Schon vor Erscheinen des »Ssanin« trat Artzibaschew durch seine
Novellen an die Spitze der jungrussischen Literatur. Er war der
erste, der rein erotische Probleme zum Ausgangspunkt seines
dichterischen Schaffens nahm. Mit tiefem psychologischen
Verständnis zergliedert er die geistige Entwicklung der modernen
Russen und baut dann auf der Grundlage seiner seelischen Analysen
seine starke überschäumende Handlung auf. Prächtige Arbeiten
dieser Art sind die beiden Novellen dieses Bandes: »Millionen«
und »Der Tod des Iwan Lande«. Mit gleichem Beifall wie Ssanin
wurde dieser Novellenband aufgenommen, ja es mag Artzibaschews
Künstlertum in diesen Erzählungen einen noch gesteigerten
Ausdruck gefunden haben.
_Ludwig Bauer_ schrieb u. a. in einer sehr anerkennenden
Besprechung in den »Münchener Neuesten Nachrichten«: »Die erste
Erzählung schildert uns die Leiden des Millionärs Mishujew, die
zweite jene des Iwan Lande, eines wahren Christen, der an die
Menschen glaubt. Diese beiden Seelen werden vor uns mit so
behutsamer Hand ausgebreitet, wie nur Dichterhände es vermögen
... Die beiden Erzählungen könnten literarisch Anlaß zu noch
manchem Tadel geben. Aber -- was ist Literatur? Hier ist
Besseres: Seele.«
Druck von Mänicke u. Jahn, Rudolstadt.