die Radierung der Tempelaustreibung sind bar allen religiösen
Antriebes. Thema ist die erregende Dramatik des Geschehens. Dort der
wie ein Blitz niederfahrende Engel, der die Hand des zurückschreckenden
Abraham mit rohem Griff umklammert, daß ihr das Messer entfällt. Hier
Christus mit geschwungener Geißel inmitten der auseinanderstiebenden
Menge. Hier wie dort: ein erregender Aktus von durchaus profaner
Tatsächlichkeit. Man kennt das Stoffliche von der Lektüre der Bibel
her, dies ist die einzige religiöse Assoziation. Welche seelischen
Möglichkeiten auch in einer solchen Szene, die von vornherein gänzlich
auf theatralische Wirkung eingestellt zu sein scheint, liegen, macht
Dürers Blatt aus der kleinen Passion deutlich, das übrigens von
Rembrandt für seine Radierung benutzt wurde. Statt der Menge der
Händler wenige ins Dunkel zurücktretende Gestalten; in der Mitte des
Raumes Christus, licht vor düsterem Hintergrund, ernst, feierlich
mit wuchtigen Strichen gegeben. Die Formsprache der Zeit, aber von
persönlich ergriffener Andacht erfüllt, während der junge Rembrandt
durchaus in der Tradition seines Lehrers Lastman lebt, den Stoff in der
zeitgemäßen barocken Formulierung prägt und als persönliche Leistung
nur das Pathos stürmischer Aktion gibt.
[Illustration:
Phot. F. Bruckmann A.-G., München
David vor Saul]
[Illustration:
Phot. F. Bruckmann A.-G., München
David, vor Saul die Harfe spielend]
[Illustration:
Phot. F. Bruckmann A.-G., München
Die Anbetung der Hirten]
[Illustration: Die Predigt Christi]
Auch bei einem Bild, wie die Auferstehung von 1639 (Pinakothek) beruht
die Wirkung durchaus auf der im Grund doch virtuosen Gegenüberstellung
der flimmernden Engelwolke und der Finsternis des Vordergrundes
mit den taumelnden Wächtern; ein peinlicher Anblick, wie Christus,
eine wächserne Puppe, mühsam im Sarkophag, dessen Deckel der
Engel hochwälzte, sich erhebt. Mit welch schlagender unerbittlicher
Eindringlichkeit wurde das Wunder solchen Geschehens bei Grünewald
malerische Tat: unten die niederstürzenden Wächter, in der Höhe
schwebend Christus, breit und mächtig in leuchtender Herrlichkeit, im
triumphierend flatternden Gewand, mit feierlich erhobenen Händen, die
die Wundmale zeigen. Ist das Licht für Rembrandt (in diesen Jahren) ein
zu vollkommener Virtuosität ausgebildetes Kunstmittel, so bei Grünewald
notwendiger sinnlicher Ausdruck metaphysischer Verklärung.
In der Mitte des Lebens geschieht der entscheidende Durchstoß zur
Religiosität: In den Bildern der heiligen Familie, deren schönstes
die Casseler Holzhackerfamilie ist. Es heißt nur den Anteil der
holländischen Zeitstimmung erörtern, wenn man bemerkt, daß die Szene
jetzt in das gemütliche Stubeninnere verlegt wird. Religiös ist hier,
wie menschliches Gefühl in seiner innerlichsten Regung bloßgelegt wird:
wie die Mutter, selig das Haupt geneigt, das Kind mit beiden Händen
an sich drückt; wie alles übrige in Dämmerung versinkt, um das sanfte
Wunder nicht zu stören. Aus dem Geheimnis der Mütterlichkeit fließt das
Erlebnis der Religiosität. Dies ist das Neue, bisher nicht Dagewesene.
Immer ist in den mittelalterlichen Marien ein Rest von Scheu, von
Feierlichkeit, von Unnahbarkeit. Nur Leonardos traumhaft sich neigenden
Madonnen und der Maria im Rosenhag des Isenheimer Altars scheint eine
Ahnung von solch strömender Hingabe innezuwohnen.
