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Lichtbühnen-Bibliothek

Lichtbild- und

Kino-Technik

Von F. Paul Liesegang

[Illustration: Dekoration]

~Erstes Heft :: Preis eine Mark~

Lichtbild- und

Kino-Technik

von F. Paul Liesegang

Lichtbühnen-Bibliothek Nr. 1

Herausgegeben von der Lichtbilderei

Volksvereins-Verlag GmbH., M.Gladbach 1913

Inhaltsverzeichnis

(Die beigefügten Zahlen bedeuten die Seiten)

Seite

Der Lichtbilderapparat und seine Wirkungsweise 5

Die allgemeine Anordnung (5). -- Der Kondensor (7). --

Das Objektiv (8). -- Zusammenarbeiten von Kondensor und

Objektiv (10). -- Einfluß der Lichtquelle (11). --

Ausführungsformen des Lichtbilderapparats (13). --

Die Lichtquellen 15

Das elektrische Bogenlicht 16

Spannung und Stromstärke (16). -- Gleichstrom und

Wechselstrom (17). -- Bogenlampe und Widerstand (17). --

Transformator und Umformer (18). -- Ausführungsformen der

Bogenlampe (19). -- Die Kohlenstifte (20). -- Zuleitung

und Sicherung (21). -- Kleine und starke

Bogenlichteinrichtung (22). -- Handhabung der Bogenlampe

(24). --

Das elektrische Glühlicht 26

Das Kalklicht 26

Wirkungsweise des Kalklichtes (26). -- Ersatz für

Leuchtgas (27). -- Die Kalklichteinrichtung (27). --

Handhabung des Kalklichtes (28). --

Das Azetylenlicht 31

Spiritus- und Gasglühlicht, Petroleumlicht 33

Zubehör zum Lichtbilderapparat 34

Der Bildhalter (34). -- Der Projektionsschirm (34). --

Das Stativ (36). -- Leselampe und Signal (36). --

Anschaffungs- und Betriebskosten des Lichtbilderapparats 36

Die Glasbilder und deren Aufbewahrung 39

Aufstellung und Handhabung des Lichtbilderapparats 40

Die episkopische Projektion (Projektion undurchsichtiger

Gegenstände) 43

Wissenschaftliche und mikroskopische Projektion 45

Der Lichtbilderapparat als Scheinwerfer 46

Der Lichtbilderapparat als photographischer

Vergrößerungsapparat 46

Die Darstellung lebender Lichtbilder (kinematographische

Projektion) 48

Wirkungsweise des Kinematographen (48). -- Das Flimmern

und Mittel zur Abhilfe (51). -- Die Konstruktion des

Transportmechanismus (52). -- Die Vervollständigung des

Kinematographmechanismus (54). -- Feuerschutzeinrichtungen

(57). -- Verbindung von Lichtbilderapparat und

Kinematograph (58). -- Das Kinematographenobjektiv (58).

-- Das Stativ (59). -- Die Umrollvorrichtung (61). --

Handhabung des Kinematographen 61

Behandlung und Pflege des Filmbandes 63

Fehlerhafte Erscheinungen beim Arbeiten mit dem

Kinematograph 65

Blaue Flecken oder gelbrote Ränder im Bildfelde (65). --

Verschwommene Lichtbilder (65). -- Ziehen des Bildes (65).

-- Vibrieren oder Tanzen des Bildes (66). -- Zerreißen

des Filmbandes oder Ausreißen der Perforation (66). --

Das kinematographische Aufnahmeverfahren 66

Die Herstellung der Trickfilme 68

Die wissenschaftliche Kinematographie 70

Sachregister 72

Der Lichtbilderapparat und seine Wirkungsweise

Die allgemeine Anordnung

Der Lichtbilderapparat ist nichts anderes als eine vervollkommnete

Form der #Laterna magica# wie wir sie aus der Kinderstube kennen.

[Illustration: #Fig. 1. Laterna magica.#]

Fig. 1 zeigt schematisch die Anordnung und läßt die wesentlichen

Bestandteile erkennen: das Gehäuse mit der Lichtquelle, hier einer

Petroleumlampe; die Sammellinse #C# in der Vorderwand des Gehäuses;

davor die Bildbühne #B#, in welche die Glasbilder eingesetzt werden

und weiter vorne, mit dem Gehäuse durch ein ausziehbares Rohr verbunden,

eine zweite Sammellinse #O#. Die Linse #C#, welche man Kondensor

nennt, hat die Aufgabe, die Lichtstrahlen zu sammeln und in einem Kegel

durch das davorstehende Glasbild zu werfen. Die Linse #O# anderseits,

die man als Objektiv bezeichnet, soll diesen Strahlenkegel aufnehmen und

derart geordnet auf die Wand leiten, daß dort ein vergrößertes, scharfes

Lichtbild entsteht. Die Eigenschaften, welche die einzelnen Bestandteile

des Apparats besitzen müssen, lassen sich hieraus direkt ableiten: das

Objektiv #O# muß zunächst solcher Konstruktion sein, daß es eine

scharfe Vergrößerung des Glasbildes entwirft, ferner muß es so groß im

Durchmesser sein oder, wie man sagt, eine so große »Öffnung« haben, daß

alle vom Kondensor kommenden Strahlen aufgefangen werden. Der Kondensor

#C# soll möglichst viele Strahlen der Lichtquelle aufnehmen, er soll

das davorstehende Glasbild gleichmäßig beleuchten und die Strahlen in

einem spitzen Kegel so nach vorne schicken, daß sie glatt ins Objektiv

gelangen. Die Lichtquelle muß kräftig sein, denn von ihrer Intensität

hängt die Helligkeit des Lichtbildes direkt ab; dabei soll die

leuchtende Fläche eine geringe Ausdehnung haben, weil der Kondensor nur

dann die Strahlen in einem hinreichend spitzen Winkel nach vorne werfen

kann. Hat die Lichtquelle nämlich eine zu große Ausdehnung, so werden

die Strahlen in Form eines breiten Büschels nach vorne geworfen, und das

Objektiv kann dann nur einen Teil davon auffassen. Der Apparat muß

naturgemäß derart gebaut sein, daß die beiden Linsensysteme in richtiger

Stellung zueinander angeordnet (»zentriert«) sind; er muß stabil sein

und genügend Platz für die Lichtquelle sowie für die Glasbilder bieten.

Das Glasbild (um auch dies hinzuzunehmen) soll klar sein in den

Lichtern, kräftig in den Umrissen und reich an Details, und die

Projektionswand endlich muß eine ebene, weiße Fläche bieten, die das

darauf geworfene Licht gehörig reflektiert.

[Illustration: Fig. 2. Lichtbilderapparat.]

Diese Forderungen nun, soweit sie an den Apparat gestellt werden, können

von den einfachen Linsen der in Fig. 1 dargestellten #Laterna magica#

nicht in befriedigender Weise erfüllt werden: die Beleuchtung ist keine

ausreichende, indem der Kondensor das zur Verfügung stehende Licht

schlecht ausnutzt, und vor allem fehlt es dem Lichtbild an Schärfe. Fig.

