Keltische Knochen

Festgeregnet!...... Wem steigt nicht bei diesem Worte eine gespenstische

Erinnerung in der Seele auf? eine Erinnerung an eine Stunde -- zwei

Stunden -- einen Tag -- zwei, drei, vier -- acht Tage, wo er oder sie

ebenfalls festgeregnet war -- festgeregnet an einer Straßenecke, unter

einem Torwege, bei einem Freunde oder einer Freundin, in einer

Dorfkneipe, auf dem Brocken, dem Inselsberge, dem Rigi oder dem

Schafberge?

Es ist eine leidige Vorstellung -- festgeregnet! Grau, greinend und

griesgrämlich kriecht sie heran, streckt hundert fröstelnd-kalte,

feuchte Fangarme nach dem warmen Herzen aus und ist so schwer los zu

werden, wie alles andere Unbehagliche, Unbequeme, Ungelegene in der

Welt.

In Ischl spazierten die schönen Damen auf der Esplanade im glänzendsten

Sonnenschein, als wir ausfuhren, und sämtliche arme Hämorrhoidarier,

Drüsen- und Skrofelkranke hatten ihren Jammer in die freie Luft

getragen: auch die königlich-kaiserliche Familie fuhr spazieren.

In der Nähe von Laufen, im heiligen Bezirk der schönen, holdseligsten

Maria im Schatten zog die allerschönste, aber auch allereigensinnigste

Dame Natur den Nebelschleier über das Gesicht, und als wir auf dem See

schifften, wurde dieser Schleier und unsere Hoffnung auf einen schönen

Tag vollständig zu Wasser. Es scheint eben in den angenehmsten Gegenden

am liebsten zu regnen; aber vielleicht war auch der fromme Dichter,

welchen wir mit uns führten und welcher jedenfalls unter dem Zeichen des

Wassermannes geboren war, schuld daran.

Wir waren unserer drei, und trotz allem war der Dichter der Edelste von

uns; er hieß leider Krautworst und war aus Hannover, sagte natürlich

beides nicht gern, sondern stellte sich meistens als den Verfasser der

Lebensblüten vor und dar; sonst nannte er sich auch wohl, glänzenden

aber ebenfalls von der Prosa ihres Namens oder Geburtsortes erdrückten

Beispielen folgend, Roderich von der Leine. Er hatte uns in Linz im

Erzherzog Karl aufgegabelt, hielt krampfhaft wenigstens an mir fest,

schwärmte für Linz und ließ nicht selten geheimnisvolle Andeutungen

fallen, daß er daselbst etwas erlebt habe. Seine öftere

Geistesabwesenheit und Zerstreutheit gab Anlaß zur Vermutung, daß er

dieses Erlebte poetisch zu verwerten im Begriff sei; seine lyrischen

Wehen hatten oft etwas Beängstigendes für mich; affizierten jedoch den

dritten in unserm Bunde weniger. Dieser dritte war, ohne sich dafür zu

geben, ein Geheimnis, und ebenso verschlossen, wie der Poet offenherzig

und mitteilungswütig war. In die Fremdenbücher zeichnete er sich kurz

als Zuckriegel; ich hegte aber einigen Zweifel, ob dies wirklich sein

Name sei; bis er in Wien in den drei Raben höchst unmotivierterweise in

einen Streit geriet, der ihn und mich vor die königlich-kaiserliche

Polizei führte und ihn zwang, mit seinem Paß herauszurücken. Er hieß in

der Tat Zuckriegel, ohne sich dessen zu schämen, und war Prosektor an

einer kleinen norddeutschen Universität, hatte jedoch in seinem Äußern

sowohl, als in seinem Innern sehr viel vom Scharfrichter. Nur ein

schlechter Charakter, gleich dem seinigen, konnte es über sich gewinnen,

einen so guten Menschen wie den Dichter durch ein ewig wiederholtes

Auftischen des gehaßten Familiennamens Krautworst an allen Nervenenden

zu zupfeln und zu kitzeln.

Zuckriegels Reisezweck war, die Knochen des unbekannten Volkes am

Rudolfsturm über Hallstadt zu besuchen und womöglich einen Schädel und

einige sonst überflüssige Gebeine für seine osteologische Sammlung zu

stehlen oder, wie er sich euphemistisch auszudrücken beliebte, an sich

zu nehmen.

Er liebte es, irgend etwas an sich zu nehmen, wie zum Beispiel den

besten Platz im Wagen, die besten Stücke an der Wirtstafel, sämtliche

Zeitungen nach Tisch, und so weiter. Auf der Fahrt über den Hallstädter

See hatte er im »Einbaum« die Bank dicht hinter dem breiten Rücken und

den Röcken des lieblichen Schiffermädchens eingenommen und saß sehr

geschützt gegen den Regen, welchen der Wind uns ins Gesicht trieb.

