Das Scharbockskraut speichert, wie ihr euch erinnern werdet, ihre

Nahrung in weißen Knollen auf; diese entstehen aus Knospen, die mit

so viel Nahrung versehen sind, daß sie dadurch stark verdickt werden.

Die Sumpfdotterblume und die schöne gelbe Schwertlilie, die am Flusse

wächst, brauchen den unterirdischen Stamm als Speicher. Man muß den

Stamm der Sumpfdotterblume verfolgen, bis man bis dicht an die Wurzeln

kommt, und dort wird man den dicken Knoten finden, der durch den ganzen

Winter hindurch weiterlebt und im Frühling frische Blätter treibt.

Wenn man ein langes Stück von dem kriechenden Wurzelstock der gelben

Schwertlilie bekommen kann, so wird man leicht die Stellen erkennen

können, wo die Blütenstengel in jedem Jahre ausgetrieben sind. Man

kann sie am Stocke entlang verfolgen, bis man zum diesjährigen

Stengelansatze kommt. Und weiter hin sitzt die Knospe für das nächste

Jahr.

Es gibt eine andere sehr hübsche Pflanze, Salomonssiegel oder

vielblumige Maiblume genannt, die einen hohen Blütenstengel mit

ziemlich schmalen Blättern und lieblichen, weißen, mit grünen Zipfeln

versehenen Blüten hat. Die letzteren hängen alle auf einer Seite des

Stengels. Wenn man den Wurzelstock dieser Pflanze durchschneidet, so

wird man große Narben finden, die wie ein Siegel aussehen. Das sind die

Stellen, wo die Blütenstengel Jahr für Jahr getrieben worden sind, und

deshalb hat die Pflanze den Namen Salomonssiegel.

[Illustration: Schlüsselblume und Salomonssiegel.

Zeigt die unterirdischen Stengel (Wurzelstock), in denen Nahrung

aufgespeichert ist.]

Du kannst selbst untersuchen, daß auch am Wurzelstock der

Schlüsselblume Knospen für das nächste Jahr sitzen. Ich will euch jetzt

auf eine andere unterirdische Knospe oder Knolle aufmerksam machen.

Grabt eine Hyazinthe aus. Ihr werdet finden, daß sie unten einen dicken

Knoten hat, aus dem kleine Wurzeln hervorwachsen. Schneidet diesen

Knoten entzwei, und ihr werdet sehen, daß es eine Zwiebel ist, die aus

schuppigen, übereinanderliegenden Blättern besteht, genau wie bei einer

Küchenzwiebel.

Wenn man diese Zwiebel im Frühling ausgräbt, steht der Blütenstengel

aus deren Mitte hervor, und wenn man die schuppigen Blätter fortnimmt,

so wird man noch eine sehr kleine Knospe dicht unten am Blütenstengel

finden. Wenn man eine andere Zwiebel im Herbst ausgräbt, so ist der

Blütenstengel verwelkt, und die kleine Knospe sieht aus der Spitze der

Zwiebel hervor.

Nachdem nämlich die Hyazinthe zu blühen aufgehört hat, werden die

Blätter lang, bereiten Nahrung und senden diese zu den schuppigen

Blättern unter der Erde hinab. Die Zwiebel wird dadurch dick und

kräftig, und auch die kleine Knospe im Innern wird größer. Dann liegt

sie den ganzen Winter hindurch ruhig, und wenn nun der Frühling kommt,

wird die kleine Knospe aus den dicken schuppenförmigen Blättern Nahrung

nehmen und zu einer neuen Pflanze heranwachsen.

Suche sechs Pflanzen, zwei, die Nahrung in der Wurzel, zwei, die

Nahrung im Wurzelstock und zwei, die solche in Knollen aufspeichern.

Lektion 15.

Unterirdische Gemüse.

(Achtes Vollbild.)

Nun werdet ihr imstande sein zu verstehen, wie es kommt, daß wir solche

nahrhaften Gemüse aus dem Küchengarten erhalten. Die Bienen nehmen

Honig und Blütenstaub aus den Blüten der Pflanzen. Wir nehmen den

Zucker und die Stärke und andere Nahrung, die sie in ihren Blättern,

Wurzelstöcken und Stengeln aufspeichern.

