an den Körpern der Mitwirkenden hinab. Die Menge ist aufs höchste
erregt und antwortet auf die hervorgestoßenen Fragen mit drohendem
Gebrüll. Der feierliche Moment naht. Wieder verschwindet der Tänzer,
wie von einer unsichtbaren Macht verschlungen, und sein Wehklagegeheul
ruft im Walde ein lautes Echo hervor. Im nächsten Augenblick erscheint
er mit der gefährlichen Medizin und stürzt sich auf sein Opfer.
Dieses, im Bewußtsein seiner Unschuld, trinkt gewöhnlich sofort die
dargereichte Medizin. Tut es dies nicht, dann ist die Schuld so gut
wie erwiesen, und die durch die nächtlichen Vorgänge und durch das
unausgesetzte Rauchen von Hanf zur höchsten Blutgier aufgestachelte
Menge stürzt sich mit Messern, Hauen und Spaten auf ihr Opfer, um es an
Ort und Stelle zu schlachten und buchstäblich in Stücke zu zerreißen.
Jeder sucht ein Stück desselben zu erwischen.
Hat der Betreffende das Gift getrunken, und ist er imstande, es sofort
wieder zu erbrechen, so ist dies ein Beweis seiner Unschuld, und das
Fest findet seinen Fortgang, indem der Fetischmann ein zweites Opfer,
und so weiter, auskundschaftet, bis das Gift endlich seine Wirkung tut.
Zahllos sind die Fälle, bei denen der Giftbecher als Gottesgericht
entscheidet, und nachgewiesenermaßen hat ein und dasselbe Gift, von
zwei verschiedenen Personen getrunken, ganz verschiedene Wirkung. Auch
die Art der Gifte wechselt bei den verschiedenen Negerstämmen, und
es ist festgestellt worden, daß z. B. bei allen jenen, die ihr Opfer
verzehren, das Gift eine stark berauschende, vorübergehende Wirkung
hat, also eigentlich nicht tödlich wirkt, während in anderen Distrikten
unbedingt tödliche Gifte zur Verwendung gelangen.
Man erkennt am Geschilderten die ungeheuere Macht der Medizinmänner.
Stirbt jemand auf unvorhergesehene Weise oder wird er ermordet, frißt
ein Krokodil oder ein Leopard einen Eingeborenen, kommt eine Seuche
über das Land, werden die Ernten durch Hagel und Unwetter vernichtet,
kurz, bei jedem Unheil, das ein Dorf trifft, hat der Fetischmann
Gelegenheit, sich seiner Feinde zu entledigen. Als Opfer wählt er mit
Vorliebe mißliebige Gegner, ältere Männer und Frauen, alle jene, die
ihm nicht seine Götzen abkaufen, oder auch Frauen, die sich ihm nicht
willfährig zeigen. Kein Eingeborener ist vor der Tücke dieser Räuber
sicher. Sie waren die gefährlichsten Gegner des Europäers bei der
Unterjochung des Landes und haben vielen Expeditionen den Untergang
bereitet. Sie bleiben es heute noch in jenen Gegenden im Innern, wo
die Erschließung nicht durch die Macht der Gewehre, sondern durch den
Handelsverkehr mit den Eingeborenen Schritt für Schritt vor sich geht.
Die Leute setzen unbedingtes Vertrauen in die überirdische Macht ihres
Fetischmannes und in die Kraft seiner Medizinen. Sie glaubten auch an
seine Fähigkeit, die modernen Schußwaffen unwirksam zu machen. Daher
zeigten sie auch vielfach eine unglaubliche Unerschrockenheit im Kampf
mit den Europäern, und die Fetischmänner konnten trotz des mörderischen
Feuers immer und immer wieder neue Scharen von allen Seiten gegen
ihren Gegner heranführen, bis dieser schließlich der Übermacht erlag.
Gelang es, den Medizinmann zu töten, dann war gewöhnlich der Mut der
schwarzen Scharen gebrochen, und in regelloser Flucht verließen sie den
Kampfplatz.
Fußnote:
[5] Medizin in allen möglichen Packungen.
Negermärchen.