Unser Kleeblatt hatte in Ischl trotz dem prächtigen Sommerwetter arg

gelitten: der fromme Dichter an den reizenden Toiletten der Damen;

Zuckriegel an sich selber und an einem amerikanischen Reverend nebst

Familie, welche, nur durch eine dünne Wand von ihm getrennt, ihn durch

nächtliche unendliche Gebete und näselnden Lobgesang sehr erbost hatten;

ich hatte mich durch die Inschrift am Kurhause: ^In sale et in sole

omnia consistunt^ verleiten lassen, das entsetzliche salzige Gesöff und

seine Wirkung auf meine gottlob gute Konstitution zu versuchen, und

hatte mich nicht vergeblich in die Gefahr begeben.

Die Inschrift an der Hygiea:

»Man nennt als größtes Glück auf Erden

Gesund zu sein --

Ich sage nein!

Ein größres ist, gesund zu werden«

gab mir nur einen mittelmäßigen Trost; das »Gesundwerden« nach diesem

höllischen Schoppen war längst nicht so angenehm als der behagliche

Zustand vor meinem fürwitzigen Anlecken an den Becher der Hekate. Wir

mieteten den Einspänner, setzten Roderich von der Leine neben den

Kutscher auf den Bock, fuhren, wie gesagt, an der holdseligen Jungfrau

Maria im Schatten und -- Regen vorüber und durch Goisern und Sankt

Agatha zur Gosaumühle, wo wir feucht abstiegen, und wo Zuckriegel sich

in einen Wortwechsel mit dem Kutscher verwickelte, in welchen wir beiden

andern uns nicht einmischten, weil wir dem Rosselenker recht geben

mußten, und dieser sich selber zu helfen wußte.

Wir mieteten den Einbaum, das heißt einen Kahn mit einer dicken Jungfrau

und einem Jungen, und wurden von jener Schifferin, welche der Dichter

der Lebensblüten »sich poetischer gedacht« hatte, über den See gerudert,

und ich für mein armes Teil bedauerte in diesem Augenblick nicht mehr,

daß der Tag dunkel war, denn er paßte zu der Gegend. Wären meine beiden

Begleiter, der Junge und das Schiffermädchen, nicht gewesen, so würde

höchstwahrscheinlich der Schatten Virgils aus den schwarzen Wassern

emporgestiegen sein, um sich mir als Führer auf dem fernern Wege gegen

die gebräuchliche Taxe anzubieten.

Ja, das Wasser des Sees war schwarz; schwarz waren die steilrechten

Felsen, die sich im schwarzen Gewölk verloren; es konnte niemand von uns

drei Touristen wissen, ob nicht hinter dem düstern Nebelvorhang die

erweiterte Hölle mit _allen_ seit dem vierzehnten September

Dreizehnhunderteinundzwanzig hinzugekommenen großen und kleinen

Missetätern ihren Anfang nehme und in Roderich von der Leine ihren neuen

Schilderer erwarte. Der Name des Menschen, Krautworst, konnte dabei

nicht hinderlich sein; denn ^Dante^ bedeutet in deutscher Zunge auch

nichts weiter als »Hirschleder«; aber Krautworst selber war hinderlich,

denn die wunderlich ergreifende Szenerie machte nicht den geringsten

Eindruck auf ihn; ihn fror, er sprach vom Wechseln der Strümpfe, von

rheumatischem Zahnschmerz und jammerte nach einer Tasse Tee.

Zuckriegel war schon ein anderer Mann: die Nähe der keltischen oder

sonstigen Gebeine und der Sitz hinter dem walfischhaften Rücken unseres

weiblichen Charons stimmten ihn milde; er glich in diesem Augenblicke

weniger einem Scharfrichter als einem vazierenden Metzger; ob sein Sitz

ihn auch erotisch stimmte, kann ich nicht bestimmt behaupten,

stellenweise schien es so.

Nach einer Fahrt von zwei Stunden gewannen wir die Überzeugung, daß

hinter dem Nebel- und Regenvorhang nicht ^l'inferno^ seinen Anfang nehme

und seinen Eingang habe; sondern daß daselbst Hallstadt liege oder

vielmehr klebe, und daß die Taxe für die Fahrt nicht unbillig zu nennen

sei. Der Einbaum schoß beim Seeauer ans Land; und wie erotisch

Zuckriegel durch unsere solide Schifferin gestimmt sein mochte, er

fühlte sich keineswegs dadurch gehindert, beim Zahlen mit ihr in

Konflikt zu geraten.

