feierte das Christentum einen vollständigen Sieg über das Heidentum.
+Konstantinus der Große+[1] (306-337) gewährte dem Christentum die
staatliche Anerkennung. Damit hörten die Verfolgungen der Christen
auf, und der Glaube an den Erlöser, zu dem sich Konstantinus selbst
bekannte, verbreitete sich immer weiter. Auch ward die Regierung dieses
Kaisers noch dadurch von großer Bedeutung, daß er die Residenz von Rom
nach Byzantion verlegte, das ihm zu Ehren den Namen Konstantinopolis
erhielt.
Nach seinem Tode waren noch nicht vierzig Jahre verstrichen, als durch
die Ankunft der Hunnen, die aus Asien in Europa einfielen, der Anstoß
zur sogenannten +Völkerwanderung+ gegeben wurde (375). Seitdem hörten
die Angriffe der Germanen gegen das römische Reich nicht mehr auf,
und nur mit Mühe vermochte der römische Kaiser +Theodosius der Große+
(378-395) die in das oströmische Reich eingedrungenen Westgoten zu
beruhigen. Dieser Kaiser vereinigte noch einmal das ganze römische
Reich unter seinem Szepter. Vor seinem Tode (395) teilte er das Ganze
unter seine Söhne +Honorius+ und +Arkadius+, von denen jener das
weströmische oder lateinische Reich mit der Hauptstadt Rom, dieser das
oströmische oder griechische Reich mit der Hauptstadt Konstantinopel
erhielt. Die Feindschaft beider Brüder machte die Teilung zu einer
dauernden. Gegen das weströmische Reich richteten sich jetzt die
stürmischen Angriffe der Germanen, die nach und nach eine Provinz nach
der andern, Spanien, Gallien, Afrika und Britannien, davon losrissen,
bis endlich im Jahre 476 +Odoáker+, ein Anführer deutscher Soldtruppen,
den letzten römischen Kaiser +Romulus+ Augústulus absetzte und sich zum
Könige von Italien machte. Dadurch ward dem weströmischen Reiche ein
Ende gemacht, während das oströmische oder byzantinische Kaisertum im
Laufe des Mittelalters zwar immer mehr an Umfang und Macht verlor, aber
sich doch in der Hauptstadt erhielt, bis auch diese im Jahre 1453 von
den Türken erobert wurde.
[1] Als Konstantin gegen +Maxentius+ in den Streit zog, betete er
eines Nachmittags voll Andacht zu dem Gott der Christen. Da
erschien ihm ein Zeichen am Himmel in Gestalt eines glänzenden
Kreuzes mit der Inschrift: ~In hoc vinces!~ (In diesem Zeichen
sollst du siegen!) Nachts erschien ihm Christus im Traum und
befahl ihm dieses Sinnbild zum Kreuzespanier zu machen. Er
ließ nun eine Kriegsfahne anfertigen, die seine christlichen
Streiter mit begeistertem Mute erfüllte und ihm in der Schlacht
an den „roten Steinen“ (~saxa rubra~) in der Nähe Roms den Sieg
über Maxentius verschaffte (312). So erzählt ein christlicher
Schriftsteller.
[Illustration]
Verlag von +Gerhard Stalling+, Oldenburg i. Gr.
Professor ~Dr.~ Ludwig Stacke’s Schriften.
Erzählungen aus der
=Griechischen Geschichte=. =30.= Auflage. Gebd. 1 ℳ 90 ₰.
=Römischen Geschichte=. =27.= Auflage. Gebd. 1 ℳ 90 ₰.
=Mittelalter=. =17.= Auflage. Gebd. 1 ℳ 90 ₰.
=Neuen Geschichte=. =14.= Auflage 2 ℳ 75 ₰, gebd. 3 ℳ 25
₰.
=Neuesten Geschichte= (1815 bis zur Abberufung Bismarcks).
=6.= Auflage. 5 ℳ 50 ₰, eleg. gebd. 6 ℳ 25 ₰.
