Unbeschreibliches Entsetzen lähmte alle Arme.
— „Der Pierrot!“ gellte plötzlich eine Stimme, — „der Pierrot!“ — Eine
wahnsinnige, unbestimmte Angst fuhr wie ein Dolchstoß in alle Herzen.
— „Wo ist der Prinz?!“
Der Perser war während des Tumultes spurlos verschwunden.
— — — — — — — — —
Schon stand Melanchthon auf den Schultern des Junker Hans; vergebens,
— — er konnte den Deckel der Flasche nicht heben, und das kleine
Luftventil war — — — — +zugeschraubt+! —
„So schlagt doch die Wandungen ein, schnell, schnell!“
Der holländische Ratsherr entriß dem roten Henker das Beil, mit einem
Satz sprang er auf die Bühne.
Es klang wie eine geborstene Glocke, als die Schläge schmetternd
niederfielen; — ein schauerlicher Ton.
Tiefe Sprünge zuckten durch das Glas wie weiße Blitze; die Schneide der
Axt bog sich.
Endlich — endlich — — — die Flasche brach in Trümmer.
Darinnen lag, erstickt, die Leiche des Grafen de Faast, die Finger in
die Brust gekrallt.
Durch die Festeshalle mit lautlosem Flügelschlag unsichtbar zogen die
schwarzen Riesenvögel des Entsetzens.