Meinem Koch war ein kleiner »Yambinga-Boy« als »Tellerlecker«
zugeteilt. Dieser war in einer Mission auferzogen, wurde von den
Arbeitern »=Moanna na Zambi=«, d. h. Gotteskind, genannt und galt
als sehr gottesfürchtig und gelehrig. Eines Abends ließ ich ihn zu mir
kommen und befragte ihn: »Auf welche Weise wurde Christ geboren?«
Offenbar war niemals eine derartige Frage an ihn gestellt worden.
Sie setzte ihn daher sichtlich in Verwirrung. Als ich keine Antwort
erhielt, forschte ich weiter:
»Wurde Christ wie alle Menschen von einer Mutter geboren?«
Antwort: »Nein, Christ ist ein zu großer König, um wie alle
gewöhnlichen Menschen geboren zu werden.«
»Nun, wie wurde er denn geboren? Kam er durch den Mund?«
»O nein, der Mund eines Menschen spricht so viel Unreines, daß ein
König ohne Sünden nicht daraus hervorkommen konnte.«
»Kam er durch das Auge?«
»Nein, das Auge des Menschen sieht so viel Blut und Grausamkeiten, daß
solch ein liebevoller König nicht darin seinen Ursprung finden konnte.«
»Kam er durch die Nase?«
»Diese enthält soviel Unreines, daß Christ nicht daraus hervorkommen
konnte.«
»Kam er durch die Ohren?«
»O nein, der Mensch ist schlecht, und durch die Ohren hört er so
viel Sünde und Schlechtes, daß solch ein reiner König nicht daraus
hervorkommen konnte.«
»Nun endlich, woher kam denn Christ? Aus einem Menschen ist er doch
herausgekommen.«
Plötzlich kam es wie eine Offenbarung über den Jungen. In seinem
Gedächtnis hatte er endlich die richtige Antwort gefunden: »Ach
Mundele, das weißt du doch selbst am besten. Er kam durch den einzig
reinen Teil des Menschen -- er kam durch den kleinen Finger der
Unschuld.«
»Und auf welche Weise?«
»Nun, der kleine Finger wurde dicker und dicker, bis er platzte und
daraus der große König hervorging.«
Man kann aus diesem Beispiel ersehen, welche naive Vorstellung die
jungen Christen noch von der Religion haben; alles, was man ihnen nicht
auf das genaueste erklärt, veranschaulichen sie sich mit den Mitteln
ihrer eigenen, kindlichen Phantasie.
~Bangala-Märchen vom Nilpferd und Krokodil.~
Ursprünglich waren Nilpferd und Krokodil die fürchterlichsten Feinde,
die sich einander auf Schritt und Tritt bekriegten. Während das
gefräßige Krokodil die arglos im Ufersande spielenden Nilpferdkinder
angriff, benützte das Nilpferd das Mittagschläfchen seines gefährlichen
Nebenbuhlers, um sich tückisch anzuschleichen und ihm mit seinen
tödlichen Hufen den Garaus zu machen, bis endlich das schlaue Krokodil,
des ewigen Kampfes müde, dem Nilpferd folgenden Vorschlag machte:
»Raum für uns beide hat diese Erde. Ich erkenne deine Oberhoheit als
unumschränkter Herrscher über diese Gewässer an und ziehe mich in
mein Reich auf Sandbänken und in die Moräste zurück. Ich will von nun
an dir und deinen Kindern, wenn ihr Gras und Schilf meiner Domänen
fressen kommt, nichts mehr zuleide tun unter der einen Bedingung, daß
du dafür alle Kanus der Eingeborenen, die dein Reich befahren, zum
Sinken bringst, so daß auch ich mich an Menschenfleisch sättigen kann.
Im Austausch gegen diesen Dienst überlasse ich dir und den Deinen meine
Prärien und Sümpfe, in denen du ungestört weiden und schlafen kannst.«
Das Nilpferd war mit dem Vorschlag wohl zufrieden und ist seither der
erbittertste Feind des Menschen, dem es im Wasser nachstellt und ihn
seinem Freund, dem Krokodil, ausliefert.
~Märchen vom Tanganika-See.~
Vor unzähligen Jahren befand sich an der Stelle des heutigen
Tanganika-Sees ein reichbevölkertes Gebiet, das von einem mächtigen
Volksstamm bewohnt wurde.
