Mass. -- Dem._ stôpken.
=stôp-bêr,= _Bier, d. *stôpwise* verkauft wird?_
=stope,= _f. Stufe, Treppe._
=stoppe,= _Stoppel?_
=stoppe,= _Werg, Hede._
=stoppe,= _Köcherdeckel._
=stoppel,= _st. m. Stachel;_ stimulus.
=stoppel,= _st. m. Stoppel; *stoppelmeter,* Stoppelmesser,
spöttisch für Zehnteinsammler._
=stoppen,= _sw. v. 1. stopfen, aus-; zu-, verstopfen. 2. anhalten,
hindern._
=stordelinge= = storlinge.
=stor(e),= _st. m. Stör._
=store-mân,= herba luminaria.
=storen,= _sw. v. stören, hindern._
=store-sleger,= _Böttcher, w. Tonnen für Störe fertigt u.
zuschlägt?_
=store-vanger,= _Störfischer; *storevank,* Störfang._
=storinge,= _Zerstörung._
=stor-isern,= sagillum fabri.
=storit,= _Storax._
=stork,= _m. Storch; *storks-nest,* Storchnest._
=storlinge,= _Zwietracht, Streit._
=storm,= _w. Sturm, Sturmwind, Unwetter; Ungestüm, Getobe; heftiger
Angriff; vom Todeskampfe._
=storm(e)=-bok, _Mauerbrecher; *-hake,* Geschütz zum Stürmen von
Festungen; *-huve,* Schlachthelm; *-klocke,* Sturmglocke, auch
Polterer, Tollkopf; *-korf,* Faschine; *-mânt,* Monatssold der
Soldaten für einen Sturm; *-regen,* Regensturm; *-tartze, ancile;
-we(d)der,* Sturm-, Unwetter; *-wint,* Sturmwind._
=stormen,= _sw. v. 1. intr. stark wehen; stürmen, toben, poltern. 2.
tr. stürmend angreifen und nehmen._
=stormere,= _Stürmer, Polterer, Schreier; Angreifer, Bedränger._
=stormich,= _stürmisch; von Menschen: unruhig, polternd._
=storminge,= _das Stürmen, Kampf; Erstürmung._
=storte,= _f. 1. Stürze, der Ort, wo man die Erde etc. aus dem Karren
hinschüttet. 2. Stürzkarre._
=storte-kare,= _f. eine Karre mit zwei Rädern, dessen Kasten man
beim Abladen hinten niederlässt, dass die Last selbst herausfällt. 2.
Wippgalgen?_
=storte-kule,= _Stürzgrube._
=stortelinge= = storlinge.
=storten,= _sw. v. 1. intr. stürzen, fallen; *to hope storten,*
zusammenstürzen, an einander geraten; *de stortende suke,*
Epilepsie. 2. tr. umstürzen, den Inhalt eines Gefässes ausschütten;
Bäume fällen; eine Erbschaft *storten,* d. i. verteilen; in Fülle
ein- oder vergiessen; bestürzt machen, erschrecken._
=stortere,= _der fällt; der etwas umstürzt, z. B. der Kohlenträger._
=stortinge,= _f. 1. Niederstürzen, Niederschlag, Tötung. 2. das
Ausstürzen einer Masse, Erbschaft etc._
=stor-vat,= _Fass zur Verladung von Stören?_
=stossich,= _stutzig, widerstrebend._
=stôt,= _m. 1. Stoss. 2. Anstoss, Zwist. 3. ein Stück Werks, Arbeit
oder Zeit._
=stôt,= _f. Einfriedigung, Umzäunung für Pferde (im Freien),
Pferdebahn, *equirreum;* dann die in der Einzäunung behaltenen
(wilden) Pferde, Haufen Pferde, meist zur Zucht bestimmt, Gestüt,
Stuterei._
=stôt,= _Halfter,_ capistrum.