In den letzten fünfzehn Jahren seines Lebens hat Rembrandt keine
profane Historie mehr gemalt oder radiert. Mit zwei Ausnahmen: das
Civilisbild, das nicht aus eigener Initiative, sondern auf Grund
eines Auftrages der Stadt Amsterdam entstanden ist. Und selbst in
dieser weltlichen Darstellung tritt die politische Aktion hinter der
feierlichen liturgischen Stimmung gänzlich zurück. Und ähnliches gilt
von dem andern Gemälde „Jupiter und Merkur bei Philemon und Baucis
zu Gast“. Das Verhältnis hat sich umgekehrt: konnte man bisweilen
stofflich religiöse Darstellungen der Jugend für profane Geschichten
halten (den drohenden Simson beispielsweise), so wird jetzt der
weltliche Stoff von religiöser Stimmung erfüllt.
Weitergehend die Frage: welche religiösen Stoffe haben Rembrandt in
diesen fünfzehn Jahren angezogen? Wenn man die Reihe dieser reichlich
zwei Dutzend Stücke vorüberziehen läßt, sieht man, daß es sich fast
ausschließlich um Themen handelt, die zu getragener feierlicher
Stimmung neigen. Alles Handlungsmäßige, alle Aktion wird gleichgiltig.
Keine Auferstehung, keine Himmelfahrt, keine Wunderwirkung. Wo sie, die
Aktion, ausnahmsweise -- bei dem die Tafeln zerschmetternden Moses,
beim Jakobskampf -- Bildinhalt ist, erscheint ihre Äußerung unwichtig
gegenüber dem gewaltigen Sprung innerer seelischer Kraft, die das Bild
baut.
Was bleibt, ist das tiefst Menschliche, im läuternden Feuerofen des
Leidens und der Ergebung religiös und Gleichnis geworden. Es ist nicht
ohne Wichtigkeit, den spezifisch religiösen Antrieb zu betonen; man
erlebt es (bei den Zeichnungen etwa) vor jedem einzelnen Blatt von
neuem: wieviel an Innigkeit, Gelöstheit, Blutwärme hat jede (stofflich)
religiöse Handzeichnung den Civilisentwürfen etwa gegenüber voraus, die
doch an sich zu den ausdrucksvollsten zeichnerischen Dokumenten dieser
Jahre gehören.
* * * * *
Baldinucci ist es, glaube ich, der berichtet, Rembrandt habe der
Sekte der Menoniten zugehört. Anderen erscheint er im kalvinischen
Holland tief verwurzelt und wieder andere wollen in seinen Spätwerken
Strömungen einer katholischen Frömmigkeit sehen. Dies ist alles
irgendwie richtig und erschöpft doch das Wesentliche nicht. Wir
wissen aus gelegentlichen Überlieferungen, daß er in gleicher Weise
freundschaftlich mit Juden, Katholiken und Kalvinern verkehrte. Dieses
Werk, gläubig wurzelnd im biblischen Wort, ist gleich weit entfernt von
modernem pantheistischen Gottgefühl wie von mittelalterlicher fußfällig
demütiger Gottergebung. Anbetung ist Andacht geworden. Ist nicht das
Gefühl der Gottnähe, der Brüderlichkeit mit Gott, und das schweigende
starke Verstummen vor seinem unergründlichen Geheimnis der eigentliche
Antrieb dieser Gebärde?
Denn nunmehr ist die feierliche, aus sanft verklärter Dunkelheit
tauchende Gebärde alles geworden. In ihr festigt und klärt sich zu
gleichnishafter Form: mitleidendes Gefühl, geballter Wille und die
geläuterte gelassene Erkenntnis des gotterschaffenen, im Unendlichen,
Unbegreiflichen schwingenden Alls.
Soll schließlich ein Wort den Sinn dieses Schaffens zusammenfassen,
wie er uns Heutigen sich darstellt, wie er hier in andeutendem Umriß
gezeigt wurde -- schließlich vermag Kunstbetrachtung nichts anderes als
Einstellung zu vermitteln; nicht Vollständigkeit ist das Ziel, sondern
Vorbereitung -- so ist es das Wort Religiosität.
Unnötig, zu versichern, daß es hier nicht als banale, modische Laune,
nicht als unklar schwärmende Stimmung begriffen werden darf, daß es,
da ja nur die Dialekte andere sind, aber über die Jahrhunderte hin der
Urlaut des Gefühls unverändert schwingt, für Rembrandt Wesensgleiches
bedeutet, wie für den romanischen Miniaturenmaler, die Mystiker,
Grünewald: Inniges Leben in Gott. Lobpreis der gottgeschaffenen
Kreatur, sei sie Acker, Mensch oder Tier.