Die Mohrrübe, die Pastinake und die Rübenarten sind Pflanzen, die

im ersten Jahre Nahrung in ihren Wurzeln aufhäufen und im zweiten

Jahre blühen. Deshalb säen wir sie im ersten Jahre in fruchtbares

Erdreich, und wenn sie dann einen ordentlichen Vorrat von süßer Nahrung

aufgespeichert haben, ziehen wir sie aus und essen sie, ehe sie blühen

können.

Wenn man eine dieser Pflanzen bis zum zweiten Jahre im Boden ließe, so

würde sie blühen und Samen bilden. Aber eine Kohlrübe wird im ersten

Jahre blühen, wenn man sie ganz früh im Frühling sät und den ganzen

Sommer über stehen läßt. Deshalb säen wir unseren größten Vorrat von

Kohlrüben im Juni und Juli, so daß sie nicht blühen, bevor wir sie im

Winter gebrauchen.

Da höre ich jemand sagen: „Weshalb wird hier die Kartoffel nicht

genannt?“ Aber Kartoffeln sind keine Wurzeln wie Mohrrüben und Rüben.

Wenn man eine Kartoffel genau ansieht, so wird man einige vertiefte

Stellen in der Schale finden, die „Augen“ genannt werden. Besonders

deutlich treten sie hervor, wenn man die Kartoffel wäscht und

sorgfältig betrachtet.

Jedes dieser Augen ist ein kleiner Keim mit einer wachsenden Spitze

und den Anlagen zu Blättern. Nun wißt ihr aber, daß eine Wurzel keine

Blätter tragen kann. Sie kann nur eine Knospe auf der Spitze haben, wo

der Stengel beginnt. Die Kartoffel kann also keine Wurzel sein.

Wenn ihr einige Kartoffeln ausgrabt und die Wurzeln sorgfältig

betrachtet, so werdet ihr sehen, daß jede einzelne am Ende eines

weißen Stengels wächst, der von den Wurzeln sehr verschieden ist. Eine

Kartoffel ist eine Verdickung am Ende eines Stengels, der unter dem

Boden wächst. Sie ist ein Knollengewächs.

Wenn ihr entweder eine Kartoffel oder eine Batate in Stücken schneidet

und an jedem eine „Augenknospe“ laßt, so wird jedes dieser Stücke zu

einer neuen Pflanze heranwachsen, die Nahrung in den unterirdischen

Stamm heruntersendet und weitere Knollen bildet. Jährlich blüht die

Kartoffel und bildet Samen in weißlichen Beeren, die wie die ganze

Pflanze anderer Nachtschattengewächse giftig sind. Der sehr giftige

schwarze Nachtschatten mit seinen schwarzen Beeren gehört auch dazu.

Man sollte niemals Beeren oder andere Früchte essen, die man nicht

kennt, denn selbst viele Beeren, welche von Vögeln gefressen werden,

sind für andere Tiere und für den Menschen giftig. Die Kartoffel

speichert ihr Gift nur in ihrer grünen Beere auf, die Knolle selbst

ist nicht giftig. Die Kartoffelkrankheit, die uns so viele Sorgen

bereitet, wird verursacht durch eine kleine Pflanze, die dem Schimmel

auf Eingemachtem gleicht. Sie zerstört die Kartoffel vollständig.

Beim Sellerie essen wir die knollenartig verdickten Stengel, die über

der Erde wachsen. Aber wir bedecken sie mit Erde, um sie weiß zu

halten, denn im Sonnenlichte würden sie grün werden. Beim Spargel essen

wir die Stengel mit der Knospe an der Spitze. Diejenigen, welche wir

nicht verzehren, wachsen im Sommer heran und haben nadelförmige, schöne

Blätter und glänzende, rote Beeren.

Bei der Zwiebel, beim Lauch und bei den Schalotten endlich essen wir

die Zwiebel. Sie hat in den schuppigen Blättern eine Menge guter

Nahrung aufgespeichert.

Nun laßt einmal sehen, was man tun muß, um möglichst gute Rüben,

Zwiebeln und Spargel zu ziehen. Erstens muß man den Boden trocken

legen, wenn es nötig ist, und ihn tief umgraben, so daß den Wurzeln

keine harten Erdklumpen im Wege sind, damit sie gerade und kräftig

werden können. Dann muß man düngen. Sei sorgfältig und grabe den Dünger

recht tief ein, denn Larven und Maden mögen Wurzeln und Zwiebeln ebenso

gern wie wir. Die Schädlinge liegen nun im Herbst und Frühling, wenn

man den Garten umgräbt, in ihren Kokons überall umher. Gräbt man sie

nun mit dem Dünger tief in den Boden ein, so können sie, wenn sie sich

in Insekten verwandeln, nicht heraus, um Eier zu legen.