=stôt-degen,= _Degen zum Stossen._
=stote-gelt?= _L. *storte-gelt,* Lohn der Kohlenträger?_
=stotelen,= _Werkzeuge zum Stossen? L. *scotelot,* Blei für
Geschütze?_
=stote-mande,= _Seih-korb?_
=stoten,= _st u. sw. v. 1. trs. stossen; schieben, werfen;
hineinstossen, z. B. Waren verladen, Pfähle rammen; Baken setzen;
zerstossen, zerstampfen; ein Schiff scheitern machen; rädern;
aufstossen, gewaltsam öffnen; vorwärts bringen, ausrichten, abwerfen;
*in,* in ein Blasinstrument stossen; *up,* etwas jem. zuschieben,
zur Entscheidung überlassen; *vor dat hovet,* Anstoss geben, zur
Besinnung bringen. 2. intrs. auf den Grund stossen, scheitern. 3. refl.
*an,* Anstoss nehmen; gehindert werden._
=stoter,= _m. der Waren in Gefässe stösst, verladet; Stösser,
Stämpfel; Name einer kleinen Münze = 2 Stüber._
=stote-ramme,= _Ramme, womit man die Pfähle einrammt._
=stoter-bok,= _Stammeler._
=stoteren,= _sw. v. stottern; *stoterer,* Stotterer._
=stotesch,= _stössig._
=stôt-galge,= (eculeus?) _Wippgalgen._
=stôt-herde,= _Pferdehirt; *-hingest,* Beschäler._
=stotinge,= _Anstoss; Zwist._
=stôt-isern= _am Pfluge, Wagen: Stössel, Vorstecker, u. Stosseisen?_
=stôt-mate,= _f. Mass, nach welchem das Getreide in das Gemäss
eingestossen, nicht lose aufgeschüttet wird._
=stôt-pedden,= _sw. v. mit den Füssen stampfend treten._
=stôt-pert,= _n. 1. Pferd, das in einer *stôt* ist, wild
umherläuft. 2. Mutterpferd._
=stotter,= _stotternd._
=stotzelen,= *pl. eine Art Geschwür* (drose).
=stou-stên,= _Mühlenstauwerk von Stein?_
=stou(w), stow,= _n. Stauung, Hemmung des (fliessenden) Wassers,
Wehre, Stauwerk; Ufereinfassung, Kaje._
=stouwen, stowen,= _sw. v. 1. trans. urspr. wol: aufhäufen,
*acervare, cogere* (z. B. Steine, Torf, Erde, Waren etc.), packen;
dann durch Anhäufung von Erde, Holz oder Steinen das Wasser hemmen,
abdämmen; überh. hemmen. 2. intr. aufstauen, in die Höhe steigen._
=stouwinge,= _Stauung, Abdämmung,_ inundatio.
=stove (stave),= _sw. m. 1. Badestube, Einrichtung zu warmem Baden;
heizbares Gemach. Solche Badstuben waren häufig auch Zechstuben,
Wirtshäuser manchmal gemeiner Art. 2. überh. Wohnung, Stube._
=stoveken, stoviken,= _n. Stübchen, Mass für Flüssigkeiten, bes.
Bier._
=stoveken,= (_Dem. zu *stof*) Stäubchen._
=stoven,= _st. m._ = stove.
=stôven,= _sw. v. stäuben; vom Staube reinigen; schnell jagen;
suchend jagen, aufstöbern._
=stoven,= _sw. v. bähen, *fovere;* in der Kochkunst: was erst im
Wasser gekocht ist, in einem bedeckten Gefässe mit Butter und Gewürzen
gelinde kochen._
=stoven=-bat, _warmes Bad; in öffentlichen Bädern oft mit e. Schmaus
verbunden: *stovenbade-koste; -budel,* Beutel für Bade-Utensilien;
*-delen,* die terrassenförmigen Bänke der B.-St.; *-dor,* Thor
einer Badestube, aus Latten? *-gânt,* n. Besuch der Badestube;
*-gelt, -lôn,* Badegeld, als Trinkgeld gegeben; *-lach,*
Gelage i. d. Badestube; *-maged, ambubagia; -mêre,* Gerede in der
Badestube, allgemeines Gerücht; adj. allbekannt;_ -quast = badequast.
