schwieriger als die anderen, aber bei einigem Geschick kann man ihn
sehr schnell, noch in letzter Stunde, herstellen. Es gehört ein
hölzerner +Lichthalter+ dazu, der in den größeren Blumengeschäften
erhältlich ist. Eine Art rundes Tablett auf einem Holzständer,
weiß oder einfarbig grundiert, mit bunten Ornamenten bemalt, meist
Bauernblumen in Rot, Blau, Gelb und Grün, scharf vom Hintergrund
abstechend. Jeder Dorftischler kann diesen +Kerzenhalter+ herstellen,
die Bemalung ist so einfach, daß sie sehr leicht ausgeführt werden
kann. Man verwendet Wasserdeckfarben, die nach dem Auftrocknen mit
Hochglanzlack überstrichen werden. Der fertige +Lichthalter+ wirkt wie
ein Tafelaufsatz; der Fuß wird mit Tannengrün umkleidet, in den Kreis
stellt man die weißen Weihnachtslichte, der Rand ist durch eingebohrte
Löcher dafür vorbereitet. Die Kerzen müssen fest eingesetzt werden,
damit sie nicht umfallen. Zum Schluß stellt man eine hohe Schale in die
Mitte, die mit kleinen roten Weihnachtsäpfeln und Nüssen gefüllt wird.
[Illustration: Abb. 167. Tafelschmuck: Weihnachtsleuchter zwischen
Weihnachtstännchen.]
Solch +Weihnachtstafelaufsatz+ ist ein sehr originelles
Weihnachtsgeschenk, das sich besonders für eine Sendung nach auswärts
eignet. Man kann damit seinen Lieben, die den Heiligen Abend nicht im
Elternhause oder im Freundeskreise verleben können, eine große Freude
machen.
Eine originelle +Weihnachtsampel+ sehen wir auf Abb. 168, einen
+Weihnachtsherzkranz+ mit +Kerze+, +Lametta+ und +Perlenstern+, der
an einer Seidenschleife am besten im Türrahmen angebracht wird. Die
Herzform fertigt man aus sehr starkem Draht an, es gibt auch hölzerne
Formen für diesen Zweck, am sichersten dürften sie in Blumengeschäften
erhältlich sein. Die Form wird mit Tannengrün umkränzt, die weiße Kerze
steht in einem Lichthalter, wie er für den Christbaum verwendet wird.
Von der inneren Spitze hängt der +Perlenstern+ herab; er besteht aus
Blumendraht und großen länglichen Silberperlen; als Ersatz für diesen
Perlenstern kann ein Weihnachtsstern angebracht werden. Es ist auch
nicht unbedingt notwendig, ein kariertes Seidenband als Anhänger zu
benutzen, ein silbernes Band ist ebenso wirksam, auch ein grasgrünes,
feuerrotes oder tütenblaues Band würde sehr hübsch aussehen, wenn man
es geschickt befestigt.
[Illustration: Abb. 168. Weihnachtsherzkranz mit Kerze und Perlenstern.]
Zum +Silvesterabend+ wird man die obenbeschriebenen bunten
+Papierketten+, die farbigen +Papiernetze+ als Tafelschmuck und
Zimmerdekoration benutzen; der +Tafelaufsatz+ mit den Lichten eignet
sich ebenfalls dafür, in diesem Fall kann man bunte Kerzen verwerten.
Was sonst an Tombolageschenken und kleinen Überraschungen, an Masken
und andern Scherzen notwendig erscheint, ist an verschiedenen Stellen
in diesem Buch ausführlich beschrieben worden, eine reiche Auswahl, in
der alle etwas Passendes finden dürften.
