Schuldnerin; wenn du noch etwas brauchen solltest, sage es ohne
Umstände.«
»Für jetzt vielen Dank«, sprach Max, »jedoch hoffe ich, daß du mich oft
besuchst und wir uns dann stets gut zusammen unterhalten.«
Bei diesen Worten reichte er ihr zum Abschied sein rechtes
Vorderbeinchen und begann den Abstieg am Eichenstamm. Die Wespe flog
davon. Als unser Held am Erdboden angelangt war, lief er hierhin und
dorthin, um etwas Eßbares zu suchen. Schon nach kurzer Zeit stieß er
auf eine geplatzte, reife Pflaume, deren zuckersüßes Fleisch in der
Sonne so appetitlich glänzte, daß ihm das Wasser im Munde zusammenlief.
Aber Max, dies Lob muß man ihm lassen, dachte nicht daran, zu
verkosten.
Er nahm eine tüchtige Portion, drehte daraus ein Kügelchen, belud sich
damit, lief seine Straße zurück, die Eiche hinan und trug es in das
allerletzte Zimmer, wo Großzang immer noch kauerte und nicht einmal
mehr die Kraft hatte, zu gähnen!
»Frischen Mut!« rief er ihm zu und legte die Gottesgabe neben ihn. »Der
kaiserliche Hof ist noch imstande, dich mit Götterspeise zu nähren!«
Bei dem Wort Götterspeise hüpfte der Adjutant hoch auf, warf sich über
die süße Pille her und aß mit einer solchen Gier, daß er gar nicht
daran dachte, »Danke« zu sagen. Max stieg gleich wieder hinab zur
Pflaume, sättigte sich dort und sprach dazu für sich:
»Das hatte ich wahrhaftig selber nötig!«
Als er mit seiner Mahlzeit zu Ende war, drehte er eine zweite Kugel und
wollte sie eben heimtragen, als er Großzang eilends daherkommen sah.
»Warte!« sagte der Adjutant, »ich nehme noch einen Bissen, und dann
trage auch ich eine Kugel heim.« Nachdem er tüchtig gegessen hatte,
sprach er mit leuchtenden Augen:
»So, nun kannst du mich bis ans Ende der Welt befehlen, und ich werde
dir folgen.«
Dabei fertigte er eine große Pille vom Pflaumenfleisch und folgte
Max. Auf solche Weise machten die beiden noch manchen Gang. Kaiser
Butziwackel überzeugte sich dabei, daß es in der Welt für alle genug
zu essen gibt, aber man muß fleißig suchen und es sich verdienen. Nur
im Schlaraffenland fliegen den Faulenzern die gebratenen Tauben in den
Mund. Als der Tag zu Ende ging, waren alle Zimmer voll Kügelchen, und
von der geplatzten Pflaume lag nur noch der ungenießbare Kern auf der
Erde.
43. Kaiser Butziwackel auf St. Helena.
Nach allen Wechselfällen des Schicksals führte unser entthronter Kaiser
jetzt ein ruhiges Dasein in der Verbannung. Er war zufrieden mit seiner
einfachen Wohnung und lebte in Eintracht mit seinem Adjutanten. Die
einzig drückende Sorge blieb nur die Beschaffung der Lebensmittel; doch
auch hier fand sich eine Lösung. An den Wurzeln der Eiche stand ein
Rosenstock. Auf seinen grünen Zweigen lebte eine zahlreiche Herde von
Blattläusen, die sich willig melken ließen. Nun bestand für die beiden
Ameisen keine Gefahr mehr, dem Hungertode zu verfallen.
Oft dachte Max über seine Erlebnisse im Ameisendasein nach. Er verglich
seinen Aufstieg zum General und Kaiser mit dem Geschick Napoleons
I. und nannte seine Wohnung im Stamme des Eichbaumes St. Helena.
Lebte nicht auch Butziwackel I., der Ameisenkaiser, fern von seinem
Volke einsam in der Verbannung? Auf seinen häufigen Spaziergängen
hatte er überdies Gelegenheit, mit einigen Bienen bekannt zu werden,
die ihm zufällig begegneten und von denen ihm schon die Holzwespe
erzählt hatte. Auch von dieser erhielt er öfter Besuch, und er
unterhielt sich gerne mit ihr auf dem Eichstamme. Sodann schloß er
sich freundschaftlich an einige Erdbienen an, geschickte Bergleute,
die im Sandboden ihre Gänge gruben. Sehr nette Bekannte hatte er an
den Wollbienen und mit einigen Blattschneiderbienen hatte er sogar
geschäftliche Beziehungen angeknüpft.
