Bald nach dem Tode ihres Mannes hatte Frau Feihse Herrn Sintrup ihre

Dienste angeboten. Zwar erinnerte sie sich, daß er sie einmal auf recht

häßliche Weise ausschlug, nachdem er sie erst anzunehmen schien, aber

sie trug nie jemand irgend etwas Böses nach! Herr Sintrup antwortete

damals auf diesen Brief gar nicht, jetzt bekam sie plötzlich ein

Telegramm von ihm. Und sie telegraphierte zurück: ich komme! nichts als

dieses einfache, schlichte Wort, das so recht ihr ganzes Leben

ausdrückte: Ich komme! -- man braucht mich -- -- und ich komme! -- Dann

war sie da und ging sogleich an die Arbeit. Böse sah es in den Zimmern

aus! Sie ließ Handwerker antreten, half überall selbst mit, bat Herrn

Sintrup um alle Schlüssel. Es wurde nun geputzt, geklopft, gescheuert,

gerieben und gewischt, überall hatte Frau Feihse ihre Augen, ihre Hände.

Voller Schmutz und Schweiß stand sie am Abend da: Das gröbste war

geschehen, das kleinere würde morgen vormittag alles erledigt werden. --

Sie sind ja ein Staatsfrauenzimmer! rief Herr Sintrup, worauf sie

prompt, mit kleinem Knix, erwiderte: Und Sie ein liebenswürdiger

Grobian. -- Am Mittag konnte Herr Sintrup durch alle Zimmer gehen und

sich an der neuen Ordnung erfreuen. -- Einige weibliche Handarbeiten,

sagte Frau Feihse diskret, habe ich verschwinden lassen; auch habe ich

die Pudertöpfchen aus dem Büfett herausgenommen, ich kann ja später

alles wieder hineinstellen. --

Frau Heine fühlte sich so gemütlich hier! Was, Elsa, denk, die großen

Räume bei uns zu Hause, diese vielen, vielen Räume, zwanzig sind es

glaube ich -- und hier dagegen diese Gemütlichkeit! Sie liebte doch

eigentlich ganz kleine Zimmer! --

Fox lud sie ein sein früheres Stübchen anzusehen. -- Dies ist, sagte er,

oben die Tür öffnend, das kleine Heim, in dem Ihr Schwiegersohn, liebe

Schwiegermama, so glücklich war! Herrn Sintrup traten die Tränen in die

Augen, und er sagte: Jawohl, glücklich bist du gewesen, mein Junge, ach

Gott, wenn deine Mutter doch noch lebte und dies neue Glück mit

angesehen hätte! -- War das die Mama von Fox, fragte Elsa mit

interessierter Stimme und diskreter Wärme -- die dort unten über dem

Sofa hängt? Herr Sintrup nickte: Und ihr Geist, sagte er mit mühsam

beherrschter, ein wenig vibrierender Stimme, ihr Geist herrscht _noch_

in diesen Räumen. Alles ist genau so geblieben wie es war!

Frau Feihse zog sich zurück; am nächsten Morgen wollten die Herrschaften

wieder abreisen, bis jetzt ging alles gut, sie sollten den denkbar

günstigsten Eindruck von Haus und Wirtschaft gewinnen!

Das Essen verlief zu aller Zufriedenheit. Fox hatte sich um die Weine

gekümmert und seine Kennerschaft bewährt. Herr Sintrup sagte stolz: Ja

ja, mein Sohn hat auf der Universität nicht bloß Fach gesimpelt, er hat

auch den Magen nicht zu kurz kommen lassen!