Es gibt noch ein anderes Mittel, diese Larven und Maden unschädlich

zu machen. Jede Pflanze hat ihre besonderen Feinde, die sich von

ihr nähren. Als solche kennen wir die Larven der Zwiebelfliege, der

Mohrrübenfliege und mancher anderen. Wenn man nun bei der Aussaat die

Mohrrüben dahin sät, wo im vorigen Jahre die Zwiebeln standen, und

die Zwiebeln in das Pastinakenbeet, so findet das Insekt, wenn es

ausgekrochen ist, die Blätter für seine Eier nicht unmittelbar in der

Nähe, und man kann auf diese Weise manche Pflanze retten.

Dann muß man bei Pflanzen, wie Zwiebeln und Mohrrüben die Zwiebeln und

Wurzeln gut mit Erde bedeckt halten und wenn man solche herauszieht,

muß man den Erdboden wieder festdrücken. Denn die Insekten legen ihre

Eier auf den unter dem Boden befindlichen Teil der Pflanze, und wenn

sie nicht in den Erdboden hinein kommen können, ist die Wurzel in

Sicherheit.

[Illustration: Gemüse aus der Erde.

Eine Möhre schlecht (links) und gut gewachsen (Mitte). Spargel in der

Entwicklung (wie wir ihn essen); dahinter ein Zweig mit reifen roten

Beeren, die den Samen enthalten. Zwiebel, rechts, quer durchschnitten,

um die schuppigen Blätter zu zeigen, in denen Nahrung aufgespeichert

ist.

III. 8.]

Endlich kennt ihr wohl den schädlichen Drahtwurm, der sich dicht

unter dem Boden hinwindet und alles frißt, was er findet. Um ihn zu

beseitigen, muß man den Boden sehr rein halten, denn er liebt es,

sich in allen möglichen Abfällen zu verstecken. Man tut auch gut, etwas

Kali oder Kalk unter die Erde zu mischen. Wenn es auch sehr mühsam ist,

so kann man auch einige Kartoffelscheiben dicht unter die Erde legen

und einen kleinen Zweig hineinstecken, um zu zeigen, wo sie zu finden

sind; der Wurm wird dann am frühen Morgen leicht unter diesen zu fangen

sein.

Suche Gemüse mit: 1. einer Wurzel, 2. einer Zwiebel, 3. einem

Stengel, 4. einer Knolle.

Lektion 16.

Wie der Samen wandert.

Im Herbst, wenn die Pflanzen aufgehört haben zu blühen, haben wir genug

zu tun, um die Früchte zu betrachten und zu untersuchen, wie sie ihre

Samen verbreiten.

Einige streuen sie ganz in ihrer Nähe aus. Die Klatschrose hat, wie wir

sahen, eine harte Frucht mit kleinen Öffnungen unter dem Deckel. Wenn

sich der Stengel biegt, so fällt der Samen durch dieselben hindurch und

keimt auf dem Boden ringsherum.

Wenn man die trockenen Samenkapseln des wilden Storchschnabels

betrachtet, so wird man finden, daß jede derselben sich von unten auf

zusammengerollt hat. Dann lösen sich die fünf kleinen Röllchen von dem

Stab in der Mitte, und die Samen wandern weg.

Auch das gelbblühende Springkraut, das in ganz Deutschland wild wächst,

und von dem man eine ausländische Art, die vielfarbige Balsamine,

sehr häufig in unseren Gärten findet, hat eine besonders interessante

Samenkapsel. Wenn sie reif ist, springt sie auf und schleudert den

Samen umher. Man kann sich einen hübschen Scherz machen, wenn

man jemand veranlaßt, eine reife Kapsel zu berühren, und dieser

plötzlich zurückfährt, wenn sie mit einem kleinen Knall in seiner Hand

zerspringt. Deshalb wird die Pflanze oft „Rührmichnichtan“ genannt.

[Illustration: 1. Klette. 2. Storchschnabel, bei ~s~ sind fünf

Samenkapseln aufgerollt.]