Von einem weiblichen Kellner geleitet, stiefelten wir durch den

triefenden Garten selber triefend in das gastliche Haus, und Roderich

bestellte zähneklappernd eine Tasse heißester Kraftbrühe. Hinter ihm

rauschte der See, jedoch ohne ihn als Opfer haben zu wollen; im

Gegenteil schien er herzlich froh, ihn losgeworden zu sein. Ich trank

Kaffee, Zuckriegel aber entschloß sich zu einem starken Grog, dessen

Bereitung er dann in der Küche selbst überwachte, da er diesen

abgelegenen Erdenwinkel nicht mit Unrecht der richtigen Mischung dieses

angenehmen Getränkes nicht gewachsen glaubte. Seinen Anzug wechselte er

nicht; _er_ blieb, wie er war, und fing nur in der Atmosphäre der

geheizten Gaststube an, leise zu dampfen. Der Poet erschien nach einer

Pause, während welcher man ihn nicht vermißte, wie ausgewechselt. In

blendendem Weiß vom Kopf bis zu den Füßen war er von Ischl ausgefahren,

jetzt stellte er sich von den Füßen bis zum Kopfe karriert dar, und wenn

es seine Absicht war, in Hallstadt Aufsehen zu machen, so war dieses

Kostüm wahrlich geeignet, ihn seinen Zweck erreichen zu lassen; auf

einem nach der Kirchturmspitze ausgespannten Seile würde es das

Natürlichste von der Welt gewesen sein. Sämtliche in der Gaststube

anwesende Augen sprangen fast aus ihren Höhlungen, und die Kellnerin

sprang mit einem recht unzivilisierten Aufkreisch in die Küche, worauf

einen Moment später ein seltsames Gedränge von plattgedrückten Nasen an

den Scheiben des dunklen Schiebfensters neben dem Ofen zu sehen war. Der

Poet konnte mit dem Eindruck, welchen er hervorbrachte, zufrieden sein.

Er war es auch, und setzte die Gaststube zum zweiten Male dadurch in

Verwunderung, daß er seine Kraftbrühe wie jeder andere, gewöhnliche,

nicht karrierte Mensch trank; jedermann schien das Gegenteil erwartet zu

haben.

Der Himmel zeigte jetzt, daß er es gut mit uns gemeint habe; wenn er

während der Fahrt nur leise auf uns herabtröpfelte, so tat er jetzt, da

er uns unter Dach und Fach wußte, seinen Gefühlen keinen Zwang mehr an

und zog seine Reserveschleusen. Es war zwei Uhr, und es regnete

entsetzlich; der Wirt freute sich unseres Daseins in seinem

Etablissement, und ein Autochthone tröstete uns aus einem fernen Winkel,

daß wir nicht die ersten seien, die bei solchem Wetter in Hallstadt

anlangten, und daß wir wahrscheinlich auch nicht die letzten sein

würden, die bei ebensolchem Wetter es wieder verließen. Den Faust kannte

der Eingeborene nicht und verwunderte sich deshalb zum drittenmal über

den karrierten Dichter, welcher hohläugig und mit hohler Stimme

rezitierte:

»Jammer! Jammer! von keiner Menschenseele zu fassen, daß mehr als ein

Geschöpf in die Tiefe dieses Elends versank, daß nicht das erste genug

tat für die Schuld aller übrigen!«

Frech setzte der Prosektor das Geschäft fort und fragte mit den Worten

Mephistos:

»Warum machst du Gemeinschaft mit uns, wenn du sie nicht durchführen

kannst?... drangen wir uns dir auf oder du dich uns? Fahren Sie fort,

Herr Krautworst und sehen Sie nicht so mürrisch aus! ich habe Sie doch

nicht _kontrekarriert_?«

Herr Krautworst fuhr nicht fort, er ärgerte sich sehr über das Zitat

Zuckriegels, konnte jedoch nichts dagegen machen und besann sich erst

fünf Minuten später, als der Prosektor dem Wirt das Küchenbulletin

abverlangte, auf den empörten Ausdruck Fausts: »Fletsche deine

gefräßigen Zähne mir nicht so entgegen! mir ekelt's!«

Es war zu spät, auch dieses Zitat noch anzubringen; -- und wir speisten

zu Mittag und es gelang mir, einen mit Messer und Gabel bewaffneten

Frieden zwischen dem Manne der Wissenschaft und dem Manne der Poesie

herzustellen. Als aber nach Tisch der Prosektor bemerkte:

