[1] Eine Banko-Krone war in englischer Münze vier Shilling
9-3/4 Pence, eine deutsche Krone drei Shilling 6-6/7 Pence.
[2] Ein Schreckenberger beträgt 6 Albus und 6 Heller; 32 Albus,
deren jeder 12 Heller hat, sind 1 Thaler Pr.; ein Schreckenberger ist
also etwa 6 Sgr.Pr.Ct. und von jedem Hundert Gulden der zu bezahlenden
Steuern wurde ein solcher Schreckenberger bezahlt. (Schlözer's
Briefwechsel VIII. 388.)
[3] Patrioten schauen mit Entzücken
Seinem Flug durch seine Himmel nach,
Und aus froher Unterthanen Blicken
Rieselt Wonne -- schwillt -- und wird ein Bach.
Alle Sänger unsers Landes hauchen
Mit dem Flammenodem in's Gedicht,
Und die Künstler mühen sich zu tauchen
Ihre Pinsel in des Festes Licht.
Ha, Thalia! -- mit dem Dank des Waisen,
Mit der Wittwe Lachen durch den Flor,
Mit den Wolken, die gen Himmel kreisen,
Steig' auch deine Opferwolk' empor.
Näher am Altare will ich knieen; --
Denn, o Karl! wenn Kunstgefühle hier,
Wenn der Tugend höhre Triebe glühen,
Hier in dieser Brust; -- so dank' ich's Dir!
* * * * *
So nimm denn unsern Dank,
Erhabner Karl,
Eine Opferschale voll Freudenthränen!
* * * * *
Wir singen in jauchzenden Tönen
Dem Kenner des Großen und Schönen
Den schallenden hohen Päan, --
Dem Wäger großer Verdienste,
Dem Schutzgeist schüchterner Künste
Tönt unser Chor himmelan! --
[4] Die Königinn, eine geborene Mecklenburg-Strelitzische
Prinzessinn, schreibt wörtlich: »Je me suis acquittée de la commission
du Margrave d'Anspach tout de même comme vous avez fait. Le cher Roy,
ayant toutes les troupes qui lui faut, ne pense plus en augmenter ce
nombre; ainsi vous ferez, scavoir cela avec tous les compliments et la
politesse qui vous sont naturell, an den gehörigen Orthen.«
[5] Franklin schreibt d.d. Paris, 1. Mai 1777 an John Winthrop:
»The king of Prussia's humour of obliging those princes to pay him the
same toll per head for the men they drive through his dominions as used
to he paid him for their cattle, because they were sold as such is
generally spoken of with approbation as a just reproof of those
tyrants«. Works VIII., 215. Was hier als Thatsache erzählt wird, ist
nichts als eine jener zahllosen tendenziösen Anekdoten, die zu jener
Zeit in Holland oder den Pariser Salons fabrizirt wurden. Franklin
glaubte sie vielleicht, weil sie seinen Wünschen entsprach;
wahrscheinlich hat er sie aber selbst gemacht.
[6] Avis aux Hessois et autres Peuples de l'Allemagne. Vendus
par leurs Princes à l'Angleterre. -- A. Clèves chez Bertol. 1777, 8. Das
Motto lautet: »Quis furor iste novus? quo nunc quo tenditis -- --? Heu
miseri cives! non hostem inimicaque castra -- Vestras spes uritis«.
_Virgilius_. (Sollte heißen: miserae cives, siehe Aeneis V., 671; die
Weiber wollten die Schiffe verbrennen.)
[7] Trennung, Eigennutz und Knechtswuth haben
Allen öffentlichen Sinn begraben,
Daß der Deutsche nur in Horden lebt,
Und daß dummheitstrunken diese Horden
Um die Wette sich für Fremde morden,
Daß die mildre Menschheit weint und bebt.
Unsre Edlen suchen fremde Ketten,
Wer soll nun das Vaterland erretten?
Jeder theilt sich gierig in den Raub.
Wo der blinde Eigennutz gebietet,
Wo man für Obolen Söldner miethet,
Bleibt man für den Ruf der Ehre taub.
(Werke I, 316. Ausgabe von 1825.)
