V. Die allgemeinen Erscheinungen der Geisteskrankheiten.

Das einheitliche und in seiner Tätigkeit tatsächlich unteilbare

Seelenleben kann man sich zum Zweck der Betrachtung und Erforschung in

Teile zerlegt denken. Die herkömmliche Einteilung zerlegt die geistigen

Vorgänge in Wahrnehmung, Vorstellen und Streben. Die =Sinneseindrücke=

werden aufgenommen und gedeutet, mit vorhandenen =Vorstellungen=

verknüpft und je nachdem wieder wachgerufen, unter wechselnder

=Gefühlsbetonung=, und schließlich werden die Vorstellungen in

=Willensantriebe= und =Handlungen= umgesetzt. In jedem dieser Gebiete

können krankhafte Störungen auftreten.

Kompendium der Psychiatrie für Studierende und Ärzte · 第 9 / 133 题