Vielheitlichkeit äußerer Erscheinung wird in diesem Zeichen geläutert
und, ungeheuerlich gesteigert, in ihren unvergänglich gleichnishaften
Sinn gefaßt. Am Ende dieses Lebens wiegt es gleichviel: ob Landschaft,
ob Bildnis, ob religiöses Geschehen Thema ist.
Worte und Zeichen versinken. Die Liebe, in Gott brennender Dornbusch,
flammt; verwirklicht in Fläche und Form durch die Verklärung aller
Erscheinung.
[Illustration:
Phot. F. Hanfstaengl, München
Die Anbetung der Könige]
[Illustration:
Phot. F. Hanfstaengl, München
Die Rückkehr des verlorenen Sohnes]
_AUGUST L. MAYER_
Matthias Grünewald
Mit 68 meist ganzseitigen Abbildungen, zum Teil nach neuen Gesamt- und
Detailaufnahmen
Geheftet 11 Mark
Pappband 13 Mark. Halbleinenband 15 Mark
„Das Buch ist in doppelter Hinsicht eine bemerkenswerte Erscheinung: In
klarer gedrängter Form bietet es die wissenschaftlichen Ergebnisse der
weitläufigen Werke von H. A. Schmid und Hagen und ergänzt sie glücklich
durch eigene Schlüsse und Beobachtungen. Ferner aber gibt es mit
seinen durchweg musterhaften Abbildungen dem Leser beinahe das gesamte
malerische und zeichnerische Werk Grünewalds an die Hand.“
R. Oldenbourg in Münchner Neueste Nachrichten.
„Sein Bestes gibt Mayer in der systematischen Analyse, die zu der
Kompositionsweise und zum Farbenaufbau Grünewalds viel Treffendes und
stets Selbstbeobachtetes sagt, geistvoll das Verhältnis Grünewalds zur
Naturstudie, zu der Kunst Dürers und zur italienischen erörtert.“
H. Eßwein in Münchner Post.
„Ein ausgezeichnetes, wohlfeiles, neues Grünewaldbuch, klar und mit
besonnener Begeisterung geschrieben. Keine deutsche Familie darf
künftig ganz ohne Grünewald sein. Gerade heute ist Grünewald uns näher
denn je, einmal, weil er wie keiner Leiden und maßlosen Schmerz, wie
keiner aber auch die Erlösung des Geistes von der Materie zu künden
weiß.“
R. Paulsen in Deutsche Zeitung.
„Wenn ich dieses Buch als Erinnerungs- und Gedächtniswerk rühme, so
tue ich es nicht zum wenigsten wegen des reichen und trefflichen
Bildermaterials. In 68 ausgezeichneten Photo-Reproduktionen ersteht
Grünewalds Werk, soweit es uns überliefert ist. Der „Isenheimer Altar“
findet besondere Berücksichtigung, und es ist dem Buche vorzüglich zu
danken, daß dem Leser neben dem Gesamteindrucke jeder Tafel und jeder
thematischen Folge auch Gelegenheit geboten ist, an Einzelheiten die
malerische Kraft Grünewalds zu studieren. Er erkennt die wundersame
Belebung des Details, die psychologischen Erleuchtungen im Ausdruck
nicht nur des Gesichtes, nein, auch der Haltung, der Hände, der Finger
neben den genialen malerischen Gesichtspunkten des Arrangements, der
linearen Komposition und der Bildausfüllung.“
Richard Rieß in Freie Bahn, München.
Delphin-Verlag/München
_AUGUST L. MAYER_
El Greco
Eine Einführung in das Leben und Wirken des Domenico Theotocopuli
genannt El Greco
Mit 70 Abbildungen. Zweite Auflage
Geheftet 7 Mark
Halbleinenband 9 Mark
„Eine sachliche, ruhig abwägende Arbeit, die unbekümmert um
Modeströmungen ein lebendiges Bild vom künstlerischen Wollen des Greco
zu entrollen versucht.“
Kunstwart.
Kleine Velazquez-Studien
Mit 15 Abbildungen
Geheftet 7 Mark. Pappband 9 Mark
„Diese Studien zeigen an einigen besonders interessanten Werken aus dem
Oeuvre des Velazquez, wieviel trotz der Arbeiten von Justi und Beruete
noch in der Chronologie der Bilder des Künstlers zu tun bleibt. Der
Verfasser zieht nicht nur ein reiches künstlerisches, sondern auch ein
umfassendes archivalisch-genealogisches Material zur Prüfung heran.“
Kunstchronik.