2 zeigt nun den verbesserten Apparat, und zwar mit der optischen

Ausrüstung, wie sie jetzt in der Regel gebraucht wird. Der Kondensor

#C# besteht aus zwei plankonvexen Linsen, während das Objektiv #O#

aus vier Linsen zusammengesetzt ist und einen Trieb zum Scharfeinstellen

besitzt. Der Gang der Lichtstrahlen ist punktiert eingezeichnet; man

ersieht daraus, daß die Strahlen durch die erste Kondensorlinse parallel

gemacht und dann durch die zweite Linse gesammelt werden.

Der Doppelkondensor ist im folgenden Bilde unter #A# für sich

dargestellt. Daneben sehen wir zwei Formen von dreifachen Kondensoren.

Der Zusatz einer dritten Linse bewirkt, daß die Lampe näher an den

Kondensor herankommt, und daß infolgedessen mehr Licht aufgenommen

wird. Unter #D# und #E# ist dies angedeutet; man sieht, daß der

dreifache Kondensor, welcher bei #B# und #E# durch Vorsetzen

einer Meniskuslinse, bei #C# durch Zwischensetzen einer

bikonvexen Linse hergestellt ist, einen größern Winkel auffaßt als der

Doppelkondensor. Die dreilinsige Ausführung wird hauptsächlich bei

größern Kondensoren, z. B. solchen von 15 #cm# Durchmesser, angewandt.

Der Kondensor

[Illustration: Fig. 3. Doppelter und dreifacher Kondensor.]

Der Kondensor muß im Durchmesser so groß sein, daß er die Glasbilder

ausbeleuchtet. Die Glasbilder nun, welche man im Handel bekommt, haben

das Außenformat 8-1/4 × 8-1/4 oder 8-1/2 × 10 #cm#; das Innenmaß, d.

h. die eigentliche Bildgröße, beträgt in der Regel etwa 7 × 7 #cm#. Um

ein solches Bild von 7 × 7 #cm# bis in die Ecken zu beleuchten,

braucht man, wie Fig. 4 links zeigt, einen Kondensor von 10 #cm#

Durchmesser. Man benutzt daher für die gewöhnlichen Projektionsapparate

Beleuchtungslinsen von 10 bis 11-1/2 #cm# Durchmesser. Für größere

Glasbilder ist ein Apparat mit entsprechend größerem Kondensor

erforderlich; aus Fig. 4 rechts ist zu ersehen, daß das Bildmaß 9 × 12

#cm# Linsen von 15 #cm# Durchmesser verlangt. Benutzt man einen

Kondensor, der wesentlich größer ist als das Glasbild, so geht nur ein

Teil des Lichtes durch das Bild hindurch, und alle übrigen Strahlen

gehen verloren. Indessen kann man diesen Lichtverlust in der Weise

vermeiden, daß man die Bilder, welche sonst dicht vor den Linsen stehen,

weiter nach vorn in den Strahlenkegel bringt, wo dieser enger ist. Es

wird dann das ganze Licht darauf konzentriert.

[Illustration: Fig. 4. Kondensordurchmesser und Bildgröße.]

Das Objektiv

Als Projektionsobjektiv wird meistens das von Petzval erfundene

Porträtobjektiv benutzt; es besitzt eine große Lichtstärke und läßt sich

in ausreichend guter Qualität verhältnismäßig billig herstellen. Das

Instrument besteht aus vier Linsen, die in einem Messingrohr sitzen. Die

beiden Vorderlinsen sind verkittet, während die Hinterlinsen durch einen

schmalen Ring getrennt sind. Man tut gut, sich die Anordnung der Linsen

zu merken, damit man sie nach dem Reinigen wieder richtig einsetzt.

[Illustration: Fig. 5. Petzvalsches Objektiv.]

Es gibt eine einfache Regel, die lautet: alle Linsen zeigen mit

ihrer gewölbten bzw. der am stärksten gewölbten Seite nach vorne.

In der normalen Ausführung liefern diese Instrumente eine gute

Mittelschärfe. Wenn eine höhere Leistung verlangt wird, so muß man

ein besonders sorgsam gearbeitetes Objektiv nehmen, das

entsprechend teurer ist. Eine wie man sagt »geschnittene Schärfe«

und dabei plastische Zeichnung wird von den modernen lichtstarken

Instrumenten geliefert, die man als »Anastigmate« bezeichnet. Die

an Lichtbilderapparaten benutzten Objektive haben in der Regel

eine mit Zahntrieb versehene Fassung, die ein scharfes Einstellen

gestattet. Man fertigt die Instrumente aber auch in glatter,

zylindrischer Ausführung und steckt sie dann in eine sogenannte

Auswechselfassung, an welcher der Zahntrieb angebracht ist; bei

dieser Anordnung ist eine bequeme und rasche Auswechslung gegen

eine andere Objektivtube möglich.

[Illustration: Verhältnis von Bildgröße zu Abstand = 1 : 2

Verhältnis von Bildgröße zu Abstand = 1 : 3

Fig. 6. Brennweite, Abstand und Bildgröße.]

Durch das Objektiv wird auch die Größe des Lichtbildes auf einen

gewissen Abstand hin bestimmt. Die normalen Objektive liefern ein

Bild, das nach Höhe und Breite etwa halb so groß ist, wie der

Abstand des Apparates von der Wand. In der schematischen

Darstellung (Fig. 6) ist das Objektiv durch eine einfache Linse

wiedergegeben. #a b# ist das Glasbild. In dem obern Schema

bekommen wir auf 3 #m# Entfernung ein 1-1/2 #m# großes Bild,

auf 6 #m# Entfernung ein 3 #m# großes Bild. Unten ist ein

anderes Verhältnis dargestellt. Da ist das Lichtbild ein Drittel

so groß wie der Abstand: wir bekommen z. B. ein 2-#m#-Bild auf 6

#m# Abstand und ein 3-#m#-Bild auf 9 #m# Abstand. Um ein

solches Verhältnis zu erzielen, müssen wir ein anders

geschliffenes Objektiv nehmen. Wie ein Vergleich beider

Zeichnungen ergibt, steht die Linse unten in einem größern Abstand

vom Glasbild #a b# als oben. Dieser Abstand, in den Figuren mit

#f# bezeichnet ist ungefähr gleich der Brennweite des Objektivs.

Wenn wir die Geometrie zu Hilfe nehmen, so finden wir, daß in der

obern Figur die Brennweite #f# doppelt so groß ist wie das

Glasbild #a b#; in der untern Figur dreimal so groß. Ja, es gibt

eine allgemeine einfache Regel: die Objektivbrennweite steht in

dem gleichen Verhältnis zur Größe des Glasbildes wie der

Apparatabstand zur Größe des Lichtbildes. Wenn wir z. B. ein 3

#m# großes Lichtbild auf 12 #m# Entfernung haben wollen, so

gibt das ein Verhältnis 1: 4. Mithin brauchen wir ein Objektiv,

dessen Brennweite viermal so groß ist wie das Glasbild. Wenn nun

die Glasbilder im Lichten durchschnittlich 7 #cm# messen, so muß

die Brennweite 4 × 7 = 28 #cm# betragen. Auf diese Weise ist es

leicht, für jedes Verhältnis rechnerisch die erforderliche

Objektivbrennweite zu bestimmen. Man sieht aus den Zeichnungen

gleichzeitig, daß die Glasbilder auf dem Kopf stehen müssen, damit

die Lichtbilder aufrecht erscheinen.