Man stieß auf das Wohl der Braut an, und Frau Feihse rief

selbstvergessen: Heil Elsa von Brabant! entschuldigte sich aber sofort,

falls dies zu intim wäre. Dann brachte Herr Sintrup einen Toast auf Frau

Heine aus, die dies gütig über sich ergehen ließ. Schließlich hob Elsa

ihr Glas, und sagte in einer plötzlichen Anwandlung: Es sei doch

eigentlich schade, daß Pitt nicht zugegen sei -- erntete damit aber

keinen Beifall; vielmehr wurde Herrn Sintrups Gesicht ein wenig trübe,

und er sagte: An den wollen wir uns lieber nicht erinnern, er hat es

nicht verdient. -- Aber er ist doch ein guter Kerl, meinte Fox, nur daß

ihm das Zeug zu allem fehlt, das ist wahr. -- Ich trinke trotzdem auf

sein Wohl! Er hat mich immer so hübsch unterhalten! sagte Fräulein

Heine. Elsa! rief Fox, neckisch mit dem Finger drohend, ich weiß, er ist

dir immer nachgelaufen! -- Was schadet denn das? fragte sie kokett, ich

habe ihn immer gern gehabt und werde ihn auch ferner gern haben, und das

Nachlaufen werde ich ihm auch nicht verbieten. -- Elsa!! rief Fox mit

warnender Stimme, aber sie legte sogleich ihre Hand auf die seine und

beruhigte ihn. So lief der Abend ungetrübt, harmonisch hin, fast wäre es

allerdings einmal zu einem unliebsamen Zwischenfall gekommen: Frau

Feihse nämlich, angeregt durch den Wein, konnte sich nicht enthalten,

ohne Namen zu nennen, auf Lotte anzuspielen, und schließlich gar zu

sagen: Und wissen Sie wohl noch, der merkwürdige Junge, der immer rief:

Wer ist denn der Onkel? -- Hier mußte ein für allemal ein Riegel

vorgeschoben werden. Fox erhob sich, indem er sagte, er wolle draußen

Zigaretten holen, kam aber sogleich zurück und fragte Frau Feihse, wo

sie ständen. Sie folgte ihm dienstbeflissen und war erstaunt, als er sie

draußen sofort auf das deutlichste und schroffste zurechtwies, mit

kurzer, unterdrückter, schneidiger Stimme. -- Sie war sehr erschrocken

und nannte sich selber taktlos und »ehrenrührig«. Um ihm ganz zu zeigen,

wie sehr sie ihn begriffen, erzählte sie dann später von ihrem Vetter:

eine wie glückliche Ehe der führe mit eben jener Dame, die sie zuvor

genannt habe, und daß der Himmel ihm so viele Kinder beschert habe.

Einmal sei ihr eigener Mann, Herr Feihse, als diese Kinder groß genug

waren es zu verstehen, ihnen als Weihnachtsmann erschienen. Sein

höchster Traum wäre gewesen, einmal seinen eigenen Kindern als

Weihnachtsmann zu erscheinen, aber da sie ihm versagt blieben, mußte er

es vor fremden -- die gute alte Haut! Und wie er nun vor den Kindern

stand, da habe er kein Wort hervorbringen können, denn er sei zu erregt

gewesen. --

Am nächsten Morgen umarmte Herr Sintrup Fox abermals, sagte, er habe

Freude an seinem Sohn erlebt, und händigte den Damen mit großer

Galanterie zwei Blumensträuße aus. Zum Schluß bekam Frau Feihse einen

Weinkrampf: Frau Heine vermißte ihren Brillantring; sie hatte ihn auf

dem Waschtisch liegen lassen, er fand sich nicht gleich, und nun konnte

man vielleicht ihre arme, unschuldige Seele im Verdacht haben! -- Gott

sei Dank! sagte Herr Sintrup als er vom Bahnhof zurückkehrte, Frau

Feihse, Sie haben sich wirklich glänzend bewährt! Sagen Sie mal, wollen

Sie nicht dauernd die Wirtschaft bei mir führen? Ich sage Ihnen aber

gleich: Es geht bei mir etwas drüber und drunter. Sie könnten hier famos

Ihre Muttertalente anbringen! --

Muttertalente! Ja, sie war zu alt geworden zur Liebe, das fühlte sie;

sie hatte endgültig verzichtet, sie machte sich keine Illusionen mehr,

nun noch jemand zu gewinnen: Muttertalent, das war das einzige Pfund,

mit dem sie noch wuchern konnte, das war das Zauberwort, das ihrem Leben

einen Inhalt geben würde! Dieser Mann war noch nicht alt genug, um ganz

auf die Freuden des Lebens zu verzichten, -- Haarnadeln, Puderbüchsen,

Brennmaschinen -- das alles deutete auf kein Alleinleben. Und das sah

sie ja in allem: ausgenützt wurde dieser Mann! Sie würde ihm mit Rat und

Tat zur Seite stehen, mit ihrer Menschenkenntnis, ihn warnen und

bewahren vor allem Bösen, und wenn sie manchmal für zwei zu bügeln

hatte, was war da schließlich dabei?! Sie fühlte sich erhaben über die

Vorurteile der Menschen. Wenn Herr Sintrup einmal starb, würde er ihr

doch für ihre opferwillige Tätigkeit eine kleine Rente aussetzen, und

Fox, der reiche Fox, war doch dann auch noch da! Er würde ihre

Aufopferung für seinen Vater splendide revanchieren, an seiner

Desdemona! Sie blieb, und bat Herrn Sintrup in der Folge, sie wieder bei

ihrem Mädchennamen zu nennen.