Aber manche Pflanzen haben das Bedürfnis, ihre Samen noch weiter

fortzutragen, als es auf diese Weise geschehen kann. Denkt nur daran,

wie viele Blumen an einer Hecke zusammengedrängt stehen. Wenn die

Samen alle dicht um sie her fielen, so würden sie einander ersticken.

Deshalb versuchen die Pflanzen ihre Samen auf alle mögliche Art und

Weise zu zerstreuen.

Sicher habt ihr schon die federartigen Kronen, „Laternen“, des

Löwenzahns ausgeblasen, wenn ihr von der Schule nach Hause gingt. Wenn

ihr es das nächste Mal wieder tut, so seht euch einmal eine der kleinen

dahinschwebenden Früchte näher an. Wir haben früher darüber gesprochen,

daß der Löwenzahn einen Blütenkopf mit Hunderten von winzigen Blüten,

und daß jede Blüte unten eine ovale Samenkapsel hat mit einer Menge von

feinen Haaren auf ihrer oberen Seite und eine gelbe Blumenkrone mit

einer langen Zunge.

Diese gelbe Blumenkrone ist nun verwelkt und der obere Teil der

Samenkapsel ist zu einem langen Halse ausgewachsen, auf dem die

behaarten Kelchblätter sitzen (siehe Bild Seite 24). Und wenn der

Wind diese Haare faßt, so trägt er die winzige Frucht fort, manchmal

meilenweit, und läßt sie dann auf den Boden sinken.

Disteln, Kreuzkraut, Löwenzahn und eine Anzahl anderer Blumen haben

diese federartigen Früchte. Wenn man sie also auf eigenem Boden wachsen

läßt, so schadet man auch dem anderer Leute.

Auf diese Weise trägt der +Wind+ den Samen fort.

Andere Samenarten werden von Flüssen fortgespült und auf deren Ufern

zurückgelassen. Andere wieder werden oft mit dem Schmutz fortgetragen,

der an den Füßen der Vögel haftet.

An anderen Samen wachsen kleine Häkchen, so daß die +Tiere+ und

+Menschen+ sie forttragen. Dies ist z. B. der Fall beim klebrigen

Labkraut. Wir sahen auf Seite 53, daß sein Stamm und seine Blätter mit

kleinen Häkchen bedeckt sind, die es zum Klettern gebraucht. Dieselben

Häkchen hat es an seinen Früchten. Wenn man eine derartige Pflanze in

die Hand nimmt, so werden eine Menge der sehr kleinen Samenkapseln

daran hängen bleiben.

Aber welch merkwürdiges Gewächs ist das da! Es ist die Samenkapsel

der gemeinen Klette, die überall in den Hecken wächst. Es ist eine

stattliche Pflanze mit sehr großen herzförmigen Blättern und roten

Blütenköpfen, die denen der Distel ähnlich sehen. Man bringt oft

Kletten mit nach Hause in den Kleidern, Hunde tragen sie im Fell

und Schafe in der Wolle. Jede dieser Kletten ist ein aus einzelnen

röhrenartigen Blüten zusammengesetztes, kugeliges Köpfchen, deren

Kelche aus einer großen Menge schuppiger Blättchen mit Häkchen

bestehen. Wenn man eine reife Klette öffnet, wird man die winzigen

Samen im Inneren finden.

So tragen also Menschen und Tiere die Samen für die Pflanzen in die

Weite.

Ganz eigenartig wird der Fall, wenn der Fruchtknoten sich zu einer

Schlehe oder Kirsche oder einer anderen glänzenden Beere auswächst, wie

es bei den Beeren des Schwarzdorns und des Geißblatts der Fall ist.

Denn die Vögel kommen, um die hübsche Frucht zu fressen, und wenn sie

dieselbe dann auf irgend einen Baum in der Nähe tragen, so lassen sie

den Stein, d. h. also den Samen, an einem anderen Platze fallen. Oder

sie fressen die Beere, und die harten Samen gehen durch den Körper und

werden irgendwo in weiter Entfernung wieder ausgeschieden.

Nun seht ihr auch, weshalb die Brombeere und die Himbeere ein

fleischiges Mark um ihre Samen herum bilden, und weshalb die kleinen

harten Samenkörner der Erdbeere in der saftigen Erhöhung stecken. Alles

dies geschieht, um die Vögel anzulocken, die Samen zu fressen und sie

fortzutragen.

