Identität schlechthin _äußerlich_.--Es ist
hiermit der _Widerspruch_ vorhanden zwischen der vollkommenen
_Gleichgültigkeit_ der Objekte gegen einander, und zwischen der
_Identität der Bestimmtheit_ derselben, oder ihrer vollkommenen
_Äußerlichkeit_ in der _Identität_ ihrer Bestimmtheit. Dieser
Widerspruch ist somit die _negative Einheit_ mehrerer sich in ihr
schlechthin abstoßender Objekte,--der _mechanische Proceß_.
B. Der mechanische Proceß.
Wenn die Objekte nur als in sich abgeschlossene Totalitäten
betrachtet werden, so können sie nicht auf einander wirken. Sie sind
in dieser Bestimmung dasselbe, was die _Monaden_, die eben deswegen
ohne alle Einwirkung auf einander gedacht worden. Aber der Begriff
einer Monade ist eben darum eine mangelhafte Reflexion. Denn
erstlich ist sie eine _bestimmte_ Vorstellung ihrer nur _an sich_
seyenden Totalität; als ein _gewisser Grad_ der Entwickelung und des
_Gesetztseyns_ ihrer Weltvorstellung ist sie ein _Bestimmtes_; indem
sie nun die in sich geschlossene Totalität ist, so ist sie gegen
diese Bestimmtheit auch gleichgültig; es ist daher nicht ihre eigene,
sondern eine durch ein _anders_ Objekt _gesetzte_ Bestimmtheit.
_Zweitens_ ist sie ein _Unmittelbares_ überhaupt, insofern sie ein
nur _Vorstellendes_ seyn soll; ihre Beziehung auf sich ist daher die
_abstrakte Allgemeinheit_; dadurch ist sie ein _für Andere offenes
Daseyn_.--Es ist nicht hinreichend, um die Freiheit der Substanz zu
gewinnen, sie als eine Totalität vorzustellen, die _in sich
vollständig_, nichts _von Außen her_ zu erhalten habe. Vielmehr ist
gerade die begrifflose, bloß vorstellende Beziehung auf sich selbst
eine _Passivität_ gegen Anderes.--Ebenso ist die _Bestimmtheit_, sie
mag nun als die Bestimmtheit eines _Seyenden_, oder eines
_Vorstellenden_, als ein _Grad_ eigener aus dem Innern kommenden
Entwickelung gefaßt werden, ein _Äußerliches_;--der _Grad_, welchen
die Entwickelung erreicht, hat seine _Grenze_ in einem _Andern_. Die
Wechselwirkung der Substanzen in eine _vorherbestimmte Harmonie_
hinauszuschieben, heißt weiter nichts, als sie zu einer
_Voraussetzung_ machen, d. i. zu Etwas, das dem Begriffe entzogen
wird.--Das Bedürfniß, der _Einwirkung_ der Substanzen zu entgehen,
gründete sich auf das Moment der absoluten _Selbstständigkeit_ und
_Ursprünglichkeit_, welches zu Grunde gelegt wurde. Aber da diesem
_Ansichseyn_ des _Gesetztseyn_, der Grad der Entwickelung, nicht
entspricht, so hat es eben darum seinen Grund in einem _Andern_.
Vom Substantialitäts-Verhältnisse ist seiner Zeit gezeigt worden, daß
es in das Kausalitäts-Verhältniß übergeht. Aber das Seyende hat hier
nicht mehr die Bestimmung einer _Substanz_, sondern eines _Objekts_;
das Kausalitäts-Verhältniß ist im Begriffe untergegangen; die
Ursprünglichkeit einer Substanz gegen die andere hat sich als ein
Schein, ihr Wirken als ein Übergehen in das Entgegengesetzte gezeigt.
