Fürth 3017 auf 2826
Würzburg 2567 „ 2514
Kaiserslautern 741 „ 726
Landau 874 „ 785
Regensburg 571 „ 493
Speyer 520 „ 478
Bamberg blieb seit 1880 stationär.
Die Volksverschiebung und Konglomeration gibt die Entwicklung der
einzelnen Provinzen wieder: Es hatten Juden
1880 1910
Ostpreußen 18218 13027
Westpreußen 26547 13954
Pommern 13886 8862
Posen 56603 26512
Schlesien 52682 44985
Schleswig-Holst. 3522 3343
Sachsen 6700 7833
Hannover 14790 15545
Westfalen 18810 21036
Hessen-Nassau 41316 51781
Rheinland 43694 57287
Berlin und Brandenburg 66245 151298
$Die Provinzen Ost- und Westpreußen, Pommern, Posen, Schlesien und
Schleswig verloren seit 1880 bis 1910 somit neben ihrem
Geburtenüberschuß an ihrer absoluten Ziffer den dritten Teil$ (= 60000
$Juden$). Auf der anderen Seite hatten die übrigen Provinzen einen
Gewinn von 113000, der sich in folgender Weise verteilte:
Berlin-Brandenburg gewann 85000 Juden,[18] die Rheinlande 14500,
Hessen-Nassau über 10000, Westfalen 2000, Sachsen und Hannover je 1000.
Damit beteiligten sich an der Volksvermehrung der deutschen Juden Berlin
mit 75%, die Rheinlande mit 13%, Westfalen, Sachsen und Hannover mit
etwas über 3%.
Wohnten von hundert preußischen Juden 1880 noch 46% im Osten, so waren
es 1910 25,8%. (Im Jahre 1817 wurden im damaligen Preußen 127345 Juden
angetroffen, von denen 41% = 52568 $allein$ in Posen ansässig waren,
gegenüber 6% im Jahre 1910).