Der Begriff der Brennweite läßt sich am leichtesten erklären mit Hilfe

des bekannten Experiments: Man hält eine Sammellinse gegen die

Sonnenstrahlen und bringt mit der andern Hand ein Blatt Papier dahinter.

Wenn man nun das Blatt vor- und zurückschiebt, so wird man bald eine

Stelle finden, wo die Strahlen darauf einen helleuchtenden Fleck geben.

Dieser Fleck ist nichts anderes als ein Bildchen der Sonne; man hat die

Stelle »Brennpunkt« genannt, weil hier auch die mit den Lichtstrahlen

vereinigten Wärmestrahlen konzentriert werden, die das Papier in Brand

setzen. Den Abstand des Brennpunktes von der Linse oder richtiger von

der Mitte des Glaskörpers bezeichnet man nun als »Brennweite«.

Wenn man dies Experiment mit verschiedenen Brenngläsern macht, wird es

sich herausstellen, daß deren Brennweiten nicht gleich sind; es wird

sich ferner zeigen, daß die stärker gewölbten Gläser eine kürzere

Brennweite haben als die flacher geschliffenen. Statt die Linse gegen

die Sonne zu halten, kann man sie auch gegen einen gut beleuchteten,

weit entfernten Gegenstand, z. B. einen Schornstein richten, wobei man

das Papierblatt vor- und zurückschiebt, bis sich ein scharfes Bild des

Schornsteins darauf zeigt; das Blatt deckt man möglichst gegen »falsches

Licht« ab, um das Bild deutlich erscheinen zu lassen. Es wird dem

Beobachter dabei auffallen, daß das Bild auf dem Kopfe steht. Der

Abstand des Papiers von der Mitte der Linse ist geradesogroß wie bei dem

Experiment mit der Sonne, und wenn wir ihn messen, haben wir also die

Brennweite.

Zusammenarbeiten von Kondensor und Objektiv

Der Kondensor muß der Brennweite des Objektivs angepaßt sein. Er soll

dem Objektiv, welches in Fig. 7 durch eine einfache Linse wiedergegeben

ist, einen Strahlenkegel zuwerfen, in der Weise, daß (wie unter #I#)

alles Licht durch das Objektiv hindurchgeht. Wenn nun der Apparat mit

einem Objektiv längerer Brennweite versehen wird, wobei dieses in einen

größern Abstand vom Kondensor kommt, so wird, wie sich aus der

Darstellung #II# ergibt, der Kondensor nicht mehr richtig arbeiten:

das Objektiv »kommt zu kurz«, indem es von dem Strahlenkegel nur den

mittlern Teil aufnimmt. Damit die richtige Wirkung erhalten wird, müssen

wir dem Kondensor ebenfalls eine längere Brennweite geben, so daß er den

Strahlenkegel wiederum mit der Spitze gegen das Objektiv wirft. Dies ist

unter #III# skizziert: die vordere Kondensierungslinse ist dort durch

eine flachere ersetzt. Es ist von größter Wichtigkeit, daß man diese

Bedingung für das richtige Zusammenarbeiten von Kondensor und Objektiv

beachtet. Bei der Beschaffung eines neuen Objektivs wird es häufig

versäumt, die unter Umständen erforderlichen Veränderungen des

Kondensors vorzunehmen, und die Folge ist dann, daß man kein reines,

weißes Bildfeld erhält: bei der normalen Einstellung der Lampe zeigen

sich gelbrote Ränder, während bei vorgeschobener Lampe blaue Flecken

entstehen.

[Illustration: Fig. 7. Das Zusammenarbeiten von Kondensor und Objektiv.]

Einfluß der Lichtquelle

Aber noch ein Punkt ist beim Zusammenpassen von Objektiv und Kondensor

zu berücksichtigen. Man stellt die Wirkungsweise des Kondensors durch

die in Fig. 8 unter #I# gegebene Zeichnung dar, wonach die von der

punktförmigen Lichtquelle #L# ausgehenden Strahlen durch die Linsen

wieder in einem Punkte #M# vereinigt werden. Diese Darstellung ist

aber eine ideale. In Wirklichkeit werden die auf den Rand der Linse

auffallenden Strahlen stärker gebrochen als die zentralen Strahlen;

erstere sammeln sich in #M#_{1}, letztere in #M#_{2} (vgl. Fig. 8

#II#), während die Vereinigungspunkte der übrigen Strahlen zwischen

#M#_{1} und #M#_{2} liegen. Wenn wir uns nun in der Figur alle diese

Strahlen ausgezogen denken, so bekommen wir das unter #III#

wiedergegebene Büschel. Da sehen wir, daß die Linsen des Objektivs #O#

einen hinreichend großen Durchmesser haben müssen, damit sie das ganze

Strahlenbündel auffassen.

[Illustration: Fig. 8. Wirkungsweise des Kondensors bei punktförmiger

Lichtquelle.]

Tatsächlich liegen die Verhältnisse noch ungünstiger. Es steht uns

nämlich keine Lichtquelle zur Verfügung, die punktförmig ist. Nehmen wir

nun aber gemäß Fig. 9 eine Lichtquelle mit einer leuchtenden Fläche

#L# _{1} #L# _{2}, so wird jeder einzelne Punkt für sich ein

Strahlenbüschel liefern; für #L# _{1} verläuft dies Büschel nach unten,

wie unter #I# angedeutet ist, für #L# _{2} geht es in gleicher Weise

nach oben. Und alle diese Büschel vereinigen sich zu einem breiten

Büschel, dessen Begrenzung unter #II# dargestellt ist. Das

einskizzierte Objektiv #O# faßt hier nicht mehr alle Strahlen auf; ein

Teil des Lichtes wird also nicht ausgenutzt und geht verloren. Wir

müßten daher in diesem Falle ein Objektiv mit größerm Linsendurchmesser

haben. Indes können wir in der Größe des Objektivs nicht beliebig weit

gehen; denn über ein gewisses Maß hinaus liefert uns das Instrument kein

scharfes Bild mehr.

Es ist weiterhin noch zu beachten, daß das Strahlenbüschel um so breiter

wird, je länger man die Brennweite des Kondensors nimmt; der Kondensor

muß aber, wie wir oben erfuhren, eine längere Brennweite haben, wenn

das Objektiv langbrennweitig ist. In solchen Fällen ist es daher

erforderlich, dem Objektiv einen großen Durchmesser zu geben. Während

normalerweise Objektive von 43 bzw. 50 #mm# Linsendurchmesser genommen

werden, benutzt man für längere Brennweiten Objektivlinsen von 54 bzw.

61 #mm# Durchmesser oder geht erforderlichenfalls noch weiter bis zu

etwa 81 #mm#. Es gilt dies namentlich für Lichtquellen, die eine große

Leuchtfläche besitzen.

[Illustration: Fig. 9. Wirkungsweise des Kondensors bei ausgedehnter

Lichtquelle.]

Ausführungsformen des Lichtbilderapparats

[Illustration: Fig. 10. Lichtbilderapparat.]

