Sehr geschmackvoll ist der +mittlere Tafelschmuck+, etwas

schwieriger als die anderen, aber bei einigem Geschick kann man ihn

sehr schnell, noch in letzter Stunde, herstellen. Es gehört ein

hölzerner +Lichthalter+ dazu, der in den größeren Blumengeschäften

erhältlich ist. Eine Art rundes Tablett auf einem Holzständer,

weiß oder einfarbig grundiert, mit bunten Ornamenten bemalt, meist

Bauernblumen in Rot, Blau, Gelb und Grün, scharf vom Hintergrund

abstechend. Jeder Dorftischler kann diesen +Kerzenhalter+ herstellen,

die Bemalung ist so einfach, daß sie sehr leicht ausgeführt werden

kann. Man verwendet Wasserdeckfarben, die nach dem Auftrocknen mit

Hochglanzlack überstrichen werden. Der fertige +Lichthalter+ wirkt wie

ein Tafelaufsatz; der Fuß wird mit Tannengrün umkleidet, in den Kreis

stellt man die weißen Weihnachtslichte, der Rand ist durch eingebohrte

Löcher dafür vorbereitet. Die Kerzen müssen fest eingesetzt werden,

damit sie nicht umfallen. Zum Schluß stellt man eine hohe Schale in die

Mitte, die mit kleinen roten Weihnachtsäpfeln und Nüssen gefüllt wird.

[Illustration: Abb. 167. Tafelschmuck: Weihnachtsleuchter zwischen

Weihnachtstännchen.]

Solch +Weihnachtstafelaufsatz+ ist ein sehr originelles

Weihnachtsgeschenk, das sich besonders für eine Sendung nach auswärts

eignet. Man kann damit seinen Lieben, die den Heiligen Abend nicht im

Elternhause oder im Freundeskreise verleben können, eine große Freude

machen.

Eine originelle +Weihnachtsampel+ sehen wir auf Abb. 168, einen

+Weihnachtsherzkranz+ mit +Kerze+, +Lametta+ und +Perlenstern+, der

an einer Seidenschleife am besten im Türrahmen angebracht wird. Die

Herzform fertigt man aus sehr starkem Draht an, es gibt auch hölzerne

Formen für diesen Zweck, am sichersten dürften sie in Blumengeschäften

erhältlich sein. Die Form wird mit Tannengrün umkränzt, die weiße Kerze

steht in einem Lichthalter, wie er für den Christbaum verwendet wird.

Von der inneren Spitze hängt der +Perlenstern+ herab; er besteht aus

Blumendraht und großen länglichen Silberperlen; als Ersatz für diesen

Perlenstern kann ein Weihnachtsstern angebracht werden. Es ist auch

nicht unbedingt notwendig, ein kariertes Seidenband als Anhänger zu

benutzen, ein silbernes Band ist ebenso wirksam, auch ein grasgrünes,

feuerrotes oder tütenblaues Band würde sehr hübsch aussehen, wenn man

es geschickt befestigt.

[Illustration: Abb. 168. Weihnachtsherzkranz mit Kerze und Perlenstern.]

Zum +Silvesterabend+ wird man die obenbeschriebenen bunten

+Papierketten+, die farbigen +Papiernetze+ als Tafelschmuck und

Zimmerdekoration benutzen; der +Tafelaufsatz+ mit den Lichten eignet

sich ebenfalls dafür, in diesem Fall kann man bunte Kerzen verwerten.

Was sonst an Tombolageschenken und kleinen Überraschungen, an Masken

und andern Scherzen notwendig erscheint, ist an verschiedenen Stellen

in diesem Buch ausführlich beschrieben worden, eine reiche Auswahl, in

der alle etwas Passendes finden dürften.