* * * * *

Pitt hörte von diesen Dingen, auch von seines Bruders Reise und Triumph,

aber das alles traf ihn wie Nachrichten aus einer andern Welt. Ihm war,

als sei er um Jahre zurückversetzt, als kehrten frühere, glückliche

Zeiten wieder, nur mit dem Unterschied, daß er sie jetzt bewußt als

Glück genoß. Er sah Elfriede oft, so oft er wollte, und nur die eine

Sorge befiel ihn zuweilen: Daß dieses Glück wieder aufhören könne. Mit

heimlicher Angst wartete er manchmal darauf, daß ihr Wesen allmählich

wieder jenen wortlosen, verschlossenen Charakter annehmen könne, wie

früher, damals, draußen auf dem Gute. Aber das geschah nicht, sie war

gleichmäßig warm und zart, sie zeigte keine Veränderung des Wesens,

selbst wenn bei ihm manchmal die alte Zerstreutheit, die bekannte Kühle,

die völlige Abwesenheit aller Gedanken eintrat, wenn er mitten im

Gespräch etwas völlig Zusammenhangloses erwiderte, wenn er ihre

dringlichen Fragen über Dinge, die ihr am Herzen lagen, überhörte. Sie

gewöhnte sich daran, sie wollte sich daran gewöhnen, denn sie mußte es.

Manchmal dachte er, ob er wohl so mit ihr zusammen leben könnte wie mit

Herta; dann wollte es ihn bedünken, als gestaltete sich mit ihr zusammen

alles leichter -- und doch schob er diesen Gedanken ängstlich in den

Hintergrund. Alles war so, wie es war, viel schöner. -- Aber er konnte

nicht verhindern, daß die Gedanken wiederkamen. --

Frau van Loo sah dem Verkehr der beiden zu, und ahnte, zu welchem Ende

er führen würde. Sie redete mit Elfriede, und Elfriede sprach es als

etwas Selbstverständliches aus; Frau van Loo sah sie sinnend und

zärtlich an und sagte: Du mußt es wissen, Elfriede, was du tust; du hast

jahrelang Zeit zum Nachdenken gehabt, und wenn dies die Frucht deines

Nachdenkens ist, so muß ich zufrieden sein.

Wie ein stilles Wasser floß die Zeit hin, so still und milde wie draußen

jetzt die Tage waren. Der Sommer war vorüber, aber ein leises Leuchten

lag über der Erde, über den Feldern und allen Bäumen, der Himmel war

klar, hellblau und kühl, und doch wärmte die Sonne fast wie im Sommer.

Leise begann das Laub sich bunt zu färben, und durch die Luft zogen

feine, silberne Fäden, die sich glänzend in der Ferne verloren.

Elfriede fühlte in Pitts Wesen eine innere Wärme, die nie ganz auf die

Oberfläche drang, sie fühlte, daß er sie so liebte, wie er überhaupt zu

lieben fähig war, und eines Tages sagte er es ihr selbst. --

Sie war zu ihm herangetreten und hatte in leiser Zärtlichkeit ihren Kopf

an seine Brust gelegt. -- Könnten wir denn nicht ganz zusammen bleiben?