=stover,= _m. Bader; *-knecht,* Badergeselle._
=stôver,= _m. Spürhund._
=stoveren,= _stöbern, wegjagen, jem. Beine machen._
=stove-rok,= _m. spöttische Bezeichng. von?_
=stovich,= _staubig._
=strabunzen,= _sw. v. Raubfischerei treiben ohne Schonzeit? vgl.
fläm. *strabantie,* Unordnung._
=stracken,= _sw. v. strecken._
=strackes,= _s._ strak.
=strafbar,= _strafbar._
=straf-bote,= _Verbüssung einer Strafe._
=straffe,= _f. 1. Verweis, Tadel. 2. Strafe, Züchtigung._
=straffen,= _sw. v. 1. tadeln, schelten. 2. strafen, züchtigen._
=straffer,= _1. Tadler. 2. Bestrafer; spec. Henker, Schinder._
=straffinge= = straffe.
=straflik, straf-werdich,= _tadelnswert._
=strak,= _fl. *strak* -- u. meist *strack* --, gerade
emporgerichtet, steif, straff, stark; bildl. gerade, fest, strenge,
ohne Umschweife._
=strak= _u._ =stra(c)kes,= _adv. gerade gestreckt, geradezu; von
der Zeit: sofort, ohne weiteres._
=straken,= _sw. v. überstreichen, streifen; streicheln, schmeichelnd
berühren._
=strakheit,= _Straffheit, Stärke._
=strale,= _sw. st. f. (m.) Pfeil; Sonnen-, Wetter-, Lichtstral;
Stachel der Biene; der pfeilartige Streifen unter dem Fusse des
Pferdes._
=strale(n)-gelt, -mark, -pennink, -witte,= _Geld mit einem Pfeile
bezeichnet = Stralsunder Geld._
=stram,= _steif, straff, gespannt._
=stram= = strôm; (â?) _Gen. *strames,* adv. strömend, fliessend;
*strames-* oder *stramvlêtende,* frei fliessend._
=strampen,= _sw. v. mit den Füssen heftig auftreten._
=stram-wunde,= _heftig blutende Wunde?_
=stranden,= _sw. v. stranden, an den Strand treiben._
=stran-(strant-)dôk,= _e. Art grobes Tuch._
=strange,= _f._ = strank 2.
=strank,= _m. fl. *stranges,* 1. Strang, (zusammengedrehter)
Strick, z. B. des Henkers; als bestimmtes Mass Landes, Zeuges. 2. ein
Strang des Wassers, lang hin gezogen, Meeresarm._
=strankelen,= _sw. v. wanken, schwanken. L._ scr-?
=strank-oge,= _Augenkrankheit des Pferdes._
=strank-side,= _Seidenschnur zum Siegelanhängen?_
=strant,= _m. Strand, Meeresufer._
=strant=-driftich, _was die See an den Strand wirft; *-lude,
-man,* Strandbewohner; *-rôf, -rover,* Raub, Räuber gestrandeter
Güter; *-voget,* Aufseher über den Strand u. das an ihm strandende
Gut._
=strate,= _f. Strasse; *tor strâtwerts,* strassenwärts._
=strate-lank,= _adv. längs der Strasse._
=straten,= _sw. v. Strasse machen, pflasteren._
=straten=-bodel, _lermender Gassenjunge; *-hor (-har),*
Strassenkot; *-maker,* St.-pflasterer; *-mêre,* allgemeines
Gerede; adj. allbekannt; *-rôf* u. *-schinnent,* St.-raub;
*-rover* u. *-schinder, -schinner,* St.-räuber; *-ruchtich,*
allbekannt; *-veger,* Gassenfeger; *-wech,* allgemeiner Weg._
=strazeborger,= _ein Kleiderstoff (aus Strassburg)._
=strecke,= _st. m._ = streke.