IX. Kapitel

Handarbeiten für die Reise

Eine verregnete Sommerreise ist keine Seltenheit. Man traut sich,

wie es so schön heißt, nicht weit vom Hause fort, man ist froh, wenn

man im Park, im Garten herumsitzen darf, und kann doch schließlich

nicht andauernd „schmökern“. Wenn wir bei Bekannten oder Verwandten

als Besuch unsere Ferien verbringen, bemühen wir uns bei schlechtem

Wetter, im Sommer und im Winter, uns nützlich zu machen und unter

anderm auch mal tüchtig unter den zerrissenen Strümpfen aufzuräumen,

vom Ausbessern der Kleider abgesehen. Aber wenn wir „richtig auf Reisen

gehen“, womöglich in Badeorte mitgenommen werden, dann sind diese

intimen Handarbeiten zwar notwendig, aber nicht für die Öffentlichkeit

bestimmt. Auf einer Promenadebank macht sich eine feine +Stickerei+

schon besser, und am Strand ist eine hübsche +Häkelarbeit+ nicht zu

verachten. Handarbeiten wirken immer kleidsam in geschickten Händen,

aber gar nicht kleidsam, wenn sie kaum von der Stelle kommen und eher

schwarz als fertig werden.

Zum +Mitnehmen auf die Reise+ eignen sich heikle Sachen, wie zum

Beispiel helles Tuch oder empfindliche Seide, sowieso nicht;

Ferienarbeiten muß man schnell zusammenrollen und wegpacken können,

sie dürfen nicht viel Platz einnehmen, und schon darum verzichte man

auf große Handarbeiten, auf Decken, Läufer, Kleider und so weiter.

Wie leicht wird man im Sommer von einem Platzregen überrascht! Da muß

die Handarbeit schnell in der Tasche, im Beutel verschwinden, auf ein

paar Kniffe oder Falten darf es dabei nicht ankommen. Eine vornehme

Flügeldecke aus teurem Tuch oder aus schwerem Seidenmaterial ließe sich

solche Behandlung bestimmt nicht bieten. +Häkel-+ und +Strickarbeiten,

Bändchenarbeiten+ oder +Leinenstickereien+ können schon ein paar

Tropfen vertragen, außerdem werden sie, wenn es notwendig ist, leicht

und ohne viel Kosten gewaschen, die chemische Reinigung erübrigt sich

dafür.

Daß man sich am sandigen Strand nicht ausgerechnet mit Perlarbeiten

beschäftigt, ist selbstverständlich. Batiken und Schnitzereien lasse

man zu Hause, schon der vielen dazugehörigen Werkzeuge wegen, die --

wenn sie unterwegs beschädigt werden -- nicht überall repariert oder

ersetzt werden können. All dies Handwerkszeug nimmt viel zuviel Platz

im Koffer ein und eignet sich nicht zum Zeitvertreib für die Ferien.

Wir zeigen auf unsern Bildern (Abb. 169 bis 175) verschiedene

+Handarbeiten für die Reise+, die gleichzeitig als „+Mitbringsel+“

gedacht sind. Es gibt Ferienhandarbeiten, die zum „+Mitbringen+“

unterwegs angefertigt werden, es gibt andere, die als +Gastgeschenke+,

als Dank für die erwiesene Gastfreundschaft verwendet werden sollen,

und solche, die +auf Vorrat+ angefertigt werden; die letzteren dürften

als +Gelegenheitsgeschenke+ zu Geburtstagen, in größerem Maßstab auch

zu Verlobungen und Hochzeiten und, wenn man „auf lange Sicht“ arbeitet,

zu Weihnachten -- natürlich im selben Jahre -- ihre Bestimmung

erreichen.

Auf alle Fälle ist es besser, sich mit Material für mehrere +kleine+

Handarbeiten zu versorgen, falls sich die Zeit dazu findet, als

andauernd an +einer+ Riesenarbeit herumzusticheln. Sehr wichtig ist

auch die Beschaffung der erforderlichen +Reservematerialien+, die

unterwegs oft nur unter viel Schwierigkeiten und mit größeren Kosten

als notwendig herangeschafft werden können.

Das erste Bild (Abb. 169) zeigt ein +Tellerdeckchen+ in +Rundfilet+,

aus Beyers Mustervorlagen für Handarbeiten, Band 103. Einige Stäbchen

und Nadeln in verschiedener Stärke bilden das Handwerkszeug.

[Illustration: Abb. 169. Tellerdeckchen in Rundfilet.]