fragte sie mit ruhiger, verhaltener Stimme, scheint es dir denn so ganz,

ganz unmöglich? --

Er machte sich los von ihr. Elfriede! sagte er, du weißt nicht, was für

ein Mensch ich bin; es ist ganz, ganz unmöglich. -- Doch, doch, sagte

sie, ich weiß alles. -- Nein, du weißt es nicht, wie haltlos, wie

unbeständig ich bin. Mir ist es jetzt, als liebte ich dich; ich fühle es

stärker als ich Herta gegenüber fühlte; aber ich kenne mein Gefühl, ich

weiß, daß es nicht standhält. Ich empfinde zu Zeiten gegen die

allernächsten Menschen so, daß ich im Zweifel bin, ob ich überhaupt

irgend eines Gefühles fähig bin. Es liegt nicht an den Menschen, es

liegt nur an mir, an der Zusammensetzung meines Wesens. Du stehst mir

jetzt unendlich näher als damals, wo wir zum erstenmal zusammen waren,

ich weiß: Wenn ich das Leben mit jemand leichter ertragen kann als ganz

allein, so bist _du_ es; eine Zeitlang wird es scheinen, als seien wir

beide glücklich; dann kommt wieder langsam jenes halb wahnsinnige Gefühl

über mich: Mich herauszureißen aus allem was mich bindet! -- Es soll

dich nichts binden, sagte Elfriede, du sollst das Gefühl behalten frei

zu sein, durch nichts gebunden. Du sollst gehen können wann du willst,

du sollst nicht immer bei mir bleiben; ich weiß: nur wenn du das

Bewußtsein deiner Freiheit hast, kannst du dauernd mit einem Menschen

zusammen sein. Und wenn die schlimmen Zeiten kommen, wenn du wirklich

gehst, so weiß ich: du wirst zurückkommen, ich werde immer die sein, die

dir am nächsten steht. -- Pitt hob den Arm: Du kannst es nicht ertragen,

du wirst Bitterkeit gegen mich empfinden, du wirst es fühlen, wie

egoistisch, wie herzlos ich im Grunde bin. Du sollst dich nicht täuschen

lassen durch meine Worte: ich sagte dir, du ständest mir am nächsten von

allen Menschen. Genau dasselbe habe ich einst zu Herta gesagt, und ich

weiß: ich habe damals mich und sie selbst betrogen. Herta war für mich

nichts anderes, als das, was der Ast, der über den Fluß hängt, für einen

ist, der auf den Wellen treibt. Ich klammerte mich an ihn, ich suchte

mich aufs Land zu ziehen. Kaum war ich ein wenig trocken, kaum hatte ich

die Erschöpfung etwas vergessen, verlor ich alle Dankbarkeit, wollte ich

wieder zurück in den Strom, ging mich der Ast im Grunde nichts mehr an.

Ich suchte mich vor mir selbst zu täuschen, mir einzureden, das alles

sei nicht wahr. Herta fühlte es aber ebenso deutlich wie ich, nur hatte

sie mehr Mut und Klarheit, und machte da ein Ende, wo ich immer flicken

und wieder flicken wollte. Dann bildete ich mir ein -- wie früher schon

in ähnlichen Momenten: ich liebte dich -- um nicht so völlig leer und

gefühllos vor mir selber dazustehen: Elfriede! Glaube nicht an mein

Gefühl, es ist nur Täuschung und Halbwahrheit. Du weißt nicht, an was

für einen Menschen du dich ketten willst, all deine Liebe würde nicht

hinreichen das Leben mit mir zu ertragen. -- Nur dann, sagte Elfriede,

wenn ich fühlen würde, daß alles wahr ist was du sagst. Aber es ist

nicht wahr! Zuvor hast du gesagt: du liebst mich so, wie du einen

Menschen nur lieben kannst, und jetzt, wo ich hierauf weiter bauen will

für mich und für dich, widerrufst du alles, setzest du alles in ein

zweifelhaftes Licht. Pitt, daraus sehe ich, daß dein Gefühl zu mir ein

echtes, tiefes ist; es packt dich eine Angst der Verantwortung, und nun

widerrufst du alles, weil du mich zu sehr liebst um mir ein Schicksal zu

bereiten, das nur in deiner Angst besteht! -- Ja, sagte er, so ist es;

ich will nicht schuld sein, daß du unglücklich wirst. Herta ist nicht

unglücklich geworden, aber sie hat auch die Kraft gehabt, frühzeitig

genug alles durchzuschlagen, und dann liebte sie mich lange nicht so wie

ich fühle, daß du mich liebst! -- Du redest immer von Hertas Stärke --

ich kann dies nicht als Stärke empfinden, ich fühle mich viel kräftiger

als sie, denn meine größere Liebe macht mich stärker gegen alles was

mich treffen kann. Alle Zeiten scheinbarer Entfremdung, die zwischen dir

und mir kommen können -- und sie werden kommen -- werde ich ertragen in

der Gewißheit, daß du dich stets, stets zu mir zurückfinden wirst. Wir

werden Kinder haben, und in ihnen werde ich dich selber wiederfinden,

und du vielleicht auch mich. Du siehst mich noch zu sehr mit den Augen,

mit denen du mich früher sahst: ich bin kein junges Mädchen mehr, voller

Ideale und Ansprüche, meine Liebe zu dir ist eine andere geworden als

sie war. Ich wollte dich vergessen, mehr als ein Menschenschicksal hat

sich mit meinem eigenen gekreuzt -- und ich habe es erfahren, daß der

Weg aus ihnen immer wieder zu dir zurückführt. Ich bin geläutert worden

und komme wieder zu dir: ich weiß alles, alles, wie es werden wird, aber

dies alles zu tragen bist du mir wert, denn nie war ein Mensch da, den

ich so liebte, und nie, nie wird jemand in mein Leben treten, zu dem ich

so empfinden könnte wie zu dir. Mir ist ja, als kennte ich dich, so

lange ich überhaupt nur denken kann! -- Du weißt es nicht, Elfriede, was

du auf dich nehmen willst! -- Ich weiß alles, und ich nehme es auf mich.

