In der Mitte: Der Maharadscha von Kapurthala

Im Hintergrund (stehend) von links nach rechts: Dienerin. Rani Kanari.

Rani Barbotti. Dienerin

Im Vordergrund (sitzend) von links nach rechts: Maharani (von der

engl.-ind. Regierung als erste Frau anerkannte Gemahlin, Mutter des

Thronfolgers). Rani Koorta. Rani Luxmi]

Die außerordentliche Ungerechtigkeit dieser Behandlung liegt aber vor

allem darin, daß die jungen indischen Fürsten, die unter die direkte

Obhut Englands fallen, wie dies bei Siyadschi Rao und ebenso bei

Dschagatdschit Singh der Fall war, zunächst vollständig auf englischer

Grundlage erzogen und ihnen ausschließlich europäische Wissens- und

Bildungsgrundlagen beigebracht werden, und daß so die englischen Lehrer

den jungen, stets sehr geweckten und aufnahmefähigen Geist des Inders

mit rein europäischen Anschauungen füllen. Bei erlangter Volljährigkeit

wird er seiner indischen, in indischen Begriffen erzogenen und

aufgewachsenen Umgebung vorbehaltlos zurückgegeben. Man zieht sich

ganz von ihm zurück und behandelt ihn gesellschaftlich als „~damned

nigger~“, als „dreckigen Neger“.

Welche politischen und Opportunitätsgründe man auch hierfür ins Treffen

führen mag, der ganze Charakter eines so unglücklich gestellten

Menschen muß notwendig darunter leiden. Die ganze Behandlung ist,

individuell gesehen, ein grobes Verbrechen an vollständig wehrlosen

Kindern ~ad majorem~, wenn auch nicht ~gloriam~, so doch ~utilitatem

Britanniae~.

Nur ein im Innersten so gutmütiger und freundlicher Mensch wie

Dschagatdschit Singh konnte, ohne bis ins Tiefste verbittert zu werden,

diese ihm aufgezwungene innere Zwiespältigkeit ertragen. Bei anderen,

wie dem Maharadscha Siyadschi Rao, führte sie bis zu den äußersten

Grenzen der Auflehnung, bis zu denen die Herrscher überhaupt wagen

dürfen zu gehen.

Doch die Weigerung des Vizekönigs, Dschagatdschit Singh die Reise nach

Europa zu erlauben, hatte einen tieferen, weniger abstrakten oder

politischen Grund. Lord Curzon, der damalige Vertreter des englischen

Königs in Indien, stand vor seiner Abberufung. Er brauchte daher nicht

mehr allzusehr auf persönliche Feindschaften, die er sich zuziehen

mochte, Rücksicht zunehmen. Der Grund, der ihm den Maharadscha von

Kapurthala besonders verhaßt machte, lag in etwas, an dem der indische

Fürst selbst vollständig unschuldig war.

Wie schon erwähnt, hatte Dschagatdschit Singh auf seiner ersten Reise

die Bekanntschaft der Familie Leiter in Chikago gemacht, deren Töchter

durch ihre Ungebundenheit Gegenstand seiner besonderen Bewunderung

geworden waren. Nun hatte Lord Curzon die älteste dieser Leiter-Töchter

geheiratet, und als die Krönungsfeierlichkeiten des Königs Eduard zum

Kaisar-i-Hind durch den damaligen Vizekönig, eben diesen Lord Curzon,

in Delhi abgehalten werden sollten, eilte Frau Leiter mit ihren beiden

jüngeren Töchtern herbei, um die älteste und den hohen Schwiegersohn im

Glanze des Kaiserthrones in der Hauptstadt Indiens zu bewundern. Alle

indischen Fürsten, außer dem Gaekwar von Baroda, waren erschienen, und

unter den fast fünfhundert Maharadschas, Nisams, Radschas, Maharanis,

Begums, Nawabs und sonstigen Großen verschwand der Maharadscha von

Kapurthala.

Wenn er nun auch nicht wagen konnte, der Gemahlin des

„Bara-Lord-Sahib“, des Vizekönigs, sich zu nahen, so kam ihm doch der

Gedanke, daß deren Mutter und Schwestern im Grunde Privatpersonen

seien, gegenüber denen es wohl möglich wäre, die ihm früher in Amerika

erwiesene Gastfreundschaft durch eine Einladung zu erwidern.

Er sandte also einen seiner höchstgestellten Beamten mit einer ebenso

würdevollen wie freundlich gehaltenen Einladung an die jungen Damen

Leiter -- die Mutter war in Kalkutta zurückgeblieben --, als sie unter

der Obhut des Generals Sir Bindon Blood und seiner Gattin zufällig in

der Nähe von Kapurthala auf der Jagd waren. Die Einladung wurde in

liebenswürdiger Form angenommen und eine baldige Ankunft in Aussicht

gestellt.

