Schrifttum über den Plauenschen Grund bei Dresden

Zusammengestellt von den Mitarbeitern an der Sonderarbeit über den

Plauenschen Grund.

1. 1685 Schieferbüchlein des Wahlen Johann Beagen. Ob

tatsächlich bestehend, ist unbekannt. Es enthält heute

lächerlich erscheinende Vorstellungen von dem Gold- und

Silberreichtum des Plauenschen Grundes.

2. 1728 Joh. Gottl. Horns, …, Nützlicher Sammlungen

zu einer Histor. Handbibliothek Zweyther Theil,

worinnen enthalten (u. a.) 6. Joh. Beggens (Beagens)

Nachricht von den im Plauischen Grunde und anderwerts

befindlichen Gold- Silber- und Kupffer-Ertzten.

3. 1739 P(astor) M(üller) in Pesterwitz.

Einladungsschreiben an seinen Freund zum angenehmen

Landleben. – Heimatfrohe, idyllische Schilderung der

ländlichen Annehmlichkeiten.

4. 1740 Micranders poetische Gedanken auf den am 17.

November im Plauenschen Grunde gefangenen Adler. In.:

~Curiosa Saxonica~, S. 15/16.

5. 1752 Grundig, Neue Versuche nützlicher Sammlungen

zu der Natur- und Kunstgeschichte, sonderlich von

Ober-Sachsen, zweyter Band.

6. 1756 Richter. Gedanken über eine schöne Gegend im

Plauischen Gebürge. Ode in: Dreßdener Gelehrte

Anzeigen … – Gemeint ist die Karlsburg (heute

Begerburg).

7. 1767 Ch. Schulze. Nachricht von den an verschiedenen

Orten in Sachsen gefundenen Todtentöpfen usw. –

Berichtet über die Coschützer Funde.

8. 1769 v. Nimptsch. Poetische Beschreibung des Vergnügten

Landlebens … – Bezieht sich vor allem auf Roßthal.

9. 1769 C. C. Thiele. Schönheiten der Natur in den

lustigen Gegenden von Meißen bis Dresden. – Gedicht

über Pesterwitz.

10. 1780 Wezel. Herrmann und Ulrike. – Ein Roman, in

dem sich Absolutismus und Barock, Philanthropismus

und Idylle widerspiegeln. Die beiden Helden treffen

einander einmal im Plauenschen Grund, der dabei eine

vortreffliche Beschreibung erhält.

11. 1781 (v. Weingart). Beschreibung des Plauischen Grundes

bey Dresden. Nebst einer umständlichen Nachricht von

den verschiedenen Steinarten, Versteinerungen und

anderen Merkwürdigkeiten desselben. Mit Kupfern.

12. 1782 Hofrat Daßdorf. Beschreibung der Churf. Res.-St.

Dresden II S. 713 ff. Der Plauensche Grund.

13. 1788 J. C. H(asche). Magazin der Sächsischen

Geschichte, Bd. 5. – Enthält ein langes, etwas mäßiges

Gedicht über die »Grüne Hoffnung«.

14. 1786 und 1789 Dichterische Schilderungen von den

berühmtesten romantischen Lustörtern und malerisch

schönen Gegenden in Sachsen, vorzüglich um Dresden,

Meißen und Pirna etc. Mit darstellenden Kupfern

nach der Natur gezeichnet von Günther. – Treffliche

idyllische Schilderungen von Reisewitzens Garten und

dem Tale.

15. 1799 W. G. Becker. Der Plauische Grund bei Dresden. Mit

Hinsicht auf Naturgeschichte und schöne Gartenkunst.

– Umfangreichstes und grundlegendes Werk der älteren

Zeit. Als Vorbild dient dem Verfasser das Seifersdorfer

Tal.

16. 1802 Malerische Darstellungen aus Sachsen. – Zum Teil

märchenhafte Schilderung, wie Sylphiden, Gnomen,

Salamander den Wanderer führen und ihm das Tal in

seiner schönen Natur und seiner Auswertung durch den

Menschen zeigen.

17. Historische Nachrichten von der Sächsischen

Holzflößerei, S. 235 Weißeritzflöße.

18. 1807 (Erdmann) Gemälde aus dem Plauenschen Grunde

bei Dresden in Unterhaltungen mit einem Nordländer.

Gedruckt zum Besten der blessierten Sachsen und der

Familien, die durch den Krieg gänzlich verarmt sind. –

Schwärmerische Darstellung einem Nordländer gegenüber,

der solche Herrlichkeiten in seiner Heimat nicht findet.

Landesverein Sächsischer Heimatschutz — Mitteilungen Band XVI, Heft 3–6 · 第 72 / 99 题