-- Sie war zu ihm getreten und sah ihm in die Augen. Da zerlöste sich

alles in ihm in einem Gefühl unsäglicher Dankbarkeit, er sank fast an

ihr nieder. -- Ich will es versuchen, Elfriede, und wenn du mir hilfst

-- mein Gott, wenn nicht alles tot und wüst ist in mir -- o Elfriede,

wenn ich noch mit dir zusammen glücklich würde! --

Du wirst es, soviel du überhaupt glücklich werden kannst! Und ich mit

dir! -- Und deine Kunst, was wird aus deiner Kunst? -- Die wird mir

doppelt wert werden, denn ich werde mich viel an sie halten müssen. --

Elfriede, ich schäme mich, wenn ich dich so reden höre; bin ich denn

wirklich so fürchterlich, wie ich mir selbst erscheine? -- Sie lächelte:

So lange du so fragst, bist du es nicht. -- Er legte seine Hände um ihr

Haar und küßte sie. -- Du bist stark und kräftig, sagte er, und deine

Kinder werden es auch sein, wenn sie dir nachgeraten. Du wirst mit ihnen

jung bleiben und leben, und ihr alle werdet kräftiger und stärker sein

als ich. -- Seine Augen sahen über Elfriede hinweg ins Abendrot; er

schwieg, und wie zu sich selber sagte er nach einer Weile langsam: In

einem aber werde ich sie alle überholen; einen nach dem andern werde ich

hinter mir lassen, denn ich fühle es: Ich werde ur -- uralt.

Anmerkungen zur Transkription

Der Originaltext ist in Fraktur gesetzt. Hervorhebungen, die im

Original g e s p e r r t sind, wurden mit Unterstrichen wie _hier_

gekennzeichnet. Textstellen, die im Original in Antiqua gesetzt sind,

wurden ^so^ markiert.

Offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert, wie hier aufgeführt

(vorher/nachher):

[S. 73]:

... diese Sternschuppe. Sie fand ihn viel vernünftiger als ...

... diese Sternschnuppe. Sie fand ihn viel vernünftiger als ...

[S. 88]:

... der ob er wie selbstverständlich zu ihr kommen würde. ...

... oder ob er wie selbstverständlich zu ihr kommen würde. ...

[S. 88]:

... oingen sie alle miteinander spazieren, suchte sie seine ...

... Gingen sie alle miteinander spazieren, suchte sie seine ...

[S. 111]:

... Jetzt sah er Lotte, und zum erstenmal empfand er. ...

... Jetzt sah er Lotte, und zum erstenmal empfand er: ...

[S. 127]:

... der mit Pitt auch nicht die geringste Ahnlichkeit mehr ...

... der mit Pitt auch nicht die geringste Ähnlichkeit mehr ...

[S. 132]:

... half ihn die Erwägung hinweg, daß -- wie er ...

... half ihm die Erwägung hinweg, daß -- wie er ...

[S. 198]:

... hervor?! Und mach du mir nicht weiß, daß du mich ...

... hervor?! Und mach du mir nicht weis, daß du mich ...

[S. 233]:

... seinen eigenen Augen, die ihm aus einem gegenüberhängenden ...

... seinen eigenen Augen, die ihn aus einem gegenüberhängenden ...

[S. 247]:

... zwischen dir und mir, dann erhälst du keinen Pfennig ...

... zwischen dir und mir, dann erhältst du keinen Pfennig ...

[S. 318]:

... Kind, begreifst du nun, daß ich es gut mir dir meine?! ...

... Kind, begreifst du nun, daß ich es gut mit dir meine?! ...

[S. 360]:

... heißt, sagte sie lauter, stoßweiße: das heißt, gegen meine ...

... heißt, sagte sie lauter, stoßweise: das heißt, gegen meine ...

Pitt und Fox, die Liebeswege der Brüder Sintrup: Roman · 第 27 / 27 段