Flottwell und sein Haushofmeister aus dem Schloß.
Flottwell. Wie stehts mit uns, mein alter Haushofmeister? Ist
alles so, wie ichs befohlen habe? Ich will an Glanz durchaus
nicht übertroffen werden, und für Amaliens Freude ist kein
Opfer mir zu groß.
Haushofmeister. Jawohl ein Opfer, gnädger Herr. Da sich das
Gastmahl heute glänzender noch wiederholt, so wird die Rechnung
ziemlich stark ausfallen.
Flottwell. Drum ists ein Glück, daß Er sie nicht zu zahlen
braucht. Der reiche Flottwell wird doch keinen Heller schulden?
Wie ist es mit dem Schmuck, den ich bestellt, hat ihn der
Juwelier noch nicht gebracht?
Haushofmeister. Noch weiß ich nichts.
Flottwell (auffahrend). Den Augenblick schickt nach der Stadt.
Es ist die höchste Zeit, er sollte schon die vorge Woche fertig
sein.
Haushofmeister. Hätten Euer Gnaden ihn bei dem braven Mann
bestellt, den ich Euer Gnaden empfohlen habe, so würden Sie
ihn schon besitzen. Er würde schön und billig ausgefallen
sein. Allein der Kammerdiener hat--
Flottwell. Mir einen bessern anempfohlen. Ists nicht so?
Haushofmeister. Das glaub ich kaum.
Flottwell. Die Meinung steht Ihm frei. Doch lieb ichs nicht,
wenn meine Diener mir als Lehrer dienen wollen. Dies für die
Zukunft. Nun den Juwelier. (Wendet sich von ihm.)
Haushofmeister (für sich, gekränkt). O Treue, was bist du für
ein armer Hund, daß Undank dich mit Füßen treten darf. (Ab.)