Diese bauen ihr Nest in Baumlöcher und fertigen hier fingerhutförmige,
aneinandergereihte Zellen, welche sie aus den Blättern des
Rosenstrauches und der Weißbuche und den Blüten des wilden Mohns
kunstvoll zusammensetzen. Sie verstehen es, die Blätter so geschickt
mit ihren Kieferzangen auszuschneiden, als ob sie mit einer Schere
arbeiteten. Weil sie ihr Nest so hübsch auslegen, nennt man die
Tierchen auch Tapezierbienen. Eine Art lernte er davon kennen, die
grub ihr Nest in die Erde. Es bestand aus einer einzigen Zelle und war
mit lauter Blumenblättern ausgefüttert und belegt. Den erweiterten
Bekanntenkreis benützte Max, mit Hilfe dieser Freunde sein St. Helena
nach und nach besser auszustatten. Von den Blattschneiderbienen
hatte er sich eines seiner Zimmer mit Rosenblättern belegen lassen.
Wie russisches Leder sahen diese Tapeten aus, nachdem die Blätter
ausgetrocknet waren. Sein Schlafzimmer ließ er sich von einer andern
Tapezierbiene mit wohlriechenden Blumenblättern belegen und bei den
Wollbienen hatte er sich ein weiches Bett bestellt. Darin träumte er
von seiner großen Vergangenheit.
Zu seiner Ehre aber muß man sagen, daß er über aller Bequemlichkeit
das Notwendige nicht vergaß. Er fertigte selbst eine Haustüre, damit
kein Unbefugter und keine gefährlichen Gäste eindringen könnten. Es
gelang ihm mit unerhörter Anstrengung und mit Hilfe seines Adjutanten,
einen harten Gurkenkern an den Eichenstamm und bis hinauf zu seinem
Haus zu schleppen. Diesen brachte er auf eine geistvolle Weise als
Drehtüre am Hauseingang an. War die Türe offen, so stand der Kern mit
seiner Breitseite halb außen, halb innen am Eingang, der diesen somit
in zwei Hälften schied, eine als Eingang für den Kaiser, die andere
für Lieferanten und die Dienerschaft. Was fehlte jetzt noch zu einem
standesgemäßen Herrschaftshaus? Wollte man die Türe schließen, so
drehte man einfach den Kern nach links oder rechts, und beide Eingänge
waren dann zugleich abgeschlossen. Diese Art des Verschlusses wurde
von allen seinen befreundeten Insekten unendlich bewundert, und die
Holzwespe verbreitete überall Maxens Ruf als eines unerreichten
Künstlers.
Als sie dies ihm einmal selbst sagte, erwiderte Max, der gerade Arm in
Arm mit ihr spazieren ging:
»Ich weiß es wohl!«
Die allgemeine Anerkennung hatte aber wieder alle schlummernden
Gedanken an Ehre und Ruhm aufgerüttelt. So erzählte er seiner
vertrauten Freundin von seinen Kriegstaten im Ameisenreich und sprach
ihr von seinen Plänen, die darauf hinausgingen, eine gesellschaftliche
Neuordnung bei den Insekten durchzuführen, die dem Geiste der Zeit
besser entspräche. Die Holzwespe trug in einem starken Körper einen
kleinen Geist und war deshalb sofort besiegt von des Kaisers warmer
Beredsamkeit, die einem Volksredner alle Ehre gemacht hätte. Entzückt
rief sie daher am Schlusse seiner Ausführung aus:
»O, einem Kopfe wie dem deinen muß das alles zum Wohle der Völker
sicher gelingen!«
»Ich erwähle dich«, sagte Max erkenntlich für dies Lob, »von heute an
zur Herzogin von St. Helena.«
In der folgenden Zeit saßen der Kaiser Butziwackel I., die Herzogin
von St. Helena und der Graf aller Hautflügler nur noch zusammen, um
Luftschlösser zu bauen. Alle Tage wurden diese größer, und sämtliche
Beratungen endeten gewöhnlich mit rauschendem Beifall für die Pläne
unseres Volksfreundes.
