I. Erdstellung am 21. März.

Nord- und Südpol sind gleich weit von der Sonne entfernt; nördliche

und südliche Halbkugel sind halb beleuchtet, halb dunkel, also sind

_Tag und Nacht auf der ganzen Erde gleich lang_. Für die Pole steht

die Sonne 24 Stunden im Horizont; der _Äquator wird mittags senkrecht

von der Sonne beschienen_; südlich und nördlich vom Äquator fallen

die Sonnenstrahlen schief auf die Erde. Auf dem Wege bis zur Stellung

II wendet sich die nördliche Erdhalbkugel immer mehr der Sonne zu, die

südliche Erdhalbkugel wendet sich immer mehr von der Sonne ab; daher

geht die Sonne scheinbar nach Norden, und es werden für die nördliche

Halbkugel 1. die Tage immer länger, die Nächte immer kürzer, 2. die

Winkel, unter denen die Sonnenstrahlen auffallen, und die Mittagshöhen

immer größer, die Zenitdistanzen immer kleiner. Daher wird für diese

Halbkugel die Erwärmung immer stärker, sie hat Frühling. Für die

südliche Halbkugel werden 1. die Tage kürzer, die Nächte länger, 2.

die Winkel, unter denen die Sonnenstrahlen auffallen, spitzer, die

Zenitdistanzen größer. Ihre Erwärmung nimmt also ab, sie hat Herbst.

Die Sonne geht scheinbar (bis zum 21. Juni) durch die Zeichen: Widder,

Stier, Zwillinge; also geht die Erde wirklich durch die Zeichen: Wage,

Skorpion, Schütze.

Mathematische Geographie für Lehrerbildungsanstalten · 第 15 / 21 题