Sofort gab der Maharadscha die nötigen Befehle, seine Gäste auf

das beste zu empfangen, und überzeugte sich persönlich, daß in den

Bungalows, die der Gesellschaft der Damen Leiter zur Verfügung gestellt

werden sollten, auch nicht das Geringste für ihre Bequemlichkeit

vergessen sei.

Zur Feier des Ereignisses ergingen unzählige Einladungen nach allen

Ecken und Enden Indiens, um möglichst viele Bekannte und Freunde von

der vollendeten Lebensart und dem europäischen Takte Dschagatdschit

Singhs zu überzeugen. Spiele, Jagden, Bälle wurden in Szene gesetzt,

und die ganze Bevölkerung Kapurthalas war glücklich über die glanzvolle

Prachtentfaltung, mit der ihr Maharadscha den fremden Gästen, den

Schwestern der Gemahlin des Vizekönigs, die hohe Bedeutung und die

Zivilisation ihres Staates vor Augen führte.

Kaum aber hörte der Vizekönig von dem Besuche seiner Schwägerinnen

bei dem in den geheimen Konduitenlisten der Regierung als schwersten

Schwerenöter geführten Maharadscha von Kapurthala, als er umgehendst

eine höchsteigene Staatsdepesche sandte, in der er den sofortigen

Abbruch des Besuches anbefahl.

Jedoch die jungen Damen waren ja nicht mit Lord Curzon, dem Vizekönig

seiner britischen Majestät, verheiratet und lachten über die ängstliche

Besorgtheit ihres lieben Schwagers Georg. Sie dachten gar nicht daran,

sich all die Vergnügungen entgehen zu lassen, die sie in Kapurthala so

verschwenderisch vor sich ausgebreitet liegen sahen, und blieben.

Darauf erschien in fliegender Hast ein vizeköniglicher Adjutant, um sie

zu bewegen, sofort den unziemlichen Ort zu verlassen. Doch auch jetzt

ließen sie sich nicht beeinflussen, sondern nahmen von dem freundlichen

und behaglichen Kapurthala trotzig erst dann Abschied, als ihre

Reisepläne sie nach anderen Orten führten.

Diese Angelegenheit, in der der Maharadscha, sicherlich nicht

unbeeinflußt von seiner Eitelkeit, mit großer Freundlichkeit und in

aller Unschuld durchaus korrekt gehandelt hatte, als er sich bemühte,

Gastfreundschaft mit Gastfreundschaft zu vergelten, erregte den

heftigsten Zorn des Vizekönigs, der dadurch noch gesteigert wurde, daß

seine Schwägerinnen seinen hochmögenden Anordnungen nicht sofort Folge

geleistet hatten. Dschagatdschit Singh mußte nun unter diesem Unwillen

leiden. Lord Curzon sperrte ihm die Ausreiseerlaubnis, so daß für den

indischen Fürsten keine Möglichkeit bestand, sein geliebtes Europa in

den nächsten Jahren wiederzusehen.

In der Zwischenzeit wurden die verschiedenen Bergfrischen im Himalaja

aufgesucht, sowie eine Reise nach China und Japan unternommen. Auch

der Bau eines Palastes in Mussoorie im Stile Ludwigs XIV. brachte

Abwechslung, bis endlich Lord Minto, der bis dahin die britische

Majestät in Kanada vertreten hatte, Lord Curzon in Indien ablöste. Bald

darauf traf auch die langersehnte Erlaubnis, nach Europa reisen zu

dürfen, ganz unerwartet nach fünfjähriger Unterbrechung ein.

Sofort wurden die nötigen Anweisungen gegeben. Seine vier Söhne, die

ihm drei verschiedene Mütter geboren hatten, sollten vorausreisen,

denn ihr Gezank und Gezeter untereinander hatte nichts besonders

Beruhigendes an sich, obgleich Dschagatdschit Singh sie sehr liebte und

sie sehr gleichmäßig und ohne Begünstigung behandelte.

Seine Begleiterin sollte die Rani Kanari sein, in die der Maharadscha

damals viel Vertrauen setzte. Übrigens zog er es vor, allen häuslichen

Unannehmlichkeiten weit aus dem Wege zu gehen, indem er einfach beide

Augen zumachte. „~Life is short and one is dead a very long time~“ --

kurz ist das Leben, und man liegt recht lange im Grabe --, pflegte er

zu sagen, wenn er sich mit unangenehmen Dingen beschäftigen sollte.

Zudem hatte die Rani Kanari bei einer von ihr unternommenen Wallfahrt

nach Hartwar zum Baden im heiligen Fluß, im Ganges, geschworen, kein

berauschendes Getränk mehr über die Lippen zu bringen. Wenn der

Maharadscha selbst auch der heiligen Handlung keine Bedeutung beimaß,

so war er doch überzeugt, daß sie für die Rani volle Gültigkeit habe

und daß sie den ihren Göttern geleisteten Schwur auch halten werde.