Der Projektionsapparat ist je nach den Anforderungen von einfacherer

oder komplizierterer Konstruktion. Hauptsächlich kann man unterscheiden

solche Apparate, die nur zur Projektion von Glasbildern dienen, und

solche, die außerdem zur Darstellung wissenschaftlicher Experimente

verwendbar sind. Fig. 10 zeigt einen Apparat der erstern Art. Das

Gehäuse, das aus Stahlblech gebaut ist, hat oben einen Kaminaufsatz zum

Abzuge der heißen Luft, hinten sowie rechts und links Türen. Das

Objektiv wird durch ein ausziehbares Rohrstück getragen. Bei andern

Apparaten dieser Art ist für das Objektiv ein schlittenartiger Halter

vorgesehen oder aber ein kameraartiger Auszug mit Balgen und Zahntrieb.

Diese letztere Anordnung, welche Fig. 11 darstellt, gestattet ohne

weiteres die Verwendung von Objektiven kürzerer und längerer Brennweite;

sie ist daher beispielsweise praktisch für Wanderredner, die bald in

kleinern, bald in größern Sälen arbeiten und dazu Objektive

verschiedener Brennweiten verwenden. Der abgebildete Balgenapparat

besitzt noch ein zwischen den Kondensorlinsen eingebautes Kühlgefäß, das

mit abgekochtem Wasser gefüllt wird; dieses schützt bei sehr intensiven

Lichtquellen, welche große Hitze erzeugen, die Glasbilder gegen zu

starke Erwärmung.

[Illustration: Fig. 11. Apparat mit Balgenzug und Kühlgefäß.]

Ein für wissenschaftliche Projektionen aller Art geeigneter Apparat ist

in Fig. 12 wiedergegeben. Er besitzt eine sogenannte optische Bank,

worauf man die für die Experimente erforderlichen Instrumente anbringen

kann. Wesentlich ist bei diesen Apparaten, daß der Raum vor dem

Laterngehäuse frei ist. Man kann hier auch eine Einrichtung zur

Projektion von undurchsichtigen Gegenständen, wie Photographien,

Ansichtspostkarten usw., anbringen.

[Illustration: Fig. 12. Apparat mit optischer Bank.]

Die Lichtquellen

Wir kommen nun zur Lichtquelle. Von dieser wird in erster Linie große

Helligkeit verlangt, während eine zweite Forderung darin besteht, daß

das Licht möglichst konzentriert sei. An erster Stelle kommt das

elektrische Bogenlicht, und wo elektrischer Strom zur Verfügung steht,

sollte man ihn benutzen. Auch die Nernstlampe gibt in der für

Projektionszwecke gebauten Form eine kräftige Lichtquelle ab. Den besten

Ersatz für das Bogenlicht bildet das Kalklicht, welches sich zu einer

mächtigen Helligkeit steigern läßt. Es kommen dann der Reihe nach das

Azetylenlicht, das Spiritus- und Gasglühlicht sowie das Petroleumlicht.

Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die Helligkeit der

verschiedenen Lichtquellen. Wenn auch die Zahlen nur ungefähre sind und

mit der Art des Brennmaterials schwanken, so gestatten sie doch immerhin

einen guten Vergleich.

5 10 15 20 30 Ampères

---------------------------------------------

500 1100 2000 5000 15 000 Kerzen

~Starke Nernstlampe~: bei 110 Volt 600 Kerzen; bei 220 Volt 1400

Kerzen.

~Mittlere Nernstlampe~: bei 110 und 220 Volt 400 Kerzen.

~Kleine Nernstlampe~: bei 110 und 220 Volt 100 Kerzen.

~Kalklicht~: je nach Arbeitsdruck bis zu 2000 Kerzen.

~Azetylenlicht~: dreifacher und vierfacher Brenner: 250 bis 300

Kerzen.

~Spiritusglühlicht~: gewöhnlicher Brenner etwa 80 Kerzen;

desgl. ~Drucklampe~: etwa 200 Kerzen.

~Gasglühlicht~ (Starklicht): etwa 80 Kerzen.

~Petroleumlicht~: 3 und 4 Dochtlampe: 70 bis 80 Kerzen.

Das elektrische Bogenlicht

Das elektrische Bogenlicht bedarf zur Darstellung des elektrischen

Starkstroms, wie er von der Zentrale durch Leitungen ins Haus geliefert

wird. Wer mit dieser Lichtquelle arbeiten will, tut gut, sich mit den

Eigenschaften des elektrischen Stromes bekannt zu machen, und dazu mögen

die folgenden Ausführungen behilflich sein. Wie man das Wasser in

Rohrleitungen auf große Entfernungen hin fortschafft, so läßt man den

elektrischen Strom durch »elektrische Leiter« fließen, und als solche

eignen sich besonders Metalldrähte, am besten Kupfer. Die Drähte werden,

wenn sie nicht wie die Telegraphendrähte frei in der Luft hängen, mit

nichtleitenden Stoffen (Gummi, Wolle- oder Seidengespinste) umflochten;

diese »Isolation« ist nötig, da sonst bei Berührung des Drahtes mit

andern leitenden Körpern (feuchte Erde, Wasserleitungsrohre usw., auch

der menschliche Körper) der Strom abfließen würde, wie das Wasser durch

ein Leck in der Rohrleitung. Der elektrische Strom muß nun, wenn er

Arbeit leisten soll, einen Kreislauf ausführen; wir brauchen daher zwei

Drahtleitungen: eine als Zuleitung von der Zentrale her bis zu unserer

Lampe und die zweite zurück zur Maschine. Das Ende der ersten Leitung

bezeichnet man als positiven Pol (Zeichen +), das der zweiten als

negativen Pol (Zeichen -). Die beiden »Kabel« (so nennt man die

isolierten Drähte) sind häufig zu einer einzigen Schnurleitung

(Doppelschnur) verflochten.

Spannung und Stromstärke

Der von der Zentrale gelieferte Strom steht (ebenso wie das Wasser in

der Wasserleitung und das Leuchtgas in der Gasleitung) unter einem

gewissen Druck -- man sagt hier »Spannung«. Dem Einheitsmaß der Spannung

hat man die Bezeichnung »Volt« gegeben. In vielen Fällen hat der Strom

eine Spannung von 110 Volt; sehr häufig findet man auch 220 Volt,

manchmal wiederum 65, 120, 150 oder gar 440 Volt.

Für die Leistung des Stromes ist von Belang die Menge der

durchströmenden Elektrizität, man sagt »Stromstärke«, und für diese hat

man als Einheitsmaß das »Ampère« geschaffen. Bei seinem Durchgange

durch lange oder dünne Leitungen oder durch solche aus schlecht

leitendem Material findet der elektrische Strom entsprechenden

Widerstand, ähnlich wie ein Wasserstrom in engen Rohren. Der Widerstand

aber setzt natürlich die Stärke des Stromes herab. Dieser Widerstand

wird in »Ohm« gemessen. Spannung, Stromstärke und Widerstand stehen in

einer bestimmten, einfachen Beziehung zueinander, welche durch das

Ohmsche Gesetz festgesetzt ist. Danach ist die Stromstärke gleich

Spannung dividiert durch Widerstand oder anders ausgedrückt:

Volt Volt

Ampère = ----. Daraus ergibt sich rechnerisch ferner: Ohm = ------.

