56 Auf dem alten Continent kommen in Portugal und am Cantal in den
Pyrenäen eben so reine Wasser aus dem Granit. Die Pisciarelli des
Agnanosees in Italien sind 93° heiß. Sind etwa diese reinen Wasser
verdichtete Dämpfe?
57 Eigenthümer einer _Pulperia_ einer kleinen Bude, in der man Eßwaaren
und Getränke feil hat.
58 Sämmtliche _Carolinea princeps_ in Schönbrunn stammen aus Samen, die
Bose und Bredemeyer von Einem ungeheuer dicken Baum bei Chacao,
östlich von Caracas, genommen.
59 Ein Tablon, gleich 1849 Quadrat-Toisen, entspricht etwa 1-1/5
Morgen.
_ 60 Essai politique sur la nouvelle Espagne_ T. I. p. 23, T. II. p.
689.
61 Nach diesen drei großen Familien kommen die _Papaveraceae_,
_Chicoraceae_, _Lobeliaceae_, _Campanulaceae_, _Sapoteae_ und
_Cucurbitaceae_. Die Blausäure ist der Gruppe der _Rosaceae
amygdalaceae_ eigenthümlich. Bei den Monocotyledonen kommt kein
Milchsaft vor, aber die Fruchthülle der Palmen, die so süße und
angenehme Emulsionen gibt, enthält ohne Zweifel Käsestoff. Was ist
die Milch der Pilze?
62 Diese Klebrigkeit bemerkt man auch an der frischen Milch des
Kuhbaums. Sie rührt ohne Zweifel daher, daß das Cautschuc sich noch
nicht abgesetzt hat und Eine Masse mit dem Eiweiß und dem Käsestoff
bildet, wie in der thierischen Milch die Butter und der Käsestoff.
Der Saft eines Gewächses aus der Familie der Euphorbien, des _Sapium
aucuparia_ der auch Cautschuc enthält, ist so klebrig, daß man
Papagaien damit fängt.
63 Der Pater GILI hat aus zwei Stellen bei TORQUEMADA (_Monarquia
Indiana_) bündig dargethan, daß die Mexicaner den Aufguß *kalt*
machten, und daß erst die Spanier den Brauch einführten, die
Cacaomasse im Wasser zu sieden.
64 Eine Kiste (_caxa_) wiegt 15½--16 Arrobas, die Arroba zu 23
spanischen Pfunden.
65 Wir wissen aus dem Munde vieler reisenden Mönche, daß der kleine
*Paramo de las Rosas*, der in mehr als 1600 Toisen Meereshöhe zu
liegen scheint, mit Rosmarin und rothen und weißen europäischen
Rosen, die hier verwildert sind, bewachsen ist. Man pflückt die
Rosen, um bei Kirchenfesten die Altäre in den benachbarten Dörfern
damit zu schmücken. Durch welchen Zufall ist unsere
hundertblätterige Rose hier verwildert, da wir sie doch in den Anden
von Quito und Peru nirgends angetroffen haben? Ist es auch wirklich
unsere Gartenrose? (S. Bd. II. Seite 174).
66 Was ist die unter dem Namen _Farol_ (Laterne) _de Maracaybo_
bekannte Lichterscheinung, die man jede Nacht auf der See wie im
innern Lande sieht, z. B. in Merida, wo PALACIOS dieselbe zwei Jahre
lang beobachtet hat? Der Umstand, daß man das Licht über 40 Meilen
weit sieht, hat zu der Vermuthung geführt, es könnte daher rühren,
daß in einer Bergschlucht sich jeden Tag ein Gewitter entlade. Man
soll auch donnern hören, wenn man dem *Farol* nahe kommt. Andere
sprechen in unbestimmtem Ausdruck von einem Luftvulkan; aus
asphalthaltigem Erdreich, ähnlich dem bei Mena, sollen brennbare
Dünste aufsteigen und daher beständig sichtbar seyn. Der Ort, wo
sich die Erscheinung zeigt, ist ein unbewohntes Gebirgsland am Rio
Catatumbo, nicht weit von seiner Vereinigung mit dem Rio Sulia. Der
Farol liegt fast ganz im Meridian der Einfahrt (_boca_) in den See
von Maracaybo, so daß die Steuerleute sich nach ihm richten, wie
nach einem Leuchtfeuer.
67 DON CARLOS DE POZO fand in diesem Bezirk, _Quebrada de Moroturo_
eine Schichte schwarzer Thonerde, welche stark abfärbt, stark nach
Schwefel riecht und sich von selbst entzündet, wenn man sie, leicht
befeuchtet, lange den Strahlen der tropischen Sonne aussetzt; diese
schlammigte Materie verpufft sehr heftig.