{Section I.} Das Buch etc...................................... 1
{Section II.} Die Uhr, die Tageszeit, die Jahreszeit etc....... 24
{Section III.} Der Baum etc.................................... 33
{Section IV.} Das Wasser etc................................... 49
{Section V.} Frau Holle etc.................................... 97
{Section VI.} Der Soldat, der Ritter etc....................... 109
{Section VII.} Musik, Dornröschen etc.......................... 143
{Section VIII.} Der Löwe etc................................... 168
{Section IX.} Der Taucher etc.................................. 180
{Section X.} Weihnachten etc................................... 188
{Section XI.} Die Wartburg, Aschenputtel etc................... 197
{Section XII.} Freunde, Freundschaft etc....................... 215
{Poems}........................................................ 227
{Grammatical Tables}........................................... 245
*Erster Teil.*
[Illustration: Section heading,
woman at organ]
*Studien und Plaudereien.*
-----
*I.*
Herr Meister: Hier ist mein Buch. Mein Buch ist braun. Dieses Buch
hier ist grün; mein Buch ist nicht grün. Bella, ist das Gras grün?
Bella: Das Gras ist grün.
Herr Meister: Ja, das Gras ist grün. Anna, ist das Gras im Sommer
grün?
Anna: Das Gras ist im Sommer grün.
Herr Meister: Ja, das Gras ist im Sommer grün. Louis, ist das Gras im
Winter grün?
Louis: Das Gras ist im Winter nicht grün.
Herr Meister: Nein, das Gras ist im Winter nicht grün. Bella, ist die
Rose grün?
Bella: O nein, die Rose ist nicht grün.
Herr Meister: Ist die Rose rot?
Bella: Ja, die Rose ist rot.
* * * * *
Herr Meister: Anna, ist der Winter kalt?
Anna: Ja, Herr Meister, der Winter ist kalt.
Herr Meister: Louis, ist der Sommer kalt?
Louis: Nein, Herr Meister, der Sommer ist nicht kalt.
Herr Meister: Ist der Sommer warm?
Louis: Ja, der Sommer ist warm.
Herr Meister: Bella, ist es Sommer im Dezember?
Bella: Nein, im Dezember ist es nicht Sommer.
Herr Meister: Ist es Winter im Dezember?
Bella: Ja, es ist Winter im Dezember.
Herr Meister: Bella, ist der Rosenbusch im Dezember im Garten?
Bella: Ja, Herr Meister, der Rosenbusch ist im Dezember im Garten.
Herr Meister: Ist die Rose im Dezember am Rosenbusch im Garten?
Bella: Nein, Herr Meister, im Dezember ist die Rose nicht am
Rosenbusch im Garten.
Herr Meister: Mein Kompliment, Fräulein Bella, Sie sprechen gut
deutsch!
Bella: O, Herr Meister!
* * * * *
Herr Meister: Louis, ist dieses Buch englisch?
Louis: Nein, dieses Buch ist nicht englisch.
Herr Meister: Ist dieses Buch deutsch?
Louis: Ja, dieses Buch ist deutsch.
Herr Meister: »J_a,« »d_i_e_s_e_s« »B_u_c_h« »i_s_t« »d_e_u_t_s_c_h.« --
»J_a« ist ein deutsches Wort. Ist »d_i_e_s_e_s« ein deutsches Wort?
Louis: »D_i_e_s_e_s« ist ein deutsches Wort.
Herr Meister: Gut, Louis, gut! »J_a« ist ein deutsches Wort, und
»d_i_e_s_e_s« ist ein deutsches Wort. »J_a« -- »d_i_e_s_e_s«, das
sind zwei (= 2) deutsche Wörter. Eins (= 1) und eins (= 1) ist zwei
(= 2); Anna, ist »B_u_c_h« ein deutsches Wort?
Anna: Ja, Herr Meister, »B_u_c_h« ist ein deutsches Wort.