Die ungeheure fruchtbare Ebene nährte große Rinder- und Schafherden,
welche den Hauptreichtum des Stammes ausmachten. Inmitten eines großen
Dorfes residierte in seinem von hohen Palisaden umgebenen Palast ein
angesehener Häuptling mit seiner Frau, Besitzer einer tiefen Quelle,
welche von einem unterirdischen Fluß gespeist wurde.
Diese Quelle war seit Jahrhunderten vom Vater auf den Sohn übergegangen
und besaß die merkwürdige Eigenschaft, ihrem jeweiligen Besitzer eine
besonders wohlschmeckende Art von Fischen, wie sie nirgends in der
Umgebung zu finden war, zu spenden. Der Besitz dieses Schatzes war von
seiner absoluten Geheimhaltung abhängig, und die Tradition prophezeite
fürchterliches Unheil für das ganze Land in dem Augenblicke, wo ihre
wunderwirkende Eigenschaft einem Fremden verraten würde.
Das Schicksal wollte, daß die Frau des Häuptlings eines Tages hinter
dem Rücken ihres Gatten in leidenschaftlicher Liebe zu einem jungen
Mann entbrannte und ihm heimlich einige zubereitete Fische der
wunderbaren Quelle zukommen ließ.
Das Fleisch dieser Fische war so vorzüglich und so ganz anders im
Geschmack als alle Fische, die ihr Liebhaber bisher gegessen, daß er
unbedingt wissen wollte, woher diese Fische stammten. Die Frau sträubte
sich aus Furcht vor den Folgen anfangs energisch, das Geheimnis zu
verraten. Als jedoch der Geliebte weiter in sie drang und drohte, er
werde ihren Gatten über deren Herkunft befragen, da sah die Ungetreue
ein, welch fürchterliches Unheil sie angerichtet hatte, und versprach
dem Geliebten, ihm bei ihrer nächsten Zusammenkunft alles zu verraten.
Gelegentlich einer längeren Abwesenheit ihres Gatten rief sie ihren
Liebhaber zu sich, bereitete ihm ein lukullisches Mahl von den Fischen
aus der Quelle und kredenzte ihm Palmwein. Mit aufopfernder Liebe und
mit süßen Schmeicheleien suchte sie ihn zu befriedigen und von seinem
Vorhaben abzubringen. Ihr Inneres warnte sie vor kommendem Unheil. Sie
bat und beschwor ihren Freund nochmals, nicht weiter in sie zu dringen
und nicht etwas von ihr zu verlangen, was sicheres Unglück im Gefolge
hätte. Doch vergeblich. Ihr Freund bestand darauf, das Geheimnis
kennenzulernen, und gelobte, es niemand anzuvertrauen. Da führte sie
ihn in das Allerheiligste, das durch eine besondere Palisadenwand vom
Rest des Hofes abgetrennt war, um es vor den Augen der Dienerschaft zu
verbergen.
Inmitten des kleinen Raumes quoll aus einem kreisrunden Becken aus der
Erde eine klare Quelle hervor, an deren Oberfläche eine Menge kleiner
und großer Fische aus den Tiefen zum hellen Sonnenlicht emportauchten,
um gleich wieder zu verschwinden.
»Sieh, hier ist die wunderbare Quelle mit ihren vorzüglichen Fischen.«
Der Liebhaber, der nie zuvor Ähnliches gesehen hatte, stand sprachlos
vor dem Wunder. Da näherte sich ihm eines der Fischchen -- -- er wollte
es mit der Hand erfassen -- -- das prophezeite Unglück trat ein -- --
Aus der Quelle stieg, flammend vor Zorn, »Muzimu«, der unterirdische
Geist, empor. Sein Gesicht war wutverzerrt, seine Augen sprühten
Blitze. Mit furchtbarer Gebärde schleuderte er einen Höllenfluch auf
die beiden Schuldigen. Die Erde zu ihren Füßen barst, und eine hohe
Wassersäule an Stelle des Muzimu überflutete Land und Auen, soweit das
Auge reicht, alles Lebende vernichtend.
Seitdem bedeckt der tiefe Tanganika-See das Land, und alle Jahre kann
man an einem bestimmten Tage das Stampfen der Mehlmörser und das
verzweifelte Schreien und Rufen der unschuldigen Menschen und Kinder
hören, die das Opfer der Katastrophe geworden waren.