Ohm Ampère

Die Preisberechnung der Elektrizität, welche mit Hilfe eines

Elektrizitätszählers erfolgt, geschieht nach »Watts« oder »Kilowatts« (=

1000 Watt), und zwar ist 1 Watt = 1 Volt × 1 Ampère. Beträgt die

Spannung des Stromkreises z. B. 110 Volt, und arbeiten wir mit einer

Stromstärke von 10 Ampères, so beläuft sich der Verbrauch, der nach

Stunden berechnet wird, auf 110 × 10 = 1100 Watt = 1,1 Kilowatt. Hat man

mit einem Netz von 220 Volt zu tun, so verbraucht man bei der gleichen

Ampèrezahl 2,2 Kilowatt. Legt man den Düsseldorfer Preis von 40 Pf. für

das Kilowatt zugrunde, so hat man stündlich 88 Pf. zu zahlen, gegenüber

44 Pf. in ersterm Falle.

Gleichstrom und Wechselstrom

Man hat noch eines zu beachten. Es gibt zweierlei Arten von Strom,

und zwar liefert ihn die Zentrale entweder als »Gleichstrom« oder

als »Wechselstrom«. Der Unterschied besteht darin, daß bei ersterm

der Strom stets in der gleichen Richtung läuft, während er beim

Wechselstrom außerordentlich rasch die Richtung wechselt. Bei

Wechselstrom hat man fernerhin zwischen zweiphasigem und mehrphasigem

Wechselstrom zu unterscheiden, welch letzterer auch »Drehstrom« genannt

wird. Gleichstrom ist für Projektionszwecke viel vorteilhafter als

Wechselstrom, indem die Bogenlampe bei ersterm ruhiger brennt und vor

allem ein bedeutend besser auszunutzendes Licht liefert.

Bogenlampe und Widerstand

Nun zur Bogenlampe! Läßt man den elektrischen Strom in freier Luft

zwischen zwei Kohlenstiften überspringen, so entsteht ein Lichtbogen

von großer Helligkeit, und zwar wird die Helligkeit um so größer, je

höher die Stromstärke (Ampèrezahl) ist. Diese Erscheinung erfordert

eine Spannung von etwa 45 Volt bei Gleichstrom und etwa 30 Volt bei

Wechselstrom. Bei geringerer Spannung kommt der Lichtbogen nicht

zustande. Liefert die Stadt nun einen Strom von 110 Volt, so haben wir

(bei Gleichstrom) 65 Volt zuviel, und dieser Überschuß muß vernichtet

werden. Dies geschieht in der Weise, daß man den Strom durch einen

langen, dünnen Nickeldraht laufen läßt, welcher den sogenannten

»Widerstand« bildet. Wie groß dieser Widerstand sein muß, läßt sich

mittels des Ohmschen Gesetzes berechnen. Soll die Bogenlampe z. B. mit

einer Stromstärke von 10 Ampères brennen, so brauchen wir nur die zu

vernichtende Voltzahl (65) durch 10 zu dividieren, um die Ohmzahl zu

65 Volt

erhalten; also Widerstand = ---------- = 6,5 Ohm. Für 20 Ampères

10 Ampères

ergibt sich ein Widerstand von 3,25 Ohm. Haben wir ein Stromnetz von 220

Volt, so sind 175 Volt zu vernichten, und wir brauchen bei 10 Ampères

175

einen Widerstand von --- = 17,5 Ohm; bei 20 Ampères 8,75 Ohm. Macht

10

man den Widerstand regulierbar, so kann man, je nachdem auf eine größere

oder kleinere Ohmzahl eingestellt wird, die Lampe mit verschieden hohen

Ampèrezahlen, also mehr oder minder hell brennen lassen, und eine solche

Anordnung ist in vielen Fällen sehr praktisch.

Der Widerstand ist eine unangenehme Beigabe des Bogenlichtes; denn

er schluckt eine Menge von Strom, die nutzlos in dem Drahtwiderstand

in Wärme verwandelt wird. Die Lampe selbst braucht, wenn wir deren

Spannung zu 45 Volt annehmen, bei einer Stromstärke von 10 Ampères

nur 45 × 10 = 450 Watt, während wir der Leitung, welche 220 Volt

liefern mag, 220 × 10 = 2200 Watt entnehmen und bezahlen müssen. Haben

wir mit einem Netz von 110 Volt zu tun, so werden wir bei gleicher

Stromstärke nur 110 × 10 = 1100 Watt entnehmen, also die Hälfte. Es

ist mithin vorteilhaft, wenn die Netzspannung niedrig ist, weil man

dann einen kleinern Widerstand braucht und sich der Betrieb infolge

geringern Verlustes billiger stellt. Doch sollte die Netzspannung (bei

Gleichstrom) mindestens 65 Volt, bei höhern Ampèrezahlen besser etwas

mehr, etwa 75 Volt betragen; denn ein kleiner Überschuß an Volts, der

durch einen Widerstand vernichtet wird, ist für ein ruhiges Brennen

der Lampe stets notwendig, auch wird bei zu niedriger Spannung der

Lichtbogen zu kurz und reißt leicht ab. Dies ist besonders zu beachten,

wenn man eine Maschine zur Selbstherstellung von Strom oder einen

Umformer beschafft.

Transformator und Umformer

Bei Wechselstrom liegt nun die Möglichkeit vor, rationeller zu

arbeiten. Hier kann man nämlich mit Hilfe eines besondern Apparats,

des »Transformators«, die zu hohe Spannung auf die zum Betriebe der

Bogenlampe erforderliche Spannung herabsetzen, wobei gleichzeitig die

Stromstärke in die Höhe gesetzt wird. Es findet hier gewissermaßen

eine Umwandlung von Volts in Ampères statt. Ein Beispiel mag das

erläutern. Es möge ein Strom von 220 Volt und 5 Ampères zur Verfügung

stehen, so daß wir 220 × 5 = 1100 Watt haben, während wir für die

Bogenlampe mit Widerstand nur 60 Volt brauchen (bei Wechselstrom genügt

diese Spannung). Eine Energie von 1100 Watt käme nun auch heraus, wenn

wir 60 Volt und etwa 18 Ampères hätten, da ungefähr 60 × 18 = 1100. Ein

geeigneter Apparat müßte uns also die Energie von 220 Volt 5 Ampères

in 60 Volt 18 Ampères umwandeln, und dieses besorgt tatsächlich der

Transformator. Allerdings geht bei der Umwandlung etwas Energie (etwa

15 Prozent) verloren, so daß wir etwas weniger als 18 Ampères bekommen.

Es ist bei dieser Umwandlung ähnlich wie mit einem Hebel. Wir mögen

beispielsweise eine Kraft zur Verfügung haben, die imstande ist, 100

#kg# 1 #m# hoch zu heben. Mit dieser selben Kraft können wir durch

Anwendung eines Hebels auch 200 #kg# 1/2 #m# oder 400 #kg# 1/4 #m# hoch

heben usw.