»Wahrhaftig, es regnet wahrhaft musenalmanachartig; das ist ein Wetter

für einen Dichter, Herr Krautworst! wenn es mir nur nicht meine Knochen

fortschwemmt!« da schob der Poet den Stuhl zurück, griff nach dem

Regenschirm, hing das Plaid über die Schultern und schritt mit einem

vernichtenden Blick auf den Spötter aus der Tür. Es war, als ob

Prometheus dem Geier mit titanenhafter Verachtung den Rücken zeige. »Um

Gottes willen, halten Sie ihn fest!« rief mir Zuckriegel zu. »Jetzt habe

ich ihn in die rechte Stimmung versetzt; in einer halben Stunde ist er

mit seinen gereimten Linzer Erlebnissen wieder da. Geben Sie Achtung, ob

er sich nicht rächt; halten Sie ihn, bringen Sie ihn zurück, ich will

Abbitte tun.«

»Sie lobe ich mir als Reisegefährten,« sprach ich und ging dem guten

Roderich nach. ^Solus cum solo^ war der Prosektor bei solchem Wetter

doch nicht zu ertragen, die Last war zu schwer für die Schultern eines

einzelnen Menschen. Von der Tür aus sah ich noch, wie er sich so

gleichmütig als lang auf drei Stühlen ausstreckte und seine

Reiselektüre, einen Band von Avé-Lallemants Geschichte des deutschen

Gaunertums, durch deren Studium er sich mit Eifer auf sein großes

Unternehmen vorbereitete, hervorzog; -- durch einen dunkeln niedern Gang

gelangte ich ins Freie, oder das, was man in Hallstadt das Freie nennen

kann, und traf am Ausgang auf den Hospes, den ich fragte, was man bei

solchem Regen »am Hallstädter See sehen« könne?

»Hallstadt!« sagte der Wirt, und er hatte recht, dreifach recht;

Hallstadt ist bei jedem Wetter eine Merkwürdigkeit. Nirgends in der Welt

vielleicht gibt es so viel Treppen auf so engem Raume als hier. Der

Flecken macht den Eindruck, als sei er von einer Riesenhand, tüchtig

durcheinander gerüttelt und geschüttelt, an den lotrecht aus dem

schwarzen See aufsteigenden Felsen geworfen und kleben geblieben. Zwei

Monate im Jahre soll ihn die Sonne nicht erreichen, und ich glaube es

gern. Wo die Dächer aufhören, fangen die Straßen an; in keiner Stadt der

Erde muß es so gefährlich sein, sich einen Rausch zu trinken, wie hier.

Man schwindelt, wenn man empor-, und man schwindelt, wenn man

hinuntergeht; -- man fühlt sich selbst ohne Rausch keineswegs sicher auf

seinen Füßen, und das Entzücken, mit welchem man zwischen zwei grauen

Hauswänden, oder durch sonst eine Lücke in dem Mauer- und Felsenwerk auf

den Spiegel des Sees und die Steierschen Alpen am jenseitigen Ufer

sieht, ist stets von einer gewissen Beklemmung, einer nahen Cousine des

Alpdrückens, begleitet. Die Häuser haben in Hallstadt das Recht,

betrunken zu sein; die Vorsehung wacht über sie und behütet sie an den

unmöglichsten Orten vor Schaden; wenn aber, was ebengenannte Vorsehung

jedenfalls verhüten wird, einmal eins von diesen Häusern einfallen

sollte, so wird es unzweifelhaft seine sämtlichen Genossen mit sich in

den Abgrund reißen, und das ganze Nest wird zusammenfallen wie ein

Kartenhaus, jedoch mit mehr Gepolter. Sehr richtig bemerkt Baedecker,

daß in Hallstadt weder Pferd noch Wagen zu finden ist, und es kann einen

nur wundern, daß der große Tourist hiesigen Orts danach gesucht hat. Ich

erblickte nicht einmal einen Esel; als ich aber, vom Hospes auf den

Mühlbach des Ortes aufmerksam gemacht, von zarter Hand zurechtgewiesen,

an das romantische Wasser gelangte, stand Roderich von der Leine mit der

Brieftasche in der Hand und dem Silberstift an den melodischen Lippen in

einem dunklen Torbogen neben dem Gesprüh und Geplätscher, umgeben von

einem achtungsvollen, aber erstaunten Kreis älterer und jüngerer

Hallstädter von beiden Geschlechtern. Da ich weder ihm noch mir die

Stimmung verderben wollte, so verschob ich die Besichtigung dieses

berühmten Mühlbaches auf eine andere Stunde und ließ den Dichter für

jetzt im unbestrittenen Besitz des Wasserlaufes; -- man soll weder Diana

noch den Poeten im Bade stören, so verlockend die Gelegenheit dazu sein

mag.

Scheu wich ich zurück und geriet auf Umwegen zu der neuerbauten Kirche

der Protestanten, die ihren Zweck erfüllte und deren Entstehung nach

langem Kampfe mich sehr befriedigen mußte, welche ich jedoch, da sie

verschlossen war, links liegen ließ, um mich zu der katholischen Kirche

zu wenden.

Die katholischen Kirchen sind immer geöffnet, und den Weg zu ihnen

findet man auch, wenn man ihn recht sucht, wozu Roderich von der Leine,

oder wie ich ihn hier nennen darf, Krautworst aus Hannover, merkwürdige

Belege aus seinem Erfahrungskreise liefern konnte.