Zu dem abgebildeten Deckchen ist ein starkes Stäbchen (st. St.) von 7

Millimeter Breite und eine Nadel (N.) von 2,5 Millimeter Durchmesser

erforderlich. Um letzteren bemessen zu können, sticht man die Nadel

langsam senkrecht in ein Blatt Papier und mißt dann das entstandene

Loch. Mit Häkelgarn Nummer 70 ausgeführt, wird das Deckchen etwa 15

Zentimeter groß. Man arbeitet in einen Hilfsring über die Nadel in der

1. Runde 18 Knoten (Kn.); die 2. und 3. Rd. wird glatt. 4. Rd. (st.

St.) 4 Kn. in jede Schlinge (Schl.) der vorigen Rd. 5. Rd. (N). In

die Übergangsmaschen der 4. Rd. 1 Kn., * die 3 folgenden Schl. in 1

Kn. fassen, 1 M. glatt, vom * fortlaufend wiederholen. 6. und 7. Rd.

glatt. 8. Rd. (st. St.). Fortlaufend zwischen zwei Gruppen der 5. Rd.

zweimal je 5 Kn. (das ist 1 M.) in 1 Schl., 2 M. glatt. 9. Rd. * Beide

Mu.-Teile in 1 Kn. fassen, 1 M. glatt; für den Anfang des Fächers 9

Kn. in die nächste Schl., 1 M. glatt, * fortlaufend wiederholen. 10.

Rd. (st. St.) * In die inneren 8 Schl. des Fächerteiles je 2 Kn., 4

M. glatt * fortlaufend wiederholen. 11. und 12. Rd. glatt. 13. Rd.

Die Maschen über den Mu. der 9. Rd. übergehen, sonst fortlaufend

abwechselnd 4 Schl. in 1 Kn. fassen und 1 Schl. auslassen, wie aus

der Abbildung zu ersehen ist. Die Maschen des inneren Rings werden

zusammengezogen und die Fäden verknotet.

Die zweite Vorlage (Abb. 170) stellt einige übereinanderliegende

+Wäschestücke+ dar, die in +Ausschnittechnik+ ausgeführt werden,

typische +Verlobungs-+ und +Hochzeitsgeschenke+, die verhältnismäßig

weniger Arbeit machen, als man denkt, wenn man die großzügigen Muster

sieht. Solche Arbeiten eignen sich sehr für Ferienbesuche, nicht so

sehr für „unterwegs“, trotzdem sie mancherlei aushalten können, da sie

schließlich, wenn die Stickerei fertig ist, doch „auf neu“ gewaschen

werden. Zunächst sind unsere Muster für +Kopf+- und +Paradekissen+,

+Überschlaglaken+ und +Bettdecken+ gedacht, sie kommen aber auch

für vornehme +Kaffeedecken+, für +Hemdeneinsätze+, +Vorhänge+ und

+Tischläufer+ in Betracht.

Die Ausführung der Arbeit dürfte allgemein bekannt sein. Alle Umrisse

werden mit Vorstichen von mittelstarker Baumwolle umzogen und dabei

die Stäbchen ausgeführt, welche die gestickten Figuren verbinden. Sie

werden nach dem Spannen entweder nur einfach mehrmals übernäht, daß

sie wie ein gedrehtes Schnürchen aussehen, oder mehrmals gespannt

und überbogt. Alle Umrisse werden gleichmäßig überbogt, auch die

begrenzenden Ränder des Grundstoffes. Erfahrene Stickerinnen schneiden

die Stickerei erst aus, wenn sie gewaschen ist.

Sehr fein wirkt unsere nächste Vorlage, der +Einsatz in genähter

Bändchenarbeit+ (Abb. 171).

Er ist für +Tisch-+, +Bett-+ und +Leibwäsche+ ein reizender Schmuck,

der sich leicht nacharbeiten läßt. Die Muster zur Bändchenarbeit

werden auf einfarbigen Kattun gepaust, mit Tinte ausgezeichnet, gut

getrocknet und abgerieben, damit die Zeichnung nicht abfärbt; dann kann

man mit dem Aufreihen der Bändchen beginnen. Unsere Vorlage erfordert

eine kleine Ergänzung beim Aufzeichnen, ehe das Muster fortgesetzt

werden kann. Links muß der Bogen, der in die drei Blättchen endigt,

vervollständigt werden, darüber wird man die Spitze des Blättchens

noch weiter auszeichnen und dem Muster rechts anfügen. Die füllenden

Spitzenstiche werden gespannt und übernäht.