=strecke-bên,= _der die Gebeine der Menschen ausstreckt, der Tod._
=streckelink,= _Landstreicher._
=strecken,= _sw. v. 1. trs. ausbreiten, dehnen, verlängern;
niederstrecken; d. Schiffskiel legen; Tuch *s.?* 2. intrs. u. refl.
ausgedehnt sein, sich erstrecken, reichen. 3. refl. sich recken,
sich niederlegen; *an,* Anspruch erheben auf, sich vergreifen an;
*jegen,* sich widersetzen; *to,* sich entwickeln zu, von Summen:
anschwellen, sich belaufen auf._
=strecke-vôt= = streckebên.
=streckinge,= _Ausdehnung u. Gestaltung._
=streckit,= _Stacket._
=strede,= _st. m. Schritt; als Mass._
=strede-hûs, -stal?= _l. *strode,* gestroht, strohgedeckt?_
=stref,= _straff, gespannt, nicht gelenkig, steif, fest; tüchtig,
hartnäckig._
=stref,= _n. Strebebogen, -pfeiler, Stütze._
=stregen, strei(g)en,= _sw. v. = *stroien,* streuen._
=streke,= _st. m. 1. Strich, Streifen, Linie; Strich Weges, Strecke;
Strich Landes, Gebiet; Streich, Schlag._
=streken,= _sw. v. 1. = *strecken.* 2. den Acker stürzen, mit
weitläufigen Furchen pflügen (vom ersten Umpflügen)._
=strêken, streiken,= _sw. v. glatt streichen (die Haare), kämmen._
=streme,= _sw. m. Streifen, Strich; Wundennarbe._
=stremel,= _m. langer, schmaler Streifen von Leinewand, Tuch, Papier
etc._
=stremsel,= _die (aus Kälbermagen) bereitete saure Feuchtigkeit, um
Milch zum gerinnen zu bringen (zu *stram*)._
=strenge,= _sw. m._ = strank.
=strenge,= _1. gerade gestreckt, *rigidus.* 2. gestreckt, fest
angezogen, straff, enge. 3. hart, herbe, strenge. 4. tapfer, tüchtig,
energisch; oft im Titel,_ strenuus.
=strengelicheit,= _Strenge._
=strengelik(en),= _heftig, sehr, stark, strenge, ernstlich._
=strengen,= _sw. v. (strängen): *strengede ringe,* Ringe aus in
einander geschlungenen Strängen, s. g. Allianzringe._
=strengen,= _sw. v. (strengen): *sik s. an,* sich an etwas machen,
um es zu besitzen oder zu hindern, antasten._
=strengicheit (strenicheit, strenkheit),= _Strenge; als Titel._
=strenk,= _st. m. (n.?), fl. *strenges,* 1. Strang, Tau, Seil,
Strick. 2. Strom, Flussarm._
=strenlike= = strengelike.
=strente,= _f. Pfeife, Röhre; Spritze._
=strenten,= _sw. v. spritzen._
=strepelen,= _sw. v. streifen, abstreifen, die Haut oder den Bast
abziehen._
=streve-katte,= _eig. e. *strevende* Katze, daher Name v.
Münzen mit steigenden Tieren; *de s. tên, sik strevekatten,* ein
Spiel, in w. zwei Spieler kniend ein Tuch mittels je eines an dessen
Enden befestigten u. von ihnen im Munde gehaltenen Knebels einander
zu entziehen suchten, bildl.: sich zanken u. katzbalgen, bes. v.
unverträglichen Eheleuten, im guten Sinne: wetteifern._
=streveliken,= _unverzüglich? eiligst?_
=strevich,= _ausgereckt._
=strevicheit,= _das Ausgerecktsein, Starrheit._
=streven,= _sw. v. intrs. u. refl. steif oder straff sein oder
werden, ragen, sich recken, sich regen, sich sträuben, widerstreben,
streiten, kämpfen, ringen, sich abmühen, trachten nach, sich richten
oder gestalten nach._
=stricken,= _sw. v. knoten, stricken, flechten, schlingen, schnüren,
binden; bestricken, verstricken, fangen; stricken, z. B. Strümpfe._
=stricket, -kit,= _n. Stacket._
=strickit,= _gestricktes (Kopf)tuch der Frauen? auch_ stricketesdôk.
=strîd-aftich,= _s._ strîthaftich.