So wird auch bei der Hagebutte der wilden Rose der grüne Blütenboden

groß und weich und färbt sich glänzend rot, gerade wenn der Winter

kommt, und es nicht viele Nahrung mehr gibt. Die Vögel kommen und

picken daran, und die Früchte in ihrem Innern hängen sich an ihre

Schnäbel oder werden mit gefressen und so fortgetragen.

Ihr wißt, daß in einem harten Winter die Beeren der Eberesche und der

Mistel, die Hagebutten und die Mehlbeeren und selbst die Beeren der

Eibe und des Geißblattes schon vor Weihnachten verschwunden sind. Aber

vermutlich wußtet ihr nicht, daß die Vögel den Samen umhertragen, so

daß er im nächsten Jahre anderswo wächst.

Aber wenn ihr die Augen offen haltet, so könnt ihr noch viele ähnliche

Dinge wie diese lernen, die Kinder, welche in Städten eingeschlossen

sind, gar nicht zu sehen bekommen. Ihr könnt euch glücklich schätzen,

daß ihr auf dem Lande zwischen Vögeln und Blumen lebt. Ihr atmet die

frische Luft, die von Blumenduft erfüllt ist, ihr pflückt eure eigenen

Blumen und zieht eure eigenen Gemüse und Früchte und könnt beobachten,

wie die Pflanzen in eurem Garten unter eurer Pflege in jedem Jahre

schöner werden.

Suche die Früchte des wilden Storchschnabels, des Springkrautes,

des Löwenzahns, der verschiedenen Distelarten, des Klebekrauts, der

Klette, der Rose, des Weißdorns, des Geißblatts, der Eibe und anderer

Pflanzen.

[Illustration]

Kinderaugen in der Natur

Erstes Buch

Tiere und Pflanzen in Wald und Feld

Zweites Buch

Am Teich- und Flußufer

Drittes Buch

Pflanzenleben in Feld und Garten

Viertes Buch

Aus dem Leben unserer Vögel

Fünftes Buch

Bäume und Sträucher

Sechstes Buch

Aus dem Leben der Insekten

Bisheriger Absatz ungefähr 50000 Stück

Verlag von Hermann Gesenius in Halle (Saale)

Von 8 bis 10 Jahren.

~Dr.~ Hartmanns Jungmädchenbücher:

Band 1. =Rotschwanz und Büschelohr=, verfaßt von +Magda Schelling+.

Gebunden M. 1.20.

Band 2. =Kriemhilds Rosengarten.= Alten Volkssagen nacherzählt von

+Ilse Treu+. Gebunden M. 1.20.

Band 3. =Walhall.= Alten Volkssagen nacherzählt von +Ilse Treu+.

Gebunden M. 1.20.

Band 4. =Vogelgesellschaft bei Buchfinks=, verfaßt von +Magda

Schelling+. Gebunden M. 1.20.

Band 5. =Das Stuttgarter Hutzelmännlein.= +Eduard Mörike+ nacherzählt

von +Elfriede Kittelmann+. Gebunden M. 1.20.

=Die höheren Mädchenschulen=: Die Bücher wollen dem Mangel an

gediegenem Lesestoff für Mädchen von 8 bis 10 Jahren abhelfen. Sie

erfüllen ihren Zweck in jeder Weise aufs beste. Die äußere Ausstattung

mit dem Buntbild der zwei lesenden Mädchen ist sehr gefällig und

lockt die Kinder; Papier und Druck sind sehr gut und die Einteilung

in kurze Geschichten oder Kapitel für dieses Alter sehr glücklich.

Die Stoffe sind aufs günstigste gewählt. Band 1 und 4 bieten

Naturwissenschaftliches. Die Erzählungen sind so lebendig, daß man

fast menschlichen Anteil an dem Schicksal der Tiere und Pflanzen

nimmt. Dabei lernen die Kinder eine Menge, ohne die Absicht irgendwie

zu merken. Die Geschichten sind in hohem Maße geeignet, Anteil und

Liebe an der Natur bei den Kindern zu wecken. In Band 2 und 3 werden

in ebenso ansprechender Weise altdeutsche und nordische Sagen erzählt.

Der Heldenkreis um Dietrich von Bern und die Götter Walhalls treten den

Kindern nahe. In Band 5 wird die allerliebste Erzählung vom Stuttgarter

Hutzelmännchen nacherzählt. All die krausen Ranken in Stil und

Erzählweise sind abgeschnitten, die für die Kinder -- und nicht nur für

diese -- das reizende Märchen so schlimm verwirren, so daß sich alle an

seinem humorvollen Kern freuen können. Für Schülerinnen-Büchereien sind

die Bändchen eine wertvolle Bereicherung. Für den Familienkreis haben

sie noch den Vorzug, daß Knaben sie ebenso gern lesen, und daß sie sich

vorzüglich zum Vorlesen eignen, so daß sie recht zum Handbuch geeignet

sind.

J. L.

Verlag von Hermann Gesenius in Halle.

Nützliche und schädliche Insekten in Garten und Feld

von =+Kuno Lohrenz+=.

Mit 250 Abbildungen auf 16 nach der Natur gezeichneten kolor. Tafeln.

+Anhang+: Gesetz, betreffend die Bekämpfung der Reblaus vom Juli 1904.

In Pappband gebunden M. 3.50.

Das Land. Das Buch wendet sich ganz besonders an den Landmann, Gärtner,

an Obst- und Gemüsezüchter usw. Es legt in anschaulicher Weise dar,

welche Art Nutzen viele Insekten bringen, und wie diese zu schützen

und zu hegen sind, anderseits, welche Schäden und Gefahren der

Landwirtschaft von den Insekten drohen, und mit welchen Mitteln die

Gefahren bekämpft und beseitigt werden können. Die bunten Tafeln sind

in Zeichnung und Farbengebung mit der größten Naturtreue hergestellt

und stellen die Insekten in ihrer ganzen Entwickelung dar, meist sind

auch Blatt-, Rinden- oder Fruchtstücke, in denen sich das Insekt

entwickelt, beigegeben. Wegen seiner hervorragenden Nützlichkeit sollte

das Buch in keiner ländlichen Fortbildungsschul- und Dorfbibliothek

fehlen.

=Lohrenz=, Kuno, =Nützliche und schädliche Insekten im Walde=.

Mit 194 Abbildungen auf 16 nach der Natur gezeichneten kolorierten

Tafeln. In Pappband gebunden M. 3.50.

Aus =Landwirtschaftlicher Wochenschrift f. d. Provinz Sachsen=.

Besonders günstig und empfehlenswert wirkt das Buch durch die dem Texte

beigegebenen reichlichen und gut ausgeführten farbig hergestellten

Tafeln, nach deren Besichtigung ein im Walde gefundenes Insekt leicht

bestimmt und dann das Erforderliche nachgelesen werden kann. Durch

den billigen Preis von M. 3,50 ist somit jedermann, der Interesse

für den Wald und die in ihm lebenden Insekten hat, und der nicht nur

immer Erträge aus demselben herausnehmen, sondern ihn auch schützen

und pflegen will, sehr gute Gelegenheit geboten, sich Unterweisung und

guten Rat zu holen.

=_Lorentz, R._=, Direktor des Technikums in Stargard i. Meckl.,

=Rätsel im Obstbau=. Praktisch wissenschaftliche Erklärung der

natürlichen Ursachen früher Tragbarkeit, sowie der künstlichen Mittel

zur Erzielung derselben, des Nichtwachsens von Veredlungen usw., mit

besonderer Berücksichtigung des Erwerbs-Obstbaues.

Brosch. M. 1.50, geb. M. 2.20.

Völlig neue Methode, auf wissenschaftlicher Grundlage beruhend,

praktische Durchführbarkeit erprobt und erwiesen, schnellen und reichen

Gewinn verheißend.

=_Stefan, Theodor_=, Lehrer, =Obstbaumzucht=. Eine leicht

verständliche, kurze Anleitung über =Obstbaumpflege=. In steifem

Umschlag geheftet M. 0.40.

+Mitteilungen über Bienen- und Geflügelzucht, Gartenbau und Fischerei.+

Stefans Obstbaumzucht ist ein kleines, aber sehr gutes Büchlein, das

jeder, der nur ein Fleckchen Erde sein eigen nennt, sich beschaffen

sollte. Am Schlusse ist ein Arbeitskalender für die einzelnen Monate

des Jahres angefügt.

Pflanzenleben in Feld und Garten · 第 3 / 3 段