IX. Kapitel
Handarbeiten für die Reise
Eine verregnete Sommerreise ist keine Seltenheit. Man traut sich,
wie es so schön heißt, nicht weit vom Hause fort, man ist froh, wenn
man im Park, im Garten herumsitzen darf, und kann doch schließlich
nicht andauernd „schmökern“. Wenn wir bei Bekannten oder Verwandten
als Besuch unsere Ferien verbringen, bemühen wir uns bei schlechtem
Wetter, im Sommer und im Winter, uns nützlich zu machen und unter
anderm auch mal tüchtig unter den zerrissenen Strümpfen aufzuräumen,
vom Ausbessern der Kleider abgesehen. Aber wenn wir „richtig auf Reisen
gehen“, womöglich in Badeorte mitgenommen werden, dann sind diese
intimen Handarbeiten zwar notwendig, aber nicht für die Öffentlichkeit
bestimmt. Auf einer Promenadebank macht sich eine feine +Stickerei+
schon besser, und am Strand ist eine hübsche +Häkelarbeit+ nicht zu
verachten. Handarbeiten wirken immer kleidsam in geschickten Händen,
aber gar nicht kleidsam, wenn sie kaum von der Stelle kommen und eher
schwarz als fertig werden.
Zum +Mitnehmen auf die Reise+ eignen sich heikle Sachen, wie zum
Beispiel helles Tuch oder empfindliche Seide, sowieso nicht;
Ferienarbeiten muß man schnell zusammenrollen und wegpacken können,
sie dürfen nicht viel Platz einnehmen, und schon darum verzichte man
auf große Handarbeiten, auf Decken, Läufer, Kleider und so weiter.
Wie leicht wird man im Sommer von einem Platzregen überrascht! Da muß
die Handarbeit schnell in der Tasche, im Beutel verschwinden, auf ein
paar Kniffe oder Falten darf es dabei nicht ankommen. Eine vornehme
Flügeldecke aus teurem Tuch oder aus schwerem Seidenmaterial ließe sich
solche Behandlung bestimmt nicht bieten. +Häkel-+ und +Strickarbeiten,
Bändchenarbeiten+ oder +Leinenstickereien+ können schon ein paar
Tropfen vertragen, außerdem werden sie, wenn es notwendig ist, leicht
und ohne viel Kosten gewaschen, die chemische Reinigung erübrigt sich
dafür.
Daß man sich am sandigen Strand nicht ausgerechnet mit Perlarbeiten
beschäftigt, ist selbstverständlich. Batiken und Schnitzereien lasse
man zu Hause, schon der vielen dazugehörigen Werkzeuge wegen, die --
wenn sie unterwegs beschädigt werden -- nicht überall repariert oder
ersetzt werden können. All dies Handwerkszeug nimmt viel zuviel Platz
im Koffer ein und eignet sich nicht zum Zeitvertreib für die Ferien.
Wir zeigen auf unsern Bildern (Abb. 169 bis 175) verschiedene
+Handarbeiten für die Reise+, die gleichzeitig als „+Mitbringsel+“
gedacht sind. Es gibt Ferienhandarbeiten, die zum „+Mitbringen+“
unterwegs angefertigt werden, es gibt andere, die als +Gastgeschenke+,
als Dank für die erwiesene Gastfreundschaft verwendet werden sollen,
und solche, die +auf Vorrat+ angefertigt werden; die letzteren dürften
als +Gelegenheitsgeschenke+ zu Geburtstagen, in größerem Maßstab auch
zu Verlobungen und Hochzeiten und, wenn man „auf lange Sicht“ arbeitet,
zu Weihnachten -- natürlich im selben Jahre -- ihre Bestimmung
erreichen.
Auf alle Fälle ist es besser, sich mit Material für mehrere +kleine+
Handarbeiten zu versorgen, falls sich die Zeit dazu findet, als
andauernd an +einer+ Riesenarbeit herumzusticheln. Sehr wichtig ist
auch die Beschaffung der erforderlichen +Reservematerialien+, die
unterwegs oft nur unter viel Schwierigkeiten und mit größeren Kosten
als notwendig herangeschafft werden können.
Das erste Bild (Abb. 169) zeigt ein +Tellerdeckchen+ in +Rundfilet+,
aus Beyers Mustervorlagen für Handarbeiten, Band 103. Einige Stäbchen
und Nadeln in verschiedener Stärke bilden das Handwerkszeug.
[Illustration: Abb. 169. Tellerdeckchen in Rundfilet.]