Dieß Verhältniß hat daher keine Objektivität. Insofern daher das
eine Objekt in der Form der subjektiven Einheit als wirkende Ursache
gesetzt ist, so gilt dieß nicht mehr für eine _ursprüngliche_
Bestimmung, sondern als etwas _Vermitteltes_; das wirkende Objekt hat
diese seine Bestimmung nur vermittelst eines andern Objekts.--Der
_Mechanismus_, da er der Sphäre des Begriffs angehört, hat an ihm
dasjenige gesetzt, was sich als die Wahrheit des
Kausalitäts-Verhältnisses erwies; daß die Ursache, die das An- und
Fürsichseyende seyn soll, wesentlich ebenso wohl Wirkung, Gesetztseyn
ist. Im Mechanismus ist daher unmittelbar die Ursachlichkeit des
Objekts eine Nichtursprünglichkeit; es ist gleichgültig gegen diese
seine Bestimmung; daß es Ursache ist, ist ihm daher etwas Zufälliges.
--Insofern könnte man wohl sagen, daß die Kausalität der Substanzen
_nur ein Vorgestelltes_ ist. Aber eben diese vorgestellte Kausalität
ist der _Mechanismus_, indem er dieß ist, daß die Kausalität, als
_identische_ Bestimmtheit verschiedener Substanzen, somit als das
Untergehen ihrer Selbstständigkeit in dieser Identität, ein _bloßes
Gesetztseyn_ ist; die Objekte sind gleichgültig gegen diese Einheit,
und erhalten sich gegen sie. Aber ebenso sehr ist auch diese ihre
gleichgültige _Selbstständigkeit_ ein bloßes _Gesetztseyn_; sie sind
darum fähig, sich zu _vermischen_ und zu _aggregiren_, und als
_Aggregat_ zu _Einem Objekte_ zu werden. durch diese Gleichgültigkeit,
ebenso wohl gegen ihren Übergang, als gegen ihre Selbstständigkeit,
sind die Substanzen _Objekte_.
a. Der formale mechanische Proceß.
Der mechanische Proceß ist das Setzen dessen, was im Begriffe der
Mechanismus enthalten ist, zunächst also eines _Widerspruchs_.
1. Das Einwirken der Objekte ergiebt sich aus dem aufgezeigten
Begriffe so, daß es das _Setzen der identischen_ Beziehung der
Objekte ist. Dieß besteht nur darin, daß der Bestimmtheit, welche
bewirkt wird, die Form der _Allgemeinheit_ gegeben wird;--was die
_Mittheilung_ ist, welche ohne Übergehen ins Entgegengesetzte ist.
--Die _geistige Mittheilung_, die ohnehin in dem Elemente vorgeht,
welches das Allgemeine in der Form der Allgemeinheit ist, ist für
sich selbst eine _ideelle_ Beziehung, worin sich ungetrübt _eine
Bestimmtheit_ von einer Person in die andere _kontinuirt_, und ohne
alle Veränderung sich verallgemeinert,--wie ein Duft in der
widerstandslosen Atmosphäre sich frei verbreitet. Aber auch in der
Mittheilung zwischen materiellen Objekten macht sich ihre
Bestimmtheit auf eine ebenso ideelle Weise, so zu sagen, _breit_; die
Persönlichkeit ist eine unendlich intensivere _Härte_, als die
Objekte haben. Die formelle Totalität des Objekts überhaupt, welche
gegen die Bestimmtheit gleichgültig, somit keine Selbstbestimmung ist,
macht es zum Ununterschiedenen vom andern, und die Einwirkung daher
zunächst zu einer ungehinderten Kontinuirung der Bestimmtheit des
einen in dem andern.
Im Geistigen ist es nun ein unendlich mannigfaltiger Inhalt, der
mittheilungsfähig ist, indem er in die Intelligenz aufgenommen, diese
_Form_ der Allgemeinheit erhält, in der er ein Mittheilbares wird.
