SPÄTE LANDSCHAFT

Die Bitterkeit der Abende fließt

sickernd durch die Landschaft auf das Feld.

Gezinkter Stern für Stern verschießt.

Stumpf und mit der Fülle Mond entseelt

ein großer Wald sich ein.

Gehäusig und verdichtet fällt

der Himmel ständig und ein Stein

auf diese unerschöpflich dunkle Nebelwelt.

Schweben langsam Himmelstücher auf

und eine Wolke schaukelt vor den Mond.

Summende Erde wiegt verschlossen auf

und über allen Gräsern tont

ein Schatten aquamarin, körperlos gefüllt.

In Schleier grau und wehend eingehüllt

frauengleichem Moll weich schreiten Terzen,

und unaufhörlich rollt um sanft gespannte Herzen

der nächtliche Verlauf.

Der zerstörte Tasso: Ausgewählte Gedichte · 第 49 / 70 题