Es gibt noch eine andere Einrichtung zur Umwandlung des Stromes,

nämlich den rotierenden Umformer, der aus einem Elektromotor

und einer Dynamomaschine besteht. Dieser Apparat, welcher auch

bei Gleichstrom verwendbar ist, stellt sich aber sehr hoch im

Preis, und die Anschaffung lohnt sich nur dann, wenn man, wie im

Kinematographentheater, ständig arbeitet und viel Strom verbraucht. Da

wird man den Umformer namentlich auch bei Wechselstrom oder Drehstrom

benutzen, um diesen in Gleichstrom zu verwandeln, weil Gleichstrom eine

viel bessere Lichtausnutzung gibt.

Was ist nun zur Darstellung des Bogenlichtes alles erforderlich?

Da haben wir zunächst die Bogenlampe mit den Kohlenstiften, dann

den Widerstand, bei Wechselstrom eventuell einen Transformator, und

schließlich die Leitungsschnur (Kabel) zur Herstellung des Anschlusses

an das Netz.

Ausführungsformen der Bogenlampe

[Illustration: Fig. 13. Projektions-Bogenlampe.]

Da die Kohlenstifte allmählich abbrennen, muß für eine Nachstellung

gesorgt werden. Es gibt nun Bogenlampen, welche diesen Nachschub

automatisch bewirken, und solche, bei denen die Stifte dem

Abbrand entsprechend mit der Hand nachgestellt werden. Die

Handregulationslampen sind zur Projektion im allgemeinen den

automatischen vorzuziehen; abgesehen davon, daß sie sicherer und

zuverlässiger funktionieren und sich leichter zentrieren lassen, kann

man bei erstern die Stromstärke und damit auch die Helligkeit innerhalb

sehr weiter Grenzen verändern, und das ist von großer Wichtigkeit. Um

Vorurteilen Unkundiger zu begegnen, sei bemerkt, daß die Einstellung

mit der Hand keinerlei Schwierigkeiten oder Mühen mit sich bringt,

ja daß man den kleinen Handgriff, welcher alle drei bis fünf Minuten

(also jeweils nach dem Auswechseln einiger Laternbilder) zu erfolgen

hat, nach kurzer Zeit sozusagen »automatisch« besorgt.

[Illustration: Fig. 14. Bogenlampe mit wagerecht angeordneter

Oberkohle.]

Die einzelnen Bogenlampenmodelle unterscheiden sich, abgesehen von

der Ausstattung, durch die Stellung der Kohlenstifte. Fig. 13 zeigt

eine Lampe mit schräg angeordneten Kohlenstiften, die aber auch durch

Umlegen in senkrechte Stellung gebracht werden kann. Die dargestellte

Anordnung eignet sich namentlich gut für Gleichstrom, ist aber auch für

Wechselstrom sehr tauglich, wenngleich manche bei letzterer Stromart

die Senkrechtstellung vorziehen. In Fig. 14 ist eine Kohlenstellung

wiedergegeben, bei der die obere Kohle wagerecht liegt. Die Lampen

dieser Art, welche sich vielfach einbürgern, eignen sich sowohl für

Gleichstrom als auch für Wechselstrom bis zu einer Stromstärke von 30

Ampères; bei höhern Stromstärken wird hier der Lichtbogen zu stürmisch.

Die beiden dargestellten Lampen besitzen unten zwei auf einer Achse

angebrachte Triebe, die zum Einstellen des Lichtpunktes nach der Höhe

und Seite dienen; der darüber befindliche Trieb reguliert den Abstand

der Kohlenstifte, während bei Lampe Fig. 13 oben noch ein weiterer

Trieb vorhanden ist, mit dem man die Oberkohle gegen die untere

verstellen kann.

Die Kohlenstifte

Um ein schönes, ruhiges Licht zu erzielen, muß man vor allem gute oder

lieber die besten Kohlenstifte benutzen. Da ist es falsch, einige

Pfennige zu sparen und eine billigere Sorte zu kaufen. Minderwertige

Kohlen schlacken, machen durch ihre Verunreinigungen den Bogen unruhig

und geben ein flackerndes Licht. Gute Kohlen haben einen metallischen

Klang und sind ökonomisch, indem sie bei mäßigem Abbrand eine gute

Lichtausbeute geben.

Bei Gleichstrom brennt die positive Kohle doppelt so schnell ab wie die

negative; damit nun der Lichtpunkt auf derselben Stelle bleibt, nimmt

man die erstere so viel dicker, daß der Abbrand beider Stifte derselbe

ist. An der positiven Kohle bildet sich ferner eine Höhlung, der

»Krater«, während an der negativen eine Spitze entsteht. Von dem Krater

geht die Hauptmenge des Lichtes aus, und um seine Bildung zu befördern,

versieht man die positive Kohle mit einem »Docht« aus schneller

abbrennendem Material. Die Kohlen ohne Docht nennt man homogene Kohlen.

Bei Wechselstrom verwendet man oben und unten Dochtkohlen von gleicher

Stärke. Vorteilhaft ist bei dieser Stromart auch ein Kohlenstift,

dessen eine Seite abgeflacht ist; diese Kohle wird oben verwendet,

während man unten eine runde Kohle entsprechender Dicke benutzt. Auch

Kohlenstifte mit exzentrischer Bohrung kommen bei Wechselstrom zur

Verwendung.

Die Dicke der Kohlenstifte richtet sich nach der Stromstärke. Folgende

Tabelle mag einen Anhalt bieten.

Für Gleichstrom Für Wechselstrom

Stromstärke positive neg. beide Dochtkohlen

in Ampères Dochtkohle Homogenkohle ( #mm# )

( #mm# ) ( #mm# )

5 9 6 6

10 12 8 9

15 15 10 12

20 18 12 15

30 21 14 18

40 24 16 21

Dünnere Kohlenstifte liefern erfahrungsgemäß ein helleres Licht, aber

sie brennen rascher ab; bei zu geringem Durchmesser brennt die Lampe

unruhig und zischt. Bei den Lampen mit wagerechter Oberkohle verwendet

man besser etwas dünnere Kohlen, und zwar mag in obiger Tabelle jeweils

eine Stufe tiefer genommen werden.

Der Widerstand wird, namentlich wenn es sich um höhere Stromstärken

handelt, zweckmäßig regulierbar genommen. Auch den bei Wechselstrom

empfehlenswerten Transformator kann man mit einem regulierbaren

Widerstand in Verbindung bringen.

Zuleitung und Sicherung

Die Leitungsschnur für den Anschluß an die elektrische Leitung muß

so stark bemessen sein, daß sie die höchste zur Verwendung kommende

Stromstärke reichlich durchläßt. Nimmt man das Kabel zu dünn, so tritt

eine Erhitzung des Drahtes ein, und die Isolation (Gummi und Garn)

kann in Brand geraten, wenn nicht gar der Docht selbst durchschmilzt.