Seine durch ihre Unmäßigkeit erschütterte Zuneigung zu ihr erwachte zu

neuem Leben und damit sein Vertrauen in sie.

Doch die schöne Rani Kanari war rettungslos dem Trunkteufel verfallen.

Unwohlsein vorschützend, zog sie sich in ihre Gemächer zurück und

verbot jedermann, auch dem Maharadscha, ihre Türe, was nach Hindusitte

nichts Ungewöhnliches hat. Doch sie benutzte diesen Vorwand nur, um

sich halbe Wochen lang dem stillen Trunke hinzugeben. Als nun eine

solche Periode sich länger als gewöhnlich hinzog, wurde der Maharadscha

besorgt und befahl, nach dem Arzte zu senden, da er irgendeine Gefahr

befürchtete, die seiner Rani drohen konnte. Er besprach die Sache mit

mir und bat mich, das Erforderliche zu veranlassen, als sich sein

anwesender Leibdiener einmischte und Zweifel an der Krankheit äußerte.

Er wisse, die Rani könne noch immer flaschenweise Kognak trinken. Ein

anderer Diener, der mit der Aya, der Kammerzofe der Rani Kanari, unter

einer Decke stecke, habe ihr noch am Morgen vier Flaschen Hennessy

gebracht, von denen zwei schon leer seien. Die beiden anderen stünden

noch unberührt im Wandschrank.

Der Maharadscha war so entsetzt, daß er die Sprache verlor. Die

Beschuldigung des Dieners gegen seine Lieblingsfrau traf ihn, nach

allem, was sie versprochen hatte, wie ein Blitz aus heiterem Himmel.

Endlich sprang er auf, um, allen Sitten und Gebräuchen zum Trotz,

sich Zutritt zu den Gemächern der Rani zu erzwingen. Mir winkte er zu

folgen. Mit wenig angenehmen Gefühlen kam ich seinem Wunsche nach und

hoffte nur, daß es mir gelingen möge, allzuweit gehende Maßregeln zu

verhüten.

Entsetzt fuhr die Rani Kanari von ihrem Bett in dem halbdunklen,

kühlen Gemach, das sie als Schlafzimmer benutzte, in die Höhe, als

der Maharadscha unangemeldet eintrat. Der Fluß der Räubergeschichten,

welche die am Fußende des Bettes hockende Aya eintönig erzählte, brach

jäh ab. Mit dem Aufgebot aller Willenskraft sammelte die arme Frau ihre

halbbetäubten Geisteskräfte, und es gelang ihr auch, mit überzeugender

Treue die Schwerkranke zu spielen. Flasche und Glas, die sie soeben

noch benutzt hatte, waren unter der Bettdecke verschwunden.

Doch der Duft des Kognaks, der das Zimmer erfüllte, ließ sich durch

keine Schauspielerkünste aus der Welt schaffen. Ohne ein Wort zu

sagen, geht der Maharadscha zu dem Wandschrank, öffnet ihn und findet

dort allerdings nur noch eine Flasche des scharfen Getränkes. Das war

zu viel. Unter heftigen Vorwürfen über ihren Treubruch und über ihren

Meineid vor den Göttern gießt er ihr den Inhalt der Flasche über den

Kopf.

Weinend und mit den echtesten Zeichen tiefster Reue stürzt die Rani

ihm zu Füßen und bittet um Verzeihung. Doch er bleibt unerbittlich.

Anstatt mit ihm nach Europa zu reisen, soll sie den Sommer in ihrem

gottverlassenen kleinen Heimatsort Dschubul im Gebirge in Verbannung

verbringen.

Ohne sich umzusehen, geht er aufgeregt in sein Arbeitszimmer zurück,

wo er mir ein Telegramm diktiert, in dem er die schon für die Rani

bestellten Dampferplätze wieder frei gibt. Doch wie sollte der

Maharadscha ohne seine ihm doch unentbehrliche Rani Kanari reisen?

Alle Fehler, die sie zweifellos hatte, waren zum Schluß doch nur die

Fehler oder wenigstens die Folgen ihrer Tugenden. Ich mußte suchen, die

Verbannung nach Dschubul rückgängig zu machen. Die Rani mußte an der

Europareise teilnehmen. Mein Plan war schnell gemacht. In aller Eile

sandte ich das Telegramm wegen der Abbestellung der Dampferplätze ab.

In all den Jahren, die ich im Dienste des Maharadscha zugebracht hatte,

war es zur Gewohnheit geworden, daß ich mich morgens beim Frühstück als

erster zu seiner Begrüßung einstellte. Er hatte es gern, mich zu sehen.

Die Frische meiner Gesichtsfarbe und meines Auftretens bringe ihm Glück

den ganzen Tag über, meinte er oft.