Herr Meister: Gut, Anna! Das sind drei (= 3) deutsche Wörter. Zwei (=
2) und eins (= 1) ist drei (= 3). Bella, ist das im Englischen auch
so?
Bella: O ja, Herr Meister, das ist im Englischen auch so. Das Wort
»i_s_t,« Herr Meister, ist englisch und deutsch.
Herr Meister: Im Englischen ist es {"i-s,"} im Deutschen »i-s-t.« Das
»t« ist nicht im Englischen. -- Nun sind es vier (= 4) Wörter. »Ja« --
e_i_n deutsches Wort; »dieses« -- z_w_e_i deutsche Wörter; »B_u_c_h« --
d_r_e_i deutsche Wörter; »ist« -- v_i_e_r deutsche Wörter; »deutsch«
-- f_ü_n_f (= 5) deutsche Wörter. Hier ist Louis. Louis ist e_i_n_e
Person. Hier ist Anna. Anna ist auch eine Person -- das sind z_w_e_i
Personen; und Bella ist auch eine Person -- das sind d_r_e_i Personen;
und hier ist meine Person (= Herrn Meisters Person) -- das sind
v_i_e_r Personen.
Herr Meister: Ich (= meine Person) spreche deutsch; ich bin in
Deutschland geboren, und ich bin ein Deutscher. Louis, ist General
Grant ein Deutscher?
Louis: Nein, General Grant ist nicht ein Deutscher.
Herr Meister: General Grant ist kein (= nicht ein) Deutscher; General
Grant ist ein Amerikaner. Karl Schurz ist kein (= nicht ein)
Amerikaner; er (= Karl Schurz) ist ein Deutscher. Anna, ist Louis ein
Deutscher?
Anna: Nein, Louis ist kein Deutscher; Louis ist nicht in Deutschland
geboren.
Herr Meister: Kann Louis deutsch sprechen, Anna?
Anna: Ja, Louis kann deutsch sprechen.
Louis: O nein, ich kann nicht deutsch sprechen.
Herr Meister: O ja, Louis; Sie (= Louis' Person) können (ich kann --
Sie können) deutsch sprechen. Sie sagten: »O nein, ich kann nicht
deutsch sprechen.« -- Sind das englische Wörter, Louis?
Louis: Nein, das sind keine englischen Wörter; das sind deutsche
Wörter.
Herr Meister: Nun gut; Sie (= Louis' Person) sprechen deutsch. Ist es
nicht so, Bella?
Bella: Ja, so ist es.
* * * * *
Herr Meister: Ist das braune Buch englisch?
Anna: Nein, Herr Meister, es ist nicht englisch.
Herr Meister: Ist es spanisch?
Anna: Nein, es ist nicht spanisch.
Herr Meister: Ist es deutsch?
Anna: Ja, es ist deutsch.
Herr Meister: Louis, ist dieses Buch deutsch?
Louis: Ja, es (= das Buch) ist deutsch.
Herr Meister: Ist dieses grüne Buch auch deutsch?
Louis: Ja, Herr Meister; es ist auch deutsch.
Herr Meister: Ist dieses rote Buch spanisch?
Louis: Ja, das rote Buch ist spanisch.
Herr Meister: Ist dieses Buch spanisch?
Louis: Nein, Herr Meister, dieses Buch ist nicht spanisch.
Herr Meister: Bella, sind hier vier (= 4) Bücher?
Bella: Ja, hier sind vier Bücher.
Herr Meister: Sind sie (= die vier Bücher) alle braun?
Bella: Nein, Herr Meister; sie (= die Bücher) sind nicht braun. Ein (=
1) Buch ist braun, ein Buch ist grün, ein Buch ist rot und ein Buch
ist .... ist ....
Herr Meister: Ist .... ist .... Ist es (= das Buch) rot?
Bella: Nein, es ist nicht rot.
Herr Meister: Ist es grün?
Bella: Nein, es ist nicht grün.
Herr Meister: Ist es braun?
