»Dös hat angfangt am selbigen Abend, weißt, wo ich deintwegen so
schauderhaft derschrecken hab müssen. Und wie mich der Blasi bei der
Gurgel ghabt hat, daß ich gmeint hab, ich muß dersticken -- da hat mir
allweil a schiechs Fuier vor die Augen bronnen. Und allweil hab ich a
Stimm ghört -- a Stimm, wie d' Mutter ghabt hat, weißt -- und dö Stimm
hat allweil gschrien: >D' Schwester mußt aussitragen, d' Schwester mußt
aussitragen!<« Sich zurückbeugend, sah er sie an und lachte herzlich.
»Wie dich ausgwachsen hast! _Heut_ kunnt ich dich _nimmer_ tragen.« Er
wurde wieder ernst, und seine Augen suchten. »Jetzt mußt mir ebbes
sagen, Schwester! Allweil is mir so a Wörtl im Verstand, und ich weiß
net, wo ich hin muß damit --«
»Was für a Wörtl?«
»Hast mir net _du_ amal die letzten Täg her ebbes verzählt -- von eim
Tanzboden?«
Mit erweiterten Augen sagte sie zögernd: »Freilich, ja -- da hab ich
gredt davon.«
»Tanzboden? Tanzboden? Gar nimmer einfallen tut's mir. -- Wie war denn
dös?«
»So gredt haben wir halt -- vom selbigen Unglück.«
»Unglück?« Lenzl furchte sinnend die Augenbrauen. »_Was_ für an
Unglück?«
»Wie --« Die Stimme wollte ihr nicht gehorchen. »No ja, wie der
Tanzboden einbrochen is!«
»Wart a bißl!« Er nickte eifrig. »Jetzt kriebelt mir im Hirnkastl ebbes
in d' Höh. Du meinst den Tanzboden, der einbrochen is und a paar Leut
derschlagen hat?«