Expressionistische Miniaturen des deutschen Mittelalters
Mit 32 Tafeln
Geheftet 21 Mark. Pappband 27 Mark
„Da eine populäre Darstellung mittelalterlicher Miniaturen fehlt, wird
das Buch sicherlich große Verbreitung finden. Dank und Lob gebühren dem
Verlag für die gute Wiedergabe und Ausstattung.“
Das Kunstblatt.
Delphin-Verlag/München
_FRITZ BURGER_
Cézanne und Hodler
Einführung in die Probleme der Malerei der Gegenwart
Mit 195 Abbildungen. Zwei Bände
Dritte Auflage
Geheftet 26 Mark. Halbleinenband 34 Mark
„Seit Lessings Laookon ist vielleicht nicht wieder ein so tiefgründiges
Werk über die Probleme der Malerei geschrieben worden.“
Rheinische Hochschulzeitung.
„Burger bemüht sich, mit dem ganzen Apparat des Kunstwissenschaftlers,
dem Gesetz der Gestaltung nahezukommen. Er rückt manchmal etwas
stofflich aber niemals falsch Kunstwerke aus entlegenen Sphären
zusammen, vergleicht einen Hodler mit einem Klinger, Böcklin, Renoir,
Runge, einen Cézanne mit Rembrandt, Delacroix, Greco, Tizian, Rujsdael,
Marées, Trübner, stellt einen Genin neben Millet, einen Gauguin neben
Corot, Böcklin neben Courbet, Monet neben Matisse, immer mit der
Absicht, dadurch etwas vom Wesen der Gestaltung und des Gestalters
anschaulich zu machen.“
Paul Westheim im Berliner Tageblatt.
Weltanschauungsprobleme und Lebenssysteme in der Kunst der Vergangenheit
Mit 65 Abbildungen
Kartoniert 12 Mark. Halbleinenband 16 Mark
„Diese erste Niederschrift eines unvollendet gebliebenen Buches hat den
vollen Reiz einer Auseinandersetzung mit den tiefsten und drängendsten
Problemen, die mehr erlebt als durchdacht, mehr gesprochen als
geschrieben ist.“
Die bildenden Künste.
„Der erste Versuch, die europäische Kunst in den Komplex der
Gesamtkunst aller Länder und Zeiten einzuordnen.“
Der neue Tag.
Delphin-Verlag/München
_MAX RAPHAEL_
Von Monet zu Picasso
Grundzüge einer Ästhetik und Entwicklung der modernen Malerei
Mit 30 zum Teil unveröffentlichten Abbildungen
Zweite Auflage
Geheftet 12 Mark. Halbpergament 16 Mark
„Trotz allem aber halte ich, ohne den Ausführungen des Autors in allem
zuzustimmen, neben den Schriften Kandinskys dieses Buch für die beste
Orientierungsmöglichkeit über die Bestrebungen der neuen Kunst.“
Dr. H. Sauermann i. d. Krit. Rundschau.
_HERMANN BAHR_
Expressionismus
Mit 20 Kupferdrucktafeln. Vierte Auflage
Geheftet 10 Mark. Pappband 13.50 Mark
„Er scheut nicht die Behauptung, daß in dem Expressionismus die tiefste
Sehnsucht unserer Zeit nach Ausdruck ringt. Die Welt ist mechanisiert.
Der Mensch schreit nach seiner Seele. Die Kunst schreit mit. Der Schrei
nach Geist -- das ist der Expressionismus.“
Neues Wiener Tageblatt.
_MAX PICARD_
Expressionistische Bauernmalerei
Mit 24 Lichtdrucktafeln. Zweite Auflage.
Kartoniert 20 Mark. Halbleinenband 24 Mark.
„Ein Buch, das seinen Wert schon dadurch hat, daß es ein nicht
beachtetes Gebiet des Kunstschaffens in die Literatur einführt
und damit überhaupt der Beachtung zuführt. Es handelt sich um die
Hinterglasbilder, die von einfältig naiven Dorfmalern als Votivstücke
geschaffen worden sind. Diese primitiven Gestaltungen ursprünglicher
Menschen, die nichts anderes als ergreifend wirkende Expressionen sein
konnten, nennt Picard ebenso schön wie treffend, das Volkslied in der
Geschichte der Malerei.“
Das Kunstblatt.