[8] So sagt u.A. noch eine Ende Februar 1864 erlassene Adresse
des Kongresses der Rebellenstaaten an die südliche Bevölkerung: »The
administration (of Lincoln) has been able thus far by its legions of
»Hessian« mercenaries to overawe the masses, to control the elections
and to establish an arbitrary despotism.«
[9] Herr v. Eelking erklärt S.224 im ersten Bande seiner
»Hülfstruppen« diese letzte Aeußerung Donop's, nachdem er die erste
Hälfte der Duplessis'schen Aufzeichnung als wahr angenommen, für
kleinmüthig und im Widerspruche mit dem Charakter des Sterbenden
stehend. Auch erwähne sein Adjutant eben so wenig etwas davon, als
irgend eins der zahlreichen Offizierstagebücher. Abgesehen davon, daß es
willkürlich ist, eine Zeugenaussage zu zerreißen, so steht so viel fest,
daß höchstens Donop's Adjutant und kein andrer deutscher Offizier
gegenwärtig gewesen sein konnte, daß wir aber nicht wissen, ob er
wirklich gegenwärtig gewesen ist und Französisch verstand. Dann aber
wird sich ein deutscher Adjutant, wie damals so auch heut zu Tage, wohl
hüten, solche Liebeserklärungen unter die Leute zu bringen oder gar
Serenissimo zu melden. Derartige »Etourderien« werden von diesen Herren
am liebsten im Interesse des eigenen Avancements oder, wie der
Kunstausdruck lautet, des höchsten Dienstes todtgeschwiegen. Wäre ein
amerikanischer Farmer oder ein sonst mit den europäischen Verhältnissen
unbekannter Berichterstatter der Gewährsmann der obigen Aeußerung, so
könnte man vielleicht mit Recht an ihrer Echtheit zweifeln. Mauduit ist
aber eine untadelhafte Autorität. Er erzählt nur Thatsachen, ohne jede
Tendenz und zwar als Augen- und Ohrenzeuge. Es ist deshalb auch nicht
der mindeste Grund vorhanden, seine Mittheilung willkürlich zu
zerstückeln, sondern man muß sie ganz und ungetheilt als echt annehmen.
Hier mögen seine eigenen Worte folgen: -- Une voix s'éléva du milieu des
cadavres et dit en Anglais: »Qui que vous soyez, tirez moi d'ici!«
C'était celle du Colonel Donop. Mr. de Mauduit le fit prendre par ses
soldats, et le fit porter dans le fort, oû il ne tarda pas d'être
reconnu. Il avait la hanche fracassée. -- -- »Je suis content --
repliqua Donop en se servant de notre langue, -- je meurs entre les bras
de l'honneur même. C'est finir de bonne heure une belle carrière, mais
je meurs victime de mon ambition et de l'avarice de mon souverain.«
(Voyages de Mr. le Marquis de Chastelluc dans l'Amérique septentrionale,
Paris 1788, I, 288). Auch der damals im amerikanischen Hauptquartier
sich befindende General Jobann Kalb schreibt am 2. November 1777 an den
Herzog von Broglio, daß Oberst Donop tief betrauert von seinen Soldaten
gefallen sei und daß seine letzten Worte gewesen, er sterbe als Opfer
der Habgier seines Fürsten. (Leben des amerikanischen Generals Johann
_Kalb_ von Friedrich Kapp. S.123.)
[10] Eine wissentliche Unwahrheit; das Regiment sollte erst
ausgehoben werden.
[11] Faucitt sagt in seinem Briefe vom 27. Juni 1777 an Suffolk
über das obige Schreiben: »Der einliegende Brief ist vom 20. Mai statt
20. Juni datirt; sein Stil zeigt, daß er the handiwork of His Serene
Highness himself (von Sr. Durchlaucht selbst verübt) ist.«
[12] Aus dem Französischen.
[13] Der mit diesem §. korrespondirende elfte §. des
braunschweiger Vertrags enthielt noch folgende Bestimmung, die man in
sämmtlichen späteren Verträgen, wegen des durch sie erregten Unwillens,
fallen ließ: According to custom, three wounded men shall be reckoned as
one killed, a man killed shall be paid for at the rate of levy money
(thirty crown banco = 51 Thlr. 15 Sgr.).
