Ihres

gehorsamsten

_Meyerbeer_.

Minckwitz, ~Dr.~ Johannes.

Geb. am 21. Januar 1812 zu Lückersdorf bei Camenz, studirte in

Leipzig (von 1830-35) und ging 1836, 37 nach Italien. Durch Bunsen

in London erhielt er 1845 von dem Könige Friedr. Wilh. IV.

von Preußen eine Pension und habilitirte sich an der Universität

Leipzig 1855, wo er 1861 zum Professor ernannt, klassische

Litteratur lehrt. Als Dichter setzte er die Richtung seines

Jugendfreundes Platen fort. Humboldt hat ihn, durch ein an die

deutsche Nation gerichtetes Sendschreiben (1856) für den größten

Übersetzer der Alten anerkannt.

Aeschylos und Sophokles, verdeutscht in den Versen des Orig. (5.

Aufl. 1862) -- Homer, verdeutscht in Prosa, 2 B. (2. Ausg. 1864) --

Euripides, verdeutscht in den Versarten des Originals, bis jetzt

9 Th. (1857-64) -- Aristophanes, verdeutscht im Versmaaße des

Originals bis jetzt 5 Th. (1855-64) -- Gesammelte Werke, erster

Band Lyrik enthaltend (1854) -- Lehrbuch der deutschen Verskunst

(5. Aufl. 1863) -- Rhytmische Malerei der deutschen Sprache (1856)

-- Der neuhochdeutsche Parnaß (1861). -- Sein wissenschaftliches

Hauptwerk ist: die Vorschule zum Homer (1863), worin die Homerfrage

vom Standpunkte der Volksdichtung aus gelöset wird. --

Außerdem mehrere _mythologische_ (z. B. Taschenwörterbuch der

Mythologie aller Völker, 1856), _poetische_ (namentlich „der

Prinzenraub,“ Schausp. 1839 und „der Künstler,“ Novelle 1862) und

_kritische_ Werke von größerem Umfange (z. B. die Schriften

über Platen). Endlich: Übersetzte Stücke von Pindar, Josephus und

Lucian.

Briefe an Ludwig Tieck (2/4) Zweiter Band · 第 351 / 358 题