Das einheitliche und in seiner Tätigkeit tatsächlich unteilbare
Seelenleben kann man sich zum Zweck der Betrachtung und Erforschung in
Teile zerlegt denken. Die herkömmliche Einteilung zerlegt die geistigen
Vorgänge in Wahrnehmung, Vorstellen und Streben. Die =Sinneseindrücke=
werden aufgenommen und gedeutet, mit vorhandenen =Vorstellungen=
verknüpft und je nachdem wieder wachgerufen, unter wechselnder
=Gefühlsbetonung=, und schließlich werden die Vorstellungen in
=Willensantriebe= und =Handlungen= umgesetzt. In jedem dieser Gebiete
können krankhafte Störungen auftreten.