Aber das nicht nur durch die Form, sondern an und für sich Allgemeine
ist das _Objektive_ als solches, sowohl im Geistigen als im
Körperlichen, wogegen die Einzelnheit der äußeren Objekte, wie auch
der Personen, ein Unwesentliches ist, das ihm keinen Widerstand
leisten kann. Die Gesetze, Sitten, vernünftige Vorstellungen
überhaupt, sind im Geistigen solche Mittheilbare, welche die
Individuen auf eine bewußtlose Weise durchdringen, und sich in ihnen
geltend machen. Im Körperlichen sind es Bewegung, Wärme, Magnetismus,
Elektricität und dergleichen--die, wenn man sie auch als Stoffe oder
Materien sich vorstellen will, als _imponderable_ Agentien bestimmt
werden müssen,--Agentien, die dasjenige der Materialität nicht haben,
was _ihre Vereinzelung_ begründet.
2. Wenn nun im Einwirken der Objekte auf einander zuerst ihre
_identische_ Allgemeinheit gesetzt wird, so ist ebenso nothwendig das
andere Begriffs-Moment, die _Besonderheit_ zu setzen; die Objekte
beweisen daher auch ihre _Selbstständigkeit_, erhalten sich als
einander äußerlich, und stellen die _Einzelnheit_ in jener
Allgemeinheit her. Diese Herstellung ist die _Reaktion_ überhaupt.
Zunächst ist sie nicht zu fassen, als ein _bloßes Aufheben_ der
Aktion und der mitgetheilten Bestimmtheit; das Mitgetheilte ist als
Allgemeines positiv in den besondern Objekten und _besondert_ sich
nur an ihrer Verschiedenheit. Insofern bleibt also das Mitgetheilte,
was es ist; nur _vertheilt_ es sich an die Objekte, oder wird durch
deren Partikularität bestimmt.--Die Ursache geht in ihrem Andern, der
Wirkung, die Aktivität der ursachlichen Substanz in ihrem Wirken
verloren; das _einwirkende Objekt_ aber wird nur ein _Allgemeines_;
sein Wirken ist zunächst nicht ein Verlust seiner Bestimmtheit,
sondern eine _Partikularisation_, wodurch es, welches zuerst jene
ganze, an ihm _einzelne_ Bestimmtheit war, nun eine _Art_ derselben,
und die _Bestimmtheit_ erst dadurch als ein Allgemeines gesetzt wird.
Beides, die Erhebung der einzelnen Bestimmtheit zur Allgemeinheit,
in der Mittheilung, und die Partikularisation derselben oder die
Herabsetzung derselben, die nur Eine war, zu einer Art, in der
Vertheilung, ist ein und dasselbe.
Die _Reaktion_ ist nun der _Aktion_ gleich.--Dieß erscheint
_zunächst_ so, daß das andere Objekt das ganze Allgemeine in _sich
aufgenommen_, und nun so Aktives gegen das Erste ist. So ist seine
Reaktion dieselbe als die Aktion, ein _gegenseitiges Abstoßen_ des
_Stoßes_. _Zweitens_ ist das Mitgetheilte das Objektive; es _bleibt_
also substantielle Bestimmung der Objekte bei der Voraussetzung ihrer
Verschiedenheit; das Allgemeine specificirt sich somit zugleich in
ihnen, und jedes Objekt giebt daher nicht die ganze Aktion nur zurück,
sondern hat seinen specifischen Antheil. Aber _drittens_ ist die
Reaktion insofern _ganz negative Aktion_, als jedes durch die
_Elasticität seiner Selbstständigkeit_ das Gesetztseyn eines Andern
in ihm ausstößt, und seine Beziehung auf sich erhält. Die
specifische _Besonderheit_ der mitgetheilten Bestimmtheit in den
Objekten, was vorhin Art genannt wurde, geht zur _Einzelnheit_ zurück,
und das Objekt behauptet seine Äußerlichkeit gegen die
_mitgetheilte Allgemeinheit_. Die Aktion geht dadurch in _Ruhe_ über.
Sie erweist sich als eine an der in sich geschlossenen
gleichgültigen Totalität des Objekts nur _oberflächliche_, transiente
Veränderung.