Nachwort.
In den vorstehenden Kapiteln habe ich meinen Lesern die Erlebnisse
während meines ersten dreijährigen Aufenthalts in Innerafrika
geschildert.
Nach kurzem Verweilen in der Heimat zog es mich mit unwiderstehlicher
Gewalt wieder nach diesem geheimnisvollen Land zurück, wo ich dann noch
weitere neun Jahre verbrachte. Vom Faktoreichef zum Abteilungs-, dann
zum Revierchef und schließlich zum =Chef de Secteur= befördert,
leitete ich im Kasai-Gebiete große Faktoreien. Während dieser Zeit habe
ich in dem mir unterstellten Gebiet viele Forschungsreisen gemacht und
mich monatelang bei den Patoas (Zwergvölkern) und Kannibalenstämmen
aufgehalten.
Über diesen letzteren größeren Zeitabschnitt beabsichtige ich einen
zweiten Band herauszugeben, der etwa folgenden Inhalt haben wird:
Stationsleben im Kasai-Gebiet,
Bei den Patoas-Zwergen,
Nilpferdjagden,
Jagden mit den Bena Luluas mittels Präriebränden,
König Zappo Zapp und seine 120 Frauen,
Elefantenjagden am Kwilu,
Innenorganisation eines Distrikts usw. usw.
Auch von diesen Schilderungen hoffe ich, daß sie nicht nur bei
Liebhabern von Reiseschilderungen, sondern speziell auch bei den
jugendlichen Lesern einem Interesse begegnen und bei den letzteren
den Wunsch erwecken werden, die weite Welt aus eigener Anschauung
kennenzulernen, um für ihr späteres Leben reiches Wissen und Erfahren
zu sammeln.
~Der Verfasser.~
[Illustration: Der KONGO]
Bilderverzeichnis.
Seite
Bildnis des Verfassers 4
Las Palmas 19
Freetown 23
Rückentätowierung einer Frau 29
Palmenstraße in Boma 37
Arbeiterdorf Boma 39
Landungsbrücke und Eisenbahn von Matadi 41
Bangala-Mädchen im Tanzkostüm 43
Fuca Fuca 47
Baobab-Baum bei Boma 49
Erlegtes Nilpferd 55
Produktenhandel 59
Eine Kurve der Kongobahn 67
Faktoreigebäude Kinschassa 69
Kongodampfer 71
Häuptling mit Familie im Festschmuck 73
Holzposten am Kongo 81
Eingeborene bringen Lebensmittel 83
Der Kongo bei Upoto 91
Mustapha mit Familie 93
Budjas-Frau 98
Bambala-Mann 99
Wabongo-Mann 100
Wabongo-Frau 101
Baluba-Frau 104
Upoto-Mann 105
Arbeitsappell 111
Trägerkolonne 113
Faktoreigebäude Stanleyville 115
Errichtung eines Dachfirstes 119
Beim Hausbau 123
Wohnhaus im Urwalde 127
Fischereianlagen im Kongo 129
Häuptling mit Gefolge 133
Ankauf von Kautschuk 139
Marktbild 147
Stampfen von Maniokmehl 153
Dorfbild 159
Arbeiterfrauen vor einer Hütte 163
Eingeborene bringen Kautschuk 175
Verarbeiten von Kautschuk 177
Anfertigung von Kautschukkörben 181
Ablieferung von Kautschukkörben 183
Werke zur Zeitgeschichte
+»A«.+ Zwischen Staatsmännern, Reichstagsabgeordneten und
Vorbestraften.
Halbleinen geb. 3.50 M.
In Gestalt von kurzen Skizzen, in denen der Verfasser
Reichstagssitzungen beschreibt und kritisiert, wirft er grelle,
eindrucksvolle Schlaglichter auf den Unsinn des Parlamentarismus ....
Dem Buch ist wegen seiner Eindringlichkeit, Klarheit und Objektivität
weiteste Verbreitung zu wünschen.
(Der Deutsche Führer, Berlin.)
+von Eppstein+, Prof. =Dr.= Freih. Fürst Bismarcks Entlassung.
Nach den hinterlassenen Aufzeichnungen des Staatsministers v.
