Über den Markt rasselt ein Leiterwagen, mit Laub bekränzt, voll
lachender, fröhlicher Menschen, und in die Bogengänge der alten Häuser
fallen die roten Strahlen der sinkenden Sonne.
Der Fremde lehnt an dem steinernen Denkmal inmitten des Platzes
und sinnt: Er ruft im Geiste den Vorübergehenden zu, was er soeben
erfahren. Er hört, wie das Lachen verstummt. — — — Die Bauten
zerstauben, die Kirche stürzt. — — — Ausgerissen, im Staube, die
weinenden Lilien des Klostergartens. —
Es wankt die Erde; die Dämonen des Hasses brüllen zum Himmel!
Ein Pochwerk hämmert und dröhnt und stampft den Platz, die Stadt und
blutende Menschenherzen zu goldenem Staub. — —
Der Träumer schüttelt den Kopf und sinnt und lauscht der klingenden
Stimme des verborgenen Meisters im Herzen:
„Wer eine schlimme Tat nicht scheut und die nicht liebt, die Glück
verleiht —
Der ist entsagend, einsichtsvoll, entschlossen, voll von Wesenheit.“
— — — — — — — — —
Wie ist doch der zackige Brocken so leicht für hartes Gold? — — Der
Einsame sieht ihn an:
+Ein menschlicher Wirbelknochen!+