Bella: Nein, es ist nicht braun.
Herr Meister: Es ist nicht braun, nicht grün, nicht rot. Wie ist das
vierte (= 4te) Buch? Bella, ist das Linnen weiß?
Bella: Ja, das Linnen ist weiß.
Herr Meister: Ist das vierte (= 4te) Buch weiß?
Bella: Nein, Herr Meister; das vierte (= 4te) Buch ist nicht weiß.
Herr Meister: Nein, Bella; es ist nicht weiß. -- Ist die Orange
gelb?
Bella: Ja, die Orange ist gelb.
Herr Meister: Ist dieses vierte (= 4te) Buch gelb?
Bella: Ja, Herr Meister; das vierte Buch ist gelb.
Herr Meister: Ist das Papier in dem gelben Buche weiß?
Bella: Ja, das Papier in dem gelben Buche ist weiß.
* * * * *
Herr Meister: Bella, Sie sagen (= sprechen): »Das Linnen ist weiß.«
Das ist so. Ist das Linnen an diesem Buche auch weiß?
Bella: Nein, das Linnen an diesem Buche ist nicht weiß.
Herr Meister: Der Buchbinder bindet alle meine Bücher in grünes
Linnen. Hier, die Decke an meinem Buche ist von Linnen. Hat das Buch
in Ihrer (= Bellas) Hand auch eine Decke von Linnen?
Bella: Nein, Herr Meister; diese Decke ist von .... von ....
Louis:[I-1] Von Leder.
Herr Meister: Ja Louis, von Leder. An Ihrem Schuhe haben Sie auch
Leder; aber das Leder an diesem Buche ist feiner. Nicht wahr? (= Ist
das nicht so?)
Herr Meister: Was ist das, Louis?
Louis: Das ist Websters {Dictionary}.
Herr Meister: Louis, sagen (= sprechen) Sie nicht {Dictionary}. Das
Wort {Dictionary} ist nicht deutsch. Sagen Sie W_ö_r_t_e_r_b_u_c_h.
Louis, sind mehr als tausend (= 1000) Wörter in Websters Wörterbuch?
Louis: O ja, Herr Meister.
Herr Meister: Sind mehr als viertausend (= 4000) Wörter in Websters
Wörterbuch?
Louis: Ja, Herr Meister; es sind mehr als viertausend Wörter in
Websters Wörterbuch.
Herr Meister: Ist Websters Wörterbuch dick?
Louis: Ja, Websters Wörterbuch ist dick.
Herr Meister: Ist Ihr (= Louis') grünes Buch so dick, wie Websters
Wörterbuch?
Louis: Nein, mein grünes Buch ist nicht so dick, wie Websters
Wörterbuch.
Herr Meister: Ist Ihr grünes Buch dicker, als mein rotes Buch?
Louis: Ja, mein grünes Buch ist dicker, als Ihr rotes Buch.
Herr Meister: Gut, Louis. Mein rotes Buch ist dick; Ihr grünes Buch
ist dicker, als mein rotes Buch; und Websters Wörterbuch ist das
dickste Buch. Bellas Buch ist nicht so dick, wie Ihr Buch, Louis; es
(= Bellas Buch) ist dünn.
Dick ist nicht dünn,
Dünn ist nicht dick.
Herr Meister: Ist Annas Buch dünner, als Bellas Buch?
Louis: Nein, Herr Meister, Bellas Buch ist dünner.
Herr Meister: Welches Buch ist das dünnste, das grüne, das rote oder
das gelbe?
Bella: Das gelbe Buch ist das dünnste.
Herr Meister: Das ist recht (= gut). Ihr Buch ist dünn; ich kann es (=
Ihr Buch) mit zwei (= 2) Fingern halten; Websters Wörterbuch kann ich
nicht mit zwei Fingern halten; es (= Websters Wörterbuch) ist zu
dick. Louis, können Sie tausend (= 1000) Wörterbücher von Webster mit
einer Hand halten?