Über Stackes „+Erzählungen aus der Geschichte+“ schreiben in ihrem
letzten Bande die in Berlin im Auftrage der historischen Gesellschaft
erscheinenden „Jahresberichte der Geschichtswissenschaft“ gelegentlich
der Besprechung von Volks- und Jugendschriften: „Hier sind in erster
Linie die Stackeschen Schriften zu erwähnen, die sich auch, wie ihre
hohen Auflagen zeigen, einer großen Beliebtheit erfreuen. An Rankes
und Beckers Weltgeschichte angelehnt, verstehen sie es, durch korrekte
Sprache und fesselnde Erzählungsform den Leser zu gewinnen und ihn in
jene gehobene Stimmung zu versetzen, welche die schönste Frucht der
Geschichtsbeschäftigung genannt worden ist.“
„Die fortgesetzten vielfachen Auflagen dieser vom echten Forschergeiste
und warmer Empfindung getragenen Geschichten beweisen mehr als alle
Anpreisungen den hohen Rang, welchen sie unter den zahlreichen
literarischen Erscheinungen ähnlicher Art einnehmen. Die Darstellung
ist in allen Richtungen anregend und frisch, die Form, meist
klassischen Mustern angepaßt, tadellos. Die Gunst der Lehrer wird
sicher diesen Büchern stets in steigendem Maße zu teil werden.“
(Schlesische Presse.)
„Die Verlagshandlung und der als Oberlehrer am Gymnasium zu Rinteln
wirkende Verfasser sind zu diesem erfreulichen, +wohlverdienten+
Erfolge, den diese „+Erzählungen+“ erzielt haben, zu beglückwünschen.“
(Wissenschaftl. Beilage d. Leipziger Zeitung.)
„Eine herrliche Lektüre, eingehend, belehrend und angenehm
unterhaltend. Die Schilderungen fesseln nicht bloß 12-15jährige Knaben
und Mädchen, sondern auch reifere Jünglinge und Jungfrauen, gebildete
Männer und Frauen. Auswahl und Darstellung ist vortrefflich. Die
zahlreichen Auflagen sind verdiente.“
(Repertorium der Pädagogik.)
Hülfsbücher fürs die erste Unterrichtsstufe in der Geschichte.
I. Teil. =Altertum.= =3.= Auflage Geh. 1 ℳ, geb. 1 ℳ 50 ₰.
II. Teil. =Mittelalter.= =2.= Auflage. Geh. 1 ℳ, geb. 1 ℳ 50 ₰.
III. Teil. =Neue Zeit.= =2.= Auflage. Geh. 1 ℳ 75 ₰, geb. 2 ℳ 25 ₰.
„Der Herr Verfasser hat aus seinen „Erzählungen“ einen Auszug
zusammengestellt, der sich zur Einführung in die Schulen, in deren
Unterklassen alte Geschichte behandelt wird, im hohen Maße eignet.
Die Vorzüge dieses Buches vor allen andern der Art bestehen darin,
daß nicht einzelne, für sich behandelte Erzählungen aus der alten
Geschichte gegeben werden, sondern der Verfasser gibt uns stets ein
Gesamtbild der alten Geschichte. Dabei ist der Einzelgeschichte und
dem geographischen Elemente überall die nötige Berücksichtigung zu
teil geworden. Wer längere Zeit in diesem Unterricht sich mit recht
schwachen Hülfsbüchern hat behelfen müssen, wird das Buch mit großer
Freude begrüßen; denn er findet in demselben alles das, was er als
wissenswert dem Gedächtnis des Kindes eingeprägt sehen möchte. Möge das
Buch den Schulen bestens empfohlen sein!“
(Magazin für Lehr- und Lernmittel.)
Verlag von +Gerhard Stalling+, Oldenburg i. Gr.
Das beste Buch für die deutsche Jugend und das deutsche Volk!
Nordisch-Germanische
Götter- und Heldensagen.
Für die deutsche Jugend und das deutsche Volk
von
Gustav Schalk
3. Auflage
(mit Illustrationen).
Preis gebd. ℳ. 2.80.