Boetticher nebst 19 Faksimilebriefen von Kaiser Wilhelm II.,
Großherzog Friedrich von Baden, Fürst Bismarck usw.
Geh. 4 M., geb. 5.50 M., Halbleder geb. 9 M.
+Niemann+, Alfred, Oberstleutnant a. D. Kaiser und Revolution.
Die entscheidenden Ereignisse im Großen Hauptquartier.
Halbleinen geb. 3.50 M., Halbleder geb. 8 M.
Die Schrift Niemanns gehört zu den Geschichtsquellen, die man
studieren muß, wenn man über die Tage des 9. November sich ein Urteil
bilden will.
(Bremer Zeitung, Bremen.)
+=Dr.= Reichert+, M. d. R. Rathenaus Reparationspolitik.
Eine kritische Studie.
Geh. 2 M., Halbleinen geb. 3.50 M.
Das Buch enthält eine glänzende Kritik des Gedankens, Reparationen
durch Sachlieferungen zu leisten, aber auch eine Menge wertvoller
treffender Bemerkungen zur Erfüllungspolitik.
(Hannoverscher Kurier, Hannover.)
+Rotheit+, Rudolf. Das Berliner Schloß im Zeichen der
Novemberrevolution. Mit 8 ganzseitigen Textillustrationen.
Pappband 2 M.
Das Buch ist eine Episode, die in 15 feuilletonistischen Kapiteln
aus dem großen Passionsweg Deutschlands herausgenommen wird. Ihre
Darstellung ist von hohem bleibenden Wert.
(Vossische Zeitung, Berlin.)
+Wermuth+, Adolf, Reichsschatzsekretär, dann Oberbürgermeister
von Berlin. Ein Beamtenleben. Mit dem Bildnis des Verfassers. Geh. 5
M., Halbleinen geb. 6.50 M., Halbleder geb. 10 M.
Eine große, glänzende Beamtenkarriere läßt der Autor dieser
Erinnerungen am Leser vorüberziehen. Der sie durchlaufen, verdiente
ohne allen Zweifel seinen Erfolg, denn er erscheint uns als der Mann,
dem fast alle Tugenden des rechten Beamten anhaften, der aber auch ein
charaktervoller und warm empfindender Mensch, dem man die Sympathie
nicht versagen kann, war.
(Neue Zürcher Zeitung, Zürich.)
_Die angegebenen Grundpreise sind mit der jeweiligen Schlüsselzahl
des Buchhändler-Börsenvereins zu vervielfachen._
Verlag August Scherl G. m. b. H., Berlin SW
Kolonial-Literatur
+Behrmann+, Prof. =Dr.= Walter. Im Stromgebiet des Sepik.
Eine deutsche Forschungsreise in Neuguinea. Mit 100 Textabbildungen
und einer vom Verfasser aufgenommenen Karte. Geh. 5 M., Halbleinen
geb. 6.75 M., Halbleder geb. 10 M.
Die humorvolle Schilderung der vielseitigen Forschungstätigkeit und
des lebhaften Verkehrs mit den Eingeborenen, die Beschreibung und
Abbildung der wundervollen Urwaldlandschaften lassen ein vollkommen
plastisches Bild dieser bisher wenig bekannten Welt vor uns entstehen.
(Bremer Nachrichten vom Büchermarkt, Bremen.)
+Deppe+, Ludwig. Mit Lettow-Vorbeck durch Afrika. Mit 143
Textabbildungen und 4 Karten. Halbleinen geb. 5 M.
Namentlich die Aufzeichnungen der letzten vier Monate wirken
erschütternd und offenbaren in ihrer Unmittelbarkeit den Heldenmut,
das zähe Durchhalten viel stärker, als es noch so schöne Schilderung
tun könnte.
(Weser-Zeitung, Bremen.)
+de Haas+, Rudolf. Unter australischen Goldgräbern.
Geh. 2 M., Halbleinen geb. 3.50 M.
Lebendige und farbenprächtige Bilder aus seinem Leben unter den
Farmern und Goldgräbern zeigt der Verfasser, so daß der Leser einen
überaus fesselnden und wertvollen Einblick in diesen abseits allen
Verkehrs liegenden australischen Landstrich mit seinen aus aller
Herren Ländern zusammengewürfelten Bewohnern erhält.