Zu dem abgebildeten Deckchen ist ein starkes Stäbchen (st. St.) von 7
Millimeter Breite und eine Nadel (N.) von 2,5 Millimeter Durchmesser
erforderlich. Um letzteren bemessen zu können, sticht man die Nadel
langsam senkrecht in ein Blatt Papier und mißt dann das entstandene
Loch. Mit Häkelgarn Nummer 70 ausgeführt, wird das Deckchen etwa 15
Zentimeter groß. Man arbeitet in einen Hilfsring über die Nadel in der
1. Runde 18 Knoten (Kn.); die 2. und 3. Rd. wird glatt. 4. Rd. (st.
St.) 4 Kn. in jede Schlinge (Schl.) der vorigen Rd. 5. Rd. (N). In
die Übergangsmaschen der 4. Rd. 1 Kn., * die 3 folgenden Schl. in 1
Kn. fassen, 1 M. glatt, vom * fortlaufend wiederholen. 6. und 7. Rd.
glatt. 8. Rd. (st. St.). Fortlaufend zwischen zwei Gruppen der 5. Rd.
zweimal je 5 Kn. (das ist 1 M.) in 1 Schl., 2 M. glatt. 9. Rd. * Beide
Mu.-Teile in 1 Kn. fassen, 1 M. glatt; für den Anfang des Fächers 9
Kn. in die nächste Schl., 1 M. glatt, * fortlaufend wiederholen. 10.
Rd. (st. St.) * In die inneren 8 Schl. des Fächerteiles je 2 Kn., 4
M. glatt * fortlaufend wiederholen. 11. und 12. Rd. glatt. 13. Rd.
Die Maschen über den Mu. der 9. Rd. übergehen, sonst fortlaufend
abwechselnd 4 Schl. in 1 Kn. fassen und 1 Schl. auslassen, wie aus
der Abbildung zu ersehen ist. Die Maschen des inneren Rings werden
zusammengezogen und die Fäden verknotet.
Die zweite Vorlage (Abb. 170) stellt einige übereinanderliegende
+Wäschestücke+ dar, die in +Ausschnittechnik+ ausgeführt werden,
typische +Verlobungs-+ und +Hochzeitsgeschenke+, die verhältnismäßig
weniger Arbeit machen, als man denkt, wenn man die großzügigen Muster
sieht. Solche Arbeiten eignen sich sehr für Ferienbesuche, nicht so
sehr für „unterwegs“, trotzdem sie mancherlei aushalten können, da sie
schließlich, wenn die Stickerei fertig ist, doch „auf neu“ gewaschen
werden. Zunächst sind unsere Muster für +Kopf+- und +Paradekissen+,
+Überschlaglaken+ und +Bettdecken+ gedacht, sie kommen aber auch
für vornehme +Kaffeedecken+, für +Hemdeneinsätze+, +Vorhänge+ und
+Tischläufer+ in Betracht.
Die Ausführung der Arbeit dürfte allgemein bekannt sein. Alle Umrisse
werden mit Vorstichen von mittelstarker Baumwolle umzogen und dabei
die Stäbchen ausgeführt, welche die gestickten Figuren verbinden. Sie
werden nach dem Spannen entweder nur einfach mehrmals übernäht, daß
sie wie ein gedrehtes Schnürchen aussehen, oder mehrmals gespannt
und überbogt. Alle Umrisse werden gleichmäßig überbogt, auch die
begrenzenden Ränder des Grundstoffes. Erfahrene Stickerinnen schneiden
die Stickerei erst aus, wenn sie gewaschen ist.
Sehr fein wirkt unsere nächste Vorlage, der +Einsatz in genähter
Bändchenarbeit+ (Abb. 171).
Er ist für +Tisch-+, +Bett-+ und +Leibwäsche+ ein reizender Schmuck,
der sich leicht nacharbeiten läßt. Die Muster zur Bändchenarbeit
werden auf einfarbigen Kattun gepaust, mit Tinte ausgezeichnet, gut
getrocknet und abgerieben, damit die Zeichnung nicht abfärbt; dann kann
man mit dem Aufreihen der Bändchen beginnen. Unsere Vorlage erfordert
eine kleine Ergänzung beim Aufzeichnen, ehe das Muster fortgesetzt
werden kann. Links muß der Bogen, der in die drei Blättchen endigt,
vervollständigt werden, darüber wird man die Spitze des Blättchens
noch weiter auszeichnen und dem Muster rechts anfügen. Die füllenden
Spitzenstiche werden gespannt und übernäht.