„Mit Freuden begrüße ich jedes Werk, welches deutsche Mythologie und
Heldensage behandelt. -- Seit den dornenvollen Arbeiten von Jak. Grimm,
K. Simrock, W. Wägner u. a. hat sich das Interesse für die Religion
unserer Altvordern, für ihre Sitten, Anschauungen und Gebräuche
gesteigert. -- Eine edlere Begeisterung für die längst entschwundene
Welt unserer Altvordern ist es auch, der dieses Werk seine Entstehung
verdankt, welches wir als ein wohlgelungenes bezeichnen können. Es wird
sicher die Kenntnis der alten Vorzeit verbreiten und Begeisterung für
die Helden erwecken und so wieder Heldenmut und Edelsinn erzeugen. Die
Darstellung ist eine recht gewandte und die Gruppierung des Stoffes
ebenso geschickt. Den Glanzpunkt des Ganzen bildet die bezaubernd
schöne Frithjofsage, die nach Tegner erzählt ist. -- Wer kennt nicht
Ingeborg, die schönste Rose des Nordens, und Frithjof, die königliche
Eiche auf Nordlands Bergen? Schon diese +eine+ Sage macht das Buch
jedem Leser lieb und wert. Die Sprache des Verfassers perlt hier
gleichsam im Morgentau und Frühlingssonnenschein. -- Möge das Buch
zahlreiche Leser finden.“
+Mainz.+
+~Dr.~ Heinrich Haskamp.+
(Rhein.-Westf. Schulzeitung.)
„Was dieses Buch vor manchen seinesgleichen ganz besonders auszeichnet,
das ist die durchweg knappe, klare und doch so poesievolle Darstellung,
der einfache, naive, meisterhafte Märchenton. Aus diesem Grunde sei das
vortreffliche, übersichtlich gehaltene Buch, welches sich für Schüler
aller Schulen als Nachlesebuch ganz vorzüglich eignet, aufs Wärmste
empfohlen.“
(Westfälische Lehrer-Zeitung.)
+Se. Excellenz der General der Infanterie von Keßler+,
General-Inspekteur des Militär-Erziehungs- und Bildungswesens, schreibt
der Verlagsbuchhandlung unterm 4. Dezember 1897 über das Buch: „Das
Kommando des Kadettenkorps, welchem ich das Buch mitgeteilt habe,
hat mit +Anerkennung+ in Aussicht genommen, das Buch mit benutzen zu
lassen.“
Verlag von Gerhard Stalling, Oldenburg i. Gr.
=Harms, Prof. Chr., Rechenbuch für die Vorschule.= Heft I. 12.
Aufl. kart. 50 ₰. Heft II, =13.= Aufl., kart. 80 ₰.
=Harms, Prof. Chr., Kopfrechenbuch. Eine Anleitung zur Lösung=
vieler angewandter Kopfrechenaufgaben. 1 ℳ. 50 ₰.
=Harms, Zwei Abhandlungen über den Rechenunterricht.= 80 ₰.
=Kallius, Prof. ~Dr.~, Die vier Species in ganzen Zahlen=, und =Das
Münz-, Maß- und Gewichtssystem im Rechenunterricht=. =4.= Aufl. 1 ℳ
20 ₰.
=Lefèbre, Abriß der griechischen und römischen Geschichte für
Quarta.= Preis 35 ₰.
=Rechenbuch für Unterklassen von H. Friedrichs, A. Klusmann, F.
Logemann.= =23.= Aufl. Bearbeitet von H. Friedrichs und C. Krüder.
65 ₰.
„Das angezeigte Rechenbuch ist eine methodisch geordnete
Aufgabensammlung für die vier Species im Zahlenraume von 1-10000.
Der betreffende Stoff ist reichhaltig und wohlgegliedert. -- --
Somit wird in den Unterklassen ein guter Grund gelegt, auf welchem
der Lehrer der Oberklasse mit Erfolg weiter zu bauen vermag.“
(Schulblatt f. d. Provinz Brandenburg.)
=Stacke, Prof. ~Dr.~ Ludwig, Abriß der Geschichte der Preußischen
Monarchie= von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart. =2.=
Aufl. 1 ℳ.
„Außerordentlich reich an Stoff, klar und lichtvoll in der
Anordnung, anziehend und lebendig in der Sprache, anschaulich
und malerisch in der Schilderung, kräftig und kernig in der
Charakterisierung, durchdrungen von patriotischem Sinn und
sittlichem Ernst, ist dieser „+Abriß+“ Lehrenden und Lernenden
angelegentlichst zu empfehlen.“
(Deutsche Schulzeitung, herausg. v. F. E. Keller, Berlin.)
„Gleich den übrigen Geschichtsdarstellungen des Verfassers eine der
ansprechendsten und gediegensten Arbeiten auf diesem Gebiete der
Literatur.“
(Pädag. Jahresbericht.)