Und noch etwas! -- Aber soll ich es sagen? Seit Max die Holzwespe
wieder gefunden hatte, war er öfter daran, sie um Auskunft über die
Lage seines Landhauses zu fragen, um so näher lag was, als die
Holzwespe dort geboren war und genügend starke Flügel hatte, um es
aufzusuchen. Aber wie merkwürdig! -- Er fragte sie nie! Wißt ihr warum?
Kaiser Butziwackel I. fühlte sich behaglich in seiner Verbannung,
es fehlte ihm nicht am täglichen Brot, sein Adjutant bediente ihn
vortrefflich, seine Freunde alle bewunderten ihn. Über diesem guten
Leben hatte Max die Heimat vergessen!
[Illustration]
Wie sollte das weitergehen? Kaiser Butziwackel war auf dem besten Wege,
im Insektenreiche ein unnützer, gedankenloser Faulenzer zu werden.
Eines Morgens saß er rittlings auf dem Gurkenkern, seinem Schloßportal,
schaute vergnüglich in die weite Welt und ließ sich von den warmen
Sonnenstrahlen bescheinen. Da kam plötzlich ein scharfer Sturmwind,
rüttelte und schüttelte die Eiche, daß sie in allen Fasern ächzte
und ihre Äste krachend durcheinanderschlug. Die Haustüre fiel aus
ihrem Gefüge und stürzte mitsamt dem Kaiser kopfüber in die Tiefe.
Wäre Max auf einen harten Stein gefallen, so hätte er sterben müssen.
Glücklicherweise aber wuchs unter dem Baume weiches Moos. Max hatte
schon im Stürzen vor Schrecken die Besinnung verloren. So lag er jetzt
im tiefen Schlaf der Ohnmacht im grünen Moos eingebettet.
Da trat mit leisen Schritten aus den Büschen das alte Männlein mit dem
langschleppenden Rock und der großen Brille. Das blieb lächelnd vor
Max stehen, griff nach der Riesendose in den tiefen Rocktaschen, nahm
behäbig eine Prise, nieste und sprach:
»Fauler Bub'! -- Ameislein
Hast einmal müssen sein!
Sahest im fremden Land,
Was dir ganz unbekannt:
Arbeit mit Müh' und Fleiß
Leisten in ihrer Weis
Alle die Tierlein klein. --
Faulenzer willst du sein?
Jetzt ist der Zauber aus;
Gehe als Kind nach Haus.
Sollst wie die Bienen
Schaffen und dienen.
Such' in der Arbeit Ruhm
König- und Kaisertum!
Mit hohem Streben
Beherrsche dein Leben!«
Max schlug die Augen auf. Er war wieder ein Knabe. Sein altes,
zerschlissenes Höschen hatte er wieder an, und das Wackelfähnlein
baumelte heraus wie zuvor. Rasch stopfte er es ins Verborgene.
Wie er, die Augen reibend, um sich schaute, fand er sich bei dem
moosigen Stein in der Grotte, wo das Brünnlein plätscherte wie immer.
Von dem Männlein im grünen Rock war nichts zu sehen, aber es roch
nach Tabak, und Max meinte doch eben seine Stimme gehört zu haben.
So deutlich klang sie noch in seinen Ohren, daß er die Verse genau
wiederholen konnte. War er denn hier träumend gelegen? War er
tatsächlich im Ameisenland gewesen?
So rasch er nur konnte, rannte er dem Hause zu, wo er eben Mutter,
Vater, Onkel Walter, Moritz und Therese bei Tische sitzend fand.
Mit Küssen und Umarmungen drängte er sich stürmisch in ihre Mitte,
freudig von allen begrüßt und befragt:
»Warst du gerne bei dem wunderlichen Onkel Christian und seinen
Insektensammlungen?«
»Ach, Mutterchen, ich war doch selber im Ameisenland, und bei den
Hummeln habe ich übernachtet. Denkt euch, einmal bin ich auf einem
Wasserläufer über den großen See geritten und beinahe hätte mich der
Ameisenlöwe gefressen!«
»Ha, ha«, lachte Onkel Walter, »Max fabuliert von Onkels Ungeziefer,
das er der Wissenschaft zu Ehren züchtet.«
Bei dem geringschätzigen Wort Ungeziefer gab es Max einen Ruck.
