Mit festem, stechendem Blick, — hager und willensstark. — —

Vorbei sind die Zeiten süßen Nichtstuns, — die Knechte entlassen, —

und ächzend bücken sich wieder die feisten Mönche bei der Weinlese. —

Tief in die Nacht müssen sie auf den Knien liegen und beten, beten.

Im Kloster herrscht die strenge Observanz: — bleiernes Schweigen.

— Gesenkten Hauptes, aufrecht stehend, mit gefalteten Händen üben

murmelnd die Fratres die „Anmutungen“:

~Non est sanitas in carne mea a facie irae tuae: non est pax ossibus

meis a facie peccatorum meorum.~ — —

Auf dem Hofe wächst das Gras zwischen den Steinen, und die weißen

Tauben sind fortgeflogen. Aus kahlen Zellen dringt die gramvolle

„Betrachtung der Strafen“:

~Unusquisque carnem brachii sui vorabit.~ —

Wenn der kalte Morgen schimmert, siehst du die dunkeln Gestalten zur

Kapelle ziehen, und summende Stimmen beten bei flackerndem Kerzenschein

das Salve Regina.

— — — — — — — — —

Die Weinlese ist vorüber. — Streng befolgt Don Pedro Ribas Sobri die

Rezepte seines toten Vorgängers: seine eigenen Schuhe wirft er in

die offenen Fässer, genau wie jener. — — Es hallt in dem gewölbten

Keller, wie der süße Wein gärt und kämpft. —

Die heimtückischen Champignons: und andere Geschichten · 第 80 / 149 题