Als Anhalt mag dienen, daß man nach der Vorschrift deutscher

Elektrotechniker isolierte Drähte aus Leitungskupfer in folgender Weise

beanspruchen darf:

Durchmesser von 1,8 2,3 2,8 3,6 4,6 5,7

----------------------------------------------------------

bis zu Ampères 10 15 20 30 40 60

Es fragt sich nun, wie und wo der Anschluß an das Stromnetz zu bewirken

ist. Da hat man folgendes zu beachten. Sowohl für die Hauptleitung

wie auch für jede Zweigleitung ist auf der Schalttafel eine Sicherung

vorgesehen, die zum Schutze der Leitung dient. Wenn nämlich einmal

durch Unvorsichtigkeit zwei blanke Stellen der Drähte in Berührung

kommen oder durch einen Metallgegenstand verbunden werden -- der

Techniker nennt das »Kurzschluß« -- so wird infolge des geringen

Widerstandes plötzlich ein starker Strom durch die Leitung fließen,

der bei andauerndem Kurzschluß den Draht übermäßig erhitzen und

durchbrennen würde. Die Sicherung nun besteht aus einem Stück Blei-

oder Silberdraht, der bei einer bestimmten Stromstärke durchschmilzt

und dadurch den Strom öffnet, und zwar wird die Sicherung der Stärke

der Leitung so angepaßt, daß eine Überlastung der letztern unmöglich

gemacht ist. Die Ampèrezahl, welche die Sicherung durchläßt, ist darauf

aufgeschlagen. Man braucht also nur die Sicherung nachzusehen, um

festzustellen, ob die betreffende Leitung für den Anschluß stark genug

ist.

Kleine und starke Bogenlichteinrichtung

[Illustration: Fig. 15. Kleine Bogenlichteinrichtung.]

Wenn wir mit niedriger Stromstärke arbeiten, etwa 5 Ampères, womit

man bei einem nicht zu großen Raume auskommt, so läßt sich der

Anschluß in der Regel direkt an einen kleinen Stechkontakt oder an

eine Lampe machen, welche aus der Fassung herausgeschraubt wird.

Die ganze Anordnung, welche man als »kleine Bogenlichteinrichtung«

bezeichnen kann (im Gegensatz zur »starken Bogenlichteinrichtung«),

gestaltet sich dann recht einfach; sie ist in Figur 15 dargestellt.

Links haben wir die Bogenlampe, ein kleines Modell mit wagerecht

liegender Oberkohle, rechts davon den Widerstand, und beide Teile

verbunden durch die verflochtene Leitungsschnur, an deren Ende sich der

Gewindestöpsel befindet; diesen schraubt man an Stelle der Glühlampe in

einen Kronleuchter oder in eine Tischlampe ein, oder man bewirkt nach

Entfernung des Gewindeteiles den Anschluß an einen Stechkontakt.

[Illustration: Fig. 16. Starke Bogenlichteinrichtung mit Schalttafel.]

Eine starke Bogenlichteinrichtung zum Arbeiten mit höhern Stromstärken

zeigt Fig. 16. Der Widerstand, welcher sich mit Hilfe der Kurbel

regulieren läßt, ist auf einer Schalttafel angebracht, die weiterhin

ausgerüstet ist mit einer Sicherung, einem Ausschalter und einem

Stechkontakt zum Anschluß für die links dargestellte Bogenlampe. Zur

Vervollständigung bringt man auf der Schalttafel zuweilen noch ein

Voltmeter und ein Ampèremeter an, zwei Instrumente, welche die Höhe der

Stromstärke bzw. -spannung anzeigen. Der Anschluß an die Hausleitung

muß an einer Stelle bewirkt werden, die hinreichend stark »gesichert«

ist. Arbeitet man bei Wechselstrom mit einem Transformator, so ist zu

berücksichtigen, daß der Apparat der Leitung eine geringere Stromstärke

entnimmt, als er zur Bogenlampe liefert; wenn die Stromstärke

nicht mehr als 5 bis 6 Ampères beträgt, so kann man, wie bei der

kleinen Bogenlichteinrichtung, mittels eines Gewindestöpsels an die

Glühlampenleitung anschließen. Eine solche Einrichtung ist in Fig. 17

wiedergegeben: rechts die Bogenlampe, links der Transformator, worauf

oben der Widerstand aufgebaut ist, und daneben die Leitungsschnur mit

dem Anschlußstück.

[Illustration: Fig. 17. Bogenlampeneinrichtung mit Transformator und

aufgebautem Widerstand.]

Handhabung der Bogenlampe

Über die Handhabung der Bogenlampe ist folgendes zu sagen. Bei

Gleichstrom ist es zunächst von größter Wichtigkeit, für einen

richtigen Anschluß der Lampe zu sorgen: die obere Kohle muß mit

dem positiven Ende des Kabels verbunden werden, die untere Kohle

mit dem negativen Ende. Wenn man nicht weiß, welches Ende positiv

und welches negativ ist, so verbindet man zuerst auf gut Glück. Es

wird das eine Drahtende mit der Bogenlampe verbunden, das zweite

Ende an den Widerstand angeschlossen und von der andern Klemme des

Widerstandes wiederum eine Drahtverbindung zur zweiten Polklemme

der Bogenlampe gemacht. Um die Lampe in Betrieb zu setzen, schließt

man den eventuell vorgesehenen Ausschalter; hat man ferner einen

regulierbaren Widerstand, so stellt man die Kurbel auf den ersten

Kontakt. Alsdann bringt man die Kohlenstifte durch Drehen des Triebes

auf einen Augenblick zur Berührung, um sie rasch wieder auf einige

Millimeter auseinanderzudrehen, wobei sich der Lichtbogen bildet.

Man läßt die Lampe ein paar Minuten brennen und beobachtet nun, ob

sich in der obern Kohle ein Krater gebildet hat und die untere Kohle

spitzenförmig angewachsen ist. Zeigt es sich, daß die Kraterbildung an

der untern Kohle erfolgt, so hat man falsch verbunden, und man muß die

Drahtanschlüsse wechseln. Der Krater, welcher sich an der obern Kohle

bildet, sendet die größte Länge des Lichtes aus; damit er sein Licht

möglichst gleichmäßig gegen die Kondensorlinsen werfen kann, ordnet

man die beiden Kohlenstifte derart zueinander an, daß der Krater nach

vorne hin zu liegen kommt. Bei der in Fig. 13 dargestellten Lampe wird

dazu die obere Kohle gegen die untere etwas zurückgestellt. Noch ein

anderes Merkmal zeigt uns an, ob die Drahtverbindung richtig ist:

wenn man ausgeschaltet hat, muß die obere Kohle länger nachglühen

als die untere, da der positive Pol stärker erhitzt wird als der

negative. Ist es umgekehrt, so hat man falsch angeschlossen. Dies gilt

für Gleichstrom. Bei Wechselstrom kann man die Drähte nach Belieben

anschließen, da es hier keinen positiven und negativen Pol gibt.

Neue Kohlen zischen anfangs; es müssen sich nämlich zunächst Krater

und Spitze bilden, bis die Lampe ruhig brennen kann. Zündet die

Bogenlampe nicht, wenn man die Kohlenstifte zur Berührung bringt, so

ist an irgendeiner Stelle der Stromkreis unterbrochen, sei es, daß ein

Anschluß zu machen versäumt wurde, oder ein Draht schlechten Kontakt

hat, oder daß eine Sicherung durchgeschmolzen ist. Man prüfe mit Ruhe

alle Anschlüsse der Reihe nach durch, und wenn dort der Fehler nicht

liegt, sehe man die Sicherungen nach.