=stridde,= _sw. m. Dreifuss, als Untersatz._
=stridden,= _sw. v. streiten, kämpfen._
=striddich= = stridich.
=stridelik,= _streithaft._
=striden,= _st. v. 1. die Beine auseinandersperren, sowol seitwärts
als vorwärts, weit ausschreiten, bes. um zu messen. 2. streiten,
kämpfen._
=striden,= _sw. v. streiten, kämpfen, zanken._
=stride-towe,= _Streitgerät;_ -vorste = strît-vorste.
=strîdich,= _zum Streit geneigt, streitsüchtig; im guten Sinne:
streitbar._
=stridinge= = strît.
=strif,= _adj._ = stref.
=strik,= _n. u. m. Strick, Schnur, Band, Schlinge; bildl.
Nachstellung._
=strîk-,= _selten_ =strike=-benke, _Zugbank der Böttcher; *-bret
= strîkholt; -glas,* Glaswalze zum Plätten; *-holt,* Holz zum
Abstreichen des gefüllten Masses; *-iseren,* Schabeisen der Gerber;
*-leddere,* Leiter v. zwei Bäumen zum Herabgleiten v. Fässern;
*-mate,* gestrichenes Mass; *-mure,* steinerne Brustwehr;
*-schepel,* der gestrichene, gemeine Scheffel; *-stâl,*
Messerschärfer v. Stahl; *-stên,* Probierstein; *-up,* kleines
Netz in engen Gewässern; *-were,* f. Brustwehr, Streichwehr der
Festung; *-wisch,* Kehrwisch._
=striken,= _st. v. 1. intrs. sich in grader Linie leicht fortbewegen,
laufen, eilen; gehen, ziehen, wandern; umherstreichen; weggehen,
weichen; nachgeben, klein beigeben; *s. gân,* sich davon machen;
*dat anker s. laten,* das Anker fallen lassen. 2. trans. schlagen;
Taue verfertigen; wischen, streifen; glätten, plätten; schärfen,
wetzen; schmieren, aufstreichen; *in lîm s.,* leimen; das Kornmass
abstreichen; Tuch und Leinen messen; das Segel einziehen; die Flagge
streichen, sich ergeben (auch ohne Obj.)._
=striken-, strîk-vul,= _ganz bis an den Rand voll, gestrichen voll._
=striker,= _Streicher, bes. der (geschworne) Tuchmesser._
=strikersche,= _Herumstreicherin?_
=strikliken,= _adv. nach Art eines Strickes, fest._
=strime,= _sw. m. Streifen, Strich; Mal auf der Haut v.
Rutenstreichen etc., Schmiss, Streich; Strahl, *de witte s. an dem
hemmele,* die Milchstrasse._
=strimele,= _Streifen._
=strintze,= _(wildes) Mutterpferd._
=strîp-achtich,= _streificht._
=stripe,= _f. Streifen, bes. am Zeug; Strippe am Stiefel? schmales
Stück Ackers._
=stripelechtich,= _streificht._
=stripet,= _gestreift, bunt; als Fehler im Tuche._
=strippe,= glanga, glandia, _d. h.?_
=strippe,= _ein aus Riemen zusammengewundener Strang; Schleife,
Schlinge des Geldbeutels._
=strît,= _m. Streit, Kampf; Schlachtreihe; Krieg; Zank, Zwist._
=strît-bar,= -barich, _streitbar, bewaffnet; *-degen, -helt,*
tapferer Held; *-gerich, -girich,* streitlustig; *-geverde,*
Kriegsgerät, -mittel; *-(h)aftich,* kriegerisch, streitsüchtig;
*-hamer,* Streit-, Fausthammer; *-lik,* streitbar, kriegerisch;
*-liken,* adv. heftig; *-meister = strît-vorste; -sam,*
streitliebend; *-schip,* Kriegsschiff; *-scho,* Schlittschuh;
*-vli(g)er*, Händelsucher? *-vorste,* Heerführer, Feldhauptmann;
*-wagen,* Wagen zur Wagenburg? mit Sensen? *-weldich,*
streitgewaltig; *-werk,* Kriegshandwerk; *-winnich,* siegreich._
=strô,= _n. Stroh, Strohhalm; Strohkorb, Strohgeflecht als Gebinde
für verschiedene Waren: Behältnis, welches mehrere Fastagen enthielt,
in denen das Wachs in grossen Stücken lag; bes. auch von Bückingen;
*nicht ên stro,* wenig, garnichts._
=stro=-bedde, _Bett, Matratze von Stroh; *-belde,* Strohmann,
*-scheuche, -bôt,* e. Art Kahn; *-dak,* Strohdach._
=stroden,= _sw. v. ein *stroder* sein, rauben, plündern._
=stroder,= _1. Strauchdieb, Buschklepper. 2. der *strôt,* Gebüsch,
ausreutet._
=stroderen,= _sw. v. *strôt,* Gebüsch: ausreuten?_
=stroderie,= _Räuberei; coll. Raubhorde._
=strôflink= (_l._ strôpl.?) = strôphose.
