4 Daher _fu-ero, amav-issem, amav-eram, post-sum (pot-sum)._

_ 5 Tamanacu_ hat in der Mehrzahl _Tamanakemi_; _Pongheme_ heißt ein

Spanier, wörtlich ein bekleideter Mensch; _Pongamo,_ die Spanier

oder die Bekleideten. Der Pluralis auf _cne_ kommt leblosen

Gegenständen zu; z. B. _cene,_ Ding, _cenecne,_ Dinge, _jeje_, Baum,

_jejecne_ Bäume.

6 In der Sprache der Incas heißt Sonne _inti,_ Liebe _munay,_ groß

_veypul_; im Sanskrit: Sonne _indre,_ Liebe _manya_, groß _vipulo_.

Es sind dieß die einzigen Fälle von Lautähnlichkeit, die man bis

jetzt aufgefunden. Im grammatischen Bau sind die beiden Sprachen

völlig verschieden.

7 Das Diminutiv von Frau oder von Maypure-Indianer wird dadurch

gebildet, daß man _butkè_ das Ende des Wortes _cujuputkè_, klein,

beisetzt. _Taje_ entspricht dem Italienischen _accio_.

8 Die Endung _tasuna_ bedeutet eine gute Eigenschaft, _queria_ eine

schlimme und kommt her von _eria_, Krankheit.

_ 9 Aethiopes nigri, crispi lanati, Paria incolae __albi__, capillis

oblongis protensis __flavis__. Utriusque sexus indigenae __albi

veluti nostrates, praeter eos, qui sub sole versantur__. _ Gomara

sagt von den Eingeborenen, die Columbus an der Mündung des Flusses

Cumana gesehen: »_Las donzellas eran amorosas, desnudas y

__blancas__ (las de la casa); los Indios que van al campo, estan

negros del sol._«

10 Sie trugen nach Ferdinand Columbus ein Tuch von gestreiftem

Baumwollenzeug um den Kopf. Hat man etwa diesen Kopfputz für einen

Turban angesehen? Daß ein Volk unter diesem Himmelsstrich den Kopf

bedeckt haben sollte, ist auffallend; aber was noch weit

merkwürdiger ist, Pinzon will auf einer Fahrt, die er allein an die

Küste von Paria unternommen und die wir bei Peter Martyr d’Anghiera

beschrieben finden, bekleidete Eingeborene gesehen haben: »_Incolas

omnes, genu tenus mares, foeminas surarum tenus, gossampinis

vestibus amictos simplicibus repererunt, sed viros, more Turcarum,

insuto minutim gossipio ad belli usum, duplicibus._« Was soll man

aus diesen Völkern machen, die civilisirter gewesen und Mantel

getragen, wie man auf dem Rücken der Anden trägt, und auf einer

Küste gelebt, wo man vor und nach Pinzon nur nackte Menschen

gesehen?

11 Darf man an die blauen Augen der Borroas in Chili und der Guayanas

am Uruguay glauben, die wie Völker vom Stamme Odins geschildert

werden? (Azzara, _Reise._)

12 Onesicritus, bei STRABO, Lib. XV. Die Züge Alexanders scheinen viel

dazu beigetragen zu haben, die Griechen auf die große Frage nach dem

Einfluß des Klimas aufmerksam zu machen. Sie hatten von Reisenden

vernommen, daß in Hindostan die Völker im Süden dunkelfarbiger

seyen, als im Norden in der Nähe der Gebirge, und sie setzten

voraus, daß beide derselben Race angehören.

13 »Die Indianer sind kupferroth, und diese Farbe wird durch den

Einfluß von Sonne und Luft dunkler. Ich muß darauf aufmerksam

machen, daß weder die Hitze noch ein kaltes Klima die Farbe merkbar

verändern, so daß man die Indianer auf den Cordilleren von Peru und

die auf den heißesten Ebenen leicht verwechselt, und man diejenigen,

die unter der Linie, und die unter dem vierzigsten nördlichen und

südlichen Breitengrade nicht unterscheiden kann.« _Noticias

americanas_ Cap. 17 Kein alter Schriftsteller hat die beiden

Anschauungsweisen, nach denen man sich noch gegenwärtig von der

Verschiedenheit benachbarter Völker nach Farbe und Gesichtszügen

Rechenschaft gibt, klarer angedeutet, als TACITUS im Leben des

_Agricola_. Er unterscheidet zwischen der erblichen Anlage und dem

Einfluß des Klima, und thut keinen Ausspruch als ein Philosoph, der

gewiß weiß, daß wir von den ersten Ursachen der Dinge nichts

wissen.»Habitus corporum varii atque ex eo argumenta. Seu durante

originis vi, seu procurrentibus in diversa terris, positio coeli

corporibus habitum dedit.« _Agricola._ cap. 11

Reise in die Aequinoctial-Gegenden des neuen Continents. Band 2. · 第 6 / 37 题