Aufnahme von Albert Wiese, Studienrat, Dresden-Leubnitz

Abb. 4. =Kunstguß aus der König-Friedrich-August-Hütte (alter

Eisenhammer)=]

Als eine Besonderheit der damaligen Zeit, die noch nicht so hart und

rastlos war wie heute, sind die Knappschaftsfeste und die regelmäßigen

Kirchenparaden zu nennen, die Baron von Burgk veranstaltete und

bei denen seine in Kompagnien eingeteilten Leute gleich ihm in

schmucker Uniform erschienen. 1846 trugen gegen tausend Mann seiner

Bergwerks- und Hüttenbelegschaft die von ihm im Jahre 1828 eingeführte

Paradeuniform. Dadurch, daß auch die Männer vom Leder der Paradeuniform

nicht entbehrten, gingen Romantik und altehrwürdige Traditionen

des sächsischen Erz- und Kohlenbergbaues auf den industriellen

Hüttenbetrieb, der ja erst eine Schöpfung des neunzehnten Jahrhunderts

war, über. Infolgedessen hatten sich heimische Werkmänner im Gegensatz

zu den westfälischen und oberschlesischen manche bergmännischen Sitten

und Gebräuche angeeignet.

[Illustration:

Landesverein Sächsischer Heimatschutz — Mitteilungen Band XVI, Heft 3–6 · 第 45 / 99 题