XII[347].

Dem $Verbande kaufmännischer Vereine$ sind außer den früher genannten

noch ferner beigetreten die kaufmännischen Vereine Bruchsal mit 186,

Heidelberg mit 435, Lahr mit 263 und Ruhla mit 119 Mitgliedern, sowie

der Verein für weibliche Angestellte in Stuttgart mit 325 Mitgliedern;

der Gesamtbestand wird von dem Vorsitzenden für Ende Juni 1899 auf 101

Vereine mit 25277 Prinzipalen, 95783 Gehülfen, 4924 Lehrlingen und 1902

Nichtkaufleuten = 127886 Mitgliedern angegeben[348]. In der am 5./6.

Juni 1899 in Eisenach abgehaltenen Generalversammlung forderte der

Verband die Beseitigung der bisherigen übermäßig langen Arbeitszeit

und anderer für die Gesundheit der Gehülfen nachteiligen Einrichtungen

in den Ladengeschäften, ferner die Einführung eines allgemeinen

gesetzlichen Ladenschlusses spätestens um 8 Uhr abends, die Errichtung

kaufmännischer Schiedsgerichte und eine geregelte Unterstützung bei

unverschuldeter Stellenlosigkeit. Man wünschte außerdem die Befreiung

der Handlungsgehülfen von der allgemeinen Invaliditätsversicherung

und die Schaffung einer eigenen Versicherungsanstalt, das Verbot

der Sonntagsarbeit nach 10 Uhr vormittags und die Aufnahme einer

Arbeitslosenstatistik im Anschluß an die nächste Volkszählung.

[347] Anschluß an S. 352.

[348] Die mitgeteilten Zahlen der neu beigetretenen 5 Vereine

würden höhere Gesamtziffern ergeben; vielleicht sind die beiden

österreichischen Vereine nicht mitgezählt.

Die Gewerkschaftsbewegung Darstellung der gewerkschaftlichen Organisation der Arbeiter und der Arbeitgeber aller Länder. · 第 314 / 323 题