III.

Pole sammeln mit fechtenden Spitzen sich wieder,

meine Brust trägt sie beide im Schoß.

Sommernächtig verkupfern kaum angekündete Lieder,

lösen langsame Blätter von den Herzen sich los.

Blutig wandet die Seele Blick und Gedächtnis,

alles wird Einkreis, Brot und gequält.

Bleibt ein Traum, schwarzes, dünnes Vermächtnis,

plötzlich stehen und verzählt.

Landschaften wellen keinen Hügel, und die berauschten

weißen Hirsche springen nicht mehr auf und ab.

Milchstraße, äthernde Augen, ländliches Geräusch vertauschten

sich und dunkelten in den Morgen hinab.

Zinnober und Sepia wäscht der gelbe Aufgang

aus dem Gesichte der Nacht. Ich gehe, unbändig angetan,

fröstelnd und vergeblich lang

über die Wiesen der Gassen hinan.

Der zerstörte Tasso: Ausgewählte Gedichte · 第 12 / 70 题