3. Dieses Rückgehen macht das _Produkt_ des mechanischen Processes
aus. _Unmittelbar_ ist das Objekt _vorausgesetzt_ als Einzelnes,
ferner als Besonderes gegen andere, drittens aber als Gleichgültiges
gegen seine Besonderheit, als Allgemeines. Das _Produkt_ ist jene
_vorausgesetzte_ Totalität des Begriffes nun als eine _gesetzte_. Er
ist der Schlußsatz, worin das mitgetheilte Allgemeine durch die
Besonderheit des Objekts mit der Einzelnheit zusammengeschlossen ist;
aber zugleich ist in der Ruhe die _Vermittelung_ als eine solche
gesetzt, die sich _aufgehoben_ hat, oder daß das Produkt gegen dieß
sein Bestimmtwerden gleichgültig und die erhaltene Bestimmtheit eine
äußerliche an ihm ist.
Sonach ist das Produkt dasselbe, was das in den Proceß erst
eingehende Objekt. Aber zugleich ist es erst durch diese Bewegung
_bestimmt_; das mechanische Objekt ist _überhaupt nur Objekt als
Produkt_, weil das, was es ist erst _durch Vermittelung eines Andern_
an ihm ist. So als Produkt ist es, was es an und für sich seyn
sollte, ein _zusammengesetztes vermischtes_, eine gewisse _Ordnung_
und _Arrangement_ der Theile, überhaupt ein solches, dessen
Bestimmtheit nicht Selbstbestimmung, sondern ein _gesetztes_ ist.
Auf der andern Seite ist ebenso sehr das _Resultat_ des mechanischen
Processes _nicht schon vor ihm selbst vorhanden_; sein _Ende ist
nicht_ in seinem _Anfang_, wie beim Zwecke. Das Produkt ist eine
Bestimmtheit am Objekt als _äußerlich_ gesetzte. Dem _Begriffe_ nach
ist daher dieß Produkt wohl dasselbe, was das Objekt schon von Anfang
ist. Aber im Anfange ist die äußerliche Bestimmtheit noch nicht als
_gesetzte_. Das Resultat ist insofern ein _ganz anderes_, als das
erste Daseyn des Objekts, und ist als etwas schlechthin für dasselbe
zufälliges.
b. Der reale mechanische Proceß.
Der mechanische Proceß geht in _Ruhe_ über. Die Bestimmtheit nämlich,
welche das Objekt durch ihn erhält, ist nur eine _äußerliche_. Ein
ebenso Äußerliches ist ihm diese Ruhe selbst, indem dieß die dem
_Wirken_ des Objekts entgegengesetzte Bestimmtheit, aber jede dem
Objekte gleichgültig ist; die Ruhe kann daher auch angesehen werden,
als durch eine _äußerliche_ Ursache hervorgebracht, so sehr es dem
Objekte gleichgültig war, wirkendes zu seyn.
Indem nun ferner die Bestimmtheit eine _gesetzte_, und der Begriff
des Objekts durch _die Vermittelung hindurch zu sich selbst
zurückgegangen_ ist, so hat das Objekt die Bestimmtheit als eine in
sich reflektirte an ihm. Die Objekte haben daher nunmehr im
mechanischen Processe und dieser selbst ein näher bestimmtes
Verhältniß. Sie sind nicht bloß verschiedene, sondern _bestimmt
unterschiedene_ gegen einander. Das Resultat des formalen Processes,
welches einer Seits die bestimmungslose Ruhe ist, ist somit anderer
Seits durch die in sich reflektirte Bestimmtheit die _Vertheilung des
Gegensatzes_, den das Objekt überhaupt an ihm hat, unter mehrere sich
mechanisch zu einander verhaltende Objekte. Das Objekt, einer Seits
das Bestimmungslose, das sich _unelastisch_ und _unselbstständig_
verhält, hat anderer Seits eine für andere _undurchbrechbare
Selbstständigkeit_. Die Objekte haben nun auch _gegen einander_
diesen bestimmteren Gegensatz der _selbstständigen Einzelnheit_ und
_unselbstständigen Allgemeinheit_.--Der nähere Unterschied kann als
ein bloß _quantitativer_ der verschiedenen Größe der _Masse_ im
körperlichen, oder der _Intensität_, oder auf vielfache andere Weise
gefaßt werden. Überhaupt aber ist er nicht bloß in jener
Abstraktion festzuhalten; beide sind auch als Objekte _positive_
Selbstständige.
