Hat der Heiland dich verkannt, du stilles Tier,
und setzte sich auf deinen Rücken, als er einzog.
War es nicht, als wollte er noch mit größerer Zier
strahlen von dir ab, die du so arm bist?
Aber unsäglicher Glanz ging aus von dir,
kahl und voller Dürftigkeit erschienest du auf
und zogst die Blicke nach den ungereinten Hufen,
hinter deinem klaffenden und harten Lauf
sprachloser Magdschaft. Alles auf der Erde hier
färbt ab von deinem langgedrückten Rufen
und erschrickt zu sich und seiner Nüchternheit
und wird ärmlich kahl und schier,
und es grauen die Gefühle an. Auf allen Stufen
stehen Dürftige zu Gott gewandt. Deine Demut schreit
häßlich und geschlagen von der Niedertracht,
während Jesus noch in Lumpen auf dir sitzt und strahlt.
Doch mild und von den Einfalten des Herzens eingeschlossen
sind deine Blicke blind und offen vorgerichtet und es lacht
die Landschaft blitzend erst von weißen Rossen
sanft in seligem Eindummen, während sie schon fahlt.