Unwillkürlich schaute er um sich, ob keine Ameise oder Biene in
Hörweite sei. »Nun«, fuhr Onkel Walter fort, »bald soll sich's zeigen,
ob der gute Alte, wie er uns versprach, aus dir kleinem Faulpelz einen
guten Lateiner hervorgezaubert hat.«
»Onkel«, fiel Max in lebhafter Erinnerung ein, »wegen des
Lateinprofessors bin ich von deinem Hutrand heruntergepurzelt.«
Nein, wie da alle über ihn lachten, und die Mutter wehrte ihnen nicht
einmal ab. Sie sagte sogar:
»Geschichten erfinden und erzählen, liebes Kind, sollst du erst nach
deiner bestandenen Prüfung. Von morgen ab wird tüchtig gelernt und
nicht fabuliert, ehe du fertig bist!«
Betroffen schwieg Max. Ach, niemand schien ihm zu glauben! So setzte
er sich zu seinen Büchern, und siehe, in kurzer Zeit bestand er seine
Prüfung mit Note 1 und einem Stern.
Wenn er dann an den Winterabenden viel aus dem wunderbaren Leben der
Insekten erzählte, hörten alle mit Bewunderung zu und staunten über die
Anschaulichkeit, mit welcher er zu berichten wußte.
Wie oft sagte dann Onkel Walter:
»Unser Butziwackel hat das Zeug zu einem berühmten Naturforscher
in sich! Onkel Christian hat ihn wahrhaftig angesteckt, der alte
Zauberonkel.«
Der Kleine schwieg dazu.
Nie hat er jemand gesagt, daß er einstmals Ameisenkaiser gewesen war
und einen Flügeladjutanten sein eigen nannte; auch trug er es Franziska
nicht nach, daß sie ihn für einen Floh gehalten hatte. Mir aber hat
Onkel Christian alles verraten, und nur darum war es mir möglich, euch,
liebe Kinder, diese seltsame Geschichte zu erzählen.
Was mag nur aus Großzang, dem Grafen aller Hautflügler, geworden sein?
-- Und aus der Holzwespe, der Herzogin von St. Helena?
Nun, diese legte fleißig Eier und sorgte für nichts anderes als
für ihre Nachkommen. Freilich Großzang litt schrecklich unter dem
plötzlichen Verschwinden seines kaiserlichen Herrn. Erst verzweifelte
er schier, dann allmählich tröstete er sich an den vollen
Vorratskammern, die er nun allein ausessen konnte. Er aß im Schmerze
auch alles sauber auf, was im Hause war. Hierauf begab er sich wieder
auf Reisen, und seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört.
[Illustration: Ende.]
In der =Verlagsbuchhandlung Herder & Co. G. m. b. H.= zu =Freiburg im
Breisgau= sind erschienen und können durch alle Buchhandlungen bezogen
werden:
=Das Paradies auf Erden. Der kleine Zigeuner.= Zwei
Kindergeschichten von =Xaver Meschko=. Deutsch von Mina
Conrad-Eybesfeld. Mit einem Titelbild. 8° (154 S.) Geb. M 6.80
»Xaver Meschko weiß wie kein anderer Herz und Phantasie unserer
9-14jährigen zu erfreuen, denn Liebe zu Kindern, das liest sich aus
jeder Zeile heraus, hat ihm die Feder geführt. Eine Fülle von Poesie
und ein schier unerschöpflicher Reichtum an Gemüt verraten die beiden
Erzählungen ›Das Paradies auf Erden‹ und ›Der kleine Zigeuner‹, und man
möchte der Übersetzerin Dank sagen, daß sie unsere Jugendliteratur um
eine wertvolle Gabe bereichert hat.«
(Echo der Gegenwart, Aachen 1920, Nr. 38.)
=Großmutters Jugendland.= Die Geschichte von Klein-Nanni. Von
=Helene Pagés=. Mit 6 Bildern von Rolf Winkler. 8° (150 S.) Geb.
M 7.80
»Waren Pagés' bisherige Erzählungen vorwiegend erzieherisch betont,
so erfreut uns ›Die Geschichte von Klein-Nanni‹ als rein dichterisch
empfundenes Werk. Die äußere Geschichte ist kurz: Klein-Nanni
zieht mit den Eltern und Geschwistern vom rheinischen Dorf in das
neue Schulhaus im Westerwald. Der Vater stirbt nach kurzem Wirken,
Klein-Nanni muß Schulwohnung und sorgenloses Leben mit ärmlicheren
Verhältnissen tauschen, bis das tätige Leben sie hinausruft in die
Welt. -- Aber welch seelischen Reichtum umschließt dieser schlichte
Rahmen und mit welch hellseherischer Liebe ist er von der Dichterin
erfüllt! Die Elterngestalten sind klar und anschaulich gegeben; vor
allem ist aber das köstliche Seelchen des Kindes mit feinem inneren
Auge gesehen und die Entwicklung mit zartester Hand in lebendigen
Einzelbildchen gezeichnet. Es sind Meisterstücke psychologischer
Feinkunst, wie hier Heimweh, Kindesliebe, kindliches Spiel, Kindessitte
und Sittlichkeit, Ahnen und wachsendes Verstehen der kleinen Seele
dem Leser vorgestellt werden, rein und lauter, ohne jede Zerfaserung.
