Der Ritter sprang auf: »Den kämpf ich mit!«

Wohlgefällig ruhten die Augen des Alten auf dem edeln, leuchtenden

Antlitz des schönen Jünglings, im Glanze des von der raschen Bewegung

aufflackernden Feuers. »Das sollst du, mein Liebling, an meiner Seite.

Das eben gönn' ich dir -- dir allein -- seit Herr Hezilo sich hat

scheren lassen. Den letzten Sieg, den auf dieser alten Männererde

lichte Helden gewinnen gegen dumpfe Unholde, -- +du+ sollst ihn mit

ersiegen helfen.« -- »Aber wann? Wo? Wie?« -- »Gemach! Heute will ich

das selbst erst erkunden. Deshalb hab' ich dich heute nacht hierher

beschieden. Aber noch ist's nicht an der Stunde. Schau hinauf --

Hollespang steht noch zu weit rechts.« »Ich erinnere mich,« sprach

der Junker nachdenkend. »Ja, ja! Von einem Kampfe, der dem Gericht

vorangehen wird, sprach auch einmal einer der Dompriester. Aber da

müsse -- als Führer der Frommen -- zuvor Elias wiederkommen.«

»Wer ist der Held? Hab' nie von ihm gehört!«

»Ein Prophet der Juden. Und werde der gewaltig streiten.«

Ziemlich ungläubig zuckte der Alte die breiten Schultern unter dem

Wolfsfell. »Würde mir andern Herzog küren. Vernimm nun die alte Sage

von diesem Kampfe, wie sie mich die liebe Mutter gelehrt.«

Weltuntergang: Geschichtliche Erzählung aus dem Jahre 1000 nach Christus · 第 44 / 70 题