»Bei dir im Bett. Da sucht mich keiner.« Er wollte zur Hüttentür. Bevor
er die Schwelle erreichte, sprang ihm Lenzl in den Weg und stieß ihn mit
den Fäusten zurück. »Langsam a bißl! Solang _ich_ da bin --«
»Du Narr! Meinst ebba, du zählst?« Mit der Linken packte Blasi den Alten
am Genick, mit der Rechten preßte er ihm den Mund zu und stieß ihn
rücklings in die Hüttenstube, in deren Dunkel die lallenden Laute des
Gewürgten erstickten. Modei wollte den beiden folgen, wollte wehren --
und hörte hinter der Hütte einen jagenden Schritt. Eine Sekunde stand
sie ratlos. Dann flog es wie ein Blitz der Erinnerung und des
Entschlusses über ihr blutleeres Gesicht. Rasch zog sie die Hüttentür
ins Schloß, riß Blasis Gewehr aus dem Versteck, klappte den Lauf auf,
wie es ihr der Jäger einmal gezeigt hatte, zerrte die Patrone heraus,
schleuderte sie hinunter in die Büsche und stieß das Gewehr wieder
hinter die Scheiterwand.
Friedl erschien an der Hüttenecke. Beim Anblick des Mädels erzwang er
seine Ruhe. »Modei?«
»Was?« Wie versteinert war sie.
»Is da grad einer vorbei?«
»Kann sein -- ich weiß net --« Da sah sie das Blut an seiner Wange, und
vor Schreck versagte ihr fast die Stimme. »Friedl! Jesus! Was hast
denn?«