Wie alles Gute und Reine, so ist auch das Religiöse in diesem Kreise
selbstverständlich wie die Luft, die man atmet. Nur eines vermag die
Verfasserin nicht überzeugend darzustellen: das Böse und Gemeine. Diese
kleine Einschränkung erhöhte mir aber die seelische Schönheit dieses
Jugendbuches.«
(Literar. Handweiser, Freiburg 1920, Nr. 3 [F. X. Thalhofer, Pasing
b. München].)
=Fürst und Vaterland.= Eine geschichtliche Erzählung für Jugend
und Volk. Von =Alois Menghin=. 3., verbesserte Aufl. Mit 9
Abbildungen. 8° (170 S.) Geb. M 7.20
»Die Erzählung bietet eine mit kulturgeschichtlich interessanten
Ausführungen durchwobene Episode aus der Geschichte Tirols um den
Anfang des 15. Jahrhunderts. Es ist ein Buch von deutscher Treue --
Fürstentreue wie Mannentreue -- und von deutschem Heldenmut, das in
seiner prächtigen Ausstattung eine wertvolle und schöne Gabe für die
deutsche Jugend bildet.«
(Literarischer Handweiser, Münster 1913, Nr. 5.)
=Tzavellas, der Suliote.= Geschichtliche Erzählung aus der Zeit der
Freiheitskämpfe in Griechenland. Von =Ad. Joseph Cüppers=. Mit 6
Bildern von J. Gehrts. 8° (142 S.) Geb. M 6.20
»Was für ein Buch soll ich meinem Buben schenken? Das ist für viele
Eltern die große Frage. Das Buch soll belehren, Freude bereiten,
hübsch ausgestattet und dabei möglichst wohlfeil sein. Allen diesen
Anforderungen wird dieses Büchlein gerecht. Es führt uns eine Episode
aus dem Heldenkampf des albanesischen Stammes der Sulioten gegen
Ali, den Pascha von Janina (1803 Statthalter von Albanien), vor. Die
dramatisch bewegte Erzählung vereint Einfachheit mit psychologischer
Tiefe. Die Sprache ist einfach, klar, ungekünstelt. Vollstes Lob
verdienen auch die sechs dem Büchlein beigegebenen Bilder.«
(Österr.-ungar. Heereszeitung, Wien 1911, Nr. 35.)
=Gudrun.= Ein alter Roman von Frauentreue. Neu erzählt von =Ad.
Joseph Cüppers=. 8° (214 S.) Geb. M 9.--
»... Wie viele aus dem Volk lesen oder lasen bisher die ›Gudrun‹? Aber
in dieser von einem erfahrenen Volksschriftsteller hergerichteten
Bearbeitung, die durch ihre frische Sprache, straffe Komposition und
die Ausscheidung aller unnötigen Längen angenehm auffällt, mag Gudrun
neu aufleben und ihre stärkende Kraft in solchen Volkskreisen zeigen,
die edle und ernstere Lektüre vorziehen.«
(Augsburger Postzeitung 1920, Nr. 87.)
Die Preise erhöhen sich um die im Buchhandel üblichen Zuschläge.
Weitere Anmerkungen zur Transkription.
Der Schmutztitel wurde entfernt. Offensichtliche Fehler wurden
stillschweigend korrigiert. Die Darstellung der Ellipsen wurde
vereinheitlicht.
Korrekturen:
S. 35: der → in der
Max hatte bisher {in der} festen Überzeugung gelebt
S. 80: einer → einer sich
in voller Flucht, {einer sich} um
S. 88: hätte sie ihn → wäre sie ihm
{wäre sie ihm} im Mondschein begegnet
S. 148: aus uns von → von uns aus
Wäre einer {von uns aus} solcher Höhe