Diese Gelegenheit benutzte ich, mich in seinem eigenen Interesse für

die Rani Kanari zu verwenden. Wohl wies er mich zunächst ab, aber als

ich immer und immer wieder darauf zurückkam und ihm auseinandersetzte,

wie zum Schluß er selbst doch den Keim zu der unglückseligen Neigung

in die Rani gelegt habe, siegte seine angeborene Gutmütigkeit. Ihm

zuliebe habe sie sich an die ihr fremden Spirituosen gewöhnt, und es

sei doch nicht ihre Schuld, daß ihr um so viel schwächerer Körper, als

der seine, den Folgen des Trinkens nicht widerstehen könne; auch habe

sie, um ihm zu gefallen, alle Vorschriften ihrer Kaste als Radschputin

verletzt. Endlich willigte er ein, daß auf der „Arabia“, die vierzehn

Tage nach seiner, des Maharadscha, festgesetzten Abreise Bombay

verließ, Kabinen für die Rani Kanari bestellt würden. Ich aber sollte

sie begleiten und dafür sorgen, daß sie an Bord nicht wieder in ihre

alte Schwäche zurückfalle.

Mit zwei indischen Kammerzofen und einer englischen Beamtenwitwe als

Gesellschafterin schifften wir uns zwei Wochen nach dem Maharadscha auf

der „Arabia“ ein. Kurz vor seiner Abreise hatte er ihr noch persönlich

seine Verzeihung ausgesprochen. Er glaubte sie jetzt gründlich und

für immer von ihrem Leiden geheilt. Die Rani selbst war aber nicht

sonderlich erfreut. Sie liebte Europa nicht, und es war ein Irrtum des

Maharadscha, anzunehmen, daß jeder mit denselben Glücksgefühlen in den

schönen Städten des Westens spazieren ginge, wie er selbst.

In Port Said kam zufällig die Ex-Kaiserin Eugenie an Bord, welche

die „Arabia“ zur Rückfahrt nach Marseille benutzte. Ihre Kabinen

waren denen der Rani benachbart. Wenn es der Rani Kanari gelang, in

Berührung mit der Kaiserin zu kommen, so konnte sie sicher sein, daß

der Maharadscha sie mit offenen Armen empfangen würde. Ich sprach daher

mit ihr und empfahl ihr, das größte Entgegenkommen zu zeigen.

Wie vorauszusehen, kam auch noch am Tage der Abfahrt von Port Said der

Adjutant der Kaiserin und bat mich, ihn der Rani vorzustellen, um sie

bei der Ex-Kaiserin einführen zu können. Nach Port Said trafen sich

die beiden Damen des öfteren im Salon der Kaiserin, die sehr anziehend

war. Schon damals ging sie am Stock. Die Rani zeigte sich so gewinnend,

daß sie noch vor Ankunft des Dampfers in Marseille von der Ex-Kaiserin

zum Besuch auf ihre Villa in Cap Martin, in der Nähe von Monte Carlo,

eingeladen wurde. Von Marseille drahtete ich erfreut an den Maharadscha

und erbat seine Einwilligung, die umgehend eintraf. Freudestrahlend

eilte er sogar seiner Rani entgegen und begrüßte sie aufs herzlichste

bei der Durchfahrt auf dem Bahnhofe in Monte Carlo.

Nach zweitägigem Aufenthalt nahmen wir Abschied von der Ex-Kaiserin.

Die Gesellschaft einer älteren Dame war nicht nach dem Geschmack der

Rani, und für die Eitelkeit des Maharadscha hatte sie ihrer Meinung

nach genug getan. Auch fehlten ihr die Kenntnisse, eine Unterhaltung zu

führen in der in Cap Martin üblichen Art.

In Paris trafen wir dann mit dem Maharadscha zusammen, der glücklich

war, seine Rani wiederzusehen. Doch dies Glück sollte sich bald

verflüchtigen.

Trotz aller Beteuerungen und Versprechungen konnte die Rani Kanari

ihrer traurigen Neigung nicht widerstehen. Und soviel Mühe ich mir

auch gab, die Anfälle zu vertuschen und sie nicht zur Kenntnis des

Maharadscha gelangen zu lassen, immer ließ es sich nicht vermeiden.

Damit verlor er immer mehr auch den letzten Halt, der ihn mit seiner

indischen Familie verband, und er wandte sich mit unzerstörbarem

Eigensinn von neuem seinen westlichen Idealen nur umso stärker zu.

[Illustration]

[Illustration: Charakteristische indische Befestigung: Im Innern des

Delhi-Forts]

[Illustration: Ruinen bei Lucknow, einem wiederholten Reiseziel des

Verfassers]

[Illustration]

Zwanzig Jahre an Indischen Fürstenhöfen · 第 30 / 85 题