Treppen, Treppen, Treppen! Hinauf, hinunter, hinauf! Feuchte, mit

üppigen, sehr gesunden Mauerpflanzen bedeckte Mauern, tröpfelndes

überhängendes Gebüsch aller Art -- ein Kirchhof mit prächtigem,

beperltem Grün, alten und neuen Denksteinen, Kreuzen, verregneten

natürlichen und künstlichen Blumen, Goldflittern und Bändern, ein

Kirchhof mit Aussicht über eine niedere Mauer, ein Kirchhof mit einer

Aussicht über den wunderbarsten See auf das »Tote Gebirge«! -- ich

freute mich, daß ich kein Gedicht zu machen brauchte und keinen Ruf

aufrecht zu erhalten hatte, wie der Verfasser der Lebensblüten; sondern

nach einem trunkenen Blick auf all die keusch vom Regen verschleierte

Schönheit ruhig meinen Regenschirm und meine ästhetischen Fühlhörner

einziehen konnte, um auch das Innere des trefflichen alten Kirchleins zu

besichtigen. In welchem Jahre und von welchem Künstler der Altarschrein

geschnitzt ist, weiß ich nicht, und es geht mich auch gar nichts an, und

das alte Weib, welches davor kniete, ging's ebenfalls nichts an. Ich

setzte mich in einen dämmerigen Kirchstuhl und hörte dem Murmeln der

Alten und dem Klingen der Tropfen draußen vor den Spitzbogenfenstern und

dem Rauschen des Regens in den Bäumen zu und duldete es ohne

Widerstreben, daß Zuckriegel und Krautworst in meiner Seele allmählich

immer mehr zu mythischen Personen wurden, und ich selber ein Ding ohne

Bedeutung für das reale Leben, die Geschäftswelt und die Schreibstube.

Ich entschwand mir selber in dieser märchenhaften Minute, verwahre mich

übrigens ernstlich gegen jeden Gedanken an Einschlafen; ganz genau und

ohne jedes schreckhafte Auffahren wußte ich, was es bedeuten sollte, als

die Alte nach beendigtem Gebet auf mich zu humpelte und mir die offene,

knöcherne Pfote unter die Nase hielt. Ich habe es nicht geträumt, daß

sie Dominika Schönrammer hieß und ihr Sohn Seppel Schönrammer, und daß

sie mir zur Begründung ihres Anspruchs an mein gutes Herz und meinen

Geldbeutel die ängstliche und tränenvolle Mitteilung machte, wie

genannter Seppel augenblicklich nicht daheim, sondern drüben -- hinter

den Bergen, -- drunten -- in Italien sei, um dem Kaiser das Land zu

verteidigen.

Nun wußte ich auf einmal wieder, daß wir Achtzehnhundertneunundfünfzig

schrieben, und daß ich nur deshalb Wien verlassen und mich in die Berge

geflüchtet hatte, um den Jammer wenigstens stundenlang von der Seele

loszuwerden. Dies liederliche Wien! bei allem Elend konnte es einem doch

noch Spaß machen durch die Art, wie es sich unter den sich häufenden

Kalamitäten zu trösten suchte. Während das junge kräftige Kind Italia

seine Windeln sprengte und der alten grämlichen Wartefrau Austria das

Saugfläschchen an die Nase warf, studierte Wien, bekanntlich nicht die

sittlichste Stadt der Welt, die statistisch-moralischen Tabellen

Frankreichs, zog Trost aus der Auflockerung aller sittlichen Bande in

der gallischen Nation, und erwartete sein Heil von der Abnahme der

Bevölkerung, welche unausbleiblich die Folge solcher greulichen

Verderbnis war. Was für einen Orden jener kluge Mann erhalten hat, der

zuerst dem denkenden Österreichertum dieses treffliche und einleuchtende

Theorem in die Hände gespielt hat, kann ich leider nicht sagen. Verdient

hat er einen.

Aber Seppel? Seppel Schönrammer?! Können wir uns diesen Joseph

Schönrammer entgehen lassen? Ein Kirchhof mit der Aussicht auf den

Hallstädter See, eine arme, alte Mutter unter dem weinenden Himmel --

eine bleiche, liebliche, ländliche Braut, welche die Stufen der Kirche

emporsteigt, um der Jungfrau Maria eine geweihte Kerze zu bringen und

der alten Mutter für das Leben des Sohnes bitten zu helfen, -- -- drei

Seiten Manuskript, welche, die pekuniären Vorteile ganz beiseite

gelassen, die Aktien unseres schriftstellerischen Verdienstes in jeder

milden Frauenbrust hochsteigen lassen würden, -- -- o Roderich von der

Leine, o Rodrigo, Rodrigo!

Es ist traurig, nicht nur für die Damen, sondern auch für mich: eine

novellistische Rührung kann an dieser Stelle nicht statuiert werden.

