Tschitrakarna hüstelte impertinent: „Wenn Sie jemanden rasieren wollen.“

Das ging dem Raben durch und durch.

In diesem Augenblick schwur er dem vornehmen Kamel Rache bis in den

Tod. — —

Schon nach wenigen Wochen fing infolge der Jahreszeit die Beute für die

vier Fleischfresser an immer knapper und spärlicher zu werden, und kaum

wußte man, woher auch nur das Allernötigste nehmen.

Tschitrakarna genierte das natürlich nicht im geringsten; stets bester

Laune, gesättigt von prächtigen Disteln und Kräutern, lustwandelte es,

wenn die andern mit aufgespannten Regenschirmen fröstelnd und hungrig

vor dem Felsen saßen, in seinem raschelnden wasserdichten Macintosh —

leise eine fröhliche Melodie pfeifend — in allernächster Nähe.

Man kann sich den steigenden Unwillen der vier leicht vorstellen. Und

das ging Tag für Tag so! Mitansehen müssen, wie ein anderer schwelgt,

und selbst dabei verhungern!!!

„Nein, hol’s der Teufel,“ hetzte eines Abends der Rabe (das vornehme

Kamel war gerade in einer Premiere), „hauen wir doch dieses idiotische

Gigerl in die Pfanne. Tschitrakarna!! Hat man denn was von dem

Binsenfresser? — Bushido! — natürlich Bushido! — ausgerechnet jetzt im

Winter; so ein Irrsinn. Und unsern Löwen — — bitte, sehen Sie doch nur,

wie er von weitem aussieht jetzt, — wie ein Gespenst — unsern Löwen,

den sollen wir glatt verhungern lassen? Hm? Das ist vielleicht auch

Bushido, ja?“

Die heimtückischen Champignons: und andere Geschichten · 第 120 / 149 题