Das erste Moment dieses realen _Processes_ ist nun wie vorhin die
_Mittheilung_. Das _Schwächere_ kann vom _Stärkeren_ nur insofern
gefaßt und durchdrungen werden, als es dasselbe aufnimmt und Eine
_Sphäre_ mit ihm ausmacht. Wie im Materiellen das Schwache gegen das
unverhältnißmäßig Starke gesichert ist (wie ein in der Luft
freihängendes Leintuch von einer Flintenkugel nicht durchschossen;
eine schwache organische Receptivität nicht sowohl von den starken
als von den schwachen Reizmitteln angegriffen wird), so ist der ganz
schwache Geist sicherer gegen den starken als ein solcher, der diesem
näher steht; wenn man sich ein ganz Dummes, Unedles vorstellen will,
so kann auf dasselbe hoher Verstand, kann das Edle keinen Eindruck
machen; das einzig konsequente Mittel _gegen_ die Vernunft ist, sich
mit ihr gar nicht einzulassen.--Insofern das Unselbstständige mit dem
Selbstständigen nicht zusammengehen und keine Mittheilung zwischen
ihnen Statt finden kann, kann das Letztere auch keinen _Widerstand_
leisten, d. h. das mitgetheilte Allgemeine nicht für sich
specificiren.--Wenn sie sich nicht in Einer Sphäre befänden, so wäre
ihre Beziehung auf einander ein unendliches Urtheil, und kein Proceß
zwischen ihnen möglich.
Der _Widerstand_ ist das nähere Moment der Überwältigung des einen
Objekts durch das andere, indem er das beginnende Moment der
Vertheilung des mitgetheilten Allgemeinen, und des Setzens der sich
auf sich beziehenden Negativität, der herzustellenden Einzelnheit,
ist. Der Widerstand wird _überwältigt_, insofern seine Bestimmtheit
dem mitgetheilten Allgemeinen, welches vom Objekte aufgenommen worden,
und sich in ihm singularisiren soll, nicht _angemessen_ ist. Seine
relative Unselbstständigkeit manifestirt sich darin, daß seine
_Einzelnheit_ nicht die _Kapacität für das Mitgetheilte_ hat, daher
von demselben zersprengt wird, weil es sich an diesem Allgemeinen
nicht als _Subjekt_ konstituiren, dasselbe nicht zu seinem
_Prädikate_ machen kann.--Die _Gewalt_ gegen ein Objekt ist nur nach
dieser zweiten Seite _Fremdes_ für dasselbe. Die _Macht_ wird
dadurch zur _Gewalt_, daß sie, eine objektive Allgemeinheit, mit der
_Natur_ des Objekts _identisch_ ist, aber ihre Bestimmtheit oder
Negativität nicht dessen eigene _negative Reflexion_ in sich ist,
nach welcher es ein Einzelnes ist. Insofern die Negativität des
Objekts nicht an der Macht sich in sich reflektirt, die Macht nicht
dessen eigene Beziehung auf sich ist, ist sie gegen dieselbe nur
_abstrakte_ Negativität, deren Manifestation der Untergang ist.
Die Macht, als die _objektive Allgemeinheit_ und als Gewalt _gegen_
das Objekt, ist, was _Schicksal_ genannt wird;--ein Begriff, der
innerhalb des Mechanismus fällt, insofern es _blind_ genannt, d. h.
dessen _objektive Allgemeinheit_ vom Subjekte in seiner specifischen
Eigenheit nicht erkannt wird.--Um einiges Weniges hierüber zu
bemerken, so ist das Schicksal des Lebendigen überhaupt die _Gattung_,
welche sich durch die Vergänglichkeit der lebendigen Individuen, die
sie in ihrer _wirklichen Einzelnheit_ nicht als Gattung haben,
manifestirt.