Wer mit dem Bogenlichtapparat auf Reise geht und Vorträge an

verschiedenen Orten hält, wird hier Gleichstrom, dort Wechselstrom,

hier 110 Volt, dort 220 Volt oder wiederum eine andere Voltzahl

antreffen. Er muß sich demgemäß für das Arbeiten mit verschieden hohen

Spannungen sowohl bei Gleichstrom als auch bei Wechselstrom rüsten,

und dazu braucht er einen sogenannten Universalwiderstand, der sich

auf die verschiedenen Spannungen bis zu etwa 250 Volt einstellen

läßt. Es kommt nicht selten vor, daß in einem Lokal keine Auskunft

über die Höhe der Spannung zu erhalten ist. Da schraube man eine

Glühlampe ab: auf dieser findet man die Voltzahl aufgedruckt. Die auf

den Sicherungen und Ausschaltern verzeichnete Spannung (das wolle man

wohl merken) ist nicht maßgebend; man findet darauf beispielsweise

aufgeschlagen 250 Volt, während die Spannung des Netzes nur 110 Volt

betragen mag. Bei der Sicherung darf man sich nur an die aufgeschlagene

Ampèrezahl halten, welche die für die gesicherte Leitung zulässige

Stromstärke angibt. Bei Verlegung von Anschlüssen wird man gelegentlich

auch mit dem sogenannten Dreileitersystem zu tun haben; es ist

das ein Gleichstrom, welcher drei Leitungen besitzt. Hier werden

ebenfalls zum Anschließen nur zwei Drähte benutzt: die Verwendung

beider »Außenleiter« gibt die normale, hohe Spannung des Netzes, z.

B. 220 Volt, während der Anschluß an einen der Außenleiter und den

»Innenleiter« (Nullpol) die Hälfte der Spannung, im obigen Beispiele

also 110 Volt, liefert. Man wird, wenn irgendmöglich, die letztere

Anschlußweise benutzen; jedoch schreiben die Elektrizitätswerke,

wenn es sich um höhere Stromstärken, z. B. 30 Ampères, handelt, in

der Regel die Benutzung der beiden Außenleiter vor, da sonst eine

zu starke einseitige Belastung des Netzes eintreten kann. Auch bei

Drehstrom (Mehrphasenstrom) gibt es drei Drähte, an deren zwei man

anschließen muß, um einen einphasigen Wechselstrom zum Betriebe der

Bogenlampe zu erhalten. Nötigenfalls setze man sich dieserhalb mit dem

Elektrizitätswerk oder einem Elektrotechniker in Verbindung.

Das elektrische Glühlicht

[Illustration: Fig. 18. Fokuslampe.]

Der elektrische Strom läßt sich auch in Form des Glühlichtes für den

Lichtbilderapparat nutzbar machen. Die gewöhnlichen Glühlampen sind

indessen nicht verwendbar, weil das Licht bei diesen zu wenig

konzentriert und meist auch zu schwach ist. Für Projektionszwecke baut

man vielmehr eine besondere Lampe mit spiralförmigem Faden, die

sogenannte Fokuslampe, welche für eine Lichtstärke von 100 Kerzen

hergestellt und mittels der in Figur 18 wiedergegebenen Anordnung in den

Apparat gebracht wird. Eine höhere Lichtstärke läßt sich mit Hilfe der

von Prof. Nernst erfundenen Glühlampe erzielen, die ebenfalls für

Projektionszwecke gebaut wird. Bei diesen Nernstlampen sind Widerstände

erforderlich, die in glühbirnenähnlichen Glasgefäßen untergebracht sind.

Die »Brennfäden« müssen zuerst angewärmt werden, was bei neuern Lampen

durch eine automatische Zündung geschieht.

Das Kalklicht

Wirkungsweise des Kalklichtes

Das Kalklicht wird in der Weise dargestellt, daß man mittels eines

Brenners eine sehr kräftige Stichflamme erzeugt und diese gegen ein

Stück Kalk leitet, welches dadurch in intensive Weißglut versetzt wird.

Zur Bereitung der Stichflamme braucht man ein brennbares Gas, z. B.

Leuchtgas, sowie reines Sauerstoffgas. Sauerstoff bekommt man in

Stahlflaschen »verpackt« geliefert, und zwar wird dieses Gas unter einem

Druck von 120 Atmosphären darin eingefüllt, so daß 1200 #l# Sauerstoff

in eine 10-Liter-Flasche gehen. Die Stahlflaschen werden alle drei Jahre

amtlich geprüft, wodurch die nötige Sicherheit für deren Verwendung

gewährleistet ist. Man kann nun den Sauerstoff unter dem zur Verfügung

stehenden hohen Druck nicht verwenden, vielmehr braucht man ihn im

Brenner nur unter 1/4 bis 1 Atmosphäre und geht zur Darstellung

besonders kräftigen Lichtes höchstens bis zu 1-1/2 oder 2 Atmosphären.

Man muß also den Druck vermindern, und dies geschieht mit Hilfe eines

Druckreduzierventils, welches an die Stahlflasche angeschraubt wird. Mit

diesem Instrument wird in der Regel noch ein Inhaltsmesser verbunden,

mit welchem man feststellen kann, wieviel Sauerstoff die Flasche noch

enthält.

Ersatz für Leuchtgas

An Stelle von Leuchtgas, welches ja nicht allenthalben zur Verfügung

steht, kann auch Wasserstoff benutzt werden, den man ebenso wie

Sauerstoff in Stahlflaschen komprimiert bezieht und mittels eines

Druckreduzierventils daraus entnimmt. Die Anschlußstücke der

Wasserstoffflaschen sowie auch das dazu passende Reduzierventil haben

Linksgewinde, damit Verwechslungen mit Sauerstoffflaschen und -ventilen

nicht vorkommen können. Als brennbares Gas läßt sich auch Azetylen

verwenden, das man mit den weiter unten beschriebenen Apparaten selbst

bereiten kann, und schließlich steht die Möglichkeit frei, flüssige,

sehr leicht flüchtige Brennstoffe zu verwenden, unter denen namentlich

reiner Schwefeläther und Gasolin in Betracht kommen. Dieses Material muß

nun dem Brenner in gasförmigem Zustande zugeführt werden, und das

geschieht sehr bequem in der Weise, daß man Luft durch die Flüssigkeit

streichen läßt, welche sich mit Äther- oder Gasolindampf sättigt und nun

als »Luftgas« das brennbare Gas darstellt. Der einfachste Apparat zur

Erzeugung dieses Luftgases, die »Luftgasdose«, besteht aus einem kleinen

Kessel, der mit der Brennflüssigkeit gefüllt und durch eine

Schlauchleitung mit dem Kalklichtbrenner verbunden wird; letzterer saugt

die Luft durch den Kessel hindurch an. Während dieser Apparat nur für

kürzere Brenndauer bestimmt ist (etwa eine halbe bis drei viertel

Stunden), dient zum Arbeiten auf längere Zeit der aus mehrern Gefäßen

zusammengesetzte »Gasator«.

Die Kalklichteinrichtung

Lichtbild- und Kino-Technik Lichtbühnen-Bibliothek Nr. 1 · 第 1 / 6 段