Seppel schien den schmelzenden Gefühlen der Liebe bis dato gänzlich

fremd geblieben zu sein; auf _diesem_ »unberührten Klavier« war der

»erste einweihende Silberton« noch nicht erklungen. Seppel Schönrammer

ließ keine in Angst und Schmerz vergehende Braut hinter sich zurück;

aber sakrisch geflucht hat er, als er mit Knappsack, Kuhfuß und

Feldkessel ausziehen mußte, um das zu schützen, was andere

zusammengeheiratet hatten. Böse Ahnungen in betreff des Feldkessels

bewegten seine sonst sehr ahnungslose Brust; ach, sie erfüllten sich,

der Blechtopf sollte leer bleiben wie Seppels Herz und Schädel und nur

durch hohles Geklapper auf dem Tornister seine Unentbehrlichkeit zur

Kriegsausrüstung des tapfren österreichischen ^miles impeditus^ auf dem

Marsche wie in der Feldschlacht dartun.

Wenn ich nun auch nicht hoffen darf, durch diese Episode meines

Hallstädter Aufenthalts meine Leser und Leserinnen zu rühren, so rührte

mich selber doch die Erzählung der Alten tief, und ich schenkte ihr

einen von jenen Guldenzetteln, welche die Regierung, wenn auch nicht

über den Bedarf, so doch über die Verabredung hatte drucken lassen.

Mit den besten Wünschen für einander und den Joseph in der Lombardei

nahmen wir Abschied; nach einem letzten Blick über die Mauer des

Kirchhofs verließ ich ihn und stieg wieder abwärts dem Seeauer zu,

getrieben von dem Bedürfnis, mich zu erkundigen, wie Zuckriegel während

meiner Abwesenheit seines Daseins Last ertragen habe. Es regnete

selbstverständlich ruhig weiter.

Mein trefflicher Ortssinn, der mir nirgend so sehr zu statten kam wie in

Hallstadt am Hallstädter See, führte mich ohne viele Umwege zum

Wirtshaus zurück, und durch die bereits erwähnte Hinterpforte und den

dunkeln Gang gelangte ich wohlbehalten zur Tür der Gaststube. Aber

lauschend stand ich still; -- Zuckriegel hatte drinnen die höchsten

Register seiner Stimme gezogen, und eine andere Stimme sang die

Antistrophe mit ihm zu gleicher Zeit, was von ausgezeichnet

unharmonischer Wirkung war. Das Küchenpersonal drängte sich

verschüchtert-exaltiert auf dem Gange; ich aber, der ich bereits wußte,

daß unser Reisegenosse sehr gern und sehr leicht in einen Wortwechsel

geriet, öffnete die Stubentür und trat ein. Starr, zweifelnd blieb ich

auf der Schwelle stehen und sperrte den Mund auf, ohne die Türe zu

schließen.

Ich habe im Wiener Prater einen Tausendkünstler gesehen, der ein

lebendiges Kaninchen an den Hinterbeinen packte, es in der Mitte

durchriß und dem erstaunten und begeisterten Publiko nunmehr in jeder

Hand ein lustig zappelndes Tierchen präsentierte. Ein ganz ähnliches

Experiment schien mit dem Prosektor Zuckriegel vorgenommen worden zu

sein; -- er war zum zweitenmal in der Gaststube beim Seeauer vorhanden

und -- zankte sich bereits aufs heftigste mit seinem Doppelgänger. Das

Buch vom deutschen Gaunertum war verächtlich zu Boden geworfen, ebenso

zwei von den Stühlen, auf welchen der nicht nur große, sondern auch

lange Mann seine Mittagsruhe gehalten hatte. Mit ihren Brieftafeln in

den Händen gestikulierten beide streitende, hagerne, lederfarbene, grau

in grau kolorierte Gesellen aufeinander ein und suchten sich gegenseitig

zu überschreien. Der Fremde dampfte, wie Zuckriegel gedampft hatte, --

ein Beweis, daß er vor noch nicht langer Zeit eingetroffen sein konnte.

»Um Gottes Willen, Herr Prosektor! meine Herren! meine Herren!« rief ich

beschwörend, zwischen die beiden erhitzten Kämpfer springend. »Mäßigen

Sie sich doch, Herr Zuckriegel! Was gibt es denn? was ist denn

vorgefallen?«

»Und ich sage Ihnen, Sie irren sich durchgängig!« schrie Zuckriegel.