(Deutsches Lehrerblatt, Berlin.)
+de Haas+, Rudolf. Im Schatten afrikanischer Jäger. Bilder aus
den Steppen am Kilimandscharo. Geh. 2 M., geb. 3.25 M.
Hier kommt ein alter Deutsch-Ostafrikaner zu Wort, der mit Herz und
Seele an dem Lande hängt, das ihm zur neuen Heimat geworden, in der er
schwer gearbeitet, gelitten, aber auch genossen hat.
(Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande, Amsterdam.)
+Poeschel+, =Dr.= Hans. Die Stimme Deutsch-Ostafrikas. Die
Engländer im Urteil unserer ostafrikanischen Neger. Mit Geleitworten
von Gouverneur Dr. Schnee und Generalmajor v. Lettow-Vorbeck.
Geh. 0.50 M.
Verfasser zeigt, wie das Verhalten der Neger während des Weltkrieges,
schon allein die Ruhe, die sie im Gegensatz zu den Untertanen
des britischen Weltreiches bewahrten, mehr noch die von allen
Bevölkerungsschichten geleistete schwierige Kriegshilfe ein über jeden
Zweifel erhabenes Zeugnis zugunsten der deutschen Herrschaft
darstellt.
(Die katholischen Missionen, Freiburg i. Br.)
+Wenig+, Richard, Oberleutnant z. S. Kriegs-Safari. Erlebnisse
und Eindrücke auf den Zügen Lettow-Vorbecks durch das östliche
Afrika. Mit zahlreichen Originalphotographien und einer Kartenbeilage.
Geh. 2 M., geb. 3.25 M.
Wenig bietet hier in impressionistisch hingeschriebenen Aufzeichnungen
ein berückendes Bild des freien Kriegslebens in den unendlichen
sonnedurchflimmerten Steppen Afrikas.
(Österreich. Wehrzeitung, Wien.)
_Die angegebenen Grundpreise sind mit der jeweiligen Schlüsselzahl
des Buchhändler-Börsenvereins zu vervielfachen_
Verlag August Scherl G. m. b. H., Berlin SW
Weltkriegs-Literatur
+von Bülow+, Generalfeldmarschall. Mein Bericht zur
Marneschlacht. Mit 7 Kartenbeilagen.
Geb. 1.50 M.
Die vorliegende Schrift bringt in großen Umrissen eine aktenmäßige
Darstellung der Vorgänge, die sich im Rahmen der zweiten Armee
abgespielt haben, und überläßt es dem Leser, sich selbst ein Urteil
darüber zu bilden.
(Artilleristische Monatshefte, Berlin.)
+von François+, Herrmann, General der Infanterie z. D.
Marneschlacht und Tannenberg. Betrachtungen zur deutschen
Kriegführung der ersten sechs Kriegswochen. Mit zahlreichen
Kartenskizzen im Text und 14 Kartenanlagen.
Geh. 5 M., Halbleinen geb. 6.50 M., Halbleder geb. 10 M.
Der Verfasser beleuchtet in kritischer Weise die Marneschlacht klar
und fesselnd, so daß auch die nichtmilitärischen Kreise seine
Darlegungen und Schilderungen mit tiefstem Interesse lesen werden.
Das Werk bildet eine sehr wichtige Bereicherung unserer Literatur
über den Weltkrieg und wird späteren Geschichtschreibern von großem
Nutzen sein.
(Allg. Zeitung, Königsberg i. Pr.)
+von Gleich+, Gerold, Generalmajor z. D. Vom Balkan nach Bagdad.
Militärisch-politische Erinnerungen an den Orient. Geh. 2.50 M.,
Halbleinen geb. 4 M. Halbleder geb. 8 M.
Schonungslos zieht hier ein alter Generalstabsoffizier alle Schleier
hinweg, die bisher geheimnisvoll die deutsche Expedition ins
Perser Land umwoben, und zeigt, wie Unzulänglichkeit des Planes,
Zersplitterung der Kräfte, Eifersüchteleien zwischen deutschen und
türkischen Befehlshabern, persische Indolenz und Gerissenheit über
deutschen Willen triumphieren.
(Mitteilungen des Bundes der Asienkämpfer, Berlin.)
+Liman von Sanders+, General der Kavallerie. Fünf Jahre Türkei.
