Eine vierte Art, welche hauptsächlich für Mittelgrund und Ferne
passende Verwendung findet, ist folgende:
Man hält außer der Localfarbe einen Schattenton (~Cobalt~ und ~Light
Red~, etc.) bereit, beginnt oben mit dem Lichtton und setzt an den
entsprechenden Stellen mit einem zweiten Pinsel gleich den Schattenton,
mit der Lichtfarbe weich verlaufend, ein und so fort bis der ganze
Baum bedeckt ist. Durch das weiche Zusammenlaufen der Töne bilden
sich oft zufällige Effecte, welche bei geschickter, beziehungsweise
geschmackvoller Benutzung dem Bilde sehr zu Statten kommen. Hierauf
werden Stämme und Astwerk in Behandlung genommen, wobei der Anfänger
noch darauf aufmerksam zu machen ist, daß man letzteres in der Regel
nur in den +Schattenstellen+ bemerkt. Ist der Auftrag trocken, so
mischt man die beiden Töne Grün und Grau zusammen und setzt damit die
tiefen Schatten zwischen den Laubmassen ein, worauf man zur Beendigung
das Grün hier und da verstärkt oder auch nach Umständen dämpft.