„Das Buch zeichnet sich durch allseitige Berücksichtigung der
wichtigsten historischen Momente, durch volle Beherrschung des
Stoffes, treffende und präzise Darstellung und durch warme
Hingebung an die Sache des Vaterlandes ganz besonders aus, und wird
für Schule und Haus, für Volksbibliotheken und als Prämie gleich
gut empfohlen werden können.“
(National-Zeitung.)
Verlag von Gerhard Stalling, Oldenburg i. Gr.
=Stacke, Prof. ~Dr.~ Ludwig, Die französische Revolution und das
Kaisertum= Napoleons I. Geschichtliche Übersicht der Zeit von 1789
bis 1815. 660 Seiten. Geh. 4 ℳ 50 ₰.
„Wir haben bereits eine große Menge Schriften aus den für Europa
ewig denkwürdigen 26 Jahren gelesen, aber kaum eine unter ihnen
gefunden, welche wie diese auf eine so weise und zweckmäßige Weise
die gebotenen Quellen benutzt und den gegebenen reichhaltigen
Stoff in so gründlicher Weise ausgearbeitet und mit einer
so ruhigen Würde dem Publikum zur Beurteilung und Belehrung
dargeboten hätte. Dabei ist der Stil prägnant und entschieden
und die Darstellungsweise edel und männlich, würdig den großen,
welterschütternden Begebenheiten der damaligen Zeit. Wir empfehlen
darum auch das Buch, nicht als ob es etwas Neues, Unbekanntes
enthielte, sondern vielmehr darum, weil wir das Bekannte und
teilweise Miterlebte hier auf meisterhafte Weise wiedergegeben
finden.“
(Münchener Neueste Nachrichten aus dem Gebiete der Politik.)
=Müller, Prof. E. R., Leitfaden der unorganischen Chemie für
Gymnasien=, Realgymnasien, höhere Bürgerschulen, Seminare etc.
Preis 60 ₰
„Das Buch zerfällt in drei Abschnitte: ~A.~ Das Wichtigste aus den
Hülfswissenschaften der Chemie, §§ 1-10, ~B.~ Methodischer Kursus
der Chemie, §§ 11-23, ~C.~ Systematischer Kursus der Chemie, §§
24-57. Diese Einteilung und die ihr entsprechende Durchführung
machen das Buch zu einer vollkommen neuen Erscheinung in der
chemischen Schulliteratur. Ganz besonders aber ist an ihm zu loben,
daß die wichtigsten Lehren der Chemie in streng synthetischer Weise
entwickelt sind. Die Darstellung ist präzis und klar.“
(Zeitung f. d. höhere Unterrichtswesen Deutschlands.)
=Müller, Prof. E. R., Planimetrische Konstruktionsaufgaben nebst
Anleitung= zu deren Lösung für höhere Schulen. =5.= Aufl., kart. 1 ℳ
„Diese Sammlung ist trotz ihres geringen Umfanges recht reichhaltig
und durchaus methodisch angelegt. -- -- Sie empfiehlt sich durch
zweckmäßige methodische Behandlung, durch Gedrängtheit und Schärfe
des Ausdrucks und durch Korrektheit, auch des Druckes. Wir zweifeln
nicht, daß sich das kleine Buch neben einem Lehrbuche, welches, wie
das Kamblysche, den Aufgaben nur geringe Beachtung schenkt, recht
geeignet erweisen wird.“
(Zeitschrift f. d. Gymn.-Wesen.)
„Wir haben es hier mit einem Büchlein zu tun, das ebenso durch
seine Kompendiosität, als durch die äußerst übersichtliche
Gruppierung des behandelten Stoffes unstreitig die Sympathieen
des Lesers wachruft. -- -- Der Referent kam bei der Durchsicht
des Büchleins zu der Überzeugung, daß die Benutzung desselben in
wirksamer Weise den planimetrischen Unterricht beleben und fördern
dürfte.“
(Zeitschrift f. d. Realschulwesen.)
=Müller, Prof. E. R., Lehr- und Übungsbuch der
Elementar-Geometrie.= I. Teil (Quinta-Kursus). Geh. 40 ₰.
Verlagsanträge
aus dem Gebiete der
Schulbücher-Literatur
sind
mir stets willkommen
und finden
+gewissenhafte Prüfung+.
Oldenburg i. Gr. Gerhard Stalling,
Verlagsbuchhandlung.
Gegründet 1789.