Wir erkennen die hauptsächlich durch die Fortschritte der Technik
hervorgerufene Großindustrie als wirtschaftliche Notwendigkeit an,
halten es aber für unsere Pflicht, die im Großbetrieb beschäftigten
Arbeiter im Streben nach Erhöhung und Veredelung ihrer Lebenshaltung,
um größere ökonomische Sicherheit und den Schutz ihrer persönlichen
Güter in Leben und Gesundheit, Sittlichkeit und Familienleben zu
unterstützen.
Als Stärkungsmittel sehen wir an:
1. die bisherige staatliche Arbeiterversicherung, deren Vereinfachung
und Ausdehnung wir wünschen;
2. die bisherige staatliche Arbeiterschutzgesetzgebung, deren
Ausgestaltung wir fordern in Bezug auf:
a) angemessene Kürzung der Arbeitszeit (Maximal-Arbeitstag),
b) Einführung einer Sonntagsruhe von mindestens 36 Stunden,
c) gesunde Arbeitsräume,
d) Einschränkung aller dem Familienleben, der Gesundheit und
Sittlichkeit schädlicher Frauen- und Kinderarbeit,
e) Verbot der Nachtarbeit außer für solche Industriezweige, die
ihrer Natur nach oder aus Gründen der öffentlichen Wohlfahrt einen
fortlaufenden Betrieb nötig machen;
3. die Einführung obligatorischer Fachgenossenschaften, bezw.
gesetzlich anerkannter Gewerkschaften;