IV.

+Gießende Regenwolke vor hellem Gewölk mit hier und da durchscheinendem

Blau.+

Wolke: ~+Indigo+~ mit ~+Blue Black+~. Himmel: ~+French Blue+~.

Man befeuchte das Papier ziemlich stark, trockne aber nicht mit

Löschpapier auf, sondern lege die Regenwolke, +ehe die Nässe ganz

verschwunden ist+, mit obiger Mischung in nahezu vertikalen Strichen

an, da durch den nassen Zustand des Papieres die Ränder der Wolke einen

ungemein weichen, wässerigen Ton annehmen. Sollte sie indessen nach

unten nicht ganz in die nöthige Form fallen, so helfe man, so lange

das Papier noch naß ist, mit einem trockenen Pinsel nach unten nach.

Zu gleicher Zeit setzt man in das Helle für das Blau einige kurze,

horizontale Striche mit ~French Blue~ ein und übergeht eine der hellen

Wolken mit ganz hellem Blau, in welches man, so lange es noch naß ist,

einen tieferen Drucker derselben Farbe gibt, womit ebenfalls eine

sehr wässerige Wirkung erzielt wird. Die übrigen hellen Lichter lasse

man unberührt. Ist alles ganz trocken, so übergeht man die Regenwolke

abermals in vertikaler Richtung mit der vorigen Mischung, aber mit mehr

Rücksicht auf die +Form+ in Bezug auf das Strömen nach unten, wobei man

mit einem Pinsel ohne Farbe nachhilft. Man verstärkt dann hier und da

das Blau etwas und nachdem dieser Auftrag trocken geworden, verstärke

man noch die dunkelsten Stellen der Wolken.

Handbuch der Aquarellmalerei Nach dem heutigen Standpunkte und mit vorzüglicher Anwendung auf Landschaft und Architektur nebst einem Anhange über Holzmalerei · 第 90 / 150 题