»Ich widerlege Ihre Aufstellung Punkt für Punkt; -- -- wollen Sie mich

endlich ruhig anhören?«

»Nein!« krächzte sein ihm so ähnliches Gegenpart. »Weshalb sollte ich

Sie ruhig anhören, da Sie mich nicht aussprechen lassen wollen? Beharren

Sie nur auf Ihrer Meinung; -- -- ich werde gegen Sie schreiben; ich

werde der Welt Ihre Hypothesen vorlegen und in der rechten Beleuchtung

zeigen.«

Zuckriegel schoß auf und nieder, wie der Kerl mit dem langen Halse im

Puppenkasten. Sein Hals entwickelte eine grauenerregende Dehnbarkeit; er

mußte jedenfalls aus einem elastischeren Stoffe als Gummielastikum

bestehen. »Schreiben Sie, schmieren Sie! Ich werde Sie niederschreiben,

ich werde Sie platt schreiben wie eine Bettwanze. Ich werde Ihren

krassen Ignorantismus vor der Welt ausklopfen, daß die Motten

herausfliegen sollen; ich werde --«

Ich faßte den empörten Reisegenossen um den Hals und schob ihn zurück;

ich schob auch den nachrückenden grauen Fremdling zurück und hielt die

beiden Streithähne mit meinem triefenden Regenschirm auseinander.

»Herr Prosektor,« sagte ich, »ich bitte jetzt höflichst, mir diesen

Herrn vorzustellen -- Herr Prosektor, ich bitte Sie, sich zu beruhigen

-- mein Herr, lassen Sie mich den Neutralen spielen, lassen Sie mich den

Friedenskongreß eröffnen --«

»Ich bin Professor Steinbüchse aus Berlin,« sprach der Fremdling.

»Professor der Altertumskunde Steinbüchse, auf einer wissenschaftlichen

Reise zu den neuentdeckten Leichenfeldern am Hallstädter See im

Salzkammergut begriffen.«

»Ah!« sagte ich, aber Zuckriegel schrie:

»Er behauptet, es seien keltische Knochen; jedes Kind sieht --«

»Ein Kind sieht hier germanisches Gebein,« schrie Steinbüchse, »aber

jeder unver--«

»Halt, halt, halt, meine Herren!« schrie auch ich jetzt mit aller Kraft

meiner Lungen. »Keinen neuen Friedensbruch! keine unnötigen

Anzüglichkeiten! keine gelehrten Redeblumen! Bitte, Herr Professor,

kommen Sie soeben von diesen fraglichen Knochen zurück?«

»Ich bin auf der Reise dorthin begriffen.«

»Also haben Sie eben diese Knochen noch gar nicht gesehen?«

»Nur durch das Medium der öffentlichen Blätter.«

»Und Sie sind auch noch gar nicht oben am Rudolfsturm gewesen, Herr

Zuckriegel?«

»Bei diesem Wetter? Müßte doch ein Narr sein! Die Knochen schwimmen

nicht fort, und ich kann warten. Lag ruhig auf dem Rücken und las den

Avé-Lallemant, als ich überfallen wurde von diesem -- -- --«

Der Rest der Rede ging in einem undeutlichen Gemurmel verloren, ich

glaube etwas von »böotischem Hochstapler« vernommen zu haben; heiser wie

ein vermittelnder neutraler Gesandter auf einer Friedenskonferenz rief

ich:

»Reichen Sie sich die Hände, meine hochverehrten Herren. Ohne Umstände

-- seien Sie Brüder, wie Sie Kollegen sind. Die Wissenschaft schreitet

am besten durch das heitere Bündnis aller Kräfte fort. Lassen Sie uns

friedfertig zusammen zu Abend essen und morgen früh frisch, fromm, froh

emporsteigen zu diesen geheimnisvollen Gebeinen, und den Streit an Ort

und Stelle zum Austrag bringen.«

Durch mehrere verhängnisvolle Augenblicke sahen sich die beiden

Gelehrten grimmig an; dann aber zeigte Steinbüchse, daß er noch nicht

ganz dem Prosektor ähnlich sei; er erklärte sich bereit, Frieden und den

Mund zu halten bis morgen früh; setzte jedoch hinzu, daß er morgen früh

bei _jedem_ Wetter zum Rudolfsturm hinaufklettern werde.

Knurrend nahm Zuckriegel sein Gaunerbuch wieder vom Boden auf, zu einem

weitern Zugeständnis in bezug auf diese so mühsam errichtete ^treuga

Dei^ ließ er sich nicht herab. Daß der fromme Dichter in diesem

Augenblick ins Zimmer hüpfte, trug mehr als alles übrige dazu bei, die

Gemüter zur Ruhe zu bringen; der besänftigende Zauber der Poesie trat

einmal wieder so recht klar zutage.

Roderich von der Leine war sehr naß, so naß, daß er sich am besten

selbst auf die Leine zum Trocknen gehängt hätte. Aber er dachte nicht

daran. Seine Sehorgane rollten in dem bekannten schönen Wahnsinn; auch

er hielt seine Brieftasche in der Hand, und es tröpfelte aus ihr. Die

Geburt war vollendet, der Verfasser der Lebensblüten hatte seine Linzer

Erlebnisse unter dem Einfluß des erfrischenden Gestäubes des Hallstädter

Mühlbachs in Reime gebracht; Zuckriegel stöhnte schwer.