Louis: O nein, Herr Meister!
Herr Meister: Nein, Louis, nein; Sie können es nicht. Kein (= nicht
ein) Mann kann es thun[I-2]. Bella, ist das ein Finger?
Bella: Ja, das ist ein Finger; und das ist ein Finger, und das ist ein
Finger; das sind drei (= 3) Finger; und das ist ein Finger; ich habe
vier (= 4) Finger.
Herr Meister: O nein, Bella; Sie haben einen Finger mehr. Sie haben
vier (= 4) und einen (= 1). Vier und eins ist fünf (= 5). Sie haben
fünf Finger und Louis hat fünf Finger und Anna hat fünf Finger und ich
auch (= habe fünf Finger) und Ihr Vater und Ihre Mutter und Ihr
Onkel. Alle, alle Menschen (= Personen) haben fünf Finger an einer
Hand.
Bella: Das ist nicht so im Englischen.
Herr Meister: Nein, im Englischen sagen (= sprechen) wir nicht so. Im
Englischen sagen wir: Ich habe vier Finger und einen Daumen.
Bella: Ist der Daumen ein Finger?
Herr Meister: Ja, die Deutschen sagen: der Daumen ist ein Finger. Der
Daumen ist der dickste Finger. Louis, ist dieser Finger der Daumen?
Louis: Nein, Herr Meister, dieser Finger ist nicht der Daumen.
Herr Meister: Ist dieser Finger dick oder dünn?
Louis: Dieser Finger ist dünn.
* * * * *
Herr Meister: Anna, haben Sie einen Ring an dem Daumen?
Anna: Ha, ha, ha! Herr Meister, ich habe keinen (= nicht einen) Ring
an dem Daumen.
Herr Meister: Haben Sie einen Ring an dem vierten (= 4ten) Finger?
Anna: Ja, Herr Meister; ich habe einen Ring an dem vierten (= 4ten)
Finger.
Herr Meister: Ist Ihr Ring von Silber?
Anna: O, Herr Meister! Ich habe keinen Ring von Silber an meinem
Finger!
Herr Meister: Ist er (= der Ring) von Gold?
Anna: Ja, er ist von Gold.
Herr Meister: Ja, Anna, er ist von Gold; und Sie haben eine Perle in
dem Ringe. Sie haben auch einen Ring von Gold, Bella; aber Sie haben
keine Perle; Sie haben einen Diamanten; und Sie, Louis, haben keinen
Diamanten und keine Perle; Sie haben einen grünen Stein. Ich habe auch
einen Ring mit einem grünen Steine. Hier ist mein Ring. Sind die Ringe
rund, Louis?
Louis: Ja, die Ringe sind rund.
Herr Meister: Ist die Orange auch rund?
Louis: Ja, die Orange ist auch rund.
Herr Meister: Ist der Apfel rund?
Louis: Ja, der Apfel ist rund.
Herr Meister: Ist der Ball auch rund?
Louis: Ja, der Ball ist auch rund.
Herr Meister: Haben Sie einen Ball?
Louis: Ja, Herr Meister, ich habe einen Ball.
Herr Meister: Ist Ihr Ball gelb, wie die Orange?
Louis: Nein, Herr Meister; mein Ball ist nicht gelb, wie die Orange,
und er (= der Ball) ist nicht braun, nicht rot und auch nicht weiß,
wie das Linnen.
Herr Meister: Ist Ihr Ball wie die Kohle?
Louis: Ja, Herr Meister; er (= der Ball) ist wie die Kohle.
Herr Meister: Ah, ich verstehe. Ihr Ball ist schwarz.
Bella: Ist die Kohle schwarz, Herr Meister?
Herr Meister: Ja, die Kohle ist schwarz.
* * * * *
Herr Meister: Anna, ist Webster ein Amerikaner oder ein Deutscher?
Anna: Webster ist ein Amerikaner.