[Illustration: Abb. 170. Ausschnittstickerei.

Entwurf und Ausführung: Anna Schmücker, Steglitz.]

Eine praktische Arbeit „für unterwegs“ ist die hübsche +Buchhülle+

aus der Werkstatt der Berliner Kunstgewerblerin +Käthe Ruppel+ (Abb.

172). Sie unterscheidet sich vorteilhaft von dem leider wieder

überhandnehmenden Krimskrams, für den noch immer, oder besser schon

wieder, viel Geld und Zeit verschleudert wird.

[Illustration: Abb. 171. Einsatz in genähter Bändchenarbeit. Von Rosa

Piltz, Berlin.]

Auf dem starken Leinenstoff steht das Muster, zwei farbige, große

Vögel, sehr wirkungsvoll. Die Linien sind stark vereinfacht, es sind

nur wenig Farben für das Ornament verwendet worden. Die Muster sind in

Flach-, Punkt- und Kettenstich gestickt; es sieht aus, als ob die Vögel

auf stilisierten Zweigen stünden.

Eine echte, rechte +Reisehandarbeit+ ist die +breite Strickspitze+,

die man für +Vorhänge+, +Bettdecken+, +Kaffeedecken+, vielleicht auch

für +Scheibengardinen+, auf alle Fälle sehr vielseitig verwenden kann.

Unser Modell (Abb. 173) ist mit starkem Garn gestrickt, es kann aber

auch, je nachdem es angewendet werden soll, in feinem und feinstem Garn

ausgeführt werden. Wird solche Arbeit unterwegs „grau“, so schadet das

nichts, gewaschen und gespannt wirkt sie wieder wie neu. Man kann sie

fest zusammendrücken, man kann die Arbeit immer wieder unterbrechen und

anfangen, wann sich die Gelegenheit bietet, und es gehört sehr wenig

Handwerkszeug dazu.

Die Spitze, nach einem alten Muster mit nicht zu feinen Nadeln und

weißer Baumwolle Nummer 7 gestrickt, kann, aus sehr feinem Garn

hergestellt, auch zur Verzierung von Kragen und dergleichen benutzt

werden.

[Illustration: Abb. 172. Bestickte Buchhülle aus Leinenstoff.

Entwurf und Ausführung: Käthe Ruppel, Berlin.]

Auf einem Anschlag von 48 Maschen strickt man zuerst 1 Reihe rechts.

Dann beginnt das Muster. Abkürzungen: abh. = abheben, r. = rechts, l. =

links, aufschl. = aufschlagen, abg. = abgenommen, vorw. abg. = vorwärts

abgenommen. Dabei faßt man die nächste Masche nach dem Aufschlagen

so, als wollte man sie rechts abstricken, hebt sie von der Nadel und

strickt die folgende M. rechts; dann wird die abgehobene M. über die M.

rechts gezogen.

Erste Reihe: 1 abh., 9 r., 1 aufschl., 1 vorw. abg., 1 aufschl., 1

vorw. abg., 1 aufschl., 1 vorw. abg., 1 aufschl., 1 abh., 1 abg., die

abgehobene M. über die abgenommene M. ziehen, 1 aufschl., 1 abg., 1

aufschl., 1 abg., 1 aufschl., 1 abg., 1 aufschl., 1 vorw. abg., 1 r., 1

abg., zweimal aufschl., 3 M. r. zusammengestrickt, 2 aufschl., 1 abg.,

2 aufschl., 1 abg., 1 r., 1 abg., dreimal 1 aufschl., 1 vorw. abg.,

dann 1 aufschl., 2 r. Zweite Reihe: 1 abh., 9 l., 3 r., 1 l., zweimal 2

r., 1 l., dann 2 r., 7 l., 3 r., 7 l., 9 r. Dritte Reihe: 1 abh., 7 r.,

1 abg., dreimal 1 aufschl., 1 abg., dann 1 aufschl., 3 r., viermal 1

aufschl., 1 vorw. abg., dann 10 r., 1 abg., viermal 1 aufschl., 1 abg.,

zuletzt 1 r. Vierte Reihe: 1 abh., 9 l., 10 r., 7 l., 5 r., 7 l., 8 r.