Ich stellte den Professor Steinbüchse und den Dichter einander vor, und

der Professor offenbarte eine neue Unähnlichkeit mit dem Prosektor; er

war höflich, er war duldsam, ja er war sogar zuvorkommend gegen den

Poeten und bat ihn herzlich, sich doch ja nicht durch seine Gegenwart

abhalten zu lassen, sein Gedicht vorzutragen. Vielleicht war und tat er

das alles nur, weil er die Grimassen, das Schnauben, Achselzucken, all

die kläglichen Windungen Zuckriegels bemerkte und deutete.

»Ja, lesen Sie, tragen Sie vor,« sagte ich, nicht ohne den Spuren des

Professors zu folgen.

»Würde es nicht besser sein, wenn Sie erst den Anzug wechselten?!«

seufzte Zuckriegel. »Sie können sich leicht sehr arg erkälten, Herr

Krautworst. Es wäre doch recht schade, wenn Sie durch jugendliche

Unbesonnenheit sich selbst um-, und die Nachwelt um Ihre noch

unerschaffenen unsterblichen Werke brächten.«

Da die weißen Gewänder noch immer naß in der Küche am Herde hingen, so

hätte Rodrigo sich nur in das Kostüm Adams werfen können, wenn er den

zärtlichen, besorglichen Ratschlägen Zuckriegels hätte Folge geben

wollen. Die innere Aufregung hob ihn übrigens über alle rheumatischen,

katarrhalischen Befürchtungen hinweg:

Den hohen Göttern war er eigen,

Ihm durft nichts Irdisches sich nahn.

»Wollen Sie nicht wenigstens andere Strümpfe anziehen? ich würde sehr

dazu raten. Junge Dichter sind so schon sehr zu Kongestionen nach dem

Cerebralsystem geneigt,« sagte Zuckriegel in wahren Flötentönen.

Der Dichter schüttelte nur zerstreut das Haupt; er blätterte heftig in

seinem Notizbuche.

»Nun denn, in drei Teufels Namen, so lassen Sie's laufen!« schnauzte

Zuckriegel, zum Äußersten und um seine Kosten in Hinsicht auf die vorige

Höflichkeit und Milde gebracht.

Roderich von der Leine wendete sich zu uns:

»Haben Sie bereits den Mühlbach gesehen, meine Herren?«

»Nein,« sagte ich, und auch Steinbüchse hatte noch nicht das Vergnügen

gehabt.

»Sie müssen ihn sehen!« rief emphatisch der Poet. »Originell, --

romantisch im höchsten Grade. Da ist ein alter dunkler Bogen mit einer

Nische und einem Bilde, einem Bilde des heiligen -- wenn ich nicht irre,

des heiligen Sebastian drin; ich habe über zwei Stunden dort gestanden.«

»Den Mühlbach sah ich nicht; Sie aber sah ich, liebster Freund, wollte

Sie jedoch nicht stören.«

Dankend neigte Roderich das Haupt gegen mich, dann aber fuhr er mit der

Brieftafel ruckartig gegen die Nase und begann, anfangs schüchtern, dann

aber immer mutiger, mit den bekannten Seitenblicken auf die

Zuhörerschaft:

»Grau verschleiert schaun die Berge

Auf die fremde Stadt herein,

Unablässig rieselt's nieder,

Und ich gähne kläglich drein.«

»Grade wie ich!« knurrte Zuckriegel, der die verdrießliche Nase wieder

in seinen Avé-Lallemant gesteckt hatte.

»Gott, o Gott, ach woll es wenden,

Gott, Erbarmen habe du!

Sende mir in diesem Trübsal

Einen deiner Engel zu!«

»Mir auch! ich bitte dringend!« seufzte Zuckriegel.

»Goldgelockt, mit blauen Augen,

Schlank und weiß von Angesicht

Laß ihn sein, um mich zu trösten; --

Flügel, -- Flügel braucht er nicht.«

»Ich aber könnte sie gebrauchen!« seufzte Zuckriegel.

»Von dem Dome summt die Glocke,

Und die frommen Christen schleichen

Durch den Schmutz der Stadt zur Messe;

Gott, o Gott, laß dich erweichen!«

»Was solch ein Mensch doch alles verlangt. Selber kennt er kein

Mitleid,« brummte Zuckriegel.

»Einen Engel send hernieder

Oder einen Sonnenstrahl,

Lasse mich nicht untergehen

Hier in dieser Jammerqual!«

»Auch mich nicht; ich flehe inständigst darum!« sagte Zuckriegel; der

Dichter aber machte uns darauf aufmerksam, daß sein Gedicht durch feine

Einschnitte gegliedert sei, daß nunmehr eine neue Bilderreihe anhebe. Er

fuhr fort:

»Bläulich ringelnd, sanft verwehend

Schwindet der Zigarre Duft;

Unablässig rieselt's nieder,

Und ich schnappe wild nach Luft.«

Keltische Knochen/Gedelöcke: Erzählungen · 第 3 / 10 题