Herr Meister: Ist sein (= Websters) Wörterbuch deutsch oder englisch?
Anna: Sein (= Websters) Wörterbuch ist englisch und nicht deutsch.
Herr Meister: Anna! Sie sprechen so gut deutsch! Kann Ihr Vater
deutsch sprechen?
Anna: Nein, Herr Meister; mein Vater kann nicht deutsch sprechen, und
meine Mutter auch nicht.
Herr Meister: Louis, können (= ich kann--Sie können) Ihre Eltern
deutsch sprechen?
Louis: Was ist das »Eltern«?
Herr Meister: »Eltern« ist e_i_n Wort für Vater und Mutter.
Louis: Danke, ich verstehe. Meine Mutter kann nicht deutsch
s_p_r_e_c_h_e_n; mein Vater auch nicht; aber er (= der Vater)
v_e_r_s_t_e_h_t deutsch.
Herr Meister: Louis, haben Sie nicht einen Bruder?
Louis: Ja, Herr Meister; ich habe einen Bruder hier in New York; er (=
der Bruder) studiert im Colleg; er kann deutsch verstehen und
sprechen; und ich habe auch einen Bruder in Berlin.
Herr Meister: In Berlin?
Louis: Ja, in Berlin. Mein Bruder Albert ist in Berlin.
* * * * *
Louis: Herr Meister, ich habe hier ..... O, was ist das, Herr Meister?
Herr Meister: Ah, kommen Sie von der Post?
Louis: Ja, Herr Meister.
Herr Meister: Das ist ein Brief!
Louis: Und ich kann den Brief nicht verstehen.
Herr Meister: Nicht? Warum nicht?
Louis: Der Brief ist nicht englisch. Hier ist er (= der Brief), Herr
Meister.
Herr Meister: Ah, ich sehe. Der Brief ist deutsch. Er (= der Brief)
ist von Ihrem Bruder Albert. Darf ich ihn (= den Brief) laut lesen?
Louis: Ja, Herr Meister. Lesen Sie ihn (= den Brief) laut.
Herr Meister: Der Brief beginnt so:
B_e_r_l_i_n, den 6ten (= sechsten) September 1878.
Mein guter Bruder Louis!
Ich sende dir (= Louis) hier einen deutschen Brief. Du verstehst kein
Deutsch? O, lerne, mein Bruder, lerne es (= Deutsch); das ist gut für
dich (= Louis). Ich muß hier auch viel lernen; o, so viel: Anatomie,
Botanik, Chemie, Mathematik, Astronomie und die deutsche Sprache. Hier
sprechen alle deutsch. Die Universität hier ist gut. Drei tausend (=
3000) Studenten sind hier aus Deutschland, England, Frankreich,
Spanien, Italien; aus Afrika und Asien; Australien und Amerika. Unser
Cousin Leo aus Boston ist auch hier. An der Universität sind gute
Professoren; und die besten sind: Sanders und Langenbeck, Virchow und
Helmholtz.
Oft sehe ich den Kaiser Wilhelm und seinen Sohn Friedrich Wilhelm; das
ist der Kronprinz von Deutschland. Der Kaiser ist nicht mehr jung; er
ist alt. Sein (= des Kaisers) Haar und sein Bart sind weiß. Den
Fürsten Bismarck sehe ich auch oft »Unter den Linden.« »Unter den
Linden« ist die feinste Straße hier, wie die {Fifth Avenue} in New
York. An dem einen Ende der Linden ist der Palast des Kaisers und das
Monument Friedrichs des Großen; an dem andern Ende ist ein Park. Der
Name dieses Parks ist »der Tiergarten.« O, da (= in dem Tiergarten)
ist es schön! Aber im Central-Park in New York ist es noch
schöner. Sind die Eltern (= Vater und Mutter) wohl? Ist Schwester
Martha wohl und Bruder Otto auch? Adieu, mein guter Louis!
Dein Bruder
Albert.