Fünfte Reihe: 1 abh., 6 r., 1 abg., dreimal 1 aufschl., 1 abg., dann 1

aufschl., 5 r., viermal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 2 r., zweimal

aufschl., 3 r. zusammengestrickt, zweimal aufschl., 1 abg., 1 r., 1

abg., viermal 1 aufschl., 1 abg., zuletzt 1 r. Sechste Reihe: 1 abh., 9

l., 3 r., 1 l.,2 r., 1 l.,2 r., 7 l., 7 r., 7 l., 7 r. Siebente Reihe:

1 abh., 5 r., 1 abg., dreimal 1 aufschl., 1 abg., dann 1 aufschl., 7

r., viermal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 7 r.; 1 abg., viermal 1

aufschl., 1 abg., zuletzt 1 r. Achte Reihe: 1 abh., 9 l., 7 r., 7 l., 9

r., 7 l., 6 r. Neunte Reihe: 1 abh., 4 r., 1 abg., dreimal 1 aufschl.,

1 abg., dann 1 aufschl., 9 r., viermal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann

5 r., 1 abg., viermal 1 aufschl., 1 abg., zuletzt 1 r. Zehnte Reihe: 1

abh., 9 l., 5 r., 7 l., 11 r., 7 l., 5 r. Elfte Reihe: 1 abh., 3 r.,

1 abg., dreimal 1 aufschl., 1 abg., dann 1 aufschl., 2 r., 1 abg.,

zweimal aufschl., 3 r. zusammengestrickt, zweimal aufschl., 1 abg.,

2 r., viermal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 3 r., 1 abg., viermal 1

aufschl., 1 abg., zuletzt 1 r. Zwölfte Reihe: 1 abh., 9 l., 3 r., 7 l.,

5 r., 1 l., 2 r., 1 l., 4 r., 7 l., 4 r. Dreizehnte Reihe: 1 abh., 2

r., 1 abg., dreimal 1 aufschl., 1 abg., dann 1 aufschl., 13 r., viermal

1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 1 r., 1 abg., viermal 1 aufschl., 1

abg., zuletzt 1 r. Vierzehnte Reihe: 1 abh., 9 l., 1 r., 7 l., 15 r., 7

l., 3 r. Fünfzehnte Reihe: 1 abh., 1 r., 1 abg., dreimal 1 aufschl., 1

abg., dann 1 aufschl., 1 vorw. abg., 1 r., 1 abg., zweimal aufschl.,

3 r. zusammengestrickt, zweimal aufschl., 1 abg., zweimal aufschl., 1

abg., 1 r., 1 abg., dreimal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 1 aufschl.,

1 abh., 1 abg., die abgehobene Masche über die abgenommene M. ziehen,

viermal 1 aufschl., 1 abg., zuletzt 1 r. Sechzehnte Reihe: 1 abh., 7

l., 3 r., 7 l., 3 r., 1 l., 2 r., 1 l., 2 r., 1 l., 2 r., 8 l., 3 r.

Siebzehnte Reihe: 1 abh., 3 r., viermal 1 aufschl., 1 vorw. abg., 10

r., 1 abg., dreimal 1 aufschl., 1 abg., dann 1 aufschl., 3 r., dreimal

1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 1 aufschl., 2 r. Achtzehnte Reihe: 1

abh., 7 l., 5 r., 7 l., 10 r., 7 l., 5 r. Neunzehnte Reihe: 1 abh., 4

r., viermal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 2 r., zweimal aufschl., 3

r. zusammengestrickt, zweimal aufschl., 1 abg., 1 r., 1 abg., dreimal

1 aufschl., 1 abg., dann 1 aufschl., 5 r., dreimal 1 aufschl., 1 vorw.

abg., dann 1 aufschl., 2 r. Zwanzigste Reihe: 1 abh., 7 l., 7 r., 7

l., 3 r., 1 l., 2 r., 1 l., 2 r., 7 l., 6 r. Einundzwanzigste Reihe:

1 abh., 5 r., viermal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 7 r., 1 abg.,

dreimal 1 aufschl., 1 abg., dann 1 aufschl.,7 r., dreimal 1 aufschl.,

1 vorw. abg., dann 1 aufschl., 2 r. Zweiundzwanzigste Reihe: 1 abh.,

7 l., 9 r., 7 l., 7 r., 7 l., 7 r. Dreiundzwanzigste Reihe: 1 abh.,

6 r., viermal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 5 r., 1 abg., dreimal 1

aufschl., 1 abg., dann 1 aufschl., 9 r., dreimal 1 aufschl., 1 vorw.

abg., dann 1 aufschl., 2 r. Vierundzwanzigste Reihe: 1 abh., 7 l.,

11 r., 7 l., 5 r., 7 l., 8 r. Fünfundzwanzigste Reihe: 1 abh., 7

r., viermal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 3 r., 1 abg., dreimal 1

aufschl., 1 abg., dann 1 aufschl., 2 r., 1 abg., zweimal aufschl.,

3 r. zusammengestrickt, zweimal aufschl., 1 abg., 2 r., dreimal 1

aufschl., 1 vorw. abg., dann 1 aufschl., 2 r. Sechsundzwanzigste

Reihe: 1 abh., 7 l., 5 r., 1 l., 2 r., 1 l., 4 r., 7 l., 3 r., 7 l.,

9 r. Siebenundzwanzigste Reihe: 1 abh., 8 r., viermal 1 aufschl., 1

vorw. abg., dann 1 r., 1 abg., dreimal 1 aufschl., 1 abg., dann 1

aufschl., 13 r., dreimal 1 aufschl., 1 vorw. abg., dann 1 aufschl., 2

r. Achtundzwanzigste Reihe: 1 abh., 7 l., 15 r., 7 l., 1 r., 7 l., 10 r.

[Illustration: Abb. 173. Gestrickte Spitze.]

[Illustration: Abb. 174. Teil einer Blusenstickerei in „Ajour“

(ruthenisch).]

[Illustration: Abb. 175. Allerlei Körbchen.

Entwurf und Ausführung: Emilie Krüger, München.]

Wer sehr geschickt ist und sich selber Blusen und Kleider nähen

oder ausschmücken kann, wird an dem Teil einer +Blusenstickerei+ in

„+Ajour+“ (ruthenisch) viel Freude haben. Unsere Abb. 174 zeigt einen

sehr reizvollen +Zwischensatz+, der sich für leichte +Kleidung+ aus

Voile, besonders für +Blusen+ und +Kleider+ besonders gut eignet. Wir

sehen auf dem Muster eine zierliche +Durchbrucharbeit+, von feiner

Filet- und Ajourstickerei unterbrochen, auf Krepp gearbeitet, eine

Vorlage, die auch für vornehme +Tisch-+, +Bett-+ und +Leibwäsche+ in

Betracht kommt.

Als letzte Anregung, wieder für Logierbesuch geeignet, bringen wir

in Abbildung 175 reizende +Körbchen+, die als +Flick-+, +Näh-+,

+Schlüssel-+ und +Löffelkörbchen+ gedacht sind. Sie stammen aus den

Werkstätten der bekannten Kunstgewerblerin +Emilie Krüger+, München,

und sind sehr originell teils mit großen +Glasperlen+, teils mit bunt

+gehäkelten aufgenähten Wollblumen+ verziert. Dieser Schmuck ist es,

der ohne viel Mühe selber gearbeitet werden kann; die Körbchen sind

bei der Künstlerin erhältlich. Man kann auch +Glasschalen+ in die

hübschen Körbe stellen, dann kann man sie als +Blumen-+, +Obst-+ und

+Kuchenbehälter+ vielseitig verwenden, umso eher, als diese feinen

Korbarbeiten gerade in den letzten Jahren wieder sehr in Mode gekommen

sind. Da es sich um deutsches Material handelt, sollte diese vornehme

Korbarbeit besonders gern gewählt werden; sie ist nicht nur für das

Jungmädchenzimmer allein, sondern auch für die Wohnstube, die Diele und

das Schlafzimmer ein vornehmer Schmuck; hier handelt es sich nicht um

überflüssige Luxus-, sondern um brauchbare Gegenstände, die, von langer

Dauer, immer wieder zu praktischen Zwecken ausgenutzt werden können.

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Handfertigkeitsbuch für junge Mädchen · 第 15 / 15 段