[Illustration: Abb. 170. Ausschnittstickerei.
Entwurf und Ausführung: Anna Schmücker, Steglitz.]
Eine praktische Arbeit „für unterwegs“ ist die hübsche +Buchhülle+
aus der Werkstatt der Berliner Kunstgewerblerin +Käthe Ruppel+ (Abb.
172). Sie unterscheidet sich vorteilhaft von dem leider wieder
überhandnehmenden Krimskrams, für den noch immer, oder besser schon
wieder, viel Geld und Zeit verschleudert wird.
[Illustration: Abb. 171. Einsatz in genähter Bändchenarbeit. Von Rosa
Piltz, Berlin.]
Auf dem starken Leinenstoff steht das Muster, zwei farbige, große
Vögel, sehr wirkungsvoll. Die Linien sind stark vereinfacht, es sind
nur wenig Farben für das Ornament verwendet worden. Die Muster sind in
Flach-, Punkt- und Kettenstich gestickt; es sieht aus, als ob die Vögel
auf stilisierten Zweigen stünden.
Eine echte, rechte +Reisehandarbeit+ ist die +breite Strickspitze+,
die man für +Vorhänge+, +Bettdecken+, +Kaffeedecken+, vielleicht auch
für +Scheibengardinen+, auf alle Fälle sehr vielseitig verwenden kann.
Unser Modell (Abb. 173) ist mit starkem Garn gestrickt, es kann aber
auch, je nachdem es angewendet werden soll, in feinem und feinstem Garn
ausgeführt werden. Wird solche Arbeit unterwegs „grau“, so schadet das
nichts, gewaschen und gespannt wirkt sie wieder wie neu. Man kann sie
fest zusammendrücken, man kann die Arbeit immer wieder unterbrechen und
anfangen, wann sich die Gelegenheit bietet, und es gehört sehr wenig
Handwerkszeug dazu.
Die Spitze, nach einem alten Muster mit nicht zu feinen Nadeln und
weißer Baumwolle Nummer 7 gestrickt, kann, aus sehr feinem Garn
hergestellt, auch zur Verzierung von Kragen und dergleichen benutzt
werden.
[Illustration: Abb. 172. Bestickte Buchhülle aus Leinenstoff.
Entwurf und Ausführung: Käthe Ruppel, Berlin.]
Auf einem Anschlag von 48 Maschen strickt man zuerst 1 Reihe rechts.
Dann beginnt das Muster. Abkürzungen: abh. = abheben, r. = rechts, l. =
links, aufschl. = aufschlagen, abg. = abgenommen, vorw. abg. = vorwärts
abgenommen. Dabei faßt man die nächste Masche nach dem Aufschlagen
so, als wollte man sie rechts abstricken, hebt sie von der Nadel und
strickt die folgende M. rechts; dann wird die abgehobene M. über die M.
rechts gezogen.
Erste Reihe: 1 abh., 9 r., 1 aufschl., 1 vorw. abg., 1 aufschl., 1
vorw. abg., 1 aufschl., 1 vorw. abg., 1 aufschl., 1 abh., 1 abg., die
abgehobene M. über die abgenommene M. ziehen, 1 aufschl., 1 abg., 1
aufschl., 1 abg., 1 aufschl., 1 abg., 1 aufschl., 1 vorw. abg., 1 r., 1
abg., zweimal aufschl., 3 M. r. zusammengestrickt, 2 aufschl., 1 abg.,
2 aufschl., 1 abg., 1 r., 1 abg., dreimal 1 aufschl., 1 vorw. abg.,
dann 1 aufschl., 2 r. Zweite Reihe: 1 abh., 9 l., 3 r., 1 l., zweimal 2
r., 1 l., dann 2 r., 7 l., 3 r., 7 l., 9 r. Dritte Reihe: 1 abh., 7 r.,
1 abg., dreimal 1 aufschl., 1 abg., dann 1 aufschl., 3 r., viermal 1
aufschl., 1 vorw. abg., dann 10 r., 1 abg., viermal 1 aufschl., 1 abg.,
zuletzt 1 r. Vierte Reihe: 1 abh., 9 l., 10 r., 7 l., 5 r., 7 l., 8 r.