=strogen, stroien,= _sw. v. = *strouwen,* streuen._
=stro=-hacker, _Häckselschneider, *-halm,* Strohhalm; *-hôt,*
Strohhut; als Kopfbedeckung eines Narren._
=stroifen,= _sw. v. (aus d. Hd.)_ = stropen.
=stro=-karte (-karde), _auf dem Felde gewachsene Karde; *-kote,*
Strohhütte; *-korf,* Strohkorb zum Deichen._
=strôm,= _m. Strom; Strömung, bes. Flut- und Ebbestrom; *hôch s.,*
Springflut._
=stro-man,= _mit Stroh ausgestopfte Puppe._
=stromelink,= _ein Fisch: die kleinere Sorte Hering._
=strôm-gank,= _Stromlauf._
=strôm-hure,= _Stromheuer, Pacht für die Benutzung des
(Mühlen)stroms._
=stro-mul,= _Strohgrus, -abfall._
=strôm-vlêtende water,= _Wasser, das strömend fliesst._
=strop,= _m. gedrehter Strick._
=strop-ballie,= _Balge, die statt des eisernen Bügels, den ein Eimer
hat, einen Stropp hat._
=stropen,= _sw. v. trans. abstreifen, abziehen; berauben, plündern;
intr. streichen, ziehen, umherstreifen._
=strôp-hose,= _strumpfartige Hose._
=stropinge,= _Streifräuberei._
=stro-sak,= _Strohsack (als Bett); *-sêl,* Strohseil._
=strôt,= _m. Gebüsch, Dickicht._
=strote (strotte, strate),= _f. Kehle, Gurgel, Luft- und
Speiseröhre._
=stroter,= _Kehlabschneider._
=strousse= = struse.
=strouwe,= _f. Streu._
=strou(we)=-holt, _Bohlen als Decklage, Dielung? *-krût,* 1. Gras
etc. zur Bestreuung des Fussbodens, 2. e. Gewürz oder Confect._
=strouwen (stroien, streien),= _sw. v. streuen; spec. mit Bildwerken
besetzen; bestreuen; zerstreuen; intr. sich zerstreuen (gew. refl.)._
=stro-vakele,= _Strohfackel; *-wîp, -wisch,* Strohwisch._
=strubbeken,= _niedriges Gesträuch, Gestrüpp._
=strûf,= _empor starrend, rauh, uneben, nicht glatt, *hirsutus,
rugosus;* von Personen: rauh, strenge, kurz angebunden._
=strûfheit,= _Rauhheit._
=strûf-werk,= _in der Weberei dem *slichten* entgegengesetzt._
=strûk,= _m. Staude, Busch; abgebrochener Zweig; coll. Gesträuch,
Gebüsch; Strauchwerk._
=strûk-dêf, -han, -hôn, -rover,= _Strauchdieb, Buschklepper._
=strukelen,= _sw. v. straucheln._
=strulle,= _f. Wasserröhre, durch die das Wasser mit Geräusch
sprudelt._
=strulle-becken, -tubbeken,= _Nachtgeschirr._
=strullen,= mingere.