Delphin-Verlag/München
_KURT GERSTENBERG_
Deutsche Sondergotik
Eine Untersuchung über das Wesen der deutschen Baukunst im späten
Mittelalter
Mit 41 Abbildungen
Geheftet 14 Mark. Halbpergament 17 Mark
„Das Buch hat außergewöhnliche Qualitäten, ist von ungewöhnlicher
Intensität und größtem inneren Reichtum. Es gehört zu jenen besten
Büchern unserer Wissenschaft, die jeder Fachmann lesen muß. -- Der
Verfasser will nicht die Geschichte der deutschen Spätgotik schreiben,
sondern ihr Wesen untersuchen und es auf Bekanntes zurückführen, auf
die Sonderart deutschen Wesens.“
Dozent Dr. Paul Frankl.
_ERNST TROSS_
Das Raumproblem in der bildenden Kunst
Mit 14 Abbildungen
Geheftet 7.50 Mark. Ganzleinenband 10 Mark
„Es handelt sich also nun nicht mehr um das Problem der Form, sondern
um das Problem des Raumes, -- in der Tat eine wesentliche Klärung
und Vertiefung jener Theorie. Sein nicht geringes Verdienst liegt
aber darin, die Fiedler-Hildebrandische Lehre in den philosophischen
Grundlagen, besonders der Erkenntnistheorie fest verankert zu haben.
Wer sich um ihre Erfassung und Verarbeitung bemüht, für den wird das
vorliegende Buch unentbehrlich sein.“
Monatsheft für Kunstwissenschaft.
_JULIE VOGELSTEIN_
Von französischer Buchmalerei
Mit 77 Abbildungen auf 28 Lichtdrucktafeln
Geheftet 25 Mark. Gebunden 30 Mark
„Es wird hier versucht, das Wesen der Illumination als Buchschmuck zu
erkennen und in diesem Sinne gesondert zu betrachten. In systematischer
Gruppierung des Materials wird an prägnanten Typen die Beziehung der
Buchmalerei zur Buchseite in ideeller wie technischer Hinsicht gezeigt.“
Der Cicerone.
Delphin-Verlag/München
_ARTHUR RÜMANN_
Honoré Daumier als Illustrator
Mit 150 Abbildungen
Pappband 16 Mark
„Das geschmackvolle Buch zeigt drei Jahrzehnte französischen
Bürgertums in einem unvergleichlichen künstlerischen Niederschlag. Ein
schlichter, anspruchsloser Text verbindet die Fülle ausgezeichneter
Illustrationsproben, die eine Vorstellung von der unerschöpflichen
Fruchtbarkeit des Meisters erwecken.“
Die bildenden Künste.
_JOSEFA DÜRCK-KAULBACH_
Erinnerungen an Wilhelm von Kaulbach und sein Haus
Mit Briefen, 160 Zeichnungen und Bildern
Zweite Auflage
Pappband 12 Mark. Halbleinenband 15 Mark
„Der Wert dieses sehr hübschen Buches liegt im rein Menschlichen. Die
Verfasserin, eine Tochter Kaulbachs, zeichnet die Bilder ihrer Kindheit
und Jugend, den Kreis ihrer Eltern und Freunde, das alte München
vor siebzig Jahren ... Es ist ein Stück Großvaterzeit, ein Stück
Biedermeier, ein Stück Kindheit und verlorenes Paradies.“
H. Hesse.
_LOTHAR BRIEGER_
Das Kunstsammeln/Theorie und Technik
Mit 16 Abbildungen. Zweite Auflage
Pappband 5.50 Mark
„Es handelt sich hier um ein Nachschlagewerk für den Kunstkenner, wie
er es kürzer, inhaltreicher und handlicher kaum finden dürfte. Für den
Laien ist es eine Einführung, wie er sie besser gar nicht haben könnte.“
Werkstatt der Kunst.
Delphin-Verlag/München
Kleine Delphin-Kunstbücher
Die hübschen Bändchen bringen jeweils mindestens 24 Bilder in
guter Wiedergabe und geben nach einer knappen Einleitung glücklich
ausgewählte Proben von Briefen oder auch poetischen oder gedanklichen
Äußerungen der Meister.