Fünfte Reihe: 1 abh., 6 r., 1 abg., dreimal 1 aufschl., 1 abg., dann 1
aufschl., 5 r., viermal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 2 r., zweimal
aufschl., 3 r. zusammengestrickt, zweimal aufschl., 1 abg., 1 r., 1
abg., viermal 1 aufschl., 1 abg., zuletzt 1 r. Sechste Reihe: 1 abh., 9
l., 3 r., 1 l.,2 r., 1 l.,2 r., 7 l., 7 r., 7 l., 7 r. Siebente Reihe:
1 abh., 5 r., 1 abg., dreimal 1 aufschl., 1 abg., dann 1 aufschl., 7
r., viermal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 7 r.; 1 abg., viermal 1
aufschl., 1 abg., zuletzt 1 r. Achte Reihe: 1 abh., 9 l., 7 r., 7 l., 9
r., 7 l., 6 r. Neunte Reihe: 1 abh., 4 r., 1 abg., dreimal 1 aufschl.,
1 abg., dann 1 aufschl., 9 r., viermal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann
5 r., 1 abg., viermal 1 aufschl., 1 abg., zuletzt 1 r. Zehnte Reihe: 1
abh., 9 l., 5 r., 7 l., 11 r., 7 l., 5 r. Elfte Reihe: 1 abh., 3 r.,
1 abg., dreimal 1 aufschl., 1 abg., dann 1 aufschl., 2 r., 1 abg.,
zweimal aufschl., 3 r. zusammengestrickt, zweimal aufschl., 1 abg.,
2 r., viermal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 3 r., 1 abg., viermal 1
aufschl., 1 abg., zuletzt 1 r. Zwölfte Reihe: 1 abh., 9 l., 3 r., 7 l.,
5 r., 1 l., 2 r., 1 l., 4 r., 7 l., 4 r. Dreizehnte Reihe: 1 abh., 2
r., 1 abg., dreimal 1 aufschl., 1 abg., dann 1 aufschl., 13 r., viermal
1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 1 r., 1 abg., viermal 1 aufschl., 1
abg., zuletzt 1 r. Vierzehnte Reihe: 1 abh., 9 l., 1 r., 7 l., 15 r., 7
l., 3 r. Fünfzehnte Reihe: 1 abh., 1 r., 1 abg., dreimal 1 aufschl., 1
abg., dann 1 aufschl., 1 vorw. abg., 1 r., 1 abg., zweimal aufschl.,
3 r. zusammengestrickt, zweimal aufschl., 1 abg., zweimal aufschl., 1
abg., 1 r., 1 abg., dreimal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 1 aufschl.,
1 abh., 1 abg., die abgehobene Masche über die abgenommene M. ziehen,
viermal 1 aufschl., 1 abg., zuletzt 1 r. Sechzehnte Reihe: 1 abh., 7
l., 3 r., 7 l., 3 r., 1 l., 2 r., 1 l., 2 r., 1 l., 2 r., 8 l., 3 r.
Siebzehnte Reihe: 1 abh., 3 r., viermal 1 aufschl., 1 vorw. abg., 10
r., 1 abg., dreimal 1 aufschl., 1 abg., dann 1 aufschl., 3 r., dreimal
1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 1 aufschl., 2 r. Achtzehnte Reihe: 1
abh., 7 l., 5 r., 7 l., 10 r., 7 l., 5 r. Neunzehnte Reihe: 1 abh., 4
r., viermal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 2 r., zweimal aufschl., 3
r. zusammengestrickt, zweimal aufschl., 1 abg., 1 r., 1 abg., dreimal
1 aufschl., 1 abg., dann 1 aufschl., 5 r., dreimal 1 aufschl., 1 vorw.