Als bloße Objekte haben die nur lebendigen Naturen wie die übrigen
Dinge von niedrigerer Stufe kein Schicksal; was ihnen widerfährt, ist
eine Zufälligkeit; aber sie sind in _ihrem Begriffe als Objekte sich
äußerliche_; die fremde Macht des Schicksals ist daher ganz nur ihre
_eigene unmittelbare Natur_, die Äußerlichkeit und Zufälligkeit
selbst. Ein eigentliches Schicksal hat nur das Selbstbewußtseyn;
weil es _frei_, in der _Einzelnheit_ seines Ich daher schlechthin _an
und für sich_ ist, und seiner objektiven Allgemeinheit sich
gegenüberstellen, und sich gegen sie _entfremden_ kann. Aber durch
diese Trennung selbst erregt es gegen sich das mechanische Verhältniß
eines Schicksals. Damit also ein solches Gewalt über dasselbe haben
könne, muß es irgend eine Bestimmtheit gegen die wesentliche
Allgemeinheit sich gegeben, eine _That_ begangen haben. Hierdurch
hat es sich zu einem _Besondern_ gemacht, und dieß Daseyn ist als die
abstrakte Allgemeinheit zugleich die für die Mittheilung seines ihm
entfremdeten Wesens offene Seite; an dieser wird es in den Proceß
gerissen. Das thatlose Volk ist tadellos; es ist in die objektive,
sittliche Allgemeinheit eingehüllt und darin aufgelöst, ohne die
Individualität, welche das Unbewegte bewegt, sich ein Bestimmtheit
nach Außen, und eine von der objektiven abgetrennte abstrakte
Allgemeinheit giebt, womit aber auch das Subjekt zu einem seines
Wesens Entäußerten, einem _Objekte_ wird, und in das Verhältniß der
_Äußerlichkeit_ gegen seine Natur und des Mechanismus getreten ist.
c. Das Produkt des mechanischen Processes.
Das Produkt des _formalen_ Mechanismus ist das Objekt überhaupt, eine
gleichgültige Totalität, an welcher die _Bestimmtheit_ als _gesetzte_
ist. Indem hierdurch das Objekt als _Bestimmtes_ in den Proceß
eingetreten ist, so ist einer Seits in dem Untergange desselben die
_Ruhe_ als der ursprüngliche Formalismus des Objekts, die Negativität
seines Für-sich-bestimmtseyns, das Resultat. Anderer Seits aber ist
es das Aufheben des Bestimmtseyns, als _positive Reflexion desselben_
in sich, die in sich gegangene Bestimmtheit oder die _gesetzte
Totalität des Begriffs_; die _wahrhafte Einzelnheit_ des Objekts.
Das Objekt, zuerst in seiner unbestimmten Allgemeinheit, dann als
_Besonderes_, ist nun als _objektiv Einzelnes_ bestimmt; so daß darin
jener _Schein von Einzelnheit_, welche nur eine sich der
substantiellen Allgemeinheit _gegenüberstellende_ Selbstständigkeit
ist, aufgehoben worden.
Diese Reflexion in sich ist nun, wie sie sich ergeben hat, das
objektive Einsseyn der Objekte, welches individuelle
Selbstständigkeit,--das _Centrum_ ist. _Zweitens_ ist die Reflexion
der Negativität die Allgemeinheit, die nicht ein der Bestimmtheit
gegenüberstehendes, sondern in sich bestimmtes, vernünftiges
Schicksal ist,--eine Allgemeinheit, die sich _an ihr selbst
besondert_, der ruhige, in der unselbstständigen Besonderheit der
Objekte und ihrem Processe feste Unterschied, das _Gesetz_. Dieß
Resultat ist die Wahrheit, somit auch die Grundlage des mechanischen
Processes.