_Probe
vom Catholischen Witz!
GeneraLIs DaVn CoepIt FrIngILLaM!_
Der Finck, auf seiner Locke, gieng, Lerchen aufzufangen,
Und wolt' auf RebenTisch mit diesen Braten prangen,
Doch Wunsch gieng nicht Wunsch, die Lerchen hielten Stich,
Und nahmen Rebentisch, Wunsch und den Lock mit sich.
Nun sitzt im Garn der Finck, und muß den Lerchen singen,
Er pfeiffet: stinck, stinck, stinck! weils ihm nicht wolt gelingen.
Hingegen schwingen sich die Lerchen mit _Gesanger_:
Es lebe unser Nest! Es leb der _Finken Fanger_!
_Gerechter Eyfer
über
das elende Cathol. Deutsch._
Wer mit solchem tollen G'sanger
Sich des Feindes Unglück freyt,
Der gehört mit Recht an Pranger,
Der wird billig angespeyt.
_Antwort eines Preußen
auf die Spöttereyen eines Oestreichers
über
Finckens Gefangen Nehmung_
Der Preusich Adler wird noch manchen Lerchen fangen,
Obwohl es dißmahl schlecht und nicht nach Wunsch gegangen.
Gold Fincken haben wir unzählig große Hauffen,
Wofür sich Lerchen gnug und Hahnen lassen kauffen.
Um einen Fincken will man so viel Lermen machen,
Und soll die gantze Welt hierum mit Oestreich lachen!
Das Lerchen-Nest wird doch von Hahnen noch besch...n;
Der einfach Adler wird dem Dopplen helffen müßen,
Daß dieser Federloß nicht endlich gar verfriere,
Und sich der stolze Hahn mit seinen Federn ziere.
_Schaden-Freude
über
den Preusichen Verlust._
Der schönste Vogel-Heerd im gantzen Lande Sachsen,
Ist auf dem Marmor Berg, ohnweit vom Dorffe Maxen.
Da fieng auf einen Zug, Graf Daun zum Spott der Preußen,
8 Gimpel und ein' Finck, nebst 15m Meisen.
_Parodie._
Gedult, mein lieber Freund, man fängt noch länger Vögel,
Und Friedrich lauert nur auf die gelegne Zeit.
Was gilts! Er fängt vielleicht noch manchen solchen Flegel,
Der so, wie Ihr, mein Herr, sich seines Unglücks freut.