Hier endet der Brief.
* * * * *
Louis: O, Herr Meister! Ich verstehe den Brief! Ich verstehe Deutsch!
Anna: Und ich auch!
Herr Meister: Und Sie, Fräulein Bella? Sie sind so still, Sie sagen
kein Wort. Verstehen Sie den Brief nicht?
Bella: O ja, Herr Meister; aber ich verstehe nicht alle Wörter.
Herr Meister: Mein Fräulein, sagen Sie mir die Wörter, die Sie nicht
verstehen. Hier ist der Brief.
Bella: Danke, Herr Meister. Hier ist: Berlin, den sechsten September,
ein tausend acht hundert und ....
Herr Meister: Achtundsiebzig.
Bella: Achtundsiebzig. Ich verstehe a_c_h_t. Was ist s_i_e_b_z_i_g?
Herr Meister: Verstehen S_i_e das Wort s_i_e_b_z_i_g, Louis?
Louis: Nein, das Wort verstehe ich nicht.
Anna: Ich auch nicht.
Herr Meister: Siebzig ist: zehn und zehn und zehn und zehn und zehn
und zehn und zehn. -- Das ist sieben (= 7) mal (= ×) zehn (= 10); und
sieben mal (= ×) zehn ist siebzig (= 7 × 10 = 70).
Louis: Ich verstehe nun das Wort siebzig.
Herr Meister: B_e_r_l_i_n ist ein Name; S_e_p_t_e_m_b_e_r ist ein
Monat; a_c_h_t_z_e_h_n_h_u_n_d_e_r_t_a_c_h_t_u_n_d_s_i_e_b_z_i_g ist das
Jahr.
* * * * *
Herr Meister: Louis, was wollen Sie sagen?
Louis: Was ist zehn (= 10) und eins (= 1)?
Herr Meister: Zehn und eins ist elf (= 11). Zehn und zwei ist zwölf (=
12). Zwölf ist ein Dutzend. Sechs (= 6) ist ein halbes (= 1/2)
Dutzend; drei ist ein viertel (= 1/4) Dutzend; vier ist ein drittel (=
1/3) Dutzend. Zehn und drei ist dreizehn (= 13).
Anna: Die Mutter von meiner Mutter ....
Herr Meister: Die Mutter von meiner Mutter! Das ist meine Großmutter,
Fräulein Anna.
Anna: Danke, Herr Meister. Meine Großmutter sagt: »Anna! Anna!
Dreizehn Personen im Hause,--o, das ist nicht gut! nein! nein! nein!«
Alle (lachen): Ha, ha, ha!....
Herr Meister: Sie lachen! Denken Sie nicht so?
Louis: O, nein. Dreizehn ist so gut wie zwölf, wie elf und wie
zehn. Herr Meister, wie viel ist zehn und vier?
Herr Meister: Das ist vierzehn (= 14).
Louis: Und zehn und fünf?
Herr Meister: Zehn und fünf ist fünfzehn (= 15).
Louis: Und zehn und sechs (= 6)?
Herr Meister: Das ist sechzehn (= 16). Nach sechzehn (= 16) kommt
siebzehn (= 17); nach siebzehn (= 17) kommt achtzehn; dann neunzehn (=
19) und dann zwanzig (= 20).
Louis: Was ist zwanzig (= 20) und zehn?
Herr Meister: Zwanzig und zehn ist dreißig (= 30). Dreißig und zehn
ist vierzig (= 40). Vierzig und zehn ist fünfzig (= 50). Fünfzig ist
ein halb hundert. Fünfzig und zehn ist sechzig (= 60). Sechzig und
zehn ist siebzig (= 70). Siebzig und zehn ist achtzig (= 80). Achtzig
und zehn ist neunzig (= 90). Neunzig und zehn ist hundert (=
100). Zehn mal hundert ist tausend (= 1000). Zehn mal tausend ist
zehntausend (= 10,000). Zehn mal zehntausend ist hunderttausend (=
100,000). Zehn mal hunderttausend ist eine Million (1,000,000).