=strump,= _1. Stumpf, Stummel, verstümmeltes Glied; *it geit em to
strumpe,* es geht ihm unglücklich, schlägt übel aus. 2. Halbhose,
Hosenstrumpf (gestutzte Hose), Strumpf, Beinling; Armstrumpf, unter
weitem Aermel getragen. 3. eine Art Brod._
=strumpen, strumpelen,= _sw. v. straucheln, anstossen._
=strunk,= _m. der Stengel eines grösseren Krautes; bildl.: der
Strumpf ohne *vôtlink.* Dem._ strunkelken.
=strunkelen,= _sw. v. straucheln._
=strunt,= _m. Kot, Dreck,_ merda.
=struppe?= = strump, _Stumpf, Stummel._
=strûs,= _m. der Vogel Strauss._
=struse,= _f. breites, flaches Flussschiff (Weichsel, Düna)._
=strus-iseren,= _Werkzeug der Wandscherer._
=strûs-vedere,= _f. Straussenfeder._
=strutte,= _die edleren Eingeweide der Tiere (Herz, Lunge, Leber)._
=struve,= _eine Art dünnen, krausen Backwerkes: (Zucker)straube._
=struven,= _sw. v. refl. sich *strûf* machen, widerstreben, sich
sträuben, wehren._
=stubbe,= _sw. m. Baumstumpf._
=stubbe,= _n. Staub._
=stubben,= _sw. v. stäuben, den Staub wegschaffen._
=stucke,= _n. Stück, Teil eines Ganzen; im Zählen ein Individuum;
Ackerstück, Geldstück, Gewichtstück, Geschütz, Fass (Wein); e.
zusammenhängendes Gewebe, v. Leinen, Tuch etc., zuw. v. bestimmter
Grösse; *gulden, sulvern s.,* gold-, silberdurchwebtes Zeug; das
Bahrtuch; Einzelbestimmung, Artikel; Schelmstreich; überh. Sache, Ding,
Umstand, Einzelheit. Dem._ stuckeken, stuckelîn.
=stuckelingen,= _in Stücken,_ minutatim.
=stucken,= _sw. v. 1. aus Stücken zusammensetzen. 2. in Stücke
teilen, zerschneiden._
=stucke-werk,= _Stückwerk *(s. arbeiden,* Ggs. *dachwerk);*
wahrsch. auch einzelne Ellen Tuch, welche die Schneider u. Privatleute
dem Tuchscherer zum Scheren bringen._
=stude,= _n. Staudicht, Gesträuch, Gebüsch; *stude unde busk,*
abgeholzter u. dann wild aufgeschossener Wald._
=studium,= _n. Universität; häufig *dat mêne* (allgemeine)_ st.
=stûf,= _stumpf, d. h. ohne Spitze._
=stûf-mule,= _Butzkopf, e. Walfischart._
=stûf-slach,= _s._ stuveslach.
=stûf-stert,= _stumpfschwänzig._
=stûfte,= _s._ stuvete.
=stu(ge)-horn= _u._ =stu(ge)-, stuger-kop,= _Schröpfkopf._
=stugen,= _sw. v. schröpfen, zur Ader lassen._
=stuger,= _Aderlasser, Bader._
=stuginge,= _Schröpfung, Aderlass._
=stu-isern= = stuge-isern, _Schröpfkopfschnepper, Lasseisen._
=stuke,= _Stauche, weiter, herabhängender, offener Ermel an
Frauengewändern, der den engen umgab; auch Kopfbinde oder Schleier,_
velum, vitta. gestuket rok, vestis duplices manicas habens.
