»Ich muß dir doch a guts Wörtl sagen dafür, weil mir am ungfahrlichen
Sonntag so an freundschäftlichen Schutzengel gmacht hast! A rassigs
Weiberleut bist! Kreiz Teifi noch amal!« Er lachte. »Wie _du_ den Jager
von Fall am Schnürl hast!«
Dunkel schoß ihr die Zornröte in die Stirn. »Mein' Weg gib frei! Ich sag
dir's zum letztenmal! Mit dir hab ich nix mehr z' reden.«
»Aber ich noch a bißl ebbes mit dir!« Er drängte sie Schritt um Schritt
gegen die Hüttenstufen hin. Und immer behielt er den heiteren Ton.
»Vergelts Gott, Schatzl! Soviel haushälterisch bist! Grad wie mein
Vater! Der schnürt mir den Geldbeutel zu, und _du_ hilfst mir Patronen
sparen. Aber allweil kunnt's dir net nausgehn mit der Knauserei. Und
willst den Jager von Fall schön sicher durchfretten bis zur Hochzeit, so
laß ihm an eiserns Gwandl machen, gelt! Ich bin net allweil so kugelarm.
Und meiner Kugel springt er so gschwind net aus'm Weg als wie so eim
Brocken Stein.«
»Jesus!« Modeis Gesicht verzerrte sich. »Den Stein hast du -- --« Sie
schlug die Hände vor die Augen. »Und so an Menschen gibt's auf der
Welt!«
»D' Jager sind wie Schwaben und Russen. So an Ungeziefer dertrappt man,
wo man's derwischen kann. Schad, daß man diemal daneben trappt.«