Anna: O, das ist schön (= gut)! Nun kann ich addieren und
multiplizieren mit deutschen Zahlen.
Bella: In dem Briefe ist noch ein anderes Wort, das ich nicht
verstehen kann: F_ü_r_s_t B_i_s_m_a_r_c_k.--Bismarck ist der Name;
das verstehe ich; was ist F_ü_r_s_t?
Herr Meister: Das Wort ist ein Titel. Baron ist auch ein Titel.
Bella: Das verstehe ich.
Herr Meister: Verstehen Sie alles?
Bella: Ja, ich verstehe alles, Herr Meister.
Louis: Und ich auch.
Anna: Und ich auch.
Herr Meister: Das ist gut. Hier ist Ihr Brief, Louis.
Louis: Danke.
* * * * *
Anna: Das Papier ist so fein. Ist alles Papier in Deutschland so fein,
Herr Meister?
Herr Meister: Fräulein Anna, das Papier in Deutschland ist wie das
Papier in Amerika. Man (= die Personen) hat dünnes Papier und dickes;
feines Papier und grobes.
Anna: Grobes Papier?
Herr Meister: Ja;
grob ist nicht fein, fein ist nicht grob;
dick ist nicht dünn, dünn ist nicht dick;
kalt ist nicht warm, warm ist nicht kalt;
lang ist nicht kurz, kurz ist nicht lang;
weise ist nicht dumm, dumm ist nicht weise.
Können Sie das verstehen, Anna?
Anna: Ja, Herr Meister, das kann ich gut verstehen.
Herr Meister: Ist das Papier an diesem Buche grob?
Anna: Nein, es (= das Papier) ist nicht grob, es ist fein.
Louis: Herr Meister, was für ein Buch haben Sie in der Hand?
Herr Meister: Welches Buch, Louis? Ich habe zwei (= 2) Bücher; eins
(= 1 Buch) habe ich in der einen Hand und eins in der andern Hand. Die
eine Hand ist meine rechte Hand; mit der rechten Hand schreibe
ich. Ihr Bruder Albert hat den Brief mit der rechten Hand geschrieben
(ich schreibe, ich schrieb, ich habe geschrieben) und nicht mit der
linken Hand. Können Sie mit der linken Hand schreiben, Louis?
Louis: Nein, ich kann nicht mit der linken Hand schreiben. Ich spreche
von dem Buche in Ihrer (= Herrn Meisters) rechten Hand, Herr Meister.
Herr Meister: Das Buch in meiner rechten Hand ist von Goethe.
Anna: Goethe? Das ist ein deutscher Poet. Nicht wahr, (= ist es nicht
so,) Herr Meister?
Herr Meister: Gewiß, (= so ist es,) Fräulein Anna; Goethe ist ein
deutscher Dichter (= Poet).
* * * * *
Herr Meister: Was für ein Buch ist dieses hier in meiner linken Hand?
Ah, es ist ein altes, altes Buch, und es ist ein gutes Buch.
Anna: Ah, ich sehe. Das ist die ..... die .....
Herr Meister: Die Bibel.
Anna: Ja, die Bibel.
Louis: Das ist eine deutsche Bibel.
Herr Meister: Hier ist die erste (= 1te) Seite.
Bella: O, das kann ich lesen! »Im Beginne machte Gott den Himmel und
die Erde.« Verstehen Sie das, Louis?
Louis: Ja, Fräulein Bella.
* * * * *
Louis: Herr Meister!
Herr Meister: Herr Louis?
Louis: Ich kann meines Bruders Brief nicht lesen.
Herr Meister: Nicht?
Louis: Nein. Die Konsonants und .....
Herr Meister: Sagen Sie nicht Konsonants. Sagen Sie:
Konsonanten. Konsonants ist englisch.
Louis: Die Konsonanten und die ..... die ..... die .....