=stuke,= _f. 1. Baumstumpf. 2. kleiner Haufe, vom Flachse,
*sabucia;* bes. vom Torfe (6 Stücke)._
=stukel-bant,= _(silbernes) Haarband der Frauen, womit das Haar oder
die Haube, das Kopftuch *(stuke)* festgebunden wird._
=stuker,= _der den Torf in *stuken* setzt._
=stûk-vetter,= _der *stuke* (d. h.?) aufladet._
=stulpe,= _f. Stülpe, Hülle; bes. Topfdeckel._
=stulpen,= _sw. v. 1. *up,* e. *stulpe* über etwas legen;
*under,* verbergen unter einer solchen. 2. umstürzen, umkehren._
=stulper,= _Stülper, Deckel (auf einen Topf)._
=stulten, stolten,= _sw. v. dick, fest werden, aufhören zu fliessen,
gerinnen._
=stum,= _stumm; *stumme sunde,* Sodomiterei._
=stumelen,= _sw. v. verstümmeln._
=stumen,= _sw. v. wüten,_ =stumich,= _wütig._
=stump,= _m. Baumstumpf._
=stump,= _stumpf, d. h. ohne Schärfe oder Spitze; bildl.: geistig
stumpf, dumm, unerfahren._
=stumpel,= _m. Stumpf, Stummel, Überbleibsel._
=stumpelen,= _sw. v. stumpfen, verstümmeln._
=stumpen,= _sw. v. stumpf sein; *stumpet,* stumpf._
=stumpere,= _(der irgendwie verstümmelt ist) Schwächling, Elender,
*miser;* oft ohne tadelnden Nebenbegriff: unglücklich, armselig._
=stumpheit,= _Stumpfheit; stumpfer Sinn._
=stumpliken,= _in stumpfer, dummer Weise._
=stump-sinnich,= hebes.
=stunde, stunt,= _f. 1. Stunde; bestimmte Zeit, Zeit überh.; *up
der, van, tor st.,* sogleich; *van st. to st.,* beständig, immer
wieder; *under stunden,* von Zeit zu Zeit, bisweilen. 2. mal;
*dusent st.,* tausendmal._
=stunde-glas,= _Stundenglas (Wasser- oder Sanduhr); *ein luckich
st.,* glücklicher Moment_ = fortuna.
=stunde-klocke,= _Stundenglocke._
=stunden,= _sw. v. zaudern, säumen; Zeit u. Frist geben._
=stunde-werk,= _Instrument, das die Stunden anzeigt._
=stundinge,= _Befristung, Aufschub._
=stunende?= _widersetzlich?_
=stuns, stuntze,= _Kübel, Zuber._
=stunzel-vôt,= _(Klumpfuss?) Hinkefuss._
=stupe,= _schüttelnder Krankheitsanfall, Convulsion._
=stupe,= _f. 1. Säule oder Pfahl, woran ein Verbrecher gebunden
wurde, um öffentlich mit Ruten gezüchtigt zu werden. 2. diese
Züchtigung._
=stupen,= _sw. v. Convulsionen bekommen._
=stupen,= _sw. v. stäupen, geisseln._
=stupe-slân, -houwen,= _(mit Staupbesen) geisseln._
=stûp=-garde, _f. Staupgerte, -besen; *-spel,* Spiel, bei w. es
Schläge setzt;_ -sule = stupe 1.
=stûr,= _steif, strenge, ernst; störrig, widerspänstig, lästig;
grimmig, wild, zornig, unfreundlich._
=stûr, sture,= _n. 1. Steuer, Steuerruder; *over sture,*
rückwärts. 2. n. f. bildl. Regierung, Leitung, bes. insofern gewehrt,
abgehalten wird: Abhülfe, Gegenwehr, Hinderung; *dat stûr holden, st.
dôn,* steuern, wehren. 3. f. Unterstützung, Hülfe; bes. Unterstützung
an Geld, Beisteuer; Steuer, Abgabe._
=stûr-bort,= _Steuerbord, die rechte Seite des Schiffes._
=stur(e),= blitus: amarantus blitum?
=sture,= _sw. m.? Kaulbarsch,_ perca cernua.
=sturen,= _sw. v. 1. steuern, lenken; *gesturet wesen up,*
versessen sein auf. 2. schicken, senden (wohin dirigieren). 3. m. Dat.
steuern, wehren, hemmen. 4. m. Acc. abwenden, verhüten, abhelfen._
=stûrheit, sturicheit,= _Strenge, Festigkeit; Härte,
Unfreundlichkeit._