abg., dann 1 aufschl., 2 r. Zwanzigste Reihe: 1 abh., 7 l., 7 r., 7
l., 3 r., 1 l., 2 r., 1 l., 2 r., 7 l., 6 r. Einundzwanzigste Reihe:
1 abh., 5 r., viermal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 7 r., 1 abg.,
dreimal 1 aufschl., 1 abg., dann 1 aufschl.,7 r., dreimal 1 aufschl.,
1 vorw. abg., dann 1 aufschl., 2 r. Zweiundzwanzigste Reihe: 1 abh.,
7 l., 9 r., 7 l., 7 r., 7 l., 7 r. Dreiundzwanzigste Reihe: 1 abh.,
6 r., viermal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 5 r., 1 abg., dreimal 1
aufschl., 1 abg., dann 1 aufschl., 9 r., dreimal 1 aufschl., 1 vorw.
abg., dann 1 aufschl., 2 r. Vierundzwanzigste Reihe: 1 abh., 7 l.,
11 r., 7 l., 5 r., 7 l., 8 r. Fünfundzwanzigste Reihe: 1 abh., 7
r., viermal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 3 r., 1 abg., dreimal 1
aufschl., 1 abg., dann 1 aufschl., 2 r., 1 abg., zweimal aufschl.,
3 r. zusammengestrickt, zweimal aufschl., 1 abg., 2 r., dreimal 1
aufschl., 1 vorw. abg., dann 1 aufschl., 2 r. Sechsundzwanzigste
Reihe: 1 abh., 7 l., 5 r., 1 l., 2 r., 1 l., 4 r., 7 l., 3 r., 7 l.,
9 r. Siebenundzwanzigste Reihe: 1 abh., 8 r., viermal 1 aufschl., 1
vorw. abg., dann 1 r., 1 abg., dreimal 1 aufschl., 1 abg., dann 1
aufschl., 13 r., dreimal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 1 aufschl., 2
r. Achtundzwanzigste Reihe: 1 abh., 7 l., 15 r., 7 l., 1 r., 7 l., 10 r.
[Illustration: Abb. 173. Gestrickte Spitze.]
[Illustration: Abb. 174. Teil einer Blusenstickerei in „Ajour“
(ruthenisch).]
[Illustration: Abb. 175. Allerlei Körbchen.
Entwurf und Ausführung: Emilie Krüger, München.]
Wer sehr geschickt ist und sich selber Blusen und Kleider nähen
oder ausschmücken kann, wird an dem Teil einer +Blusenstickerei+ in
„+Ajour+“ (ruthenisch) viel Freude haben. Unsere Abb. 174 zeigt einen
sehr reizvollen +Zwischensatz+, der sich für leichte +Kleidung+ aus
Voile, besonders für +Blusen+ und +Kleider+ besonders gut eignet. Wir
sehen auf dem Muster eine zierliche +Durchbrucharbeit+, von feiner
Filet- und Ajourstickerei unterbrochen, auf Krepp gearbeitet, eine
Vorlage, die auch für vornehme +Tisch-+, +Bett-+ und +Leibwäsche+ in
Betracht kommt.
Als letzte Anregung, wieder für Logierbesuch geeignet, bringen wir
in Abbildung 175 reizende +Körbchen+, die als +Flick-+, +Näh-+,
+Schlüssel-+ und +Löffelkörbchen+ gedacht sind. Sie stammen aus den
Werkstätten der bekannten Kunstgewerblerin +Emilie Krüger+, München,
und sind sehr originell teils mit großen +Glasperlen+, teils mit bunt
+gehäkelten aufgenähten Wollblumen+ verziert. Dieser Schmuck ist es,
der ohne viel Mühe selber gearbeitet werden kann; die Körbchen sind
bei der Künstlerin erhältlich. Man kann auch +Glasschalen+ in die
hübschen Körbe stellen, dann kann man sie als +Blumen-+, +Obst-+ und
+Kuchenbehälter+ vielseitig verwenden, umso eher, als diese feinen
Korbarbeiten gerade in den letzten Jahren wieder sehr in Mode gekommen
sind. Da es sich um deutsches Material handelt, sollte diese vornehme
Korbarbeit besonders gern gewählt werden; sie ist nicht nur für das
Jungmädchenzimmer allein, sondern auch für die Wohnstube, die Diele und
das Schlafzimmer ein vornehmer Schmuck; hier handelt es sich nicht um
überflüssige Luxus-, sondern um brauchbare Gegenstände, die, von langer
Dauer, immer wieder zu praktischen Zwecken ausgenutzt werden können.
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