+------------------------------------------------------------------+
| Anmerkungen zur Transkription: |
| |
| Korrekturen beschränken sich auf Stellen, wo Setzfehler |
| offensichtlich erschienen. Eine Liste der geänderten Worte folgt |
| unten, Zeichensetzung wurde ohne gesonderte Angabe korrigiert. |
| Unterschiedliche Schreibweisen wurden beibehalten, sofern sie |
| beide gebräuchlich waren, wie: |
| |
| Baiern -- Bayern |
| Einquartirung -- Einquartierung |
| geborener -- geborner |
| Grenzen -- Gränzen |
| hanauischen -- hanauschen |
| Kassler -- Kasseler |
| kassel'schen -- kasselschen |
| Kolonien -- Kolonieen |
| Cöln -- Köln |
| Mosquitos -- Muskito's |
| späteren -- spätern |
| theueren -- theuern |
| Werbe-Offizier -- Werbeoffizier |
| |
| Im Text wurden folgende Korrekturen vorgenommen: |
| |
| S. xiii "hessichen" durch "hessischen" ersetzt. |
| S. xiv "kurhessichen" durch "kurhessischen" ersetzt. |
| S. 17 "pünklich" durch "pünktlich" ersetzt. |
| S. 40 "bereis" durch "bereits" ersetzt. |
| S. 53 "Verwandschaft" durch "Verwandtschaft" ersetzt. |
| S. 68 "bereis" durch "bereits" ersetzt. |
| S. 88 "selbredend" durch "selbstredend" ersetzt. |
| S. 96 "Soldatenbedürftiger" durch "soldatenbedürftiger" ersetzt. |
| S. 102 "venachlässigt" durch "vernachlässigt" ersetzt. |
| S. 106 "Gesandschaft" durch "Gesandtschaft" ersetzt. |
| S. 114 "Kostbarbeiten" durch "Kostbarkeiten" ersetzt. |
| S. 117 Anfangsanführungszeichen bei Reitzensteins Zitat |
| eingefügt. |
| S. 118 "Fiedrich" durch "Friedrich" ersetzt. |
| S. 119 "französiche" durch "französische" ersetzt. |
| S. 137 "patriachalische" durch "patriarchalische" ersetzt. |
| S. 139 "Jahrhunders" durch "Jahrhunderts" ersetzt. |
| S. 145 "uberaus" durch "überaus" ersetzt. |
| S. 151 "Waldecker" durch "waldecker" ersetzt. |
| S. 153 "eine" durch "seine" ersetzt. |
| S. 154 "Bourgoyne" durch "Burgoyne" ersetzt. |
| S. 162 "Herzberg" durch "Hertzberg" ersetzt. |
| S. 164 "Schlammersdorf" durch "Schlammersdorff" ersetzt. |
| S. 169 "Tier" durch "Trier" ersetzt. |
| S. 175 "überascht" durch "überrascht" ersetzt. |
| S. 175 "Gefangen-Transporten" durch "Gefangenen-Transporten" |
| ersetzt. |
| S. 177 "verläufig" durch "vorläufig" ersetzt. |
| S. 191 "Enren" durch "Euren" ersetzt. |
| S. 193 "engegen" durch "entgegen" ersetzt. |
| S. 197 "mar" durch "war" ersetzt. |
| S. 200 "Kontrole" durch "Kontrolle" ersetzt. |
| S. 206 "Elderado" durch "Eldorado" ersetzt. |
| S. 213 "Unterhanen" durch "Unterthanen" ersetzt. |
| S. 215 "Kontribuendi(s)" durch "Contribuendi(s)" ersetzt. |
| S. 215 "Unterhanen" durch "Unterthanen" ersetzt. |
| S. 225 "Widerspuch" durch "Widerspruch" ersetzt. |
| S. 226 "Dummheitstrunken" durch "dummheitstrunken" ersetzt |
| (Fu0note). |
| S. 228 "Kammeradschaft" durch "Kameradschaft" ersetzt. |
| S. 228 "Verflegung" durch "Verpflegung" ersetzt. |
| S. 238 "wiener Frieden" durch "Wiener Frieden" ersetzt. |
| S. 240 "Vertheider" durch "Vertheidiger" ersetzt. |
| |
| Nicht korrigierte Rechtschreibung: |
| |
| S. 53 "erwiederte" (Zitat) |
| S. 68 "homours and dispositions" (Zitat, unklar ob "humours" |
| gemeint war) |
| S. 105 "Exellenz" (Zitat) |
| S. 113 "Darlehne" (Zitat) |
| S. 127 "Reisaus" (Zitat) |
| S. 130 "Gantz", "Duchlauchten", "gantzen" (Zitat) |
| S. 181 "Pensylvanien" (Zitat) |
| S. 220 "Missisippi" (so in älteren Brockhaus und Herder) |
| S. 234 "unzulässische" (Zitat) |
| |
+------------------------------------------------------------------+