Ohm Rickert sagt: »Wie die Hühner ohne Kopf torkeln wir umher.«

Dabei war er der allzeit Unbotmäßige, der sich einweg mit der Ahne

gestritten hat. Und er setzt verdrossen hinzu: »Es ist auch gut, daß

ich keinen Kopf mehr habe, denn es ist nüms da, der ihn waschen könnte.«

Die Kopfwäsche fehlt _mir_ nicht, denn die Ahne war trotz ihres

überragenden Alters von einer rührenden Ehrerbietung gegen mich. Aber

ihr scharfer Spott geht mir ab, ihr schlagender Witz, ihr trockener

Humor, ihre gute, kräftige Sprache. Die Hallig ist verwaist, ihre

Mutter ist heimgegangen. Und ich, der ich meinte, die Ahne am besten

zu kennen, war auch nur ein Stümper in der Seelenkunde. Glaubte

allstunds, die alte, herbe Frau habe den _Stolz_ an die oberste Stelle

gesetzt ...

Und es ist doch die _Liebe_ gewesen. Wunderliche, verleugnete Liebe.

Aber doch »die Größeste«. --

Edlef hat mir erzählt, was man erlauscht.

Der Mutterhof: Ein Halligroman · 第 23 / 46 题