1. Licht.

Beim Malen ist ein gleichmäßiges und +von Reflexen freies Licht+

wünschenswerth. Ein Zimmer mit nach Norden gerichteten Fenstern dürfte

sich am meisten empfehlen, weil ein solches, bei uns wenigstens, das

gleichmäßigste Licht hat. Steht aber ein derartiges Zimmer nicht zu

Gebot, so vermeide man unter allen Umständen, unter Einwirkung direkter

Sonnenstrahlen zu arbeiten, da unter dem Einfluß derselben das Auge

irre geführt wird und dann in der Regel die Schatten viel zu tief und

zu stark eingesetzt werden. Ein unter solchen Umständen zu Stande

gekommenes Gemälde macht in normaler, gemäßigter Beleuchtung in der

Regel einen ungemein rohen und grellen Effekt. Wenn irgend thunlich,

sehe man darauf, daß das Licht von der linken Seite kommt.

Handbuch der Aquarellmalerei Nach dem heutigen Standpunkte und mit vorzüglicher Anwendung auf Landschaft und Architektur nebst einem Anhange über Holzmalerei · 第 74 / 150 题