Jedes Bändchen fest kartoniert 1.35 Mark Gesamtauflage eine Million
Bis jetzt sind erschienen:
1. Folge
+Spitzweg+, Reime und Bilder
+Schwind+, Briefe und Bilder
+Waldmüller+, Bilder und Erlebnisse
+Feuerbach+, Bilder u. Bekenntnisse
+Richter+, Aus beschaulicher Zeit
+Oberländer+, Heiteres und Ernstes
2. Folge
+Rethel+, Der Künstler und Mensch
+Rubens+, Der große Flame
+Thoma+, Der Malerpoet
+Menzel+, Werke und Dokumente
+Grünewald+, Der Romantiker d. Schmerzes
+Corinth+, Ein Maler unserer Zeit
3. Folge
+Leibl+, Ein deutscher Maler
+Murillo+, Der Maler der Betteljungen und Madonnen
+Wilhelm Busch+, Lustige Kleinigkeiten
+Daumier+, Der Meister der Karikatur
+Lionardo+, Bilder und Gedanken
+Hosemann+, Der Maler des Berliner Volkes
„Zu den lieblichsten Erscheinungen des Büchermarktes zählen die
seit einiger Zeit erscheinenden Delphin-Kunst-Bücher, kleine
Künstlermonographien in Wort und Bild, mit dem Bestreben, Seele und
Können des betreffenden Künstlers in Kürze, Klarheit und Schönheit zu
offenbaren.“
Augsburger Post-Zeitung.
„Hier ist mit feinstem Geschmack in der Bilderauswahl die trefflichste
Ausgestaltung des begleitenden und einführenden Textes zu einem
eindringlichen und harmonischen Ganzen gestaltet, sodaß ein lichtvolles
und wirkliches Bild der Künstlerpersönlichkeit entsteht.“
Mannheimer Tageblatt.
Delphin-Verlag/München
Romane und Novellen
HERMANN ESSWEIN. +Megander, der Mann mit den zween Köpfen. Geheftet
3.50 Mark, Halblederband 5.50 Mark.+
„Ein köstlicher Schalksgeist.“
Eduard Müller im Gothaischen Tageblatt.
ALFRED FANKHAUSER. +Peter der Tor und seine Liebe. Geheftet 7 Mark,
Pappband 9 Mark.+
„Alle die suchen, werden von diesem Tagebuch erschüttert, aber auch
bereichert und vertieft ihre Lebenswanderung fortsetzen.“
O. v. Greyerz im Berner Bund.
HANS FRANCK. +Das Pentagramm der Liebe. Geheftet 7 Mark, Pappband 9
Mark.+
„Die Urströme weiblicher Empfindung an den Quellen gefaßt.“
Leipz. N. Nachr.
A. M. FREY. +Kastan und die Dirnen. Geheftet 7 Mark, Pappband 9
Mark.+
„Verblüffend ist die Mischung von Brutalität und Weichheit, Grauen
und Komik, Perversität und Keuschheit ..., die dem Leser fast den
Atem nehmen.“
A. Bechthold in „Das neue Buch“.
A. M. FREY. +Solneman der Unsichtbare. Dritte Auflage. Mit 12
Holzschnitten von Nückel. Geheftet 9 Mark, gebunden 12.50 Mark.+
„Gehört zum Allerbesten, was die phantastische Literatur von heute
hervorgebracht hat.“
Thomas Mann.
LUDWIG GORM. +Päpstin Johanna. Zweite Auflage. Geheftet 5 Mark,
Pappband 7 Mark.+
„Ein klingendes und duftendes Gedicht menschlicher Liebe und
Leidenschaft und sündigen Ehrgeizes.“
Die Mainbrücke.
LUDWIG GORM. +Die Kinder von Genf. Geheftet 7 Mark, Pappband 9
Mark.+
„Ein schönes und reiches Buch, voll starker Farben und kraftvoller
Linien, voll tiefer Gedanken und eindringlicher Bilder.“
Fritz Böhme in Warschauer Zeitung.
HANNS JOHST. +Der Anfang. Geheftet 7 Mark, Pappband 9 Mark.+
„Ein Dichter mit durchaus eigener Sprache, ein Lohefeuer von Jugend,
Begeisterung und einer strahlend frischen Güte!“
Zwiebelfisch.
REINHARD KOESTER. +Der Gang des Gottlosen. Geheftet 7 Mark,
Pappband 9 Mark.+
Ein Entwurzelter und Entgötterter ringt, an allem zweifelnd, nach
neuem Halt. Freude ist letztes Ziel, dem der Gang des Gottlosen gilt.
Delphin-Verlag/München