Das erste Quadrat kolorire man mit einem Ton, worin die erste Farbe,
also ~Cobalt~, vorherrscht, in dem zweiten halte man die Quantität
beider Farben gleich und im dritten sei die letztere Farbe im
Ueberschuß und so fort. Dasselbe gilt auch von den Mischungen aus drei
Farben, z. B. ~Cobalt~, ~Rose Madder~ und ~Yellow Ochre~. Hier sei im
ersten Quadrate ebenfalls die erste Farbe im Ueberschuß, im zweiten die
Quantität aller gleich und im dritten die letztere Farbe vorherrschend.
Zur genauen Kenntniß der mit Mischung von +drei+ Farben zu erhaltenden
Töne und zu einem +vollständigen+ und +klaren+ Einblick in die Natur
der Mischungsverhältnisse gelangt der Anfänger jedoch besser auf
folgendem Wege: Er fülle zehn Quadrate mit einer Mischung von drei
Farben (1. 2. 3.) in folgenden Verhältnissen aus:
1. Quadrat die 3 Farben in gleichem Verhältniß,
2. „ 1 im Ueberschuß, 2 und 3 gleich unter sich,
3. „ 2 „ „ 1 „ 3 „ „ „
4. „ 3 „ „ 1 „ 2 „ „ „
5. „ 1 „ „ 2 weniger, 3 noch weniger
6. „ 1 „ „ 3 „ 2 „ „
7. „ 2 „ „ 1 „ 3 „ „
8. „ 2 „ „ 3 „ 1 „ „
9. „ 3 „ „ 1 „ 2 „ „
10. „ 3 „ „ 2 „ 1 „ „
Dabei ist zu beobachten, daß man die einzutragenden Töne nicht
allzusehr verwässere; dieselben müssen zwar durchsichtig, aber immer
noch ziemlich kräftig in der Farbe sein. Diese Arbeiten sind zwar
etwas mühsam und ziemlich zeitraubend, aber für genaue Kenntniß der
Mittel müssen solche als äußerst instruktiv bezeichnet werden und sind
dieselben umsomehr zu empfehlen, als Gewöhnung an wenige konventionelle
Töne für gewisse Zwecke, wie man es selbst in besseren Bildern leider
noch immer findet, der künstlerischen Darstellung wenig angemessen ist.