In dieser Gefahr werde ich noch neben dir stehen, dann gehe ich."

Endlich kam der Tag, da der Kranke sich erhob und Lust äußerte, am

Arme eines Dieners seine Schritte zu versuchen. Dieser führte ihn in

einen großen anstoßenden Saal, dessen kalte Fliesen man aus Vorsorge

für den Kardinal mit feinen Strohteppichen belegt hatte.

Während er, auf den Diener gestützt, Fuß vor Fuß setzte, haftete sein

Blick auf der langen Strohmatte, über die er wandelte und deren

reinliche und geschmackvolle Arbeit ihm auffiel.

"Wo wurde das gekauft?... Wer hat das geflochten?" fragte er. Und

der Diener antwortete verlegen:

"Beim Kerkermeister. Prinz Julius liebt solche Arbeit."

Da war es dem Kardinal, als sehe er feine königliche Hände webend

über die Matten huschen. Zu seiner Rechten und Linken, vor ihm,

neben ihm, aller Enden webten und regten sich zu Hunderten die weißen,

fleißigen Geisterhände.

Ihn schwindelte, und er fiel dem begleitenden Diener in die Arme.

Angela Borgia · 第 15 / 23 题