Mit zahlreichen Textskizzen und 3 Kartenbeilagen. Geh. 5 M.,
Halbleinen geb. 6.50 M., Halbleder geb. 10 M.
Es ist das Verdienst des Generals Liman von Sanders, des
Dardanellensiegers, daß er seine in diesem Buche festgelegten
Erinnerungen mit ungeschminkter Wahrheit sagt. Seine unerhörten Kämpfe
an den türkischen Fronten gegen die Feinde des Vierbundes werden in
diesem Buch trefflich geschildert.
(Altonaer Nachrichten, Altona.)
+Scheer+, Admiral. Deutschlands Hochseeflotte im Weltkriege.
Persönliche Erinnerungen. Mit zahlreichen Bildern und Kartenbeilagen.
Geh. 7 M., Halbln. gb. 9 M., Halbld. gb. 12 M.
Admiral Scheer hat die Skagerrakschlacht eingehend geschildert. Durch
zahlreiche Skizzen und Karten wird auch dem Laien ein klares Bild von
jenem denkwürdigen Geschehnis vermittelt.
(Münchener Zeitung, München.)
+Spindler+, Karl, Kapitän. Das geheimnisvolle Schiff. Die Fahrt
der»Libau«zur irischen Revolution.
Geh. 2 M., Halbleinen geb. 3.50 M.
Das Wirken Sir Roger Casements für den irischen Freiheitskampf, seine
Unterstützung durch Deutschland und die englandfreundliche Haltung des
damals noch»neutralen«Präsidenten Wilson werden hier zum ersten Male
in ihren Zusammenhängen dargestellt.
(Sport im Bild, Berlin.)
_Die angegebenen Grundpreise sind mit der jeweiligen Schlüsselzahl
des Buchhändler-Börsenvereins zu vervielfachen_
Verlag August Scherl G. m. b. H., Berlin SW
Bücher für die männliche Jugend
+Geucke+, Kurt. Der Steiger vom David-Richtschacht. Mit Bildern
von Willibald Weingaertner.
Halbleinen geb. 2 M.
+Helling+, Viktor. Das Geheimnis der Kazikengräber. Mit vier
Vollbildern, Streubildern und Buchschmuck von Albert Schaefer.
Halbleinen geb. 3 M.
+Helling+, Viktor. Unter Indiens Sonne. Abenteuer zweier
deutscher Knaben. Mit fünf Vollbildern, Streubildern und Buchschmuck
von Albert Schaefer.
Halbleinen geb. 3 M.
+Helling+, Viktor. Der Jäger von Los Angeles. Abenteuer in den
Urwäldern Südkaliforniens. Reich illustriert.
Halbleinen geb. 3 M.
+Helling+, Viktor. Exotische See- und Reiseerlebnisse. Mit fünf
Vollbildern, Streubildern und Buchschmuck von Prof. Ludwig Fahrenkrog.
Halbleinen geb. 2.50 M.
+von Mücke+, Helmuth, Kapitänleutnant. Emden-Ayesha.
Selbsterlebtes von den sagenhaften Fahrten der ruhmreichen deutschen
Schiffe»Emden«und»Ayesha«auf hoher See.
Band 1 Ayesha. Geh. 1 M.,
geb. 2 M. Band 2 Emden. Geh. 1 M., geb. 2 M.
Beide Bücher in einem Band geb. 3 M.
+Otto+, Friedrich. Abenteuer aus aller Welt. Mit Bildern und
Buchschmuck von Albert Schaefer.
Halbleinen geb. 3 M.
+Poeck+, Wilhelm. Heino der Klabautermann. Eine
Schiffsjungengeschichte. Mit zahlreichen Bildern und Buchschmuck von
Edmund Erpf.
Halbleinen geb. etwa 4 M.
+Hersen+, E. Die Wikinger von Jomsburg. Zeitbild aus dem
10. Jahrhundert, nordischen Sagen nacherzählt. Mit Bildern und
Buchschmuck von Franz Staffen.
Halbleinen geb. 4 M.
_Die angegebenen Grundpreise sind mit der jeweiligen Schlüsselzahl
des Buchhändler-Börsenvereins zu vervielfachen_
Verlag August Scherl G. m. b. H., Berlin SW