Warum sagen S' denn: zwei wie mir? --

Soldat.

Na, ich mein' halt, die haben sich auch gern'.

Stubenmädchen.

Aber geben S' doch acht, was ist denn da, jetzt wär' ich beinah'

g'fallen.

Soldat.

Ah, das ist das Gatter von der Wiesen.

Stubenmädchen.

Stoßen S' doch nicht so, ich fall' ja um.

Soldat.

Pst, nicht so laut.

Stubenmädchen.

Sie, jetzt schrei ich aber wirklich. -- Aber was machen S' denn ...

aber --

Soldat.

Da ist jetzt weit und breit keine Seel'.

Stubenmädchen.

So gehn wir zurück, wo Leut sein.

Soldat.

Wir brauchen keine Leut, was, Marie, wir brauchen .... dazu .... haha.

Stubenmädchen.

Aber, Herr Franz, bitt' Sie, um Gotteswillen, schaun S', wenn ich das

.... gewußt .... oh .... oh .... komm!....

* * * * *

Soldat (selig).

Herrgott noch einmal .... ah ....

Stubenmädchen.

.... Ich kann dein G'sicht gar nicht sehn.

Soldat.

A was -- G'sicht .....

* * * * *

Soldat.

Ja, Sie, Fräul'n Marie, da im Gras können S' nicht liegen bleiben.

Stubenmädchen.

Geh', Franz, hilf mir.

Soldat.

Na, komm zugi.

Stubenmädchen.

Oh Gott, Franz.

Soldat.

Na ja, was ist denn mit dem Franz?

Stubenmädchen.

Du bist ein schlechter Mensch, Franz.

Soldat.

Ja, ja. Geh', wart' ein bissel.

Stubenmädchen.

Was laßt mich denn aus?

Soldat.

Na, die Virginier werd' ich mir doch anzünden dürfen.

Stubenmädchen.

Es ist so dunkel.

Soldat.

Morgen früh ist schon wieder licht.

Stubenmädchen.

Sag' wenigstens, hast mich gern'?

Soldat.

Na, das mußt doch g'spürt haben, Fräul'n Marie, ha!

Stubenmädchen.

Wohin geh'n wir denn?

Soldat.

Na, zurück.

Stubenmädchen.

Geh', bitt' dich, nicht so schnell!

Soldat.

Na, was ist denn? Ich geh' nicht gern' in der finstern.

Stubenmädchen.

Sag', Franz, hast mich gern'?

Soldat.

Aber grad' hab' ich's g'sagt, daß ich dich gern' hab'!

Stubenmädchen.

Geh', willst mir nicht ein Pussel geben?

Soldat (gnädig).

Da .... Hörst, -- jetzt kann man schon wieder die Musik hören.

Stubenmädchen.

Du möcht'st am End' gar wieder tanzen geh'n?

Soldat.

Na freilich, was denn?

Stubenmädchen.

Ja, Franz, schau, ich muß zu Haus geh'n. Sie werden eh schon schimpfen,

mei' Frau ist so eine .... die möcht' am liebsten, man ging gar nicht

fort.

Soldat.

Na ja, geh' halt zu Haus.

Stubenmädchen.

Ich hab' halt 'dacht, Herr Franz, Sie werden mich z'hausführen.

Soldat.

Z'hausführen? Ah!

Stubenmädchen.

Geh'n S', es ist so traurig, allein z'haus geh'n.

Soldat.

Wo wohnen S' denn?

Stubenmädchen.

Es ist gar nicht so weit -- in der Porzellangasse.

Soldat.

So? Ja, da haben wir ja einen Weg .... aber jetzt ist's mir zu früh ...

jetzt wird noch 'draht, heut hab' ich über Zeit ..... vor zwölf brauch'

ich nicht in der Kasern' zu sein. I' geh' noch tanzen.

Stubenmädchen.

Freilich, ich weiß schon, jetzt kommt die Blonde mit dem schiefen

Gesicht d'ran!

Soldat.

Ha! -- Der ihr G'sicht ist gar nicht so schief.

Stubenmädchen.

Oh Gott, sein die Männer schlecht. Was, Sie machen's sicher mit einer

jeden so.

Soldat.

Reigen: Zehn Dialoge · 第 21 / 87 题