Reise nach dem Geiser, Hekla, u. s. w.
Das Wetter hatte sich bald wieder aufgeheitert, und ich trat schon am
24. Juni meine Reise nach dem _Geiser_ und _Hekla_ an. -- Der erste Tag,
an dem wir nach Thingvalla ritten, bot an Gegenden zwar nichts Neues, aber
dafür eine äußerst schöne atmosphärische Erscheinung.
Als wir nämlich in die Nähe des See's kamen, senkten sich einige zarte
Nebelwolken über den See und auch zur Erde, daß es den Anschein hatte, als
ob es regnen würde. -- Ein Theil des Himmels erglänzte im schönen Hellblau,
während der andere mit dichten Wolken bedeckt war, aus denen gerade die
Sonne hervor brach. Einige ihrer Strahlen erreichten nun die Nebelwolken,
und beleuchteten den Dunstkreis auf eine wunderbare Art. Der zarteste
Farbenschmelz war über diese Stellen gehaucht; da schien ein Regenbogen
aufgelöst; seine glühendsten Farben waren da verschmolzen, und traten doch
wieder einzeln aus dem Ganzen. Dieses Farbenspiel blieb so über eine halbe
Stunde, dann ward es immer schwächer und schwächer, bis es ganz verschwand,
und die gewöhnliche Atmosphäre an seine Stelle trat. -- Es war